Google startet „Accelerated Mobile Pages Project“ für ein schnelleres Mobile Web

artikel google logoDas Thema Ladezeiten von Webseiten ist nicht nur für Seitenbetreiber eine harte Nuss. Es ist ein schmaler Grat zwischen bildgewaltigem Content und der Ladezeiten, insbesondere in mobilen Browsern. Das Auge isst sicherlich mit, was immer mehr News-Publisher dazu bewegt, ihre Artikel mit einem großen Headerbild auszustatten, begleitet von Bildern im Artikel, welche der Story mehr Ausdruck verleihen sollen. Doch wir befinden uns leider nach wie vor nicht im Zeitalter der lückenlosen Highspeed-Internetverbindung via LTE und Co.

Für den Leser ist es ärgerlich, wenn ein Artikel länger als zwei Sekunden zum Laden benötigt, was in der Regel in einem Absprung endet. Für Seitenbetreiber entgeht dadurch nicht nur Traffic, sondern unter Umständen auch Werbeeinnahmen, sofern er Werbung auf seiner Seite geschaltet hat.

Aus diesem (nicht ganz uneigennützigen) Grund hat Google das Accelerated Mobile Pages Project – kurz AMP – gestartet, welches Webseiten den benötigten Turbo verpasst. Das Projekt basiert auf AMP HTML, ein neues Open Framework, welches sich an bereits existierenden Web-Technologien bedient. Das Projekt ist Open Source, was die meisten Seitenbetreiber freuen dürfte.

Zum Start des Projekts gibt Google bekannt, dass Twitter, Pinterest, WordPress.com, Chartbeat, Parse.ly, Adobe Analytics und LinkedIn bereits planen, AMP HTML bald zur integrieren. Sicherlich hat Google hier eine gute Lösung für alle beteiligten gefunden, doch der Nutzen im eigenen Sinne dürfte hier mehr vorhanden sein.

Spätestens an dem Punkt, an dem Google auf den Punkt eingeht, dass Seitenbetreibern Werbeeinnahmen entgehen, wenn Nutzer abspringen, sollte der Aha-Effekt eintreten. Google ist schließlich mit AdWords und AdSense die führende Werbeplattform im Netz. Doch uns soll es als Konsumenten nicht stören, wenn wir unsere Lieblingsblogs schneller aufrufen können. Genauere Informationen und Details findet Ihr auf der Accelerated Mobile Pages Project Seite. Eine Demonstration des Geschwindigkeitszuwachses hat Google auch bereitgestellt.

(Quelle: Google)

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7 Kommentare

  1. Hab ich eben erst hier gelesen: http://fastwp.de/6346/

    Gibt sogar schon ein passendes WordPress Plugin dafür. Mal schauen, ich mag die Spionage-Schleuder Google ja mal so gar nicht, von daher bin ich skeptisch.

  2. Komisch. Noch vor einiger Zeit wurde Microsoft massivst dafür kritisiert, sich nicht an Web Standards zu halten. Und Google macht hier einen auf eigenes Format? Wie wärs einfach sich an die gegebenen Standards zu halten und entsprechend für die mobile Nutzung optimierte Seiten vorzuhalten. Sprich weniger Grafiklast und vor allem nicht 200 Layer pro Artikel mit Grafiken im MB Bereich und automatisch startenden Videos.

  3. Es ist doch nur ein Framework, wo ist euer Problem? Nutzt es einfach nicht und gut.

  4. Solange das nicht adaway umschifft ist das eine gute Sache.

  5. Ich weiss auch nicht, warum Google jetzt wieder Evil ist und alle Spionage Schleuder rufen.

    Die Seiten die wir aufrufen liegen in 99% der Fälle sowieso für Google indexierbar vor. Wo ist das Problem, wenn die Schund aus dem Quelltext entfernen, wenn der Browser feststellt, dass man mobil unterwegs ist. Unterwegs brauch ich kein Javascipt Zeug oder irgendwelche Banner. Wenn ich auf dem Smartphone in den Desktop-Modus schalte, kann das von mir aus eingeblendet werden.

    Ich tippe mal auf das schlechte Wetter…

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