Facebook warnt Nutzer, wenn das eigene Profil kopiert wird

artikel_facebookFacebook versucht stetig, das Social Network so gut wie möglich „sauber“ zu halten. Dazu gehört das Vorgehen gegen Hassbotschaften ebenso wie das Melden von unangebrachten Posts oder andere Maßnahmen. Seit November teilt Facebook Nutzern auch mit, wenn ein anderer Account versucht den eigenen zu kopieren, quasi ein Identitätsdiebstahl. Wird ein anderer Account mit gleichem Namen und / oder gleichem Profilbild erstellt, bekommt man einen Hinweis mit der Frage, ob der Account einem selbst gehört oder ob jemand anderes versucht, die eigene Identität zu nutzen. Wird ein solcher Account dann entsprechend markiert, geht es zur manuellen Prüfung durch Facebook.

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Mittlerweile erreicht die Funktion 75 Prozent der Facebook-Nutzer, in naher Zukunft soll das System dann auch für den Rest verfügbar sein. Während diese Account-Duplizierungen kein weit verbreitetes Problem bei Facebook sind, gibt es bestimmte Regionen oder Kulturen, in denen vor allem Frauen durch eine solche Vorgehensweise geschädigt werden. Deshalb setzt Facebook hier auch an.

Hinzu kommen zwei weitere neue Funktionen, die Facebook aktuell testet. Foto Checkup gibt einen Überblick über die Einstellungen zu Bildern. So kann man schnell sehen, mit wem Bilder tatsächlich geteilt werden und die Einstellungen lassen sich auch gleich anpassen. Die andere Neuerung betrifft intime Bilder, die nicht einvernehmlich veröffentlicht wurden. Opfer sollen hier eine einfachere Möglichkeit des Meldens erhalten, außerdem werden Opfern Links zu externen Stellen bereitgestellt, die eventuell weiterführend helfen können.

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Wenn man es sich einmal genau überlegt, ist das alles schon sehr traurig. Man bekommt als Mensch so tolle Kommunikationstools an die Hand, die Grenzen quasi verschwinden lassen und der dumme Mensch hat nichts besseres zu tun, als solche Tools für seltsame Zwecke zu missbrauchen anstatt die Technik zum Vorteil zu nutzen. Insofern ist es leider nötig, dass einer den Kindergärtner spielt.

(Quelle: Mashable)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

7 Kommentare

  1. Hoffentlich kommt es da nicht zu Fake-Nachfragen nach dem Motto.
    Zur Überprüfung klicken sie folgenden Link
    Und schon ist der Rechner infiziert.
    Bekomme schon genug dieser Spam Mails

  2. In dem Fall würde ich meinen PGP-Key bei Facebook hinterlegen, damit Facebook die Mails an mich verschlüsselt und man relativ einfach erkennen kann, ob eine Mail echt ist oder nicht.

  3. @Heiko: Aus Neugier gefragt, kann man das bei FB? Ich nutze kein FB, deswegen weiß ich es nicht, wäre aber lobenswert, so unsinnig ich FB persönlich (!)empfinde.

  4. @Fraggle: Ja kann man.

  5. Also so selten ist das nun auch wieder nicht. Auch wenn bei meinen knapp 150 Bekanntschaften auf FB bisher „nur“ knappe 10 Personen davon betroffen waren, ist das für den Betroffenen jedes Mal ein riesen Ärger gewesen. Über diese kopierten Accounts wurden dann nämlich die Leute des echten Accounts über den FB Messenger angeschrieben und um deren Handynummer gebeten, weil angeblich Handy defekt und das Telefonbuch gelöscht wurde. Wer darauf reagierte, bekam entweder eine horrend teure SMS oder wurde dann später noch um Geld per Paypal oder so gebeten.
    In anderen Fällen wurde einfach nur Werbung für gefakte, aber als echt deklarierte Kleidung etc. (z.B. Ray Ban Sonnenbrillen) gemacht. Was (zumindest mir) aber allein schon deshalb als Spam/Fake auffiel, weil man keine echte Ray Ban für unter 30 Euro bekommt.
    Abgesehen davon sollte man das nicht unterschätzen. Wenn die Absichten tiefergehend sind – Diebstahl von Zahlungsinformationen etc. – kann das echt übel werden für die Betroffenen. Da muss das prozentual nicht oft vorkommen.

  6. Die „Martin Müller“ die sich erst jetzt registrieren werden eine Freude dabei haben, bzw. es kriegen Zehntausende „Martin Müller“ so einen Hinweis.

    Gilt natürlich für sämtliche gebräuchlichen Namen in allen Ländern.