Fahrgastverband Pro Bahn warnt vor Überlastungen im Bahnverkehr durchs 9-Euro-Ticket

Das kommende 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist umstritten. Einerseits nehmen Befürworter an, dadurch würden insbesondere Pendler entlastet. Andererseits äußern Kritiker, damit finanziere man in erster Linie Touristen ihre Reisen. Außerdem wird immer wieder eine mögliche Überlastung der Busse und Bahnen unterstellt. So argumentiert auch der Fahrgastverband Pro Bahn, welcher Probleme als vorprogrammiert ansieht.

Als ein besonders pikantes Beispiel sieht man die Fahrradmitnahme, die schon jetzt gerne mal ein Problem in vollen Zügen darstellt. Im Sommer und mit 9-Euro-Ticket gerüstet, dürfte die Zahl derjenigen noch zunehmen, die mit ihrem Rad erst den Zug nehmen und dann auf Erkundungstour gehen wollen. Da es hier schon jetzt oft zu Konflikten am Bahnsteig komme, seien verschärfte Probleme absehbar. Man spekuliert, viele Radfahrer werden am Ursprungsbahnhof stehenbleiben müssen.

Selbst die Mitfahrenden dürften dann ihre Reise im wahrsten Sinne des Wortes in vollen Zügen genießen. Längere Züge und zusätzliche Fahrten, die angesichts des zu erwartenden Andrangs notwendig wären, werde es laut dem Fahrgastverband Pro Bahn aber nicht geben: Das verhinderten der pandemiebedingte Personalmangel und eine schwierige Fahrzeugsituation, denn es fehle an Material. Vorschläge für eine befristete Reservierungspflicht für Fahrräder seien an der gemächlichen IT-Entwicklung der Deutschen Bahn bereits gescheitert.

Laut dem Verband könnte man dennoch noch handeln:

  • Voraussichtlich hoch ausgelastete Züge sollten vorab markiert werden.
  • Weniger ausgelastete Routen sollten online und offline empfohlen werden.
  • Radbusse sollten, soweit Fahrpersonal verfügbar ist, zusätzlich angeboten werden.
  • Der Zustieg von Radfahrern in Regionen mit dichten S-Bahn-Netzen könnte auf bestimmte Bahnhöfe beschränkt werden. Dort könnte Personal bei der schnellen, platzsparenden Verladung helfen.
  • Zeitfenster für die Fahrradmitnahme sollten eingeschränkt werden, so würden volle Pendlerzüge entlastet.

Die obigen Vorschläge könnte man laut Pro Bahn je nach regionalen Anforderungen individuell abstimmen. Nicht alles sieht man schwarz: Das 9-Euro-Ticket werde voraussichtlich beweisen, dass es einen Bedarf für einen kostengünstigen ÖPNV gebe. Damit das dauerhaft funktioniert, müsste aber Strecken ausgebaut und die Frequentierung der Züge erhöht werden.

Zuletzt tat die Deutsche Bahn aber das Gegenteil und legte vielmehr Teile des Netzes still. Dies wird oft von Politikern unterschlagen, wenn auf das Bahnfahren als Alternative zum Auto verwiesen wird.

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37 Kommentare

  1. Was ein Aufwand. Die Monate sind schlecht gewählt, da viel davon in die Ferienzeit fällt. Der Effekt ist gering bzw. glaub ich nicht das es das erfüllt was angedacht ist. Warum muss das in Deutschland immer so kompliziert sein.

    • Andere sagen Oktober bis Dezember wäre dann wieder Schnupfenzeit, man kann es nie allen recht machen.

      Ich freu mich drauf, die Fahrten ins Freibad und in die Arbeit diese 3 Monate mit dem ÖPNV zu machen, und ein paar besuche im Stundenradius mit der S-Bahn :).

      Ihr habt alle so übertriebene Erwartungen, schon wenn ich zwei Tankfüllungen spare hat es sich doch gelohnt und ich kann 3 Monate testen wie es ohne Auto läuft.

