Deutschsprachige Nachrichtenagenturen wollen diskriminierungssensibler berichten

AFP, APA, dpa, epd, Keystone-sda, KNA, Reuters und SID, die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen, wollen in Zukunft diskriminierungssensibler berichten. In den letzten Monaten hat der eine oder andere sicherlich bemerkt, dass viele Medien versucht haben, das generische Maskulinum zu umgehen – dabei aber weder dem amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung noch dem allgemeinen Sprachverständnis beziehungsweise der allgemeinen Sprachpraxis zu entsprechen.

Noch sei auch unklar, ob und welches der Sonderzeichen (Genderstern, Unterstrich, Doppelpunkt etc.), die auch nicht-binäre Geschlechtsidentitäten abbilden sollen, sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen wird. Bis auf Weiteres verzichten die Nachrichtenagenturen daher auf die Verwendung dieser Zeichen.

Bei den genannten Agenturen möchte man dies daher momentan anders handhaben, dabei aber über die nächsten Jahre auch die Entwicklung der Sprache im Auge behalten. Jene ist bekanntlich seit jeher lebendig und entwickelt sich, wird aber auch gerne mal verstümmelt. Wie eine Lösung zukünftig aussehen soll, haben die Nachrichtenagenturen gleich anhand von Beispielen mitgeteilt:

– Doppelformen/Paarformen: Schülerinnen und Schüler.

– Geschlechtsneutrale Pluralformen: die Feuerwehrleute, die Angestellten, die Pflegekräfte, die Fachkräfte, die Lehrkräfte.

– Substantivierte Partizipien: die Studierenden.

– Sache statt Person: das Fachgremium, die Redaktion, die Teilnahmeliste.

– Neutrale Funktionsbezeichnung: Vorsitz, Leitung, Personal, Personalvertretung, Direktion, Team, Belegschaft.

– Syntaktische Lösungen: Wer raucht, hat eine kürzere Lebenserwartung. (Statt: Raucher haben eine kürzere Lebenserwartung.) Alle, die dieses Programm nutzen (statt: alle Nutzer dieses Programms).

– Plural statt Singular: alle, die… (statt: jeder, der…).

– Umschreibung mit Infinitiv: Der Antrag ist vollständig auszufüllen. (Statt: Der Antragsteller muss das Formular vollständig ausfüllen.)

– Partizip Perfekt: herausgegeben/betreut von (statt: Herausgeber/Betreuer).

– Adjektiv statt Substantiv: der ärztliche Rat (statt: der Rat des Arztes).

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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51 Kommentare

  1. Finde ich gut. Gleichstellung ist das eine aber was da teilweise für unleserliche Texte bei rumkommen ist nicht feierlich.

    Hab auch mal kurzzeitig diverse Formen der inklusiven Sprache ausprobiert, bin aber wieder zur Doppelnennung (Lehrerinnen und Lehrer) übergegangen wenn sich die besprochenen Personen nicht sowieso eindeutig Zuordnen ließen.

    • Die Doppelbenennung ist schon der Anfang des Endes gewesen.

      • Wieso? Die gibts doch meines Wissens nach schon ewig oder? Also ich bin auf jeden Fall damit aufgewachsen.

        • Eben! Eine genaze Generation verpfuscht.

        • Sie wurde aber nur in ganz speziellen Bereichen gewählt. Ansonsten ist sie einfach nur störend, behindert den Lesefluss und lenkt wie jede andere Art der Genderei vom eigentlichen Textinhalt ab. Das Problem ist auch das je länger das Wort wird umso nerviger wird es. „….ist es den Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitäninnen und Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitänen gelungen……..“ man merkt schon wohin die Reise geht.
          Im Umkehrschluss werden weibliche Formen oft nicht genommen obwohl es dann die konsequente Gleichstellung gebieten würde. Oder hat jemand schon von Verbrecherinnen oder Schlägerinnen gehört?
          Diese Genderei ist Unfug hoch zehn. Und sie stört auch massiv Leute die Blindensprache nutzen und auch „Text-to-Speech“ Engines.

