Evernote führt neue Tarife ein und startet mit Tasks durch

Bei Evernote ist man fleißig gewesen, denn man führt nicht nur neue Tarife und Tasks, sondern auch neue Funktionen ein. Bleiben wir zunächst bei den vier neuen Abo-Paketen. Sie gliedern sich in Evernote Personal, Evernote Professional, Evernote Teams und Evernote Free. Sie fassen die alten und neuen Funktionen gestaffelt zusammen. Zudem geht Evernote für Linux in die Beta.

Evernote Free (früher Evernote Basic) ermöglicht es Nutzern, weiterhin alles Wichtige zu sammeln und zu verwalten. Evernote Free wird intelligente, maßgeschneiderte Erlebnisse beinhalten, die neuen Kunden einen schnellen Einstieg ermöglichen sollen und bestehenden Kunden helfen, sich besser zu organisieren. Evernote Personal ist das kostenpflichtige Einstiegs-Angebot für einzelne Power-User und wurde auf Basis von Evernote Premium entwickelt. Es bietet aber neue Möglichkeiten mit einer Vollversion von Tasks, neuen Widgets für Home und der Einbindung des Google-Kalenders.

Evernote Professional wurde für anspruchsvolle Power-User entwickelt. Zusätzlich zu den Inhalten von Evernote Personal bietet Evernote Professional zuweisbare Aufgaben, die Einbindung mehrerer Google-Kalenderkonten, eine umfassendere Anpassung von Home und neue, erweiterte Suchfunktionen. Evernote Teams ist für Gruppen von Menschen am Arbeitsplatz konzipiert. Jede neue Funktion, die ab heute verfügbar ist, gehört automatisch zu Evernote Teams.

 

Um auf die neuen Funktionen von Tasks, Home und den Google-Kalender zuzugreifen, müssen Nutzer ein Update auf die neueste Evernote-Version durchführen. Evernote-Premium-Nutzer, die den aktuellen Abo-Tarif bezahlen, werden automatisch zu Evernote Personal migriert. Basic- und Business-Kunden bleiben in ihren neu benannten Tarifen. Plus- und Legacy-Premium-Kunden behalten ihre derzeit bestehenden Tarife. Preislich ändert sich für Evernote-Kunden nichts: Alle Änderungen erfolgen ohne Preiserhöhungen.

Die Aufgabenfunktionen wurden nun aus dem Early Access-Stadium in die offiziell freigegebene Version überführt. Aufgaben können nun auch anderen Nutzern von Evernote zugewiesen werden. Falls der Aufgabenempfänger noch kein Evernote-Konto besitzt, kann er sich für ein Konto registrieren. In Evernote können nun Google Kalender-Konten eingebunden werden. Notizen, die mit Terminen verlinkt sind, sind einfacher zu finden und liefern mehr Informationen. Die Start-Ansicht unterstützt nun auch Aufgaben und Kalender und vereint Notizen, To-do-Listen und Terminplanung in einer Ansicht. Die Start-Ansicht lässt sich stärker an eigene Bedürfnisse anpassen, da mehrere Instanzen bestimmter wichtiger Widgets hinzufügbar sind.

Ebenfalls neu eingeführt wurde das Exportieren von Notizen (und Notizbüchern) im PDF-Format und alte Funktionen wie der stapelweise Export, Importordner und der schnelle Wechsel zu gewünschten Inhalten. Mit Tasks können Nutzer zudem direkt in ihren Notizen Aufgaben erstellen und diese auch in einer einheitlichen Ansicht verwalten. Nach der Veröffentlichung als Early-Access-Version im Juni, ist Tasks nun in der offiziellen Version auf allen Geräten verfügbar.