      • Danke, genau darum geht es. Auch keine Ahnung warum hier alle so einen Aufstand machen. Viel Spaß! 🙂

  2. Ich freue mich sehr auf dieses Ticket und werde mir für die kompletten 3 Monate eines holen. Hoffentlich wird die Aktion ein voller Erfolg, der gerne Schule machen darf. Denn ich würde zukünftig sehr gerne öfter mal mit der Bahn statt mit dem Auto fahren, halte die Preise stellenweise aber für vollkommen absurd. Wenn man frühzeitig bucht, kann man mit den Spartickets günstiger fahren – allerdings mit einigen Einschränkungen. Wären diese Sparpreise die normalen Preise, würde mein Auto fast nur noch rumstehen.

    • Ja, die Preise rechnen sich nicht solange man sie mit dem variablen Kosten des Autos vergleicht, weil es eh da ist. Da sind 10,5 EUR für 2x 27 km zu teuer, das ich lieber mit dem Auto fahre (nur Sprit + Abnutzung).

      Wenn ich irgendwann alles ohne Auto machen kann siehts besser aus.

    • Ganz deiner Meinung. Einen ähnlichen Kommentar hab ich letztens auch geschrieben und wurde gleich belehrt, dass ich ja mit einer Erhöhung der Fahrzeit von 1 auf 3,5 Stunden und mit Buchung 2 Wochen im vorraus ohne Stornomöglichkeiten und mit zugbindung doch bis zu 70 Prozent sparen kann und mir das Auto nur schön rede…

      Die Preise sind ein riesen Problem, daher fahre ich eigentlich fast nur beruflich mit der Bahn oder innerstädtisch, wenn ich vorher mit dem Auto in die Stadt gefahren bin.

  3. Der wichtigste Absatz ist für mich der letzte. Das Ergebnis darf nicht sein dass die Idee schlecht ist, sondern das Ergebnis muss sein dass wir ein gewaltige Ausbaudefizit haben. Wenn ein Bisschen Chaos am Bahnsteig der Preis dafür ist, dass die Nachfrage den Bedarf nachweist dann bitte los.

    • Die Aktion kann aber nur den Bedarf nach (fast-)gratis-Tickets nachweisen.
      Ist halt ein Nachfrageunterschied, ob die Monatskarte 9 € oder 90(++) € kostet.

      Ausserdem dürfte (hoffentlich!) ein gewisser Nachholeffekt bei Hartzern und Prekären eintreten (die nun endlich preisgünstig verreisen können), der das Bild zusätzlich verzerrt.

  4. Die Bahn legt, besonders auf dem Land, die Strecken still, für die es keinen Bedarf mehr gibt. Den Bedarf stellen aber die Kommunen fest, nicht die Bahn. Wer also mehr Züge oder Busse in seiner Gegend will, sollte bei der nächsten Kommunalwahl darauf achten, wer sich für einen Ausbau des ÖPNV einsetzt.

    • Ausbau des ÖPNV macht sich im Kommunalwahlprogramm immer gut. Spätestens bei den nächsten Haushaltsberatungen wird das Thema dann hinten angestellt, weil Kita-Plätze, Schulen, die Sanierung der maroden Stadtstraßen, Ausbau des Radwegenetz und Ertüchtigung sonstiger kommunaler Infrastruktur samt Ausweisung neuer Bau- und Gewerbegebiete als wichtiger erachtet werden und eine wesentlich breitere Mehrheit finden als der Ausbau des ÖPNV. Den Haushaltspolitikern geht es in erster Linie darum den Etat auf solide Beine zu stellen und Einnahmen zu generieren, was mit dem Ausbau des ÖPNV (leider) nicht zu erreichen ist. Außerdem sind für die Rentabilität des ÖPNV auch dessen Nutzende in großem Umfang gefragt. Linien auf denen das Fahrpersonal vereinsamt wird wohl kaum jemand finanzieren?

