eBay Kleinanzeigen: LKA Niedersachsen warnt vor aktuellen Betrugsmaschen

eBay Kleinanzeigen ermöglicht es euch, privat Artikel zu kaufen und zu verkaufen. Im Gegensatz zum Online-Auktionshaus ist das bei eBay Kleinanzeigen völlig gebührenfrei. Dafür ist auch das Risiko größer, dass man über den Tisch gezogen wird. Daher warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen vor einer Masche, die derzeit wieder hochkocht. Vermeintliche Kaufinteressenten wollen per PayPal zahlen und euch dazu animieren, gleichzeitig noch Guthaben für sie zu erwerben.

Hintergrund: Der angebliche Käufer befinde sich gerade nicht in Deutschland, daher solle die Ware dann auch an Dritte geschickt werden. Als Gefallen bittet er noch eine Guthabenkarte (z. B. Steam, iTunes, Google, Amazon, paysafecard usw.) zu erwerben. Dafür werde man natürlich auch die notwendige Summe mit bezahlen – plus eine Aufwandsentschädigung in Höhe von beispielsweise 30 €. Die Täter agieren dabei im Hintergrund unterschiedlich.

Oft werden gehackte PayPal-Konten verwendet oder aber der Mailverkehr gefälscht. So gehen dann beim Verkäufer vermeintliche E-Mails von PayPal ein, welche die Zahlung bestätigen, aber eine Versandbestätigung erfordern, damit das Geld gutgeschrieben werden könne. Manchmal wird sogar darauf verwiesen, dass der jeweilige Guthabencode erst eingelöst werden müsse. Ist natürlich letzten Endes alles Blendwerk: Wer Ware und Guthaben herausgibt, kann sich davon und von seinem Geld verabschieden.

Entweder es geht nie Geld ein oder es wird von den missbräuchlich verwendeten Paypal-Accounts zurückgeholt. Wer bereits hereingefallen ist, hat nur noch die Möglichkeit zumindest die Guthabenkarte sperren zu lassen. Das bieten einige Anbieter an. Auch die Erstattung einer Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle wird empfohlen. Allerdings dürfte die wohl in den meisten Fällen fruchtlos bleiben. Das LKA Niedersachsen rät Verkäufern den Versand und den Bezahlweg vorzugeben. Da sollte man sich in der Regel nicht auf Sonderwünsche von Käufern einlassen und auch keine anderweitigen Gefälligkeiten für sie tätigen.

Weist auch euren Bekanntenkreis auf die Masche hin, denn da gibt es natürlich immer wieder weniger technikaffine Menschen, die nichts Böses ahnen und dann hereinfallen.

In diesem Artikel sind Amazon-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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42 Kommentare

  1. Na neu ist das nicht. Das läuft schon seit Jahren so auf Kleinanzeigenportalen.
    Mir ist aber unklar, wieso da noch immer Leute darauf hineinfallen. Eigentlich sollte jeder PayPal-Nutzer doch inzwischen wissen, dass man bei PayPal-Zahlung nur an die PayPal-Adresse versenden darf, da man andernfalls so ziemlich sicher sein Geld und die Ware los ist.

  2. Also, diese Masche kenne ich seit ca 6 Monaten und wie man so bekloppt sein kann, darauf reinzu allen, ist mir unverständlich. Natürlich habe ich das Konto mit dieser Anfrage gemeldet, passiert ist nichts.

    • Das interessiert eBay nicht.
      Habe bei eBay direkt auch mal einen nachweislich (!) betrügerisch agierenden Käufer gemeldet. Gebracht hat es nichts, eBay hat ihn nicht gesperrt und er betrügt wahrscheinlich immer noch munter weiter Verkäufer.

      Aber immer schön die Hand bei den Gebühren aufhalten…

      • Das ist typisch bei eBay, zwielichtige Verkäufer werden nicht gesperrt, da man ja auch bei deren Verkauf schön dazuverdient. Da bleibt oft leider nur noch die Möglichkeit auf Käufe über eBay zukünftig zu verzichten.

