Gastbeitrag: Der Gigant Google – Datenspeicherung & Monopolstellung?

Hallo, liebe Leser! Der folgende Gastartikel ist mein erster Versuch, einmal einen Gastbeitrag in einem anderen Blog zu schreiben. Ich heiße Matthias Liedtke und betreibe einen kleinen Blog über meinen Schüleraustausch in Argentinien, der sich mittlerweile so langsam aber sicher dem Ende neigt. Nebenbei versuche ich mich ein bisschen an PHP & MySQL, entstanden ist dabei ein kostenloser Online-Vokabeltrainer, der allerdings vom Design „mal so gar nicht“ überzeugen kann. Herzlichen Dank an Caschy für das Veröffentlichen meines Beitrags! Über Feedback und konstruktive Kritik zu diesem Gastartikel würde ich mich sehr freuen! 🙂


Google – Einleitung

Google. Wer kennt Google nicht? Wer kann nicht aus dem Gedächtnis mindestens 3 Google-Dienste benennen? Wer hat noch keinen Beitrag über die Macht von Google oder die „Datensammelwut“ Googles gelesen? Tatsächlich ist die 1998 von den Studenten Larry Page und Sergei Brin gegründete Firma in aller Munde. Vor allem das Internet enthält eine unglaubliche Vielfalt an Artikeln über Google; die SEO befasst sich neben den allgemein nützlichen Methoden vor allem mit der Optimierung für die Suchmaschine „Google“. Viele lassen dabei sogar Yahoo und Bing außen vor. Doch steht hinter der Google Inc. viel mehr als nur die gleichnamige Suchmaschine. Google bietet immer mehr Dienste an und erreicht damit immer wieder neue Zielgruppen.

Google-Dienste – Ein Überblick

Um einen kleinen Überblick über die Tragweite Googles zu bekommen, hier die bekanntesten der von Google bereitgestellten Dienste:

  • Google Adsense: ermöglicht das einfache Einbinden themenrelevanter Google-Anzeigen in eigenen Webseiten, mit denen Geld verdient werden kann.
  • Google Adwords: Mit Google Adwords können Anzeigen gekauft werden. Bezahlt wird pro Klick auf die eingestellten Anzeigen (pay per Click).
  • Google Analytics: Statistik-Tool, das einen Überblick über die Besucher der eigenen Webseite erfasst und umfangreiche Informationen bereitstellt.
  • Google Bildsuche: Zuständig für die Suche nach Bilddateien im Web.
  • Google Blogsuche (Blogsearch): Wie die Google Suchmaschine, jedoch begrenzt auf Blogs.
  • Google Bookmarks: Googles eigener Bookmark-Dienst.
  • Google Buzz: Erweiterung des E-Mail-Dienstes Googlemail zu einem sozialen Netzwerk.
  • Google Chrome: Eigener Browser von Google.
  • Google Earth: Software, die Satelliten-Fotos unterschiedlicher Auflösungen der Erde bereitstellt.
  • Google Finance: Suche nach Nachrichten aus der Wirtschaft und Börseninformationen.
  • Google Groups: Größtes öffentlich zugängliches Usenetarchiv.
  • Google Mail / Googlemail: Googles kostenloser, webbasierter E-Mail-Dienst.
  • Google Maps: ist ein Kartendienst, der die Suche nach Adressen und Orten ermöglicht. Google Maps bietet darüber hinaus auch einen Routenplaner.
  • Google News: ist eine Nachrichtenseite, die vollkommen automatisch aus unzähligen Quellen die wichtigsten News bereitstellt.
  • Google Übersetzer: übersetzt Texte aus einer Vielzahl an Sprachen.
  • Google Video: Googles eigenes Video-Portal.
  • Blogger: Von Google aufgekaufter Bloghosting-Dienst.
  • Picasa: Von Google aufgekaufte Bildverwaltungs-Software.
  • Youtube: Von Google für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro aufgekauftes Video-Portal.
  • Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl der verfügbaren Google-Dienste, tatsächlich stellt Google eine Vielzahl kleinerer Dienste dar, die einer Vielzahl an Internetnutzern gar nicht bekannt ist. Dennoch fehlen auch viele große Internetdienste in dieser Liste, um sie nicht allzu unübersichtlich zu machen. Wer Informationen zu weiteren Google-Diensten haben möchte, sollte hier vorbei schauen. Die erste Auffälligkeit der Google-Dienste ist, dass ein Großteil absolut kostenlos zur Verfügung steht. Tatsächlich sind Programme wie Google Earth, Picasa oder Google Analytics kostenlos erhältlich. Viele Dienste scheinen noch nicht einmal eine Gewinn-Absicht zu enthalten.

    Google in der Kritik

    Dennoch oder gerade deswegen steht Google aber häufig in der Kritik.

    Ergebnisfilterung

    Ein Kritikpunkt ist die Ergebnisfilterung. Google filtert bestimmte Suchergebnisse, um die Gesetze der jeweiligen Länder nicht zu brechen. Vor allem China wird dabei gerne als Beispiel erwähnt, da hier alle Seiten, die den Behörden nicht gefallen, gesperrt werden, aber auch in Deutschland werden die Suchergebnisse gefiltert. Bei der Suche nach Begriffen, die auf der Zensurliste stehen, wird jedoch darauf hingewiesen.

    Monopolstellung

    Darüber hinaus wird oft die Monopolstellung Googles kritisiert. So hat die Suchmaschine Google in Deutschland einen Marktanteil von 89%, in Brasilien sind es sogar 97%. Weltweit sieht es weitaus besser aus, hier kann Google „lediglich“ einen Marktanteil von 55% als sein Eigen nennen (Auf dem zweiten Platz steht Yahoo mit 11%). So schreibt Wikipedia über die Google Inc.: „Googles Expansionsstrategie ähnelt der von Microsoft, nur agiert Google viel schneller.“

    Datenschutz

    Die größte Kritik gegenüber Google wird jedoch in Bezug auf den „Datenschutz“ verübt. Durch die große Anzahl an Diensten und gigantischen Marktanteilen ist es Google bereits jetzt möglich, Unmengen an Informationen über den User zu erlangen. Durch die Verknüpfung der unterschiedlichen Dienste mit dem Google-Account können so Informationen aus gänzlich unterschiedlichen Bereichen erfasst und zusammengetragen werden.