  5. Wirklich Pro Bahn abseits vom Namen?
    Ich verstehe diese Vereine nicht

    • Der Name täuscht auf den ersten Blick: Es ist eine Art Kundenvertretung, die halt u.A. die Qualität der Dienstleistung im Blick hat.
      Auf den zweiten Blick diente gute Qualität zu angemessenen Preisen aber durchaus auch der Bahn – gute Angebote finden mehr Kunden, als Fragwürdige.

  6. Ich freu mich drauf und es entlastet mich als Geringverdiener enorm!

    Überlastet sind die Züge aktuell eh immer auf meinen Strecken. Da wird schon Tage vorher in der App die Warnung angezeigt. Das ändert nichts. Bahn fahren ist aktuell immer scheiße. Vielleicht raffen sie dadurch, dass wir mehr Züge und strecken brauchen.

  7. Ein großes Problem dürfte auch sein, dass Sommermonate Baumonate sind und damit nicht einfach mehr Züge fahren können, sondern tendenziell sogar weniger fährt. Dadurch wird die Auslastung der Züge noch stärker zunehmen.

    • Wenn Züge aufgrund von Baumaßnahmen nicht fahren können, dann muss eben ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Ich denke aber es fehlt am Willen, weil der Bund als Finanzier die schamlose Bereicherung der Verkehrsdienstleister nicht mittragen will.

      • „Schamlose Bereicherung der Verkehrsdienstleister“
        Selten so gelacht, du hast ja keine Ahnung wie wenig da hängen bleibt. Erst recht durch die steigenden Energiekosten.

        • @Florian
          Wenn du so viel Ahnung hast, was da hängenbleibt. dann kannst du es sicher mit Zahlen belegen. Ich halte es für schamlos, wenn Verkehrsdienstleister den Ausgleich der Preisdifferenz zwischen 9€-Ticket und „Normalpreis“ ohne Nachweis tatsächlich verkaufter Tickets einfordern. Der ÖPNV ist für die Besteller (Landkreise, Städte und Gemeinden) eine Belastung. Nicht für die Verkehrsdienstleister, denn deren Verluste trägt die Allgemeinheit. Der ÖPNV ist Teil der kommunalen Daseinsfürsorge.

          • Öffentlicher Nahverkehr wird als Wettbewerb ausgeschrieben. Die Fahrzeuge gehören mittlerweile oft dem Land oder sind geleast. Energie und Trassenkosten sind für alle gleich, einzig am Personal kann gespart werden. Und dass das nicht immer funktioniert zeigt das Beispiel Abellio. Und dass ein 9€ Ticket für einen Monat nicht kostendeckend sein kann, dafür braucht man keine internen Zahlen, Daten und Fakten. Klar, wie viel Ausgleich notwendig ist ist die Frage, nur wie soll das ermittelt werden? Für Ländertickets gibt es regelmäßige Kundenbefragungen um zu ermitteln welche Strecken die Kunden mit welchen Betreiber statistisch zurücklegen um die Einnahmen entsprechend zu verteilen. Aber für ein neuartiges Ticket gibt es das eben nicht.

            Das österreichische Klimaticket für 1000€ ist übrigens auch nicht per Se kostendeckend und die 365€ Tickets von Verbünden auch nicht. Kostendeckend wird es erst dadurch, dass es der Großteil kauft aber nicht ständig die Leistung einfordert.

            • Man darf nicht den Fehler machen beim ÖPNV Alles in einen Topf zu werfen. Der Bereich des SPNV hat einige andere Regularien. Das liegt am Schienennetz, das zum größten Teil noch einem nicht vollständig privatisierten Staatsbetrieb gehört.
              Aber wenigstens erkennt man das es tatsächlich um den angeblich nicht zu ermittelnden Ausgleich des 9€-Ticket zum „Normalpreis“ geht. Genau das was ich als schamlos bezeichne. Aber das Alles hat nichts mehr mit der Warnung vor Überlastung, die von „Pro Bahn“ ausgesprochen wurde, zu tun.