In Zukunft möchte man Tasks und die Aufgabenverwaltung auch noch weiter aufpeppen. Etwa wünschen sich viele Nutzer das Erstellen und Verwalten von wiederkehrenden Aufgaben, anklickbare Links in Aufgaben, wenn sich die Aufgaben in einer Notiz befinden (und nicht nur in der Aufgabenansicht) oder das Hinzufügen von aufgabenbezogenen Fälligkeitsterminen zum Kalender. Daran arbeite man bereits.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. Anstatt immer teurer zu werden, sollten sie lieber mal kleineren Tarif an den Start bringen.
    60-100 MB, unbegrenzt viele Geräte für 1€ bis 1,49€ im Monat, kleiner Rabatt wenn man 1 Jahr im Voraus zahlt.

    • Tja, das verstehe ich auch nicht. Man hatte ja den „Plus“-Tarif für erst 19 Euro, dann 29 Euro pro Jahr – fand ich OK. Die versuchen mich seit der Einstellung des Tarifs zweimal pro Jahr auf das teure Premium-Modell umzustellen mit satten Rabatten…aber das sitze ich aus 😉

  2. Christoph says:

    Für alle Synology Nutzer ist DSNote eine gute Alternative. Es gibt dort auch einen Evernote Import.

    Ich bin damals umgestiegen und bin sehr zufrieden (für meine Zwecke).

  3. Evernote? Das sind doch die, bei denen von heute auf morgen plötzlich maximal 3 Geräte möglich waren.

    Als Notizen-Anwendung wurde Evernote seit diesem Tag sofort durch OneNote ersetzt.
    Es war eine gute Entscheidung 🙂

    • Du übersiehst, dass die Einschränkungen nur für die Free-User gilt. Natürlich wollen die irgendwann auch mal Geld verdienen oder arbeitest Du umsonst?

      OneNote hat einen komplett anderen Workflow und ist m. E. kaum mit Evernote vergleichbar.

      • Sehe das genauso wie Du.
        Habe das Premium beziehungsweise Professional Abo und unbegrenzte Geräte und bin sehr zufrieden mit Evernote.

      • Spannend. Ich würde OneNote auch gg. EverNote setzen.
        Darf ich fragen, was daran für Dich etwas ganz anderes ist?

        Grüße!

        • @Philip – klar, ich versuch’s mal 🙂

          Bei jeder Preiserhöhung von Evernote bin ich wieder am Grübeln, ob es nicht doch eine Alternative gibt. Und so landete ich immer wieder bei OneNote, das ich auf der Arbeit auch sehr rege nutze (und damit kenne).

          Evernote nutze ich jeodch eher nicht für klassische Notizen, die ich womöglich noch weiter bearbeite, sondern zur langfristigen Ablage – quasi als ausgelagertes Gedächtnis, wie EN m. E. ursprünglich mal geplant war. Also: Verträge, eingescannte Schriftstücke, Anleitungen, Fotos von Schrauben im Baumarkt, Bilder meiner Kids, Rechnungen und und und…alles geht, schön strukturiert nach Evernote und kann dann auch noch getaggt und per Volltextsuche durchsucht werden. Auch alles, was in Papierform kommt (Schriftverkehr, Retourenbelege etc.) fliegt bei Evernote rein. Und man findet alles sofort wieder und kann sogar noch Wiedervorlage (per Erinnerungsfunktion) machen.

          Dieser Aspekt ist in OneNote m. E. nicht gut umgesetzt. Für „lebende Notizen“ finde ich OneNote gut, für langfristige, DMS-mäßige Ablage nicht. Zumal der Webclipper von Evernote um Galaxien besser ist.

          Außerdem hat Evernote eine tolle Integration von Drittanwendungen, so dass das Paket für mich echt rund ist.

          Bin gespannt, ob das Tasks-Modul nochmal vernünftig wird. Momentan ist das von Todoist noch sehr, sehr weit weg….aber es könnte mal interessant werden, das im gleichen System zu haben.

          • Kann ich so unterstreichen, habe mir letztens ebenfalls wieder Onenote näher angesehen als ich mich über die Preispolitik von Evernote ärgerte, aber funktional absolut keine Alternative für meine Zwecke.