          • FACK!
            Ich wage auch die ganz steile These, dass sich die wenigsten Personen (bzw. i.d.R. ja offenbar Frauen) ernsthaft auch nur in irgendeiner Weise bei diesem Thema diskriminiert fühlen.
            Man bekommt schon sehr stark den Eindruck, dass sich deutlich mehr Menschen (interessanterweise vorwiegend Männer) mit dieser ganzen Thematik „wie machen wirs denn richtig“ und „ab morgen schreiben wir es so-und-so in unserer Zeitung“ auseinander setzen, als sich Menschen diskriminiert fühlen. Die Umfrage würde mich mal interessieren: Wieviel Prozent der Frauen fühlen sich diskriminiert bzw. nicht angesprochen, wenn z.B. der Bundespräsident seine Ansprache einfach nur mit „Meine lieben Mitbürger, …“ eröffnen würde.
            Meiner Meinung nach wird die (deutsche) Sprache hier völlig missverstanden: Wenn ich von „einem Mitbürger“ oder im Plural von „den Mitbürgern“ spreche, sind damit doch „anonyme Einheiten“ gemeint, egal ob weiblich, männlich oder sonstwas. Kein Mensch kommt doch da ernsthaft auf den Gedanken, dass damit tatsächlich nur die männlichen Mitbürger gemeint sein könnten, einfach nur aufgrund der Tatsache, dass das Substantiv „Mitbürger“ nunmal maskulin ist. Das hat aber allein was mit dem Wort zu tun, und nicht mit dem Geschlecht der bezeichneten Person. Das sind doch zwei völlig verschiedene Dinge.

            Im Gegenteil ist es doch sogar so, dass mit der expliziten Nennung von „Mitbürgern und Mitbürgerinnen“ eben genau die Menschen ausgeschlossen werden, die sich weder als männlich noch weiblich sehen. Genau DAS ist Diskriminierung! Weil eben hierbei explizit eine bestimmte Gruppe benannt, bzw. eben nicht benannt wird.

            PS: Und wie im Text auch schon geschrieben: Sprache entwickelt sich – natürlich. Das ist auch gut so. Aber stets nach den Bedürfnissen. Es wird sich auch in 100 Jahren nicht durchsetzen, dass sich die Menschen auf der Straße unterhalten: „Du hast nen neuen Job? Und wie sind denn die neuen Kolleginnen und Kollegen so?“… Das wird einfach nicht passieren.

  2. Sonst haben wir keine Probleme dan macht man sich eben welche. Beste Lösung Fussnote: * gilt für alle Lebewesen, aufgrund einer besseren Lesbarkeit schreiben wir jedoch nur eine Geschlechtsform.

  3. Das ist schon mal klasse!

    „Umschreibung mit Infinitiv: Der Antrag ist vollständig auszufüllen. (Statt: Der Antragsteller muss das Formular vollständig ausfüllen.)“

    Also muss ich den Antrag nicht aufüllen. Er muss, von wem auch immer, ausgefüllt werden. Sehe ich wieder ein Schlupfloch…? Oh Deutschland, oh Dummland.

    • Sicher, deine Eltern dürfen den Antrag auch für dich ausfüllen.

    • Bisher haben wir uns immer damit gepriesen, dass bei uns implizite Formulierungen ausreichen und an vielen Stellen der gesunde Menschenverstand zu berücksichtigen ist. Bspw. muss bei uns nicht explizit erwähnt werden, dass Haustiere nicht in die Mikrowelle gehören 😉

      Ich sehe nicht, wie die Formulierung „Der Antrag ist vollständig auszufüllen“ bei einem dir vorliegenden Antrag nicht impliziert, dass dieser von dir auszufüllen ist.

