Bundesweiter Warntag findet erst 2022 wieder statt

Vielleicht erinnert ihr euch noch an den bundesweiten Warntag 2020. Der erste Warntag seit der Wiedervereinigung zeigte, dass noch viel Arbeit vor den Initiatoren und Teilnehmern wartet. Das klappte alles nicht so wirklich gut. Obwohl die Planungen vorsahen, dass jährlich im September ein Warntag stattfindet, wird dies 2021 nicht der Fall sein. Derzeit baue das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine umfassende Testlandschaft auf, um das Zusammenwirken der Warnsysteme in ihrer Komplexität und Verknüpfung miteinander frühzeitig sicherstellen zu können. Diese Testumgebung wird im ersten Quartal 2022 zur Verfügung stehen. Zeitgleich sollen die Systeme zur Warnung der Bevölkerung weiter ausgebaut und zusätzliche Warnkanäle erschlossen werden. Das BBK fördert den Aufbau neuer Sirenen und die Ertüchtigung vorhandener Sirenen in den nächsten zwei Jahren mit 88 Millionen Euro. Nach jetzigem Kenntnisstand soll der nächste bundesweite Warntag im September 2022 stattfinden.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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20 Kommentare

  1. Ach schade, war doch letztes mal ein voller Erfolg

  2. Jemand Anders says:

    wird also wieder nichts 😀
    glaube nicht daran, dass die kommunen etwas angeschafft/repariert haben…

  3. Viele ältere Menschen werden die Romantik der Sirenengeräusche sicher vermisst haben: Bis 1989 galt, wenn’s heult hat man noch 10 Minuten, bis man in den wunderschönen Atomblitzen der Atombomben verdampft.

    Wozu anders, als bei Kriegssituationen macht es Sinn: Hochwasser, da achtet man besser darauf, ob die Füsse schon Nass sind, Feuerstürme, wohl eher nicht in Städten und überhaupt, Atomkatastrophe, dauert Wochen, bis man vergiftet ist (siehe Erfahrung Tschernobyl), Chemieunfall, dazu braucht man keine Sirenen bundesteit.

    Bleibt also die Vorbereitungen auf den nächsten Krieg.

    Denn geheult haben die Sirenen zu Friedenszeiten bundesweit seit dem letzten Kreig, ausser zu Übungen für den nächsten, nicht und der Rest rechtfertig nicht den Aufwand.

    • Grumpy Niffler says:

      Unfälle in Industrieanlagen durch die es zum Austritt giftiger Abgase/Dämpfe/Rauch kommt, passieren immer wieder. Auch Probleme z.b. durch Verunreinigungen im Wassernetz kommen immer mal wieder lokal vor. etc.pp.
      Man muss nun keinen Krieg oder das nächste Chernobyl planen um es sinnvoll zu finden, dass es eine funktionierende Infrastruktur zur Bevölkerungsalarmierung gibt. Katastrophen passieren selten und unvorhergesehen, sonst hätte man ja auch in aller Regel Maßnahmen ergriffen um sie im Vorfeld zu verhindern.
      Da wird wahrlich für größeren Quatsch Geld ausgegeben als hierfür.

  4. MoshPitches says:

    Bei uns in der Stadt ist jeden ersten Samstag im Monat um 12:00 ein Sirenentest. Die funktionieren sehr gut, ich hab das Gefühl die nächste Sirene steht direkt auf der anderen Straßenseite, so laut ist das Geschrei von denen. Beim Warntag 2020 allerdings hab ich nix davon mitbekommen.

  5. Der Landfranke says:

    Hier (Gemeinde in Bayern mit mehreren Ortsteilen, auf knapp 30km²) wird die Auslösung der Sirenen auf Digitalfunk umgestellt und geprüft, wie mit eventuellem Umsetzen bestehender Sirenen und zusätzlichen Standorten die Abdeckung an die aktuellen Erfordernisse angepasst werden kann.

  6. Da hatten sie ein Jahr Zeit die Probleme zu lösen. Passiert ist natürlich nichts.
    In anderen Ländern ist Cell Broadcast der Standard um die Bevölkerung zu informieren, zuzüglich zu Radiodurchsagen und Sirenen.
    Derartiges geht hier natürlich nicht. Einfache Probleme muss man u.a. mit teuren Apps wie Nina und Co. erschlagen, die im Zweifelsfall nicht funktionieren.

