Ford stellt E-Bike Konzept „MoDe:Flex“ vor – Elektrofahrrad mit Companion-App

Das Thema E-Mobilität befindet sich dieser Tage häufiger denn je im medialen Fokus. Tesla hat unbestritten die Tür weit für den allgemeinen Interessenten aufgestoßen, doch die Konkurrenz schläft nicht. Doch wie sieht es mit E-Bikes aus?

MoDe:Flex eBike

Elektrofahrräder sind ja bei Weitem kein Novum und doch werden sie als neuer Lifestyle-Trend wieder aus der Kiste geholt und entstaubt. Früher sahen die E-Bikes doch recht rudimentär und urig aus. Ein altes Hollandrad mit einem riesigen Akku hinten dran als alternative zum Fahrrad mit Hilfsmotor, dass eher unter die Kategorie Mofa fiel, als dass es als Drahtesel bezeichnet werden konnte, sah nie wirklich cool aus.

Heute muss man sich nur mal bei Kickstarter umschauen und entdeckt E-Fahrrad Konzepte soweit das Auge reicht. Und sie werden immer erschwinglicher und die Reichweite immer größer. Diesen Trend haben auch die Automobilkonzerne aufgeschnappt und so brachte smart im vergangenen Jahr sein eigenes ebike auf den Markt. Nicht nur als Konzept, sondern tatsächlich käuflich – sofern man zwischen 2.400 und 2.900 Euro locker hatte.

Doch smart, bzw. Mercedes-Benz, war nicht der einzige Hersteller. Auch Porsche, Audi oder Lexus stellten Konzepte ihrer Zukunft des elektrischen Drahtesels reihenweise vor.

Der neueste Hersteller, der sich in die Riege einreiht ist Ford mit dem MoDe:Flex. Bereits zum Mobile World Congress in Barcelona im März hatte Ford zwei Prototypen namens MoDe:Me und MoDe:Pro vorgestellt, bis man nun schließlich mit dem MoDe:Flex das dritte Konzept vorstellt.

Das MoDe:Flex ist ein zusammenklappbares Elektrofahrrad-Konzept, dass sich nach eigenen Angaben problemlos für den Transport im Auto oder der U-Bahn eignet. Leider nennt Ford bis dato keine Gewichtsangaben zum E-Bike. Jedenfalls soll das Konzept eines Elektro-Mountainbikes sowohl für den Gebrauch auf den Straßen und Wegen der Innenstadt wie auf dem Gelände im freien geeignet sein.

Leider versäumt Ford nebst der Gewichtsangabe auch zu nennen, wie groß die Reichweite ist, doch nach aktuellen Standards dürfte es sich hierbei zwischen 25 – 30 Meilen (30 – 40 km) handeln.

Nicht nur das Fahrrad selbst wirkt durch die Optik und Technologie interessant, sondern auch die zugehörige Companion-App „MoDe:Link app“. Diese soll Fahrern Echtzeit-Daten zur Routenplanung, dem aktuellen Wetter, der Verkehrsinformation, Fitness-Daten oder entsprechenden Umsteigemöglichkeiten bieten, sofern man unterwegs auf öffentliche Verkehrsmittel wechseln möchte. Dadurch wird das Konzept des Bikes erst richtig rund und sinnvoll.

Wann und ob das MoDe:Flex auf den Markt kommen wird, nennt Ford bislang nicht. Auch ein angepeilter Verkaufspreis ist noch unbekannt. Wenn man sich den Umfang des Angebots anschaut und beispielsweise wie oben beschrieben das E-Bike des Konkurrenten smart als Maßstab nimmt, dürfte das MoDe:Flex wohl nicht unter 2.000 Euro losgehen.

(Quelle: Ford Pressemitteilung)

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18 Kommentare

  1. E-Bikes sind eine richtige Pest auf den Fahrradstraßen. Die tun immerso, als wären Sie die schnellsten auf der Strecke.

  2. Das Konzept eines Elektrofahrrads, bei dem man selber in die Pedale treten muss, erschließt sich mir immer noch nicht. Dann lieber nen größeren Akku dran, so dass der Motor genug Energie hat, um das Rad samt Fahrer auch so von a nach b bringt it ca 15-20km/h. Quasi wie ne Elektromofa.

  3. 2 Sachen:
    1) 25 Miles sind etwa 40,23KM und 30 dann dementsprechend etwa 48,28Km

    2) Wenn sich nun schon die Gutmenschen unter den Verkehrsteilnehmern (aka Fahrradfahrer) streiten: echte Fahrradfahrer vs eBiker, dann freue ich mich jetzt schon auf Sachen wie: Fahrradwege nur für echte Fahrradfahrer oder Kennzeichenpflicht für Leute die mehr als 25 km/h fahren (ach stimmt den Mist gibt es schon).

  4. Ich kann diesen klobigen schweren Dingern nichts abgewinnen.
    Lieber das Geld in ein gutes Rennrad stecken und 10-15kg Gewicht sparen.
    Trägt sich dann auch leichter die Treppe rauf oder in die Bahn.

  5. Noch ein nicht zu unterschätzender Aspekt:
    Beim E-Auto wird immer mit der Umweltfreundlichkeit argumentiert.
    Beim Fahrrad welches ja vorher recht umweltkonform daherkommt wird nun aber dies mit Akku, Elektrogedöns und der nötigen Stromerzeugung deutlich negativer.