          • Hey, genau fürsorglich gleichen Sachen nutze ich Evernote auch. Auch DS Note oder andere ähnliche Alternativen (onenote ist anders) guck ich mir bei jeder Preiserhöhung an. Letztendlich bleib ich bei Evernote und freue mich, dass ich mein premium bei einem Aufenthalt abgeschlossen habe. So sind es nur 22 eur oder so, die jedesmal für ein Jahr anstehen. 😉

            • …“bei einem Aufenthalt“? Was meinst Du? Wie bekommst Du das dauerhaft für 22€?

              • Weiß nicht. Beim ersten premium war ich in PL und jetzt kommt jedes Jahr eine Rechnung über 99PLN. Bekomme jedes Jahr eine Mail mit:

                Der Betrag in Höhe von PLN99.00 für dein Evernote-Abonnement ist am … eingegangen.

                Ob das auch mit VPN geht??? 😉

          • @Matze:

            Danke für das Teilen des Use-Cases.
            Das kann ich so nachvollziehen, wobei wir in der „Firma“ OneNote tatsächlich als Archiv für Gesprächsnotizen halten. Aufgaben verwalten wir mit Todoist, nachdem der Ausflug zu MS To-Do und Planner sagen wir mal nicht so toll war.
            Als DMS-Alternative nutze ich DEVONthink, womit ich für mich sehr zufrieden bin. Der „Nachteil“ an dem Tool ist jedoch, dass es i/ iPad/macOS only ist.

      • Die Entwickler dürfen sehr gerne Geld verdienen. Alles sehr legitim.

        Die Methode „erst Anteasern und dann etwas wegnehmen“ hat immer einen bitteren Geschmack.

        • D’accord. Allerdings war ich auch immer der Meinung, dass das Free-Modell zu viele Features inkludiert. Selbst heute noch 😉 Nur die Gerätelimitierung führt dazu, dass ich zahle…1GB Upload z. B. braucht doch kaum jemand.

  4. Gott sei Dank wurde am Altbestand der Plus-Kunde nicht geschraubt – dann hätte ich auch ein Problem, denn 6,99€ wäre mir es einfach nicht mehr wert. Ich nutze Evernote ohnehin „nur“ zur langfristigen Ablage, quasi wie ein DMS-Light.

    Und bin auch nach 12 Jahren noch sehr zufrieden damit und muss immer mal wieder alte Sachen (Belege, Verträge, eingescannte Schriftstücke, Anleitngen etc.) rauswühlen…

  5. So ein 3,99€ Tier würde mir auch sehr gut gefallen, 7€ ist mir zu viel.
    Onenote hat eine ganz andere Struktur und ist nur sehr beschränkt vergleichbar mit Evernote.

  6. War jahrelang Poweruser und habe brav (und gern) meine knapp 60 € im Jahr entrichtet. Aber nachdem dann jahrelang keine vernünfiten Updates mehr kamen, essentielle Fehler nicht behoben wurden (schriftliche Notizen sind bis heute nicht ohne Lag möglich) und mit der „neuen“ Version, die ausschließlich nur noch online synchronisiert hat (offline war nicht mehr möglich) war das System leider nicht mehr zu gebrauchen. Schnell mal hunderte von Notizen filtern und durchzuscrollen ging nicht mehr ohne Wartezeiten … Fail. Hatte zu dem Zeitpunkt knapp 8000+ Notizen in EN – über 10 Jahre gesammeltes Wissen & gescannte Dokumente.
    Ich bin dann von knapp 1,5 Jahren auf Notion umgestiegen. Ich bereue es nicht. Es fehlen zwar noch einige wirklich gute Features aus EN, aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch verfügbar sein wird.

