Deezer wird einer der Hauptinvestoren von Dreamstage

Dezzer informiert, dass man nun einer der Hauptinvestoren in das US-Start-up Dreamstage sei. Letztere haben es sich auf die Fahnen geschrieben, Live-Auftritte von Künstlern via Livestream anzubieten – gegen digitale Tickets. Im Wesentlichen handelt es sich also um eine kommerzielle Plattform für virtuelle Konzerte. Deezer möchte in Kooperation mit Dreamstage das Live-Musik-Video-Streaming weiterentwickeln.

Klingt nach einer schönen Sache, denn es ist bekannt, dass viele Musiker heute mit CD- und LP-Verkäufen sowie Streaming kaum noch Geld verdienen und vor allem von den Einnahmen durch Merchandise und Konzerten abhängig sind. Beides ist in der Corona-Krise stark eingebrochen. Das ticketbasierte Streaming soll da eine neue Chance sein, um auszuhelfen. Laut Deezer handele es sich um eine schnell wachsende Branche, die bis 2027 wohl auf einen Umsatz von ca. 6,4 Mrd. US-Dollar kommen könnte.

Gegründet wurde Dreamstage von Thomas Hesse, CEO (Ex-Bertelsmann und Sony Music), Jan Vogler, Künstlerischer Leiter (Cellist und Direktor des Dresdner Musikfestivals) und Scott Chasin, Chief Technology Officer (Unternehmer und Gründer verschiedener IT-Security- und SaaS-Firmen wie ProtectWise). Abgesehen vom Ticketverkauf und Sponsoring können Künstler über Dreamstage zudem Merchandising und VIP-Erlebnisse anbieten sowie Spenden sammeln. Sobald die Konzertsäle wieder öffnen dürfen, kann die Technologie auch genutzt werden, um Live-Auftritte mittels Simulcast-Streaming an ein größeres Publikum zu übertragen als nur an jenes, das vor Ort präsent ist.

Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird. Meiner Meinung nach kann nichts das Konzerterlebnis vor Ort ersetzen. Allerdings wird es sicherlich, bei fairen Preisen, auch interessant sein, online Gigs beizuwohnen, die man schlichtweg nicht hätte besuchen können. Was meint ihr?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Als Notlösung im Rahmen der Pandemie ist es ja eine schöne Sache. Aber Live-Streaming ersetzt für mich niemals die Teilnahme an einer Live-Veranstaltung. Weder hat man das Soundequipment, noch die anderen Zuschauer um sich rum, noch das Feeling des Veranstaltungsortes. Ob da nun live oder aus der Konserve gestreamt wird, macht für mich keinen Unterschied. Für mich persönlich wäre das jedenfalls nichts.

  2. Gunar Gürgens says:

    Fand das mit den Streaming Concerten jetzt eigentlich ganz nett. Samstag Abend per Chromecast auf der heimischen Anlage und im TV anschauen. War immerhin besser als nix, selbstverständlich ist es vor Ort mit den Freunden wesentlich geiler. Aber wenn man eben nicht hinkann, warum sollte man sich das dann nicht auch im Stream gemütlich am TV anschauen?

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