Google erwarten empfindliche Strafen im Streit über Android mit der EU

Google App Artikel LogoGoogle und die EU, nicht immer eine gute Mischung. So auch in dem Fall, der die europäischen Wettbewerbshüter bereits seit 2013 beschäftigt und sich auf Vorgänge seit 2011 bezieht. Google soll durch finanzielle Anreize die Hersteller dazu bringen, Google als einzige Suche auf Smartphones mit Android-Betriebssystem zu installieren. Gleichzeitig soll Google mit dem Vorinstallationszwang für bestimmte Apps aufhören, Google nutze dadurch die marktbeherrschende Stellung von Android aus. Herstellern dürfe nicht mit Strafen gedroht werden, wenn sie sich nicht an Googles Vorgaben haben, steht in dem 150-seitigen Dokument, das Google bereits im April erhalten hat.

Belohnt haben soll Google die Hersteller dafür, wenn sie den Google Play Store und die eigene Suche in das System integriert haben. Die Zahlungen dafür sollen gestoppt werden. Die Strafen sollen bei Nichteinhaltung hoch ausfallen, sie könnten sich laut Reuters an den Einnahmen durch europäische Nutzer über AdWords, Produktanfragen in der Google Suche, Play Store Apps und AdMob definieren.

Google scheint gewillt, den Forderungen zumindest entgegenzukommen und äußert sich folgendermaßen:

„We look forward to showing the European Commission that we’ve designed the Android model in a way that’s good for both competition and consumers, and supports innovation across the region.“

Man darf gespannt sein, wie und ob das einmal ein Ende finden wird. Google und die Wettbewerbshüter der Europäischen Kommission befinden sich praktisch fortlaufend in Verhandlungen, mehrere Baustellen gleichzeitig gibt es. Auch die vertikale Suche der Google Suche ist aktuell noch Bestandteil eines Streits, hier könnten ebenfalls noch Strafen auf Google zukommen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Diese Vorinstallation finde ich ehrlich gesagt gar nicht so schlimm. Google finanziert ja schließlich auch die Entwicklung von Android. Viel schlimmer finde ich, wie die Software-Pflege bei Android-Herstellern generell aussieht. Und genau dort sollte die EU Kommission mal ansetzen und knallhart Importverbote und empfindliche Strafen für Hersteller von Geräten verhängen, die ihre Geräte nicht regelmäßig aktualisieren.

    Ich erwarte keine Feature-Updates, die habe ich ja schließlich auch nicht bezahlt. Klar gehört das zum guten Ton, dass Flagschiffe auch mal ein paar neue Android-Version bekommen, sollte aber kein Muss sein. Aber Security-Updates sollten unbedingt gesetzlich vorgeschrieben werden. Und dafür sollte kein Hersteller Ausreden haben, schließlich versorgt Google selbst Android 4.4 noch mit Sicherheits-Updates.

  2. Da Google mit Android mittlerweile faktisch eine marktbeherrschende Stellung hat ist das natürlich immer etwas schwierig. Aber ganz generell kann ich Google verstehen, dass sie natürlich auch eine Gegenleistung (in Form einer prominenten Platzierung ihrer Produkte) dafür haben wollen. Schließlich bezahlen sie die komplette Entwicklung mit allem drum herum für Android, und die Gerätehersteller können ihre Arbeit kostenlos nutzen.

  3. Und was ist da mit Apple? Da gibt es auch nur einen vorinstallierten Store. Meiner Meinung nach genau das gleiche.

  4. @Christoph bei Apple ist es eben nicht das gleiche, es ist ihr gerät und ihr OS. Nicht wie bei Android wo es 3. Hersteller für Hardware gibt

  5. @Daniel, in letzter Konsequenz und für den Endverbraucher ist es aber dasselbe. Wenn ich ein Iphone kaufe weiß ich, daß die Mail App, der Shop, das Kartenprogramm, der Kalender etc. von Apple vorinstalliert und als Standard definiert ist. Same story bei Microsoft, dort ists halt Bing & Outlook. Und beim Android siehts halt auch so aus. Wo ist jetzt da der prinzipielle Unterschied bei den großen drei?

  6. @Ralf
    Immer noch da, wo Daniel beschrieben hat. Ob das für den Verbraucher ersichtlich ist oder nicht, spielt bei solchen rechtlichen Gründen keine Rolle.

  7. Ich versteh es auch nicht. Googles Betriebssystem, Googles Regeln. Entweder ich halte mich daran oder eben nicht…

  8. Ich sehs kommen … Deswegen wird Android closed source und dann wird es echt schlimm! Seid doch froh das sie es verschenken!

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