      • Aufpassen, du musst Haustier:innen schreiben 🙂
        Sonst fühlt sich die Hamster:in evtl. benachteiligt 😉

        • *gähn* solche Kommentare finde ich fast noch lächerlicher als die von Leuten, denen das Thema wirklich am Herzen liegt und die einfach nur zu ambitioniert an die Sache rangehen.

          • Das ist doch genau der Punkt.
            Es soll „lächerlich“ sein, da der Grund schon lächerlich bzw. sinnfrei ist.

            Und all jene, die „ambitioniert an die Sache rangehen“ sollten ihre Energie besser bei echten Problemen investieren (davon gibt es mehr als genug) als welche zu produzieren wo eigentlich keine sind.

  4. Die im Text angeführten Lösungen sind m. E. besser als all die Sternchen- oder Schrägstrich-Formulierungen. Durch diese Verschlimmbesserungen des Schriftbildes und Sprachflusses werden weitere Sprachbarrieren aufgebaut, z. B. für Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Menschen, deren erste Sprache nicht Deutsch war. Eigentlich hätte ich gern eine immer barriereärmere Welt – überall Rampen, Aufzüge , Gebärdensprache , sprachausgabe zusätzlich zu Texten auf bildschirmen usw. Aber diese Gendergerechte Sternchen- und Schrägstrichsprache ist genau das Gegenteil: es ist, als würde man nicht nur keine Rampen und Aufzüge an ein Hochhaus bauen, sondern auch noch die Treppen herausreissen und durch Kletterstangen ersetzen. mehr Barrieren für alle – und das nur wegen des verengten Blickes auf ein Teilproblem.

    • Und: Sprache ändert sich, wenn die Gesellschaft sich ändert. Niemals andersrum.

    • „Aber diese Gendergerechte Sternchen- und Schrägstrichsprache ist genau das Gegenteil: es ist, als würde man nicht nur keine Rampen und Aufzüge an ein Hochhaus bauen, sondern auch noch die Treppen herausreissen und durch Kletterstangen ersetzen. mehr Barrieren für alle – und das nur wegen des verengten Blickes auf ein Teilproblem.“

      Sehr guter Vergleich!

  5. Alles Blödsinn.. Als wenn wir sonst keine Sorgen hätten.

  6. Finde ich gut.
    An die Redaktionen.
    Zeigt mal, dass/ob Ihr die deutsche Sprache auch in Schriftform beherrscht!

    Mein Eindruck:
    80% der Texte
    werden entweder nach dem Schreiben nicht noch einmal gelesen
    oder
    sind einfach irgendwo „mehr oder weniger falsch“ abgeschrieben worden.

    Manchmal sind Texte auch bei der „Tagesschau“ inhaltlich so voellig falsch,
    dass man denken kann, diese Texte sind absichtlich inhaltlich falsch.

    Ausserdem: Versuch macht klug!

    • Warum hast du so merkwürdige Zeilenumbrüche in deinem Text und verzichtest auf Umlaute? Macht es nicht gerade lesbarer.

      Und du vermischt gerade Inhalt und Grammatik in deinem Kommentar. Was genau meinst du denn jetzt?

      • Ich habe den Eindruck, dass die Qualität der Texte in den Redaktionen
        in letzter Zeit stark nachgelassen hat
        – sowohl inhaltlich als auch bezüglich der Wortwahl.

        Hier wird versucht die Textqualität zu erhöhen.
        Deshalb finde ich dies gut.

  7. Dies trifft nicht nur auf die genannten Agenturen zu… wir haben in der Behörde letzte Woche auch die offizielle Anweisung erhalten zukünftig im Schriftverkehr so zu handeln.

    Finde ich persönlich etwas befremdlich jetzt ohne große Vorwarnung damit beginnen zu müssen… Ist auch erstmal gewöhnungsbedürftig.