    Bereits im Oktober 2006 schrieb Jo Bager in der c’t: „Spinnt man den Gedanken eines Google weiter, das möglichst viele Daten sammelt, und nimmt an, der Suchmaschinenriese würde nicht nur seine Nutzer, sondern alle Surfer ausspionieren wollen, so ergäbe sich eine fast Orwellsche Vision der totalen Überwachung. Das Erschreckende daran ist, dass auch hierfür viele technische Voraussetzungen bereits existieren.“

    Kritisiert werden zum Beispiel die Cookies bei der Suchmaschine. Laut Google dienen diese Cookies einzig und allein dem Zweck, Einstellungen zu speichern. Statt die Einstellungen jedoch direkt im Cookie und damit offline zu speichern, wird eine 30 Jahre gültige Identifikations-Nummer gespeichert, die mit den online gespeicherten Daten verknüpft ist. Experten nehmen daher an, dass Google die Cookies vor allem zur Analyse des Surfverhaltens nutzt. (Dies wird auch dadurch unterstützt, dass über eine gewisse Zeit hin die Einstellungen auch bei deaktivierten Cookies ohne Probleme funktionierten; mittlerweile ist dies aber nicht mehr möglich.)

    Auch Google AdSense steht mit einem ähnlichen Vorwurf in der Kritik: Google AdSense hat einen Marktanteil von über 80%. Dadurch ist es teilweise möglich, den Webseitenverlauf eines Besuchers nachzuverfolgen. Gerade in letzter Zeit steht auch Google Analytics im Sperrfeuer der Datenschützer: So speichert Analytics zentral Daten wie Webanfrage, IP-Adresse, Browsertyp, Browsersprache, Datum und Uhrzeit. Bei Google Mail wird kritisiert, dass alle gesendeten und erhaltenen Mails durchsucht und analyisiert werden, um kontextbezogene, speziell auf den User bezogene Werbung schalten zu können.

    Zuletzt trifft auch Googles Browser Chrome Kritik, da zum Beispiel jedes Zeichen, das oben in die Adresszeile eingegeben wird, mit mindestens einer eindeutigen ID unverschlüsselt an Google gesendet wird.

    Fazit & Eigene Meinung

    Im Laufe der Zeit ist Google zu einem gigantischen Imperium angewachsen, dessen zentraler Bestandteil das Sammeln an Daten über Nutzer und die Erstellung von Nutzerprofilen zu sein scheint. Deswegen wird Google und sein Verhalten oft kritisiert, genau wie die Monopolstellung, die ein Großteil der Google-Dienste inneträgt.

    Und auch in Zukunft scheint Google vorzuhaben, diese Strategie weiterzuverfolgen. Mit dem Google Chrome OS oder auch Chromium OS genannt, will Google nun auch den Bereich der Betriebssysteme in Angriff nehmen, mit dem Nexus One stellte Google bereits sein erstes eigenes Smartphone her. Die EU hat bereits erste Schritte unternommen, um der Monopolstellung Googles Abhilfe zu schaffen.

    So wurde neulich eine Kooperation zwischen Microsoft und Yahoo! genehmigt. Auch wenn all die Kritik mehr als berechtigt ist und es meiner Meinung nach zwingend notwendig ist, Google Einschränkungen aufzuerlegen, so sollte man aber auch die andere Seite sehen: Google bietet eine Unmenge an kostenlosen Alternativen an, an frei zugänglichen Programmen, die vielen das Leben unglaublich erleichtern.

    Und auch wenn es fast immer eine Alternative gibt, so haben die meisten Google-Dienste eine sehr gute Qualität und sind für viele Internetnutzer nicht mehr wegzudenken. Doch nun zu euch: Was haltet ihr von Google und seiner Machtposition? Sollte man Google in die Schranken weisen oder freut ihr euch über jeden neuen Dienst, den Google herausbringt? Weiterführende Informationen zum Thema:

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    Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

    67 Kommentare

    1. Könnte es sein, dass die Links nicht funktionieren?

    2. Eigentlich ein guter Beitrag, nur die Links müsstest du beim nächsten Mal besser machen 😉

    3. Sieht so aus als wäre caschy da ein Fehler bei den Links unterlaufen, denke nicht, dass es vom Autoren so gewollt war. Ansonsten sehr guter Gastbeitrag!

    4. loverk89 says:

      Guter Artikel mit guten Argumenten. Ich benutze gern Google Produkte 🙂 besonders Googlemail find ich klasse.

      Egal das viele Sagen, das Google das Böse im Internet ist. Was die Suche und die viele Internetdienste angeht ist Google nunmal echt super und ich bin immer noch der Meinung das jeder selber dafür Verantwortlich was mit seinen Daten passiert(im weitesten Sinne die Politik sollte natürlich die Rahmenbedingen vorgeben und auch für die Einhaltung sorgen), wenn mir Google nicht gefällt (aus Datenschutzgründen), dann benutz ich es eben nicht und such mir einen Anderen Anbieter. Außerdem haben viele ander Internetseiten eine mehr als fragwürdige Datenschutzerklärung aber da regen sich nicht so viele drüber auf.

    5. Ein Super Beitrag und mal ehrlich. Google gibt zwar zu das Daten gespeichert werden, egal ob es bei e-Mail Verkehr ist oder beim Browser oder sonstigen Google Anwendungen. Aber andere machen dies genauso. Ich glaube nicht das es nicht eine Internetfirma mehr gibt, sei es große Telefonfirmen, e-Mail Anbieter oder Shops. Alle speichern Daten und werten diese aus. Google macht dies nur offiziel und wird dafür kritisiert. Ich finde die Google Anwendungen super und kann sie mir schon jetzt nicht mehr weg denken. Vieles ist leichter und einfacher als manche andere Werbe verseuchte Dienste.

    6. Das Beispiel mit China ist jetzt aber überholt, sollte man vielleicht ein anderes bringen. 😉
      Key

    7. Toller Artikel! Glückwunsch.

    8. nixdagibts says:

      http://www.google.com/governmentrequests/

      Da das Thema Zensur kurz angeschnitten wurde, sollte dieser Link nicht fehlen. Er zeigt, welches Land wie viele Löschaufforderungen an Google geschickt hat. Und ja, Deutschland steht auf Platz 2.

    9. Schöner Beitrag der auch noch schön neutral gehalten ist und jede Seite der Medaille zeigt.

    10. Paul Peter says:

      meine Meinung zu Google:
      die Produkte sind top (Preis [da kostenlos] als auch die Leistungen). Einige Dienste nutze ich auch. Jedoch macht mir auch die (mögliche) Datensammelwut Angst und ich versuche mich dagegen so weit wie möglich zu schützen (Cookies beim Browserschließen löschen, nicht mit aktivierten Google-Account im Netz surfen, Analytics mit entsprechenden Browser-Erweiterungen blocken).
      Einige Dienste meide ich komplett: z.B. Google Mail (da gibt es zahlreiche Alternativen, und Google soll die Finger von meinen Mails lassen 😉 )

    11. @Matthias Liedtke: Könntest Du bitte hier in den Kommentaren einen funktionierenden Link zum Vokabeltrainer einfügen?