              • Wer hat denn mit schamloser Bereicherung der Verkehrsdienstleister mit weniger Züge aufgrund von Bauarbeiten und daraus folgender hoher Auslastung in einen Topf geworfen. Also entweder muss man das große Ganze betrachten oder nur ein Detail. Aber man kann sich nicht nur die Dinge rauspicken, die die eigene These stützen und den Rest weglassen.

                • Die schamlose Bereicherung der Verkehrsdienstleister bezieht sich ja auf des „große Ganze“ und das ist ja wohl der Streitpunkt mit dem das 9€-Ticket verhindert werden soll. Egal ob Bus oder Bahn. Die Verkehrsdienstleister sind nicht bereit die veränderte Auslastung und die Nutzung des 9€-Ticket zu ermitteln und verlangen pauschale Kostenerstattungen um den ÖPNV-Sumpf feucht zu halten. Ein altes Sprichwort sagt, „Wenn man den Sumpf trocken legen will, darf man nicht die Frösche fragen.“

                  • Schön, dass du meine These stützt und ohne auch nur einen Hauch Schimmer von der Thematik nur ein bisschen Stammtisch Parolen brüllst 🙂

                    Anders gefragt würdest du Arbeiten ohne zu wissen, dass dich jemand bezahlt? Das 9€ Ticket deckt nunmal nicht die Kosten und irgendwer muss die Differenz übernehmen. Ob das am Ende nun 3€ pro Ticket oder doch eher 30€ sind kann man erst danach sagen, da es bisher schlicht nichts vergleichbares gibt aus dem man die Schlüsse für eine im Vorfeld durch Zahlen belegte Forderung ziehen könnte.

                    • Kostendeckend wird der ÖPNV niemals sein. Bezahlt wird jetzt schon von der Allgemeinheit. Finanziert durch Steuern und Abgaben. So gesehen könnte man den ÖPNV den Bürgern sofort kostenlos zur Verfügung stellen. Sowas funktioniert in Ländern die wirtschaftlich weit weniger erfolgreich sind, bloß nicht bei uns. Warum? Weil es Strukturen gibt, die es erfolgreich verhindern und sich damit ihre Einkommen sichern.
                      @Florian
                      Es ist kein guter Stil, jemandem der nicht deiner Meinung ist Unwissenheit und das brüllen von Stammtischparolen vorzuwerfen. Ich habe mich an verschiedenen Stellen mit dem Thema ÖPNV auseinandergesetzt und durchaus auch Mängel in deiner Kommentierung aufgedeckt.

                    • Ahja wo sind denn die Lücken? Es hat doch damit begonnen, dass ich durchaus die These von ProBahn mitgehe, dass es voll wird und dazu darauf verwiesen, dass Sommermonate traditionell Baumonate bei der Bahn sind, was zu weniger Fahrten und weiteren Engpässen führt.
                      Von dir kam nur „schamlose Schmarotzer“. Eigentlich hätte ich da schon wissen sollen, dass jede weitere Diskussion nichts bringt…

                      PS: ÖPNV ist nie kostenlos, maximal gebührenfrei.

                  • Die Freunde des kostenlosen ÖPNV würden sich aber ganz schön umgucken!
                    Statt ihn weiter leiden zu lassen führte man den ÖPNV damit seiner Anschlussverwendung als Wärmestube/Obdachlosenunterkunft zu und damit wäre das leidige Thema „Aufteilung der Verkehrsräume“ endlich endgültig geklärt. ÖPNV für den minderleistenden Pöbel, Radwege für die rücksichtsvollen und verantwortungsbewussten Welt- und Kliemerretter und PKW für die rücksichtslosen Kinder- und Kindeskindermörder 😉