  6. @Christian Fizia – Das ist ein rechtliches Problem, falls das Ding ohne Tretunterstützung fährt ist es tatsächlich ein Mofa/Moped und wird entsprechend behandelt. D.h Versicherungskennzeichen und keine Radwege mehr.

  7. total überteuert …

  8. Mofas sind für Radwege meines Wissens nach überall freigegeben, das wäre also nicht das Problem. Helmpflicht und Kennzeichen für manche dann wohl eher..

    Ich warte auf das hier (und Geldsegen): http://www.motomobil.at/newsstories/news/703-piaggio-electric-bike-project-2015

  9. Schick, aber nutzlos. Oder werden später Anhängerkupplung samt Anhänger mitgeliefert, um Einkäufe bis zum dazugehörigen PKW zu transportieren? Ich verstehe übrigens nicht, weshalb Gesundheitsfanatiker auf motorisierte Geräte umsteigen, aber Zwiedenk ist bei denen ja Voraussetzung.

  10. Nen echtes Mofa braucht aber zwangsläufig Pedale, sonst ist es nicht als solches anzusehen. Alles andere sind rechtlich, glaube ich, Leichtkrafträder..?!

  11. Ich kenne einige Leute, die nicht vom Fahrrad zum E-Bike gewechselt sind, sondern vorher gar kein Rad hatten (ein „gescheites Fahrrad“ war da keine Alternative) – und noch einige mehr, die vorhaben, sich eins zuzulegen. Daran wird auch die Ablehnung/versteckter Neid? 😉 „echter“ Radfahrer nichts ändern, ich glaube E-Bikes werden noch ziemlich zulegen.
    Ich glaube aber nicht, daß E-Bikes wie dieses einen großen Markt haben… das Hauptpublikum will vermutlich doch eher was anderes.

  12. @Janina
    Neid? Auf was denn? Ich fahr mit dem Rennrad wesentlich schneller und hübscher ist es auch noch. Dazu kommen noch die gesundheitlichen Aspekte.
    Das schlimme an E-Bikes sind die Leute, die die Teile kaum unter Kontrolle haben , besonders Rentner…
    Ansonsten sind die Teile mMn was für Unsportliche/ältere Leute, die auch gern mal ne Radtour machen möchten.

  13. Schmidt Hans says:

    MoDe:Flex Gewicht wie alle anderen dieser Elektro-Eisenschweine: 35 +/-5kg

  14. Naja, ich trage mein Pedelec eher gar nicht, und der Rahmen muss schon mehr aushalten können. Wenn ich an die ganzen Schlaumeier denke, deren Nachrüstung und Tuning mit Gabel-, Rahmen-, und Lenkkopfbrüchen enete.

  15. @Max

    Es gibt durchaus Gegenden, in denen man mit einem Rennrad nicht ohne zu Schwitzen zur Arbeit oder in die Stadt kommt. Sieht man sich mal die deutschen Mittelgebirge an, dann erkennt man schnell, dass dort in den letzten Jahren eine Menge Pedelecs auf die Straßen gekommen sind, die früher sich mit dem Auto in den Stau gestellt haben. Wenn dein Weg zur Arbeit plötzlich 400 Höhenmeter oder mehr enthält, fährt ein durchschnittlich gut trainierter Mensch keine 20km/h mehr im Schnitt, mit einem Pedelec ist das kein Problem. Man kommt schneller und entspannter an.

    Ich fahre auch noch Fahrrad (habe deutlich weniger Höhenmeter zu meistern), aber bevor ich irgendwann nicht mehr mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, fahre ich lieber E-Bike / Pedelec.

    Was diese Studien und „Serienprodukte“ der Autohersteller sollen, erschließt sich mir aber nicht. Dieses Ding da oben wird weder für das Gelände richtig geeignet sein, für die Straße wird es keine Zulassung bekommen. Und für 2000€ bekommt man schon ein vernünftiges Pedelec.

  16. Wer weiß, vielleicht versuchen die Autohersteller damit, ihren CO2-Flottendurchschnitt runterzubringen, damit sie ihre großen Dreckschleudern grünrechnen können. 😉

    Max – klar, E-Bikes sind nichts für passionierte Radler. Ich fahre jeden Tag 45 km ins Büro (Gesamtstrecke) und manchmal überlege ich mir auch, wie nett dafür so eine Motorunterstützung wäre…
    Anfangs sah man hauptsächlich ältere, die die Dinger fuhren, aber das ändert sich zZt. gewaltig. Und mir fällt immer wieder auf, daß es sind eher die „Profis“ auf dem Rennrad sind, die durch ihre Fahrweise zum Risiko werden. 😛

  17. > Das schlimme an E-Bikes sind die Leute, die die Teile kaum unter Kontrolle haben , besonders Rentner…

    Sei besser froh, dass sich Rentner so noch fit halten. Spart langfristig einen Haufen in den Gesundheitskassen.

  18. http://freygeist-bikes.com/ Sieht schicker aus als dieses klobige Ding. Das Piaggio weiter oben in den Kommentaren ist auch nett 🙂