    12. cool — da richte ich gerade für meine Jimdo page Google analytics ein – da kommt dieser Beitrag…

      Ich selber bin seit der W-Lan Panne von Google ein strikter Google (außer Analytics) Verweigerer… Als Suche verwende ich Fireball.de und Yahoo ab und zu auch noch mal alltheweb.com — Mail habe ich bei Web.de – Buzz brauche ich ja nicht – ich Twittere ja schon fleißig. Fürs Bloggen verwende ich ja WordPress und seit dem Jimdo-Gastbeitrag nun auch Jimdo über dass ich ja kürzlich Google Analytics gelegt habe .. Mail ist bei Web.de und den Rest brauche ich eigentlich nicht…

      Ich finde es aauf jeden Fall gut, dass jemand mal das „Google-Problemchen“ hier anspricht — nur so kann darauf aufmerksam gemacht werden, was Google ansich alles tut…
      Mit meinem Letzten Blogbeitrag berichte ich darüber, wie man G Analytics bei sich selbst blocken kann und ich kann das nur jedem empfehlen der das noch nicht gemacht hat.
      Dann kommen sicher jetzt die Fragen, warum ich denn auf meine Jimdo Page G Analytics gelegt habe….. das beschreibe ich auch in dem Blogbeitrag — einfach weil Jimdo das vergessen hat…

      Letzendlich glaube ich, dass das Google Imperium langsam zu groß wird… viele sind sich überhaupt nicht bewusst, was Google alles tut (und eventuell nicht richtig kann?)
      Durch diesen Beitrag wird ein wenig aufgeklärt und zum nachdenken gebracht….

      Dann leg ich mich wohl ma ans Twitter-Spreading für diesen Beitrag… vielleicht blogge ich selbst darünber noch einmal

      (Ich hoffe dieser Kommentar wird wegen der vielen Links nicht als Spam angesehen 😀 )

    13. is doch net soo schwer rauszufinden 🙂
      http://vokabelplanet.xe.cx

    14. Haste Recht.

    15. „Google bietet eine Unmenge an kostenlosen Alternativen an, an frei zugänglichen Programmen, die vielen das Leben unglaublich erleichtern.“

      Mit Speck fängt man Mäuse. Ohne die interessanten Dienste käme Google ja nicht an die vielen Daten heran.
      Ich nutze einzig und alleine die Google-Suchmaschine mit abgeschalteten Cookies. Alles andere von Google meide ich.

    16. Hey Leute,

      Ich würde gerne die Links verbessern, aber leider habe ich keinen Zugriff darauf, Caschy ist im Urlaub und wird sich erst am Ende des Urlaubs darum kümmern können.

      Der Fehler liegt aber auf meiner Seite, erst wollte ich es nicht einsehen, aber wer Texte in OpenOffice schreibt, ist selbst Schuld.
      (Lief alles bestens, ich bin auch nicht auf die Idee gekommen, Überschriften oder so in OpenOffice zu machen, ich wollte das eigentlich nur wie einen Editor benutzen, aber dummerweise sind die Anführungszeichen, warum auch immer, unterschiedlich 😀 )

      Aber beim letzten Artikel war es mir nicht möglich, zu kommentieren, warum auch immer, mal sehen, ob es dieses Mal geht.
      (Ja, ich habe schon mehrere freigeschaltete Kommentare auf dem Blog.)

      Hier der Link zu meiner Webseite: Schüleraustausch Argentinien – Blog
      Und hier der Link zum Vokabeltrainer, nach dem gefragt wurde: Vokabelplanet – kostenloser Vokabeltrainer

    17. Jede Frage an Google ist eine Antwort an Google!

    18. Also zunächst muss ich auch den Beitrag loben. Sehr ausführlich und informativ.
      Was die „Datensammelwut“ Googles angeht, so muss ich leider sagen, dass wir in einer Gesellschaft leben die gerne nimmt aber sehr ungerne gibt.
      Ein Beispiel dazu: Google Street View
      Jeder will natürlich den Dienst nutzen und gerne alles, überall sehen. Sobald es aber um das eigene Haus geht wird protestiert.
      Ich bestreite nicht, dass Google manchmal zu weit geht, fühle mich aber persönlich nicht davon betroffen und bin über jede Aktion des „Giganten“ froh.

    19. @Didi: Ja, die Links funktionieren leider tatsächlich nicht.

    20. CocaineRodeo says:

      Ich persönlich finde es immer amüsant wenn irgendwelche Leute, die keine Ahnung von Tuten und Blasen haben gegen Google wettern. Die haben irgendwann bei CHIP und Konsorten gelesen, wie böse Google doch sei und daraufhin auf dieser Basis ihre Meinung gebildet.

      Da regt man sich z.B. darüber auf, dass Chrome (bis v4.1) eine eindeutige ID gesendet hat. Als ob dies nur Chrome tat. „Selbst“ Firefox sendet diese eindeutige ID und tut dies immer noch während Chrome das, wie bereits über mir gesagt, nicht mehr tut.

      So geht das durch alle anderen Dienste durch. Als ob Google die einzigen wären, die Daten sammeln würden. Das tut jeder Online-Dienst. Aber nur über Google regt man sich diesbezüglich auf. Wenigstens geht Google offen damit um, dass sie Daten sammeln, ein Löwenanteil der Konkurrenz tut das nicht. Oder glaubt ihr, dass andere FreeMail-Anbieter eure Mails komplett unangetastet lassen? Ich für meinen Teil nicht.

      Diskussion ist richtig. Natürlich auch über Google, aber man sollte sich erstmal informieren bevor man loswettert und genau dies tun leider die wenigsten…

      Jedenfalls, guter Artikel! Hat Spass gemacht den zu lesen.

      Nachtrag: Die Links der Gastbeiträge funktionierten nie. 😉
      Caschy hat die aber immer zeitnah geflickt. Also keine Sorge, das wird schon. 😉

    21. Datenschutz steckt noch in den Kinderschuhen, oder sieht es nur so aus? Also jetzt hauptsächlich auf Intenet & Co. bezogen oder die geliebte Telefonwerbung. Schlupflöcher wird es wohl immer geben.

      Wenn man als Nutzer unbedarft ist, dann darf man sich über die Folgen anschließend nicht wundern. Mit dem Thema Datenschutz sollte sich jeder befassen, das kann ich nur jedem raten.

      @Matthias: Super Beitrag.