    • Puh, Notion hatte ich mir auch mal angeschaut. Bin vermutlich zu einfach strukturiert, aber da war ich definitiv kognitiv überfordert. M. E. aber auch wieder ein ganz anderer Ansatz, der zu meinem Workflow und Anwendungsszenario mal so überhaupt nicht gepasst hat…

  7. Gibt es denn eine wirkliche Alternative zu Evernote. Onenote und Noten habe ich bereits ausprobiert und war definitiv nicht dasselbe, will es ja auch teilweise nicht.
    Ich behelfe mir bisher mit dem ein scannen über Office Lens und der Ablage in OneDrive was aber natürlich absolut nicht das.selbe ist. Als Student bekommt man soweit ich weiß auch nur das erste Jahr um die Hälfte reduziert und danach muss man den vollen Preis zahlen. Ich würde mir wirklich eine Möglichkeit wünschen zwischen zwei und fünf Euro pro Monat zu zahlen, sieben ist doch etwas viel.
    Wie ist das eigentlich bei der freien Version von Evernote. Kann ich dort über die App auf Tablett und Handy auf die Notizen zugreifen und auf dem Computer über das Web Interface oder zählt Evernote das dann auch als drei Geräte?

    • Ich meine, Web-Access ist nicht in den Geräten mit drin – was für viele der Ausweg für Helden sein dürfte 😉

      Eine Alternative wäre noch Nimbus. Die habe ich mir auch schon mehrfach angeschaut. Ein bisschen wie ein Evernote-Clone, aber an vielen Stellen halbseiden (bei meinem letzten Test nicht mal durchgängig deutsch übersetzt). Und in 2020 haben die den Preis mal eben EXTREM angehoben, damit sind die m. E. auch keine Alternative mehr.

      • Ich habe alle anderen Dienste getestet,aber leider kommt nichts an Evernote ran.

      • FriedeFreudeEierkuchen says:

        Mit einem gut gefüllten Archiv wird auch die Portierbarkeit zum entscheidenden Kriterium. Ich nutze Evernote seit 2008, es ist mein Recherche- und Archivierung-Tool. Falls Evernote jemals den Dienst einstellen sollte, bekomme ich die Daten in viele andere Anwendungen rein. Aber ich habe noch keine alternative Lösung gesehen, die einen vollständig nutzbaren Export, inklusive Tags erlaubt.
        daher war Nimbus für mich nicht mehr so richtig interessant.
        Das zweit KO-Kriterium ist für mich die Funktionalität eines Webclippers, da ich damit täglich unzählige Artikel archiviere. Hier war auch Evernote schon mal deutlich besser gewesen, aber andere Tools hatten entweder keine Clip-Extension oder eine sehr eingeschränkte.

  8. Ich nutze Evernote in erster Linie als digitales Werkzeug zur Verwaltung meines privaten und beruflichen „Referenzmaterials“. Hierin liegt in meinen Augen die Stärke von Evernote. Eine jährliche Gebühr von knapp 60,00 EUR (Tarif: Personal) finde ich für die Leistung in Ordnung.

    Das neue Aufgaben-Feature und die Google-Kalender-Integration benötige ich nicht. Projekt- und Todo-Listen verwalte ich lieber mit Todoist.

    Was ich hingegen sehr schön finde, ist die geplante, offizielle Unterstützung von Linux:

    „Das Bekenntnis von Evernote zur plattformübergreifenden Unterstützung erstreckt sich nun auch auf die seit langem gewünschte Berücksichtigung von Linux, für das sich nun eine Version in der Betaphase befindet.“

    Quelle: https://evernote.com/blog/de/new-features-new-plans-bold-future/

    Dieser Punkt ist aus meiner Sicht sehr wünschens- und erwähnenswert.

    • AlejandroFefe says:

      Was mir immernoch fehlt ist ein Family Plan. Also ein fixes Personal Team für 10,- Euro im Monat. Die Funktionen von Teams mit ein paar Benutzern für die eigene Familie Zuhause.

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