    • Mein Beileid. Aber wenns denn nun mal so vorgeschrieben ist… Wenn Du es nicht machst wirst Du halt in die entsprechende Schublade gesteckt und hast mehr oder weniger subtile Benachteiligungen zu befürchten.
      Wie hat die Professorin vom Leibnizinstitut es in der Tagesthemen formuliert: „Wir möchten jedem, der sich gendergerecht ausdrücken will, die Möglichkeit dazu geben“.
      Jeder der das nicht macht handelt demnach „genderUNgerecht“ und die Freiwilligkeit wird ganz schnell durch „Anweisungen“ wie bei Dir, ersetzt. Das Ganze ist an Verlogenheit kaum zu übertreffen, die Ratio ist hanebüchen und hat nichts mit der Gleichstellung zu tun. Aber viele haben inzwischen das selbständige Denken abgelegt. Lieber nicht anecken!

      • „ Wenn Du es nicht machst wirst Du halt in die entsprechende Schublade gesteckt und hast mehr oder weniger subtile Benachteiligungen zu befürchten.“

        Haha, der war gut. Du meinst die mehr oder weniger subtilen Benachteiligungen, die ca. 50% der Menschen lange Zeit hatten? Oder (eher eingebildete) Benachteiligungen, die denjenigen „drohen“, die irgendwie im gestern steckengeblieben sind und für die Veränderung der Untergang des Abendlandes sind?

        • Die Benachteiligung von 50% der Gesellschaft haben wir seit ~20 Jahren aufgehoben. Frauen können alles machen.

          Offensichtlich entschliessen sich Frauen dann oft dazu, die „falschen“ Berufe zu ergreifen, und dann entsteht der Mythos eines Gender Gaps. Vergleicht man Frauen und Männer in Beruf A, dann verdienen sie gleich viel. Wer halt unbedingt Modell werden will, steht aber nunmal schlechter da als ein Softwareentwickler.

          Das schlimme im Augenblick ist aber, dass es gar nicht mehr um 50% der Gesellschaft geht, sondern um z.B. die 19 einzelnen Menschen, die sich letztes Jahr in Schleswig-Holstein als „Divers“ haben registrieren lassen, plus eine Menge Leute, die sich einfach was wünschen: „Ich habe einen Penis, aber der gildet nicht, ich bin eine Frau!“.Nein. Bist Du nicht. Penisse haben nur Männer.

          Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der Fakten weggebügelt werden, weil sonst jemand traurig ist. Die Folgen von so etwas sehen wir auch in anderen Bereichen: Krankenkassen zahlen Homöopathie, Covidioten lassen sich nicht impfen, Flacherde und so weiter: Ich will eine Gesellschaft, in der sich die Regeln am faktischen orientieren, nicht an Bauchgefühlen. Sonst steht nichts mehr zwischen uns und Hexenverbrennungen.

  8. Die Trennung der Geschlechter und ähnlichem zu überwinden, in dem man alles feinsäuberlich trennt… Kann man sich einfach nicht ausdenken.

  9. Ich versteh’s nicht. Ich verstehe es echt nicht.
    Wir haben explizit eine grammatikalische Form um den Fall abzudecken dass eine Person unbekannten / nicht festgelegten Geschlechts gemeint sein soll: Das „generische Maskulinum“ (= „der Arzt“). PER DEFINITION beschreibt dieser Ausdruck ein Person UNBESTIMMTEN Geschlechts.
    Was gibt es daran nicht zu verstehen?
    Was gibt es daran herumzubasteln?
    Was ist falsch mit dieser Form?

    • Naja, die Argumentation geht so: schon daß das generische ein Maskulinum ist, zeigt die Herrschaft der (alten weissen) Männer. Wie wäre dennn die Sprache, wenn das generische ein Feminium wäre?
      Der eigentliche Konflikt geht ja um Macht und Machtverteilung (zu wenig Frauen in den Vorständen/ Leitungsfunktionen, schlechtere Bezahlung von Frauen usw.) Die Sprache ist nur ein weiteres Kampffeld, das den eigentlichen Konflikt eher verdeckt, und auf dem vielleicht deshalb um so erbitterter gekämpft wird. Just my 2 cents.