    22. Ich benutze einige Google Produkte – ich persönlich habe zu Google mehr Vertrauen wie zu anderen Diensten, auch weil Google stark kontrolliert wird. Diese Kontrolle ist auch notwendig! Vielleicht entwickelt sich ja mal eine europäische Alternative! Hoffnung 🙂

    23. @Volker Schmitt: Was die Websuche angeht, würde ich dir da ixquick empfehlen. Eine europäische Alternative wird es wohl bei den aktuellen Rahmenbedingungen, die so eine breite Palette an Diensten anbieten wird, nicht oder nicht so schnell geben. Ich halte die für zu mächtig, da kommt keiner gegen an. Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“, das musst du auch berücksichtigen. Das ist meine persönliche Einschätzung, mal sehen wer von uns beiden Recht behält. 🙂

      http://www.ixquick.com/deu/

    24. Ich finde den Artikel ein wenig unpassend, da ich glaube, dass die Leser in diesem Blog sehr gut und ausführlicher als in diesem Artikel beschrieben über Google bescheid wissen. Nicht das der Artikel schlecht ist, im Gegenteil, der ist Top, aber das Thema ist einfach ausgelutscht und du bist zu sehr an der Oberfläche geblieben.

      Über den Angriff auf Apple mit Android als einen der Größten Schachzüge von Google hat du nichts drin 😉

    25. Hm, ich werde aus dem Beitrag nicht so wirklich schlau. Wie in ihm selbst erwähnt, existieren zig Tausend Beiträge – dieser ist mir ein wenig zu sehr eine Art „Schüleraufsatz“ (der Gliederung nach, viele Argumente greifen zu kurz; überhaupt ist der Beitrag für den Gegenstand viel zu flüchtig). Es wirkte so, als sei das Interesse hauptsächlich gewesen, einen Beitrag hier veröffentlichen zu wollen und kein ‚eigentliches‘ Erkenntnisinteresse an Google.

    26. Aloah,
      ich persönlich finde google bei weitem nicht so schlimm, klar sie sammeln ein paar Terra-Byte an daten über jeden einzelnen user – aber sie geben es wenigstens zu! Der liebe DE Staat sammelt auch daten und diese Datenbanken sind ( auf uns Deutsche bezogen) größer als die von Google.

      Und die Monopolstellung von google kommt daher, das kein anderes Unternehmen besser ist bzw. bessere Werbung für sich macht ( Entwickler unterstützt etc…) z.B. Apple, würde irgendwer ein iPhone kaufen, wenn es nicht funktionieren würde? bzw. so gut laufen würde wie Win Vista?
      Das sind die bzw. auch die Punkte auf die bei Google geachtet wird – es gibt kaum einen Dienst von google der Bugs hat.

      Zu dem Post – joar, relativ gut erklärt nur einiges stimmt nicht mehr, die ID in Chrome wurde abgeschafft, die Cookies haben nur noch 24 Monate Haltbarkeit ( wer zum henker löscht nicht min 1x im Jahr seine Cookies ??? ) Street View, gut dumm gelaufen, aber hey – träumen wir nicht alle iwo von der Zukunft ? Wer Virtuell durch Paris laufen will oder durch andere Groß-Städte unserer Zeit, der muss halt auch Abstriche machen( btw. Die Post ist an der Stelle viel effektiver…..)

    27. Otto Ottomann says:

      Wie sieht es denn mit Alternativen zu Google aus – jetzt speziell zur Suchmaschine?
      Gibt es da etwas Besseres?

    28. Hey ich hab auch in Argentinien (Buenos Aires) in der Zeit von 1980-1982 gewohnt. Wäre gerne dageblieben. Ich ging dort auf die Hölters Schule

    29. 3lektrolurch says:

      Ich nutze auch einige Google-Dienste und freu mich schon drauf, wenn Google irgendwann mal meine Memoiren herausbringt, natürlich ohne mein Zutun 😀
      Hab nicht so viele Bedenken von wegen Datenkrake, weil alles, was Google über mich weiß, nur Larifari ist, und nach USA reisen will ich gar nicht, da können sie mich ruhig schon auf der roten Liste stehen haben 😉

      Dein Artikel ist gut geschrieben, und du wirst wissen, dass hier bei Caschy kaum wer vor lauter Überraschungen den Mund offen stehen hat 😎

    30. Sebastian says:

      Meiner Meinung nach ist der Google-Kritik-Wahn etwas übertrieben. Bisher gab es keinen Fall, indem die Nutzer eines Google-Dienstes einen Nachteil durch die gesammelten Daten hatten. Dazu kann man eigentlich jedes der kritisierten Features abschalten, Chrome ist ein gutes Beispiel. Und wenn man dem Riesen nicht vertrauen möchte, dann gibt es immernoch genügend Konkurenzprodukte, es muss also niemand nutzen. Bei den meisten Kritiken handelt es sich lediglich um Spekulation, was passieren KÖNNTE.

      Vollkommen gegenwärtig und real sind allerdings die Vorteile, die Google jedem Nutzer ermöglicht. So existieren viele kostenlose (teilweise sogar Open-Source) Produkte, die problemlos mit der kommerziellen Konkurenz mithalten können. (Picasa & Co.). Während viele Andere Unternehmen gerne ihre eigenen Standards durchsetzen möchten, wurde von Google bisher immer Offenheit bevorzugt. Es gab diverste Investitionen in Open-Source Software, beispielsweise das WINE-Projekt unter Linux oder der geliebte Firefox. Dank dieser Investitionen konnte unter Anderem die Photoshop Unterstützung unter Linux durchgesetzt werden.

      Natürlich ist Google ein großer Konzern und sollte als solcher der Beobachtung unterliegen – die Google-Paranoia ist meiner Meinung nach übertrieben, solange keine konkreten Missbrauchsfälle vorliegen. Anderswo wird täglich mit Daten geschlampt und reale Schäden entstehen (Telekom, Regierung ect), dort sollte man mit dem Datenschutz anfangen. Da ist Software, die man nicht nutzen muss, wohl das kleinste Problem. Und die ganz Paranoiden können auch einfach die Kommunikation mit Google-Servern verhindern. Alles in Allem also kein Problem.

      mfg
      Sebastian

    31. uniquolol says:

      Was an Google zunehmend nervt, ist die Tatsache, dass die Suche nicht mehr die eingetippten Begriffe sucht, sondern einfach irgendwas, das so ähnlich klingt…

      Ich habe gesucht:
      Sterine +Nüsse
      ich habe gefunden: Sterne

      Dann habe ich gesucht:
      Sterine +Nüsse -Sterne
      ich habe gefunden: Steine

      Dann habe ich gesucht:
      Sterine +Nüsse -Sterne -Steine
      das kann es doch wirklich nicht sein!

