Google geht schärfer gegen „Ad-Injectors“ vor

artikel_googleAd-Injectors stehen im Grunde für Malware, welche z. B. als Anhängsel bei der Installation eines scheinbar vertrauenswürdigen Programms mit auf dem Rechner landen kann. Die Ad-Injectors tragen ihren Namen, weil sie Werbung auf Websites auswechseln bzw. quasi neu „injizieren“. Das Ergebnis sind durch Werbeanzeigen überfrachtete Websites und eine beeinträchtigte Benutzererfahrung. An dieser Stelle will Google nun schärfer handeln.

Laut Google schaden die Ad-Injections nicht nur der Benutzererfahrung im Web, sondern bringen auch zahlreiche Sicherheitsrisiken mit sich. Als weitere Gegenmaßnahmen hat der Konzern nun die Injected-Ads aus dem DoubleClick Bid Manager entfernt bzw. einen entsprechenden Filter implementiert. Das kommt auch Marketern zugute, denn die ärgern sich selbst, wenn ihre Werbeanzeigen durch ein Injected-Ad-Programm ersetzt werden. Laut Google handele es sich bei einer derartigen Vorgehensweise um eine Unterwanderung des Systems, die niemandem etwas bringe.

Seit Anfang 2015 habe man laut google fast 300.000 User-Beschwerden zu Injected-Ads erhalten. Das seien laut Konzern mehr Kundenbeschwerden als zu allen anderen Themen. Verwunderlich sei dies nicht, denn die ungewollt eingeschleuste Werbung betreffe nicht nur viele Nutzer, sondern auch potentiell leider alle Websites. Ergebnisse können im schlimmsten Fall leider so aussehen:

google ad

Da verbleibt natürlich wenig Spaß daran, die New York Times zu lesen. Leider sitze das Problem tiefer. Denn die Ad-Injectors kommen ja erst auf die Rechner, indem die Anwender selbst sie z. B. im Rahmen von Software-Bundles freiwillig mit installieren. Am Ende ärgern sich dann aber nicht nur die Nutzer, sondern auch die Website-Betreiber, die eventuell ohne ihr eigenes Verschulden den Ärger der Besucher auf sich ziehen und durch die angezeigte Werbung nicht einmal Geld einnehmen.

Googles neue Blacklist im DoubleClick Bid Manager soll nun verhindern, dass Werbung über Injected-Ads überhaupt wissentlich oder unwissentlich geschaltet wird. Damit wird es quasi erschwert die Injected-Ads überhaupt anzubieten und ihre Impressions zu messen. Google ist sich aber laut eigenen Aussagen bewusst, dass sich das Problem dadurch nicht über Nacht lösen lassen werde. Man hoffe aber damit ein Zeichen zu setzen und vielleicht andere zum Nachziehen zu animieren, um Injected-Ads weiter ins Aus zu schieben.

(via Google Online Security Blog)

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

14 Kommentare

  1. hat google jetzt nicht nen neues logo?

  2. Auch das g+ Logo hier in den Social Buttons ist veraltet. Google+ hat längst ein neues G+ Logo ohne Serifen.

  3. Ich möchte auch ganz dringend darauf hinweisen dass das Google-Logo nicht aktuell ist. Berichte zu Malware etc. sind doch öde, das Kommentieren zum Thema erst recht.

  4. Da wir beim Thema sind, möchte ich sagen, dass die Werbung auf der mobilen Version Eurer Seite nervt. Bis jetzt war die Caschys Seite auf meiner White list im Adblocker, wird sich aber austragen lassen.

  5. stimme Ali zu, eure mobile Werbung nervt, besonders die „scroll“ Werbung, kommt man auch drüber. und Interstitial Ads beim öffnen eines Artikels müssen auch nicht sein.

  6. sollte heissen an der „scroll“ Werbung kommt man kaum vorbei…

  7. Ich würde es begrüßen wenn man auf eurer mobilen Webseite die Social Media Buttonleiste komplett (am besten dauerhaft) ausblenden könnte. Nimmt nur unnötig Platz weg.
    Die am Rand hochklappende Werbung in der mobilen Version empfinde ich auch als störend.

  8. der gesammelten Kritik über die Werbung auf der mobilen Seite kann ich mich nicht anschließen. Caschy und seine Autoren müssen ja auch von was leben. Ohne Werbung geht das halt nicht. Empfinde ich als unaufdringlich. Button-social-sharing-leiste ist doch cool und modern inkl. whatsapp.

  9. @Ali: Wir probieren gerade etwas herum, das muss nicht heißen, dass es dauerhaft ist, mir gefällt die aktuelle Lösung auch nicht zu 100%. Schade, wenn es nervt, aber wir müssen uns auch finanzieren. Ich versuche das wirklich schon alles ohne Nerv: RSS ungekürzt ohne Werbung. Kein Popup, kein Layer, keine Aufforderung was zu abonnieren, keine Facebook Like-Aufforderungen, keine Schleichwerbung, keine Werbung im Text, keine dauerhaften Boxen im Blog mit „Preisvergleichskacke. Damit gehören wir wohl zu den „sanftesten“, was die Werbung angeht, das siehst du sicherlich ein, oder? Es ist momentan schwer, da Lösungen zu finden. Und nein. Abomodelle sind Blödsinn und Spenden haben wir ausprobiert. Flattr und Co bringen Null bei uns.

  10. @caschy
    Natürlich müsst ihr euch auch finanzieren. Es ist immer eine Gratwanderung, und ihr macht das bisher wirklich noch gut das stimmt. Die Werbeleiste am unteren Rand ist jetzt auch nicht so schlimm, dass sie mich veranlassen würde einen Werbeblocker einzusetzen. Also alles noch im Rahmen, wollte es nur erwähnt haben :).
    Von Zeit zu Zeit klicke ich bei euch auch bewusst auf ein paar Banner (die mich im Prinzip wie die meiste Werbung nicht interessieren) um euch was gutes zu tun, und auf dem Weg ein kleines Danke für die gute Arbeit im Blog zu sagen.

  11. @elknipso: Vielen Dank für deine Unterstützung.

    Zur allgemeinen Transparenz: Die untere Leiste stört mich, da sie das Sharing verdeckt. Wird halt jedem angezeigt. Die Fullscreen-Werbung wird nur seltenst ausgespielt, ist aber in Sachen Einnahme besser. Ich hatte vor, das Ganze 30 Tage zu testen. Aber so wie es aussieht, wird es deaktiviert – schau dir ruhig die Einnahmen der letzten zwei Wochen an – bei dieser Summe habe ich lieber gar keine Werbung dieser Art, da ich darüber nicht einmal einen Minijobber einstellen könnte – aber viele Leute damit nerve. http://jmp.sh/QYNK74K

  12. oha, blogger sind wahre millionäre…

  13. @zoula: So ist es 😉