      • Historisch gesehen ist das sicher so, dass das Generikum eben deshalb maskulin ist, weil die Männer lange die „Vorherrschaft“ hatten.
        Tatsache ist aber nunmal, dass das Generikum eben ein Generikum ist. Wenn man das jetzt als ein Problem darstellt, dann könnte man auch einfach anfangen, alle Generika im Duden als sächlich zu definieren: das Bürger, das Kollege, das Schüler. Oder wir drehen das Problem einfach um, und definieren die bisherigen männlichen Begriffe als weiblich. Der Singular „die Kollege“ beschreibt dann die weibliche Kollegin. Aber dann haben wir dasselbe Problem nur um 180 Grad gedreht.

        Tatsache ist: Es ist ganz einfach kein Problem, sondern lediglich ein künstlich erzeugtes.

        • Ich stimm dir vollkommen zu. Nur, die Mehrzahl von Genus ist Genera. Generika ist was anderes 🙂
          Und woher sie kommen ist nicht geklärt und man kann sie auch im Endeffekt nur auswendig lernen wie Vokabeln. Gibt da keine feste Regel. Kein „der“ ist immer männlich, kein „die“ ist immer weiblich und kein „das“ ist immer sächlich.
          Bspw. Die Butter, die Wurst, die Kraft, der Streichkäse, der Schinken, der Schwung.
          Oder auch nett: das Mädchen, die Frau und „der netten Frau“.

        • Hm, aber ein Problem, das irgendeinene Nerv trifft, sonst würde z.B. der Kommentarbereich hier nicht so voll laufen.
          Du gehtst aber nicht auf meine Kernthese ein, nämlich dass die Auseinandersetzung um Spache nur eine Auswirkung einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung ist. Deine Argumentation verbleibt innerhalb der Sprache, ist dort inhaltlich richtig und greift dennoch, oder grade deswegen, zu kurz. Und stützt damit meine 2. These, dass die sprachliche Auseinandersetzung den eigentlichen Konflikt eher verdeckt :-))

      • Wie wäre es, wenn sie „generische“ als Substantiv erkennen würden und die Klein-Großschreibung beachten würden ?!? hier „…..daß das Generische…….“ …..!Setzen 6!

        • Sorry „Generikum“ natürlich…….:-)

        • War das jetzt Ironie oder einfach frech? In letzterem Falle:
          1. Genau die Kernaussage getroffen (Ironie)
          2. Sie, sie …. erkenne den Fehler in Groß- und Kleinschreibung
          3. Generika – prust. Heute schon die Medizin genommen?
          Wer keine Ahnung hat, einfach mal….

          • Ach Gottchen… man kann sich auch einfach mal an der Diskussion vorbei über jeden Rechtschreibfehler aufregen, anstatt irgendwas Sinnvolles beizutragen. Und das auch noch in einem recht unfreundlichen Ton.
            Wer nichts beizutragen hat, einfach mal…
            PS: Ja, die Verwechslung Genus vs. Generikum ist tatsächlich recht amüsant, aber ich denke, den Meisten sollte klar sein, was gemeint war.

      • > Naja, die Argumentation geht so: schon daß das generische
        > ein Maskulinum ist, zeigt die Herrschaft der (alten weissen) Männer.
        > Wie wäre dennn die Sprache, wenn das generische ein Feminium wäre?

        Wenn man nur 10 Sekunden drauf rumgedacht hätte, dann wäre einem möglicherweise aufgefallen, dass genau das im Plural der Fall ist: Da heisst es immer „die“, und wenn jemand sagt „Da kommen die Leute“, würde exakt niemand annehmen, das seien Frauen. Weil: DIE Leute, ja, aber man weiss es ja, es ist nur der generische Plural und nicht das Femininum.