    32. Hallo,

      der google-Wahn in Ehren – ich selbst bin da auch sehr vorsichtig – frage ich mich dennoch immer, wie google die ganzen Daten überhaupt auswerten will. Natürlich haben die terabyteweise Daten zur Hand. Aber eine Auswertung erfordert ein konkretes Ziel. Wenn man z.B. nach Max Muster sucht, dann kann google einem schnell sagen, wo der überall vorkommt. In Emails könnte aber beispielsweise dieser Max Muster mit Max M. abgekürzt worden sein. Es ist doch vollkommen illusorisch, wenn man überlegt, wie google die Masse an Sprachen, an Dialekten, an Slangs, die Masse an Abkürzungen oder schlichten Relationen in den Griff bekommen will.
      Google sammelt unglaublich viele Daten und sehr viele davon werden auch permanent irgendwo gespeichert. Aber sagen wir es, wie es ist: Unglaublich viele von den Daten sind auch unglaublich nutzlos.
      Vorsicht ist also gut und wichtig, google zu vermeiden hingegen nicht.

      vg.

    33. Solln doch die schlauen EU-Leute denen ja so unser Daten(Schutz)am Herzen liegt nen Anonymen Dienst einführen der das selbe kann wie die Google-Sachen aber soweit zu denken ist in Brüssel wohl nicht angesagt.Google hat super Dienste und klar speichern die was geht und klar werten die bestimmt auch aus was geht muss halt jeder für sich selbst wissen ob er bei Google sucht oder Bilder reinstellt oder Mail sendet oder ………. Ich nutz das ganze Zeug und wenn ich nen Digitalen- Stromzähler bekomme hau ich den auch bei Google rein dann sehen die zusätzlich zum Desire wenn mein Stromverbrauch hochgeht muss ich wohl zuhause sein. Ein neuer Dienstvorschlag wäre da „heee dein Gerät läuft noch“ sobald ich das Haus verlasse *g* oder kannst noch ein Bier trinken die Frau zuhause schaut Frauenknast und da kommen noch 3 Folgen die nächste Stunde, dann Wasserzähler noch in GoogleWasser und dein Handy sagt dir genau wenn man mit 5 Bieren an der duschenden Frau vorbei ins Bett kommt. Man was Google nicht alles machen könnte ! Bevor Ikea das nächste Haus verkauft sollte mal Google ein Haus verkaufen das voll mit seon Googlezeug ist.

    34. @uniquolol
      einerseits lustig, andererseits ärgerlich. Setz deine Suchbegriffe in „Anführungszeichen“, dann wird der GENAUE Wortlaut gesucht.

      Ich find den Artikel ganz gut, auch wenn er wie schon von einigen angemerkt, nicht ganz aktuell ist. Gerade Chrome als Betriebssystem und die Handysparte ist ja seit einiger Zeit durch Google ziemlich aufgewirbelt worden.

      Ich persönlich nutze nichts von Google, was deren GMail-Account voraussetzt (habe allerdings auch keinen Webauftritt; ich vermute mal als Webmaster hat man einfach zu viele Vorteile von den Tools). Auch die normale Suche ersetze ich immer mehr durch die von http://www.ecosia.de

    35. uniquolol says:

      @thorsten:
      „…einerseits lustig, andererseits ärgerlich. Setz deine Suchbegriffe in “Anführungszeichen”, dann wird der GENAUE Wortlaut gesucht…“

      Stimmt! Aber auch nicht gerade praktikabel, vor allem bei vielen Suchbegriffen…

    36. Zitat:Zuletzt trifft auch Googles Browser Chrome Kritik, da zum Beispiel jedes Zeichen, das oben in die Adresszeile eingegeben wird, mit mindestens einer eindeutigen ID unverschlüsselt an Google gesendet wird.
      /Zitat:
      Bei neueren Chrome-Versionen hat das Google entfernt (:

    37. Genau, Google Dienste erleichtern vielen das virtuelle Leben.

      Ich nutze gerne Google Dienste, sie sind schnell, übersichtlich, einfach und man hat alles bei einem „Anbieter“. Lieber habe ich meine Daten auf einem sicheren Google-Server als irgendwo anders.

      Grüße Nico

    38. Das Ziel von Google ist es doch, viele Daten zu sammeln, um den Usern möglichst relevante Werbung anzeigen zu können (und damit Geld zu verdienen). Und ganz ehrlich bin ich gar nicht böse, wenn ich nicht „irgendeine Werbung“ anschauen muss, sondern eine, die mich tatsächlich auch interessieren könnte.

    39. Ich meide diesen Konzern und seine Dienste bereits seit Jahren. Ich bin nicht bereit, mein Scherflein zu seiner Datensammlung beizutragen. Datenschutz geht vor vermeintlichem „Komfort“. Es gibt immer Alternativen; genau genommen andersherum: Google IST eine Alternative. Google IST nicht das Nonplusultra. Die Suchmaschine ist qualitativ – nach meiner Erfahrung – eher gewaltiger Bockmist, weil sie nicht sucht, sondern v.a. interpretiert.

    40. Sebastian:
      Zwar hast Du damit recht, dass Google es leicht macht, viele Datensammlungen auch abzuschalten, z.B. die inkrementelle Suche in Chrome. Auf der anderen Seite passiert es leider sehr häufig (und auch Google), dass wo immer Daten liegen, manchmal auch Daten nach außen dringen, die da nichts zu suchen haben.

      Geschrieben hast Du, es gebe keinen Fall, wo die Nutzer durch die Datensammlungen einen Nachteil gehabt hätten. Dies stimmt nicht. Vielleicht warst Du der Ansicht, aber so ohne Recherche kann man die Aussage nicht stehenlassen, denn sie ist ja falsch. Als Google Buzz eingeführt hat, wurden einige Daten zusammengemischt. So gibt es den Fall einer Frau, deren Ex-Mann bei Einführung von Buzz automatisch ohne ihr Wissen in die Kontaktliste aufgenommen wurde, wodurch einige private Daten ungerechtfertigt an ihn übermittelt wurden.

      Der Grund für den Automatismus: seine Adresse war sehr häufig in den zuletzt ausgetauschten E-Mails der Frau zu finden. Und so ging Google davon aus, viele E-Mails gleich Freundschaft (oder so) und somit rein in die Buzz-Kontaktliste.

      Das ist halt nur ein kleines Beispiel, was mit zuviel Daten passiert, wenn nicht vernünftig Datentrennung betrieben wird. Es gibt sogar eine kleine Geschichte in der c’t dazu… (finde ich gerade nicht)

      Meiner Meinung nach ist der Google-Kritik-Wahn etwas übertrieben. Bisher gab es keinen Fall, indem die Nutzer eines Google-Dienstes einen Nachteil durch die gesammelten Daten hatten. Dazu kann man eigentlich jedes der kritisierten Features abschalten, Chrome ist ein gutes Beispiel.

    41. tux.:
      Es gibt Alternativen zu Google. Aber diese sind meist in irgendeiner Weise nachteilig. Ich habe Google Mail genutzt, weil es ein riesiges E-Mail-Postfach ohne Schnickschnack und mit IMAP bietet. Inzwischen bezahle(!) ich ein bisschen für einen kleinen Provider mit persönlicher Adresse und nutze die Google-Adresse nur noch als Sammelpunkt und Weiterleitung für Forenmails etc.