        • In dem Fall bei mir war es ein nachweislich betrügerischer Käufer der von eBay nicht gesperrt wurde und weiter Verkäufer betrügen konnte.

          Eigentlich müsste man bei so einem Verhalten bei dem eBay wissentlich Betrug duldet, mal die ganz große Keule rausholen, aber man hat dann ja auch noch anderes zu tun. Und im Gegensatz zu eBay keine juristische Abteilung die „eh da“ ist und einen nichts kostet :).

          • Eine Anzeige hast du sicherlich gestellt, oder?
            War ja schließlich nachweislicher Betrug.

            • Hätte ich tun sollen, habe ich aber aus pragmatischen Überlegungen nicht getan. Schlicht aus dem Grund weil es meiner Erfahrung nach nichts bringt und den persönlichen zeitlichen Aufwand nicht wert ist.

              Hatte einen ähnlichen Fall da hat mich als Käufer jemand bei Ebay Kleinanzeigen betrogen bei einem lächerlich niedrigen Warenwert (ging um ein Nintendo Spiel). Habe Strafanzeige erstattet, Aufnahme des Sachverhalts bei der Polizei, mehrere Nachfragen dazu beantwortet etc. hat mich Stunden meiner Zeit gekostet.
              Herausgekommen ist exakt nichts. Das Verfahren gegen den Betrüger wurde eingestellt da Aufwand für die Strafverfolgung und Schaden in keinem Verhältnis mehr standen, was ich durchaus nachvollziehen kann. Hat aber halt zur Folge, dass ich sowas beim nächsten Mal überhaupt nicht mehr zur Anzeige bringe.

          • Das ist ja schön und gut (bzw. nicht), hat aber mit ebay -Kleinanzeigen- nüscht zu tun.

  3. Die Masche zieht aber nur, wenn man seine PayPal-Adresse rausgibt, oder? Ich nutze aus genau diesem paypal.me, da kann man Links erstellen und sich Geld senden lassen, ohne dass der Käufer meine Paypal-Mail bekommt.

    • Okay, das schützt wohl nur gegen gefälschte E-Mails, nicht gegen zurückgebuchtes Geld. Nevermind 🙂

      • Gegen zurück gebuchtes Geld schützt nur der Paypal Verkäuferschutz und den gibt es nur bei einer „normalen“ Paypal Zahlung, nicht per Geld an Freunde senden.

        • ForenUser_0815 says:

          Bei Geld-an-Freunde-senden kann kein Geld zurückgebucht werden. Bei einer normalen PayPal-Zahlung jedoch schon, da hilft dir auch kein Käuferschutz, denn Du bist ja der Verkäufer und der Käufer behauptet, er habe die Ware nie bekommen.

          • Das ist leider so nicht ganz richtig. Formell kann zwar nicht zurückgebucht werden, indirekt aber schon: Voraussetzung ist, dass die Zahlung per Lastschrift oder Kreditkarte vollzogen wird. Holt man sich dann das Geld über die Kreditkarte oder die Lastschrift wieder, wie man es macht, wenn man betrogen wurde, holt sich PayPal das Geld auch wieder zurück.

          • Das ist nicht richtig, was Du schreibst. Du musst zwei Dinge unterscheiden.
            Einmal den Käuferschutz und einmal Betrug mit (behaupteten) gehackten Accounts.

            Bei einer normalen Paypal Zahlung kann der Käufer behaupten die Ware z.B. nie bekommen zu haben und würde in dem Fall dann sein Geld von Paypal zurück bekommen. Dagegen hilft Versand nur an die von Paypal übermittelte Adresse (ohne Ausnahmen!), selbstverständlich mit Sendungsverfolgung und Zustellnachweis. Und bei höherpreisigen Artikeln immer ein Video unter Zeugen vom verpacken machen, zukleben und dem fertig verschlossenen Paket mit Adressaufkleber. Dann ist man schon relativ auf der sicheren Seite.