        Der gesamte Plural in der deutschen Sprache ist immer „die“. Konstruktionen mit „der, das, und nochmal die“ teilen sich den Rest. „Die“ ist somit die am meisten genutzte Version.

        Irgendwann muss einem sowas doch mal peinlich sein. Ach, und bei den bösen weissen alten Männern hast du noch „heterosexuell“, „Fleisch-Esser“ und „mittleres Einkommen“ vergessen. Ein solider Hass muss ja mit irgendwas befeuert werden.

        • Auch Du gehst an meiner Kernthese völlig vorbei und argumentierst wieder sprachimmanent. Seht ihr das alle anders?
          Was den „soliden Hass“ angeht: die Aggression lese ich jetzt eher in Deinem Post, ich beschreibe und analysiere. Wie ich schon sagte: hier wird offensichtlich irgendein sehr sensibler Nerv getroffen, welcher ist das denn?
          PS: das (alte weisse) war als zarte Ironie gemeint, ganz offensichtlich zu zart.

          • Ich „hasse“ nicht, ich bin wütend. Das sind verschiedene Dinge.

            Egal wen ich Frage, ich bekomme zur Antwort, es gäbe 2 Geschlechter. Biologisch definiert. Ende. Die etwas offeneren Leute sagen, man könne sich ja operieren lassen. Und dass die Krankenkasse das zahlen sollte.

            Nach Angabe eines US-Transsexuellenverbandes sehen das geschätzt 95% der Menschen so.
            Immerhin noch knapp 70% sind gegen Gendersprache.

            Wenn ich aber eine Zeitung aufschlage, dann wird dort /selbstverständlich/ davon berichtet, es gäbe „Transmenschen“ und „Inter“ und sonst-irgendwas. Und man müsse Stadien beleuchten, Behörden beflaggen und Schulbücher umändern.

            Was ich möchte, ist: Dass Demokratie funktioniert. Dass wir alle als Gesellschaft festlegen, was ein „Geschlecht“ eigentlich ist, und dann nach dieser Festlegung Toiletten bauen, Sportgruppen einteilen etc.

            Was aber derzeit passiert, ist, dass Mehrheitsmeinungen als „Hatespeak“ eingeteilt werden von denjenigen, die an den Hebeln sitzen. Und das geht nicht.

            Ich hätte gern eine Volksabstimmung zu den Thema, weil mein Eindruck ist, das Parteien, Verbände und Medien derzeit schlicht nicht funktionieren.

  10. Konrad Duden dreht sich im Grab rum

  11. Ein schwieriges Thema. Mit Radfahrenden oder mit den Beispielen im Kasten habe ich jetzt keine Probleme.
    Wenn ich dann aber Dinge wie Bürger*inneninitiative, Wähler*innenverzeichnis oder „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihre/n Arzt*innen oder Apotheker*innen“ lese oder höre, dann geht mir regelrecht aus Messer in der Tasche auf. Diese Stolperfallen sind echt eine Verschandelung der deutschen Sprache. Für mich sind Bürger, Leser, Zuschauer, Radfahrer, Wähler, Autofahrer, Mieter, Kunden etc. immer geschlechtsneutral, egal ob weiblich, männlich, divers oder was auch immer. Und Berliner und Hamburger auch, das sind alle Bewohner (m/w/d) der jeweiligen Städte. Es ist schlicht überflüssig da ein *innen dranzuhängen und sich darüber aufzuregen, dass „Frau“ damit nicht angesprochen ist.
    Haben wir denn keine anderen Probleme?

    • Naja schon „Radfahrende“ ist ein Problem, genauso wie „Studierende“. Denn die deutsche Sprache ist eigentlich viel zu präzise um diesen Unsinn zuzulassen. Radfahrender bin ich nur, wenn ich auf dem Bock sitze, und Studierender bin ich nur, wenn ich in der Uni sitze oder zuhause in meinen Büchern wühle. Ein Student oder Radfahrer bin ich aber den ganzen Tag, auch nachts beim schlafen. Das „de“ am Ende deutet eigentlich darauf hin dass man derzeit in Ausübung besagter Tätigkeit ist.

