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Facebook: Manipulierte Nachrichten sollen zukünftig besser erkannt und entfernt werden

Facebook hat sich schon seit einer Weile auf die Fahnen geschrieben, gegen falsche Nachrichten und Berichte auf seiner Plattform vorzugehen. Nun informiert das Unternehmen darüber, wie es mittlerweile auch gegen Deepfakes vorgehen will, da es sich hierbei um eine besonders fiese Form der Manipulation handelt. Gerade den entsprechend bearbeiteten Videos sieht man kaum an, dass sie manipuliert worden sind und so beispielsweise gar nicht Obama mit der Presse spricht, sondern ursprünglich Horst Schlämmer.

Gemeinsam mit diversen Experten mit technischem, politischem, medialem, juristischem, staatsbürgerlichem und akademischem Hintergrund habe Facebook nun daran gearbeitet, Deepfakes noch besser aufspüren und sogar zurückverfolgen zu können. So wurden unter anderem die Richtlinien der Plattform entsprechend angepasst, dass solche Medien zukünftig direkt entfernt werden, wenn sie den nachfolgenden Kriterien entsprechen:

  • Es wurde – über die Anpassungen für Klarheit oder Qualität hinaus – auf eine Art und Weise bearbeitet oder synthetisiert, die für eine Durchschnittsperson nicht offensichtlich ist und wahrscheinlich jemanden dazu verleiten würde, zu denken, dass ein Subjekt des Videos Worte gesagt hat, die es in Wirklichkeit nicht gesagt hat. Und:
  • Es ist das Produkt künstlicher Intelligenz oder maschinellen Lernens, das Inhalte in einem Video zusammenführt, ersetzt oder überlagert, so dass es authentisch erscheint.

Inhalte, in denen es ganz klar um Parodie oder Satire gehen soll, werden von den neuen Regelungen nicht berücksichtigt und dürfen online bleiben. Weltweit prüfen laut Facebook über 50 Partner in über 40 Sprachen entsprechende Beiträge. Zudem sollen Personen, die unwissend als manipuliert eingestufte Inhalte teilen, per Mitteilung auf diesen Umstand hingewiesen werden.

Des Weiteren arbeite Facebook auch daran, die Urheber entsprechender Manipulationen ausfindig zu machen und konnte laut eigenen Aussagen im vergangenen Monat ein ganzes Netzwerk identifizieren und von der Plattform verweisen. Außerdem habe man gemeinsam mit der Nachrichtenagentur Reuters daran gewerkelt, andere Redaktionen mit kostenlosen Online-Trainings dahingehend zu schulen, Deepfakes besser erkennen zu können.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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Ein Kommentar

  1. Joar, funktioniert. Mein – seit 3 Monaten ruhendes – Konto, mit dem ich noch keinen einzigen Post veröffentlicht habe, wurde als „betrügerischerer Account“ entlarvt und gesperrt.

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