            Auf der anderen Seite gibt es aber das Szenario, dass der Paypal Account des Käufers (angeblich) gehackt und missbraucht wurde. In so einem Fall bucht Paypal das Geld auch bei einer Geld an Freunde Zahlung zurück und Du als Verkäufer gehst leer aus. Bei einer normalen Paypal Zahlung bucht Paypal zwar auch das Geld an den Käufer zurück dessen Account (angeblich) missbraucht wurde, ersetzt es Dir als Verkäufer aber im Rahmen des Verkäuferschutzes.

  4. Über Kleinanzeigen mache ich prinzipiell nur „Geld an Freunde“, da kann dann niemand grundlos Geld zurück holen. Wie läuft das dann, wenn der PP-Account auf der Gegenseite gehackt wurde ich ich von dort Geld erhalten habe? Wird das dann auch von meinem Konto zurück geholt?

    • Paypal friends zieht auch Betrüger an. Der Sender der Zahlung kann kontofremdzugriff melden.

      Gerade wenn jemand mehrere hundert Euro oder tausende Euro an der Haustür mit paypalfriends vorsichtig sein. Ich hab das zwar auch schon gemacht hab aber noch zusätzlich Nen Kaufvertrag aufgesetzt und nen Foto vom perso gemacht. Und die Käufer wirkten auch seriös.

    • Der Meinung war ich auch mal, ist aber riskant.
      Zahlungen per Paypal Geld an Freunde können von gehackten oder angeblich gehackten Accounts zurück gebucht werden. Dann stehst Du auch blöd da ohne Dein Geld, der Paypal Verkäuferschutz greift nur bei der normalen Paypal Zahlung.

    • Sebastian Basner says:

      Und ich als regelmäßiger Käufer auf Kleinanzeigen ignoriere prinzipiell das „Freunde“ gedöns, lass mir per Online-Rechner ausrechnen, was ich per PP mit Käuferschutz bezahlen muss, damit der Händler sein Geld auf den ct genau bekommt, und ich bin abgesichert, falls der Verkäufer ein Betrüger ist.

  5. André Westphal says:

    Foto vom Ausweis? Das war von den Käufern aber extrem naiv. Damit gibt man sich doch Möglichkeiten des Identitätsdiebstahls preis. Würde ein Verkäufer das von mir erwarten, würde ich sofort absagen.

    • @André
      siehe meinen Kommentar. Bei hochpreisigen Geräten sollte man sich immer absichern. Ausweiskopie und Kaufvertrag ist da eine gute Option.

      • André Westphal says:

        Kaufvertrag würde ich als Käufer auch machen, bei Ausweis wäre ich raus und würde den Kauf dann abbrechen.

      • Wer ist denn bitte so verrückt und rückt eine Ausweiskopie raus?
        Damit lässt sich sehr viel Unfug anstellen.

        • Aha. Welcher Unfug lässt sich damit anstellen?
          Was macht den Scan deines Ausweises wertvoller als die vielen anderen Scans, die man mit einer Bildersuche schon findet?

          • Wenn jemand anders noch so blöd war seinen Ausweis ins Netz zu stellen kann er sich im Zweifel mit den Konsequenzen daraus herumärgern. Ich für meinen Teil bevorzuge es, wenn dies bei mir nicht der Fall ist.

            • Die Antwort auf die zentrale Frage „welcher Unfug“ bist du schuldig geblieben.
              Dein Empfinden ist irrelevant und dir überlassen.
              Deine Aussage war warnend: „Damit lässt sich sehr viel Unfug anstellen.“.
              Und wenn du schon so warnende Worte austeilst, solltest du vorher überlegen welchen (relevanten!) Unfug man damit überhaupt anstellen kann.

              • Ich würde auch keine perso Kopie hergeben. Mit dem Geburtsdatum zur Verifizierung und der perso Nummer lässt sich einiges anstellen. Aber wenn jemand bei Abholung nicht bar zahlen kann Forder ich das. (das ist ja schon kulant von mir dass ich mich auf solche spielchen einlasse und nen paar tage Nervenkitzel dafür bekomme)

                Ich hab bisher bei Abholung immer alles bar bezahlt. (viele Lautsprecher und Verstärker)

                Das selbe beim Auto(ver)kauf, wo es ja üblich ist dass der Käufer 20-50% anzahlt und später den Rest überweist wenn dann die Finanzierung steht. Da lasse ich mir auch zumindest den perso zeigen bzw mache Nen Foto davon.