      Google Text & Tabellen: gut für umsonst, wenn man mit anderen Leute Daten austauschen möchte. Für zuhause lieber OOo oder SoftOffice, aber die sind lokal beschränkt.

      Google Reader: Da hab ich noch keine mir genehme Alternative gefunden, die man auch im Web nutzen kann.

      Google Suche: der Hauptgrund für Google. Keine andere Suchmaschine liefert soviele passende Ergebnisse auf den ersten drei Seiten. Hab schon alles versucht: Yahoo, Cuil, Bing. Und es muss auch schnell gehen.

      Google Earth: hm, da fällt mir auch keine gleichwertige Alternative ein.

      Google Maps: bei Bing hat man das ähnlich.

      Google Chrome: hier gibt’s viele Alternativen, aber zur Zeit sagt mir dieser Browser am meisten zu. Vorher Firefox und Opera.

      Youtube: Ja, da gibt es zum Glück Alternativen, die sich auf andere Genres oder bessere Qualität beziehen. Aber für so tagesaktuelle Videos immer noch eine schnelle Adresse.

    42. Rainer: Du weißt nicht, wie groß das Google-Mail-Konto ist. Die Anzeige, die dir irgendwas von „… GB“ vorlügt und immer weiter hochzählt, ist von deinem eingestellten Rechnerdatum abhängig. Übrigens darf Google laut AGB deine Mails auswerten und für personalisierte Werbung nutzen. Ich möchte aber nicht, dass jemand meine Mails liest und dies auch noch ankündigt. (IMAP habe ich selbst bei Arcor mittlerweile.) Abgesehen davon kann ich keinen Webmailer gebrauchen, dafür habe ich ein zu hohes Mailaufkommen.

      Die Google-Suche liefert viele Ergebnisse, ja. Nur leider liegt sie oft gewaltig falsch. Das löst selbst Bing (leider) oft besser.

      Was den Google Reader betrifft: RSS- und Atom-Feeds begucke ich lieber „offline“, nutze derzeit dafür RSSOwl. Die Filter-, Archivierungs- und Suchfunktionen sind m.W. derzeit unschlagbar.

      Google Chrome kommt mir nicht auf den Rechner. Maximal Chromium. Aber auch da fehlt mir einfach die Flexibilität des Fuchses.

    43. @CocaineRodeo welche ID sendet Firefox an wen und warum?

      Was die Datensammelei betrifft, so finde ich, dass es ein absolutes Bullshit-argument ist zu sagen; „die anderen sammeln sicherlich auch“. Zum einen, da es dadurch noch lange nicht ok wird und zum anderen hat durch die Unbedachtheit der kompletten Netzgemeinde Google einen Datenpool, der schwer bis unmöglich zu übertreffen ist. Es gibt gefühlt keine Seite im Netz, wo nicht durch irgendeinen Dienst die Surfer bei Google in einer Datenbank landen.
      Wie man das beschönigen kann, ich weiss nicht.

    44. bleibt mir nur mit dem ganzen google-kraffel vom leibe 🙂

    45. tux., danke für die Tipps zu den einzelnen Diensten. Ich werde mal schauen, inwieweit ich mein Online-Leben entgooglefizieren kann.

      Zum E-Mail-Konto: die genaue Größe ist nebensächlich, da ich nicht über ein paar hundert Megabyte komme. Jedoch sind Angebote wie 12Mega(!)byte von web.de für ein kostenloses IMAP-Postfach bekloppt.
      Webmail mag ich auch nicht. Deswegen benötige ich ja IMAP, und das bot einzig Google kostenlos an. Manchmal ist kostenlos aber auch nicht ausreichend. Bin nun mit meinem Mailer ganz zufrieden, und Google ist nützlich für das Sammeln der üblichen Foren- / Anmeldung- / Dingsbums-Mails.

      Arcor scheint ja nun ein 1,5GB-Postfach mit IMAP zu verschenken. Als ich geguckt haben im letzten Jahr, waren es nur 50MB oder so.

    46. Ich habe mein Arcor-Mailpostfach seit ca. 2000, damals waren es, glaube ich, noch weniger. IMAP nutze ich aber erst seit 2009 konsequent.
      Dass einzig Google kostenlos IMAP anbietet, kann ich so jedenfalls nicht stehen lassen; im Gegenteil, mir fällt gerade außer Hotmail, bei dem ich es nicht so genau weiß, kein einziger Maildienst OHNE dieses Protokoll ein. Was die Tipps betrifft: Bittesehr.

      (Hatte ich vergessen: Für Karten nutze ich Map24. Ich weiß nicht, ob die irgendwas relevantes speichern; aber ich weiß, wie man es bedient. Und es steht nicht „Google“ drauf. ;-))

    47. OSM ist für Karten die Alternative. Für Routenplaner gibt es eine auf OSM aufbauende Möglichkeit; openrouteservice. Beides gewöhnungsbedürftig und teils sehr langsam, aber die umfangreicheren Karten. Und frei. Und Web3Null: wenn einem die Karten nicht passen, kann man mitmachen, statt nur konsumieren.

    48. Die ganze Diskussion ist doch total unsubstanziiert, subjektiv und von wilden Mutmaßungen geprägt.

      Deswegen halte ich mich da raus.

    49. CocaineRodeo says:

      @ mike:
      In den englischsprachigen AGB’s ist folgendes nachzulesen:

      „[…] This feature also sends Potentially Personal Information to Mozilla in the form of your IP address and a cookie that contains a unique numeric value to distinguish individual Firefox installs […]“

      Nachzulesen im CSI-Labor: http://bit.ly/bW7ZFP

      Und natürlich hast du Recht damit, wenn du sagst, dass man das Sammeln Googles nicht mit dem Sammeln anderer schönreden kann. Ich finde es jedoch mindestens genauso fatal, wenn man einzig und allein Google ständig kritisiert während andere Unternehmen gänzlich unbeachtet ihre eigenen Daten sammeln können, ungeachtet dessen, wie viele Daten diese Unternehmen sammeln.

      @ tux:
      Yahoo bietet ebenfalls kein IMAP. Es gab mal eine Testphase in der Yahoo IMAP anbot, seit dieser haben sie IMAP aber wieder aus ihrer Protokollliste gestrichen. Und bei einigen anderen FreeMail-Diensten bekommt man IMAP auch nur gegen Bezahlung (Beispiel Web.de).

    50. Ah, wusste ich nicht – danke. 🙂

    51. @Cocaine: die Firefox-geschichte ist m.E. mit Google in keiner Weise zu vergleichen, hier wird (zumindest offiziell) ge“trackt“, welche Erweiterungen und Konfiguration man verwendet. Abstellbar, leider auch nur via Opt-out. Die IP sollte man sich da auch sparen, sicher, aber wie gesagt; mit der Datensammelei von Google hat das nichts gemein.

