Google Home: Vorgaben für OEMs, Kompatibilität mit SmartThings

Google App Artikel LogoGoogle Home, die Google-Konkurrenz zu Amazon Echo, neue Details dazu werden wir wohl am Dienstag erfahren, ob es dann bereits auch ein fertiges Produkt gibt, ist allerdings offen. Gut möglich wäre es aber, es gibt nämlich zwei News, die ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Denn Google wird nicht einfach nur ein Stück Hardware bringen, sondern möchte auch von Herstellern, dass sie Home in ihre Produkte integrieren. Genauer gesagt, sollen sie ihre Google Cast fähigen Geräte mit Home-Funktionalität ausstatten – und dafür auf andere Anbieter (sprich: Amazon Alexa) verzichten.

Der Kampf der großen AI-Anbieter um den zentralen Platz im Haus ist in vollem Gange, insofern verwundert es nicht, dass Google hier versucht, andere direkt über die Hardware auszuschließen. Hersteller, die Google Cast (jetzt dann Google Home) einsetzen möchten, dürfen eben keine anderen Anbieter auch auf die Gadgets lassen. Das berichtet The Variety, Google soll dies im Juni mit 50 OEMs besprochen haben. Erinnert ein bisschen an die Vorschriften, die Google zur Nutzung von Android macht und könnte auch nach hinten losgehen.

Denn im Gegensatz zu Apple – Nutzer lassen sich hier bewusst auf ein relativ geschlossenes System ein – sind Nutzer von Google-Produkten die freie Wahl gewöhnt, sehen dies auch als großen Vorteil, sei es bei Smartphones oder Smartwatches. Nun kommt eben noch ein Home-Produkt, bei dem man dann zwar die freie Hardware-Wahl hat, dann doch aber nur auf Googles Dienste zurückgreifen kann.

Ein Bericht von Android Police legt außerdem nahe, dass Google Home auch direkt mit Smart Things-Produkten funktionieren wird, also eine Smart Home-Zentrale darstellen könnte. Smart Things ist Samsungs Smart Home-Plattform, die bereits viele Geräte aus diesem Bereich verbindet. Eine hohe Kompatibilität zu solchen Produkten ist sicher nicht die schlechteste Wahl, möchte man beim Kunden einen gewissen Kaufanreiz wecken. Keiner holt sich eine neue Zentrale, falls er bereits vernetzte Produkte verwendet und diese dann eventuell nicht mehr mit der neuen Zentrale nutzen könnte. Das Google Home bereits im Oktober noch verfügbar sein soll, ein durchaus sinniger Schritt.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Zitat: Keiner holt sich eine neue Zentrale, falls er bereits vernetzte Produkte verwendet und diese dann eventuell nicht mehr mit der neuen Zentrale nutzen könnte. Zitat Ende
    Deshalb warte ich auch erst mal ab, mit welchen meiner Dienste (Musik Streaming, Smart Home usw.) sich Google oder Amazon besser verstehen, bevor ich da zuschlage. Bin mal gespannt!

  2. Ichnixwissen says:

    Es ist immer die selbe schei… . Anstatt mit gimmicks, guten Funktionen/Bedienbarkeit und Offenheit zu punkten, versucht man nur wieder alle in das eigene Ökosystem zu quetschen. Sollte sich der trennt bei Google fortsetzen kann Google mir bald am hubel blasen.

  3. Was im Smarthome-Bereich derzeit in Deutschland noch fehlt, ist eine übergeordnete Instanz, die die wichtigsten Smarthome-Funk-Systeme (WLAN, Z-Wave, Zigbee und EnOcean) bei den diversen Gerätetypen (Licht, Steckdosen, Thermostate, Rauchmelder, usw.) unter einer Sprachsteuerung vereint.
    Ist doch klar, dass alle Ihr Ding durchsetzen und andere ausstechen wollen.
    Für mich wäre nur wichtig, das die Dinge, die ich bereits im Einsatz habe, durch Sprache steuerbar sind und da würde ich vom reinen Bauchgefühl her sagen: Amazon macht das Rennen mit seinem Echo bzw. Echo Dot.

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