    • Ich bin ganz froh, dass sie Cell Broadcasting nicht nutzen. Die würden da doch eh bloß crap auf die Geräte schicken. Geb denen ein paar Jahre diese Reichweite und die pushen Quatsch wie UV Warnungen.

      Wer unbedingt glaubt er müsste einen besonders direkten Kanal zur Verwaltung aufrecht erhalten soll sich halt so eine App runterladen.

      • Sorry, aber so ein Blödsinn. Man kann in den Systemeinstellungen des Handys einfach festlegen, welche CB-Warnungen man bekommen will, und welche nicht. Dein Argument zieht also nicht. Die Katastrophenwarnungen sind separat von anderen Meldungen.

  7. Sparbrötchen says:

    Das erinnert an Loriot https://youtu.be/yJeTL-24MyI

    „Nach Berechnungen des international anerkannten Professors Brirkheimer, hat der Venusmond Thetra seine Umlaufbahn verlassen und rast nun auf die Erde zu, sein Aufprall steht unmittelbar1 bevor, dieses bedeutet das Ende unseres Planeten!“

    „Wissen Sie, das kommt hier im Moment sehr ungelegen …“

    Ich hoffe, jemand hat sämtlichen Katastrophen Bescheid gesagt, dass sie für ein Jahr aussetzen müssen, bis unsere Infrastruktur einsatzbereit ist.

  8. Schon die Idiotie zwei Apps (Katwarn und NINA) laufen zu lassen, wo fast immer die gleichen Meldungen kommen, versteht kein Nicht-Bürokrat. Cell Broadcast muss Standard werden!

    • Was bringt Cell Broadcomm bei Netzausfall

      • Was verstehst du unter Netzausfall? Das der mobile Internetzugang überlastet und kollabiert ist?
        In dem Fall ist Cell Broadcast von der Netzverkehrsbelastung nicht betroffen, da die Kommunikation unidirektional ist.
        „Dies ist besonders während Katastrophen von Vorteil, wenn Lastspitzen dazu führen, dass das Mobilfunknetz signifikant verlangsamt wird und Daten (Social Media, Warn-Apps), SMS- und Sprachanrufe (Massenanrufereignisse) nicht wie gewohnt funktionieren.“

        Cell Broadcast ist für Katastrophenfälle die logische Wahl.

      • Gegenfrage: Was bringt ein Mobilfunknetz bei Netz- oder Stromausfall?
        Eine USV werden wohl die wenigsten haben.

        Die Anbindung der digitalen Warnmeldegeräte und -sirenen läuft teilweise auch übers Internet (und über Mobilfunkinfrastruktur).

      • Grumpy Niffler says:

        Bei Netzausfall funktionieren NINA und Katwarn auch nicht. Von daher ist Cell Broadcast in jedem Fall die bessere Lösung, weil es keine extra App braucht und auch keine Datenverbindung. Dass das kein vollständiger Ersatz für Sirenen und andere Alarmierungswege ist, ist ein anderes Thema.

  9. Sehe ich auch so … cell broadcast oder gar nichts…. denn die Apps sind zu sehr high Level und benötigen Internet, sowie entsprechende Smart OS Fähigkeiten… einfache Mobiltelefone verstehen halt auch cellbroadcast via sms

  10. Naja, heute wird bestimmt wieder irgend woher gewarnt. Ich sag nur Germanangst.

    • Grumpy Niffler says:

      Sorry aber das ist doch ein Unfug-Argument. Es geht hier um Infrastruktur für Alarmierungen in Katastrophenfällen, wie sie so ziemlich jedes Land auf der Welt betreibt. Ein Staat braucht die Möglichkeit seine Bürger in akuten Notlagen informieren zu können. Daran ist mal wirklich so gar nichts „german“ sondern eher „common sense“.

      • Tja und wenn du gelesen hättest, was ich geschrieben hatte, wüsstest du, dass ich das genauso sehe und es mit gar nicht darum ging.

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