    52. @mike
      Stimmt, und stimmt nicht. GMX bietet z.b. IMAP nur gegen bares, ARCOR, WEB.DE und freenet bietet es kostenlos an. Aber, außer WEB.DE meine ich, bot es vor Google noch niemand an. Ein Vorteil von Google ist also auf jeden Fall, dass die Jungs den Markt beleben. Viele Features kamen in Firefox und Co erst, nachdem Chrome gezeigt hat, wie man es richtig macht, BING.Maps versucht Google.Maps nachzueinfern, übertrifft es in manchen Gebieten schon, in anderen hinkt es hinterher.

      @Tux
      Ganz deiner Meinung: Goolge ist die Alternative. Es gibt so viele geile Dienste, die kostenlos und gut sind, Google hat auch alles, und manches auch sehr gut, aber eben nur Alternativen. Und wenn sie nichts haben, kaufen sie sich einen Marktführer, siehe Youtube und co.

      Ich nutze fast kein Google, verhältnismäßig. Es ist schon lange nicht mehr meine 1. Suchtmaschine, was einfach den Grund hat, dass Google macht, was es will, aber nicht das, was ich will. Wenn ich etwas suche, wird erstmal gemeint, dass ich doch was ganz anderes gesucht habe, dann werden ein paar Suchtreffer angezeigt, die so rein gar nichts mit dem gesuchten zu tun haben, und dann kommen die Seiten von ein paar bekloppten, die mit viel Tüftelei auf die ersten Ergebnisseiten von Google kommen wollten. Das hat natürlich vor allem den Grund, dass Google so oft benutzt wird. Ich suche mit etwas anderem, bekomme keine bezahlten Links, und keine durch Tricks nach oben erkämpfte Seiten. Sollte ich tatsächlich mal leer ausgehen, kann ich Google immer noch anschmeißen. Meistens war ich mit dieser Taktik schneller, als erst Google zu fragen.

      Kleines, aber feines Horrorszenario für alle die, die sich unter der Sammelwut und der Möglichkeit der Verarbeitung der Daten noch nichts vorstellen können/wollen:
      Ein normaler Internet-User, der Einfachheit ab hier Alice genannt, surft im Internet. Den ganzen Tag. Alice sucht ab und zu etwas, und verwendet Google. Ihr Browser hat daher einen Keks (Coockie) von Google bekommen, wo eine eindeutige Nummer drin steht. Jedes Mal, wenn Alice Google nutzt, erkennt Google Alice, weiß aber von Alice zunächst nichts, außer ihre eindeutige Nummer.
      Alice sucht nach üblichen Dingen, dem Wetterbericht, Reiseziele, Dinge, die sie kaufen will, und wie sie verhüten kann. Bei der Wettersuche fällt ihr auf, dass sie, wenn sie die PLZ eingibt, gleich das richtige Wetter gesagt bekommt, und nicht jedes Mal nach dem Wetter in ihrer Stadt explizit suchen muss. Google kennt zur eindeutigen Nummer also schon mal den Wohnort, dass Alice‘ Nummer Verhütungsmittel sucht, im Zweifel, wo sie es kaufen will, Reiseziele, im Zweifel, wo die Reise gebucht wurde, und und und.
      Zusätzlich kennt Google die IP-Adresse, die von heute, und alle IP-Adressen, mit der ihre eindeutige Nummer sonst noch so im Netz unterwegs war.
      Auf jeder zweiten Seite, auf der Alice vorbeisurft ist Werbung mit Hilfe von Google angezeigt. Und jedes Mal merkt Google, dass wieder die eindeutige Nummer von Alice vorbei kommt. Letztlich weiß Google also nicht nur, welche Seiten Alice mit Google angesurft hat, sondern auch die Seiten, die sie direkt per URL oder Bookmark geöffnet hat.
      Jetzt will Alice noch zu ihrem Freund fahren. Den Wohnort von Alice kennt Google durch die PLZ schon. Jetzt sucht Alice auf Google Maps den Weg von ihr zu ihrem Freund. Google weiß also, dass dir Nummer von Alice einen Weg gesucht hat, zu einer anderen PLZ, vielleicht mit Straßennamen, vielleicht mit Hausnummer.
      Alice Freund heißt Bob, wie sonst. Als Alice bei Bob angekommen ist, zeig er Alice, wie toll Google-Mail doch ist. Dazu muss man sich bei Google nur registrieren, ist auch total kostenlos. Bob surft also mit seiner eindeutigen Keks-Nummer mit seiner IP. Und er hat ein Google-Mail-Account, und da hat er seine Namen auch brav angegeben. Google weiß also, dass sich hinter Bobs Nummer, seiner IP, Bob verbirgt.
      Alice klappt ihren Laptop auf, und surft mit ihrer eindeutigen Nummer Google an, erstellt ein Account. Auch sie gibt dabei ihren echten Namen Alice an. Google weiß jetzt mehr: Alice‘ eindeutige Keks-Nummer gehört also zu Alice, sie surft mit der gleichen IP wie die Keksnummer von Bob, die ja Bob gehört, die Google auch schon kennt. Außerdem hat Alice den Weg von PLZ nach anderer PLZ gesucht. Letztlich weiß Google also, mit ziemlicher Sicherheit, wo Alice und Bob wohnen.
      Alice fährt wieder nach Hause, und weil der Google-Mail-Dienst so toll ist, schreibt sie Bob Nachrichten über diese Mailadresse. Google wertet diese Nachrichten aus.

      Kurze Zeit später sucht Alice mal wieder bei Google nach einem Verhütungsmittel, und findet tatsächlich das richtige für sich und Bob.

      Klar, dieses Szenario zeigt auch, was man alles gegen die Sammelwut machen kann. Keine Kekse, keine persönlichen, echten Daten, von mir aus noch ne quatschige IP. Aber ehrlich, wer macht das? Auf jeden Fall weniger als 5% der Internetnutzer?

    53. Ren: Welche Chrome-Funktion entstammt einer Idee, die Mozilla nicht schon vor ihnen hatte? Selbst die separaten Prozesse für Plugins waren schon lange geplant.

    54. CocaineRodeo says:

      @ tux.:
      Beispiel Seperate Prozesse für jeden Tab. Hatte Mozilla diese Idee auch schon vorher? 😉 Oder das GUI? Also die ersten MockUps des neuen entschlackten Designs für FF hab ich erst gesehen, als Chrome schon lange draußen war.