                Der Käufer könnte ja auch das Auto in Belarus oder der Ukraine verkaufen und hat schlimmstenfalls nur 20% mit falschen Angaben im Kaufvertrag bezahlt.

  6. Ich finde, da sollte man nicht vor warnen.

    1. Wer so naiv ist, muss auch mal Lehrgeld bezahlen.
    2. Nur wer den Schaden hat, lernt auch daraus.
    3. Man hat trotz finanziellem Verlust immer gewonnen, da es den eigenen Verstand trainiert und kalibriert.

    • Schwachsinn!
      Ich bin froh wenn darüber berichtet wird. So werden die Idioten (Betrüger) hoffentlich weniger Kohle absahnen.

      • Du kannst gar nicht so doof denken, wie manche naiv sind. Die Naivität bekommt man nicht durch „Warnen“ weg, sondern nur durch (eigenen) Schaden. In der heutigen Vollkaskogesellschaft denkt jeder, dass er immer vollgepampert wird und nicht mehr denken muss. Dem ist nicht so.

        Speziell Punkt 1 beachten:
        Wer so naiv (oder blind vor Gier) ist, muss Lehrgeld bezahlen. Nur so treibt man ihm die Naivität und/oder bremst seine Gier aus.

        Selbstverständlich akzeptiere ich deine Meinung und betitele sie nicht einfach so als“Schwachsinn“. Sei tolerant und akzeptiere auch meine Meinung. Wir werden beide damit leben können, oder?

        • Ok, Schwachsinn war das falsche Wort. Aber ich finde es dennoch gut wenn gewarnt wird. Denn was ich zum Beispiel nicht wusste (da noch nie Probleme damit gehabt), dass ein übernommenes Konto des Gegenüber ein Problem bin mir werden kann.
          Somit weiß ich zumindest wo ich in Zukunft genauer überlegen muss wer mir „gegenüber sitzt“.

        • Rudolph, auch Du wirst mal einen Fehler machen und eine dumme Entscheidung treffen.
          Hochmut kommt vor dem Fall.

          • @elknipso
            Dann ist das so und ich muss mit meinem Fehler, einer Fehlentscheidung leben und den Schaden tragen. Es geht nicht um Millionen, ich werde das also überleben, aber in Zukunft etwas weniger naiv und/oder weniger gierig sein.

        • „Du kannst gar nicht so doof denken, wie manche naiv sind.“

          Stimmt. Einige verschicken sogar Fotos ihrer Personalausweise. 🙂

    • Und die Omas, die auf den Enkeltrick reinfallen braucht man auch nicht vorher warnen??? Laut deiner Aussage sind sie ja selbst Schuld… hätten sie mal besser ihren Kopf eingeschalten…

  7. ebay hat nichts mit ebay kleinanzeigen zu tun !
    das handeln jetzt die norweger adevinta managt das ganze !
    gemeldetes fehlverhalten geht an ein beauftragtes subunternehmen welches sich noch in der findungsphase befindet
    Zitat des neuen Besitzers :
    Auch werden die Norweger den Transaktionsprozess stärker in den Blick nehmen. Der Online-Kauf und -Verkauf sei „für alle Benutzer und Kunden so reibungslos wie möglich zu gestalten“, so Ryssdal. Das gelte sowohl für die Zahlungsabwicklung als auch den Versand. Damit werde auf die Erwartungen der User reagiert, die einfache und vertrauenswürdige Services verwenden wollen.
    Daran wird noch intensiv gearbeitet

  8. Un ehrlich zu sein ich biete nur Barzahlung oder Überweisung an, habe eine Topbewertung und das reicht mir. Würde niemals Paypal benutzen egal ober normal oder F&F, einmal auf den Kosten sitzen geblieben hat mir gereicht.

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