  12. Ich fühle mich massiv diskriminiert. Ich fühle mich als eine Darseinsform, aber lasse mich nicht in die Formen männlich, weiblich, divers, auch nicht menschlich stecken. Ich erwarte zu allen Generformen noch ein #*$§ zur Darstellung meiner Wesensform, in der ich nicht greifbar, aber doch anwesend bin.

    Echt, wir haben Probleme.

  13. Wenigstens kein schwachsinniges Binnen-Irgendwas mitten im Wort, das dann krampfhaft mit einer kurzen Pause ausgesprochen wird, um vermeintlich benachteiligte auch anzusprechen. Wie gut es ankommt und funktioniert, wenn ein paar wenige die deutsche Sprache für alle anderen umformen, hat man bei der Rechtschreibreform gesehen.

  14. Gerrard45 says:

    Wirklich albern, da meinen ein paar Besserwisser plötzlich müssen wir unsere Sprache anpassen und alle springen drauf an.
    Dabei gibt es tolle Beiträge von Sprachwissenschaftlern welche davor warnen die dt. Sprache noch schwieriger zu machen. Zudem funktioniert das gegendere auch nur bis zu einem gewissen Punkt … Wirklich albern das ganze.

  15. Cullen Trey says:

    Dieser Schwachsinn geht mir langsam nur noch auf den Keks …
    Diskriminierend wird es erst durch missbräuchliche Nutzung. Und aus meiner Erfahrung sind die, die in jeder Nutzung (ungeachtet des Kontextes) eine Diskriminierung sehen häufig so in ihren eigenen Problemwelten gefangen, dass auch ein freundliches: „Du, wie geht es dir?“ eine Diskriminierung wird …

  16. Als Mann finde ich das gut

  17. Puh, das erste mal, dass meine „Binnen-I be gone“-Browsererweiterung mal angegangen ist auf der Seite um ein paar Begriffe wieder in einfacher verständliche Formen zu bringen.
    Von daher vielen Dank an Caschy & Co. (Sorry an alle anderen Blogger, ihr seit jetzt leider nur „mitgemeint“ :P), dass hier nicht auf jeden Hype aufgesprungen wird.

    Hier noch eine radikale Lösung meinerseits die ich bisher noch nicht gesehen hab: Das generische Maskulinum nehmen und(!) die weibliche Abspaltung komplett entfernen (*in und *innen (Das Sternchen steht hier für das jeweilige Wort und nicht als Gendersternchen)). Nur dadurch verhindert mMn eine Geschlechtertrennung wenn Frauen, Männer und Diverse gleich angesprochen werden. Seien wir doch mal ehrlich, eine Lehrerin macht doch am Ende den gleichen Job wie ihr männlicher Kollege. Dass man da hergehen muss und für jeden Beruf den jemand ausführt sein jeweiliges Geschlecht zu definieren und in den Berufsnamen zu packen ist unnötig.

  18. Black Mac says:

    Von daher vielen Dank an Caschy & Co. … dass hier nicht auf jeden Hype aufgesprungen wird.

    Dem kann ich mich nur anschliessen. Ich finde es super, dass Ihr hier nicht auf diesen realsatirischen Schwachsinn reagiert. Ich lese den Blog hier allein deshalb doppelt so gern. 🙂 Bleibt standhaft!

  19. Wenn ich einen Text lese und stoße auf ein geändertes Wort, dann lese ich ihn nicht weiter. Ebenso bei Radio und TV. Diesen Gendermist braucht kein Mensch, er ist politisch initiiert und bringt ohne Not das biologische Geschlecht in die Grammatik.

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