      Ren hat meines Erachtens dahingehend schon Recht, Chrome hat den leicht eingeschläferten Browsermarkt wieder etwas Leben eingehaucht finde ich. 🙂

      Aber naja, ich weiche vom Thema ab. 😉

      Nachtrag @ Mike:
      Wenn wir mal Google außen vor lassen und das Ganze auf die Browser Chrome und Firefox als solche reduzieren, sendet Firefox noch eine eindeutige ID, diesmal an Google. Nämlich über die Funktion Safebrowsing. Das war früher eine Extension fürn FF und ist nun seit einiger Zeit fester Bestandteil im FF. 😉

    55. CocaineRodeo says:

      Nachtrag 2 (Die Edit-Zeit war bereits abgelaufen):

      @ mike:
      Natürlich geht Safebrowsing wieder gegen Google und Safebrowsing muss man erst manuell in den Optionen aktivieren; trotzdem: Auch Firefox kann (!) eindeutige ID’s an Google senden, nicht nur Chrome (wobei die ID bei Chrome ja widerrum deaktiviert ist).

    56. Das GUI von Chrome hat irgendeine Usability-Null entworfen. Seit wann ist die Adressleiste abhängig vom aktuellen Tab, seit wann ist es die Symbolleiste? Eben, sind’se nicht – daher Schwachsinn, die Tabs oben drüber anzuordnen. Mockups hin oder her.

    57. CocaineRodeo says:

      Kann ich nachvollziehen, sehe ich aber nicht so. Die Tabs sind ja deswegen oben platziert, um mehr Platz für die eigentliche Webseite zu haben. Mag bei einem 24 Zoller nicht wirklich ins Gewicht fallen, auf Netbooks find ich das allerdings schonmal praktisch. Aus diesem Grund wurde für Chrome ja auch die Statusleiste wegrationalisiert und gegen ein PopUp ausgetauscht. Das GUI legt seinen Fokus eben auf die Webseite und nicht auf irgendwelche Hierarchien.

      Ich persönlich finds so besser aber das ist ja nur meine bescheidene Meinung. 🙂

    58. Ob die Tabs nun oben, unten, links oder rechts sind, „spart Platz“ ist Käse. Was die Oberfläche ansonsten betrifft: Lustig, die Symbolleiste meines Firefox ist schmaler als die Chrome. Und zwar deutlich. So viel auch zum Thema Platz.

    59. CocaineRodeo says:

      Lustig, bei mir ist sie das nicht. Und zwar deutlich: http://img440.imageshack.us/i/browservergleich.png/

      So viel zum Thema Platz. 😛

      Und ja, es spart Platz für die Webseite. Und das ist kein Käse.

    60. Selbst auf dem Bild ist das Ding breiter als mein Firefox. Tja…

      Wieso spart es Platz, wenn die Tabs drüber statt drunter sind? Titelleiste abschaffen und stattdessen was anderes hinbauen schön und gut, kann Firefox seit Version 0.1 (XUL sei Dank), aber die logische Bedienung ist dann flöten.

    61. Ihr glaubt doch wohl alle NICHT im Ernst, daß sich gooogle so lapidar mit „Cookies löschen“, „Analytics blockieren“ austricksen läßt???? Wer z.B. deren Scripte gelesen und verstanden hat, weis anderes zu berichten. Deswegen flog gooogle auch aus VRChina raus, NICHT wegen der für die Doofen gemachten Ausrede von Zensur.

      Und in BRD wird nicht nur „Nazizeug“ zensiert sondern alles unangehme zumindest nach „hinten“ verschoben und nur der der die sql Abfragerythmen drauf hat, findet auch was er will (siehe auch obigen Beitrag „andere Suchmaschine“).

      Als Beispiel sei mal diese Seite erwähnt:
      http://sklaven-ohne-ketten.blogspot.com/2010/05/automatisches-abzocken-mit-algos-und.html

    62. man kann doch über google sagen, was man will: Es nutzt als Suchmaschine doch immer noch jeder, oder?
      Zudem muss ich immer wieder feststellen, dass diese Dienste und Anwendungen, die google anbietet sehr durchdacht und professionell sind. Zudem braucht man dazu nur den Browser und es gibt dadurch weniger OS-Probleme.

    63. Nein, Michael, dieses Drecksding von Suchmaschine nutzt sicher nicht „jeder“ und v.a. nicht „immer noch“, vor Google gab es auch schon Suchmaschinen, weißt du?

    64. Moinsen!

      Ich wundere mich auch, warum PICASA auf einmal meine Gmail-Adresse kennt und auch andere Mailadressen in den Personenalben, ohne das ich was eingestellt hätte? Ich habe in Picasa nie meine Mailadresse eingetragen? Neues Feature? Greift das Ding etwa auf irgend eine WIN7-Schnittstelle zu und darüber auf die Kontakte in WIN-LiveMail?

    65. Weil es von Google stammt, denen ist alles zuzutrauen. 🙂
      Vllt. Cookiekopie?

    66. Danke für diesen tollen Artikel. Ich sage: Einfach immer meckern lassen.

    67. Alexander says:

      Ich nutze viele Google Mail-Accounts. Vor allem, weil GMail die bisher genialsten Filtermöglichkeiten bei gleichzeitig guter technischer Ausstattung kostenlos anbietet. Dass die Mails analysiert werden für die Werbung? Das ist mir in den meisten Fällen egal; besonders, da Google dies ja nicht geheim macht. Was Microsoft so alles im Geheimen bisher an Daten gesammelt hat ist sicher mehr. (s. XP Antispy & Co.)

      Wenn ich irgendein Projekt aufziehen will, hole ich mir eine GMail-Adresse aus den oben genannten Gründen. Außerdem finde ich die Aliase genial:
      account+wasweissich@gmail.com leitet die Mail weiter an account@gmail.com
      Daher brauche ich auch kein Trash-Mail & Co., da ich die E-Mail-Adressen nur in dumme Formulare tippe, die die Bedeutung nicht verstehen. Evt. muss man via Firebug ein Javascript entfernen oder deaktivieren, dass die E-Mail-Adresse überprüft und sich an dem + stört.

      Für meine private E-Mail-Adresse ist mir der Datenschutz aber doch wichtig. Blöd ist, dass die Konfigurierbarkeit der Filter lange nicht so einfach ist wie bei GMail und es unmöglich ist Aliase zu erzeugen.

      Da ich viele Projekt-GMail-Adressen habe und diese nur via IMAP (SSL) nutze, kommt es ab und zu mal vor, dass ich tagelang mit einer Projekt-Adresse bei Google angemeldet bin ehe ich mich abmelde. Das erschwert bestimmt die Datenaufbereitung. 😀

      Insgesamt denke ich, dass dadurch dass Google so gut kontrolliert wird von den Medien und von jedem einzelnen selbst, gar nicht so böse ist wie viele denken. Mit der Möglichkeit von Googles Diensten die Finger zu lassen, kann man Googles Datenhahn gut zudrehen. Im Gegensatz zu anderen Sachen, die man nicht so einfach abstellen kann.