Facebook Messenger: Desktop-Apps noch dieses Jahr und weitere Neuerungen

Die f8-Konferenz von Facebook startet eigentlich erst heute Abend, aber es gibt schon erste Informationen, eventuell etwas früh online gegangen. Der Facebook Messenger wird eine Menge Änderungen erhalten, ganz neu wird es dieses Jahr eine Desktop-App für Windows und macOS geben. Facebook hat erkannt, dass Nutzer das eben möchten (hat wohl auch lange genug gedauert), die Apps werden dieselben Funktionen bieten wie die mobilen Versionen auch.

Facebook testet die Desktop-Apps gerade, möchte sie später dieses Jahr dann für alle zur Verfügung stellen – wann genau ist allerdings unklar.

Spannend ist, dass Facebook, der Konzern, der sich 2019 vor allem durch Datenskandale in den Schlagzeilen hielt, dieses Jahr auch als Übergangsjahr bezeichnet. Wohin der Übergang geht? Ihr werdet es nicht glauben: Facebook arbeitet an einer App, die zur Privatsphäre-fokussierten Vision des Social Networks passt.

Der Messenger soll schnell, privat, interoperabel (WhatsApp-Integration anyone?) und eben ein Platz für Freunde und Familie sein soll. Erreichen möchte man das auf folgende Weise:

Project LightSpeed sorgt dafür, dass die Installation des Facebook Messenger nur noch 30 MB benötigt, 70 MB weniger als die aktuelle Version. Die App wird in unter 2 Sekunden starten und basiert auf komplett neuem Code. Deshalb benötigt Facebook auch noch Zeit, verspricht aber, dass sich das Warten lohnen wird.

Enge Freunde und Familie wird ein weiterer Part des neuen Messengers sein. Es sollen die Inhalte von Personen in den Vordergrund gerückt werden, die einem nahe stehen, mit denen man am meisten kommuniziert.

Auch wird es neue Videoptionen geben. Video ist sehr beliebt, pro Monat nutzen 410 Millionen Menschen den Videochat, pro Tag werden 2 Milliarden Minuten in den Videoprodukten verbracht, klar, dass man da drauf aufbauen möchte.

Aktuell testet Facebook das gemeinsame Schauen von Videos via Messenger. Quasi als virtuelles Wohnzimmer, man kann sich dabei unterhalten und auf Inhalte zugreifen, die via Facebook verfügbar sind. Man kann während des Schauens aber nicht nur chatten, sondern auch Videokonferenzen sind dabei möglich. Mal sehen, ob das in der realen Nutzung auch so übersichtlich ist wie auf den Screenshots.

Auch diese Funktion wird irgendwann später dieses Jahr verteilt werden. Handfestes gibt es nach der Ankündigung also erst einmal nicht, da muss man sich noch ein bisschen gedulden. Was meint Ihr zu den Neuerungen, etwas dabei, das Euch den Messenger eventuell mehr nutzen lässt?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Den Sinn dieser App verstehe ich gerade nicht, es gibt genügend solche Apps Kostenlos als Multimessenger. Franz zum Beispiel, da habe ich gleich einen ganzen Schwung Messenger in einer vereint.

    • Dann machen die Apps von WhatsApp, Telegram, Threema und wie sie alle heißen auch keinen Sinn?
      Vielleicht will ja nicht jeder solch überfrachtetes Zeug. Und wer nur Facebook hat, braucht das gleich gar nicht. Das Meiste was da drin ist nutzt eh niemand. Schon schlimm genug Facebook alle Daten zu schenken, da bau ich mir nicht noch eine dritte Unbekannte ein.
      Aber ich bin da eh altmodisch, ich mag nichts kompaktes zusammengeklatschtes. Schön alles einzeln für sich, da hab ich zumindest viel mehr Überblick. X in 1 ist für mich das absolute Chaos 😉

      • Ich denke du kennst Franz nicht, sonst wüsstest du das alles schön und fein und säuberlich untereinander sortiert ist und weder überfrachtet oder sonstwas ist.
        Ich nutze 2x Whatsapp, Trema, Telegramm, ICQ, Skype und Web SMS. (Yahoo wurde ja eingestellt)
        Für jedes eine eigene App gäbe nur Chaos. Bevor es Franz gab hatte ich Jahrelang Trillian.

        • Kannte ich nicht, ist richtig. Hab mir nur paar Screenshots angeschaut und da schauerts mir ehrlich gesagt 😉 Jetzt frag‘ ich mich eher warum man so viele Messenger hat? Ja, da hat vielleicht jemand Einen den der Andere wieder nicht hat und umgekehrt, aber das würde ich wiederum gar nicht erst mitmachen. Dann gibts halt für die Leute nur schnöde SMS 😉 Aber ich telefoniere eh lieber, geht schneller und es gibt wenigstens keine Missverständnisse oder blöde Ausreden. Jeder wie ihm beliebt.

    • Nicht alle Leute benutzen viele oder überhaupt mehrere Messenger. Außerdem scheint die Windows-Version auf UWP zu setzen, dass wäre für mich ein deutlicher Pluspunkt gegenüber Franz (wenn ich Facebook Messenger denn benutzen würde).

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