  8. Faktisch wird es wahrscheinlich einfach genauso voll werden wie es teils vor Corona war. Bekannte Zustände also.

  9. RollinCHK says:

    Wenn man das als eine Art Werbeaktion für den ÖPNV betrachten will, ist der gewählte Zeitraum ideal. Die Leute, die mit Bus- und Bahn fahren tun das ja bereits ohnehin. Wenn man aber Menschen „anlocken“ möchte, die bisher eher das eigene Auto genommen haben, weil sie sichs einfach leisten können, dann macht man das nicht im Herbst. Der ÖPNV ist dann ohnehin ausgelasteter als im Sommer. Das Wetter ist schlechter. Auch kurze Strecken in Städten werden dann eher mit dem Bus zurückgelegt, anstatt zu Fuß, oder mit dem Fahrrad. Wenn dann Jemand, mit einem 9 Euro Ticket in einen Bus einsteigt, der gnadenlos überfüllt ist, dann macht er das genau ZWEI MAL, nämlich das erste und das letzte Mal *Ironie.“ Im Sommer ist das schon ganz gut. Da sollen die Familien ruhig mal mit der Bahn von A nach B fahren um einen Ausflug zu machen. Es ist doch ideal, wenn Groß- und Klein dann nach Hause kommen mit dem Gefühl, wie schön und angenehm das alles war. Wenn die Familie dann in einem Jahr wieder die Bahn nimmt, ist doch alles super…

    • Das Gefühl, wie schön und angenehm das Alles war, wird meist durch die schlechte Anbindung zwischen Heimatort und Bahnhof zunichte gemacht. Blöd wenn man aus dem Zug aussteigt und einem der Bus nach Hause vor der Nase wegfährt. Der nächste Bus fährt dann eine Stunde später oder gar nicht mehr. Die Kids sind müde vom Ausflug und quengeln. Für ein Eis oder was zu essen in Bahnhofsnähe reicht die Kohle nicht, denn sonst hätte man sich ja das 9€-Ticket nicht „geleistet“, Fazit: Der nächste Familienausflug findet wieder mit dem eigenen Auto statt. Das ist eh da…

  10. Wenn jetzt noch ein Tempolimit auf der Autobahn kommt , dann gibts nur noch mehr Stau.

    Man sind wir ein Jammerland geworden.

    • Wir haben es x mit Jubler- und Jasager-Land versucht – kam nicht so gut…

    • Tempolimit und Stau haben so viel miteinander zu tun wie das 9€-Ticket mit der Auslastung des ÖPNV. Ich denke nicht das sich von den etwas mehr als 80 Millionen Einwohnern Deutschlands wegen dem 9€-Ticket vom Individualverkehr verabschieden. Ebenso wird ein Tempolimit sich nicht auf die Nutzung auswirken. Darüber wie und warum ein Stau entsteht gibt es ja einige recht gute wissenschaftliche Untersuchungen. Die meisten erklären. dass die Geschwindigkeit damit am wenigsten zu tun hat. Es müssen sich eben Alle möglichst gleich schnell fahren, keine unerwarteten Bremsmanöver und schon läuft der Verkehr auf der Autobahn.

      • Das soll sehr wahrscheinlich Ironie sein. Soweit ich es jetzt in meinem Kopf zusammen bekomme ist es so, dass es weniger Stau gibt sobald es ein Tempolimit gibt. Als Eingrenzung wird das sehr wahrscheinlich nicht im Ruhrgebiet stimmen, da dort das Verkehrsaufkommen einfach zu hoch ist, aber ein Stau im Nirgendwo wird nicht mehr so schnell enstehen, da die Geschwindigkeitsdifferenz der Autos deutlich geringer ist. (Kleinwagen überholt mit 120-130 ein LKW und dabei kommt ein Audi/Mercedes/BMW mit 250 angeprescht und muss in die Eisen gehen -> Stau)

        • @Thomas
          Ist das ein Plädoyer für eine technisch begrenzte Fahrzeughöchstgeschwindigkeit? Damit hätte sich natürlich auch das vom Verkehrsminister ins Spiel gebrachte Problem „Schildermangel“ erledigt. Vmax auf 130 begrenzen und schon ist der Stau Geschichte. Gute Idee!

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