Bose will bei AR und Augmented Audio mitmischen

Bose will im Bereich Augmented Reality bzw. spezifischer Augmented Audio mitmischen. Deswegen hat der Hersteller auf der SXSW Bose AR vorgestellt. Zwar spricht das Unternehmen hier von der „ersten Audio-Augmented-Reality-Plattform der Welt“, so ganz korrekt ist das allerdings nicht. Denn auch Sennheiser zog auf dem Event mit einem ähnlichen Konzept nach. Genau wie Sennheiser bietet Bose Entwicklern nun zudem bald ein SDK an, damit jene entsprechende Anwendungen mit Augmented Audio zaubern können.

Bose geht es dabei eben nicht um die visuellen Inhalte, sondern darum, zur Wahrnehmung von Personen spezielle Audio-Inhalte beizusteuern. Die Realität wird also nicht durch visuelle, sondern durch akustische Inhalte erweitert. Laut Bose könnte das hauseigene Konzept, Bose AR, sowohl Kopfhörer als auch Brillen oder Helme erweitern. Dabei gebe es keine Kompromisse beim Design oder der Funktionalität. Die Steuerung könne durch Gesten, Kopfbewegungen oder Antippen des jeweiligen Wearables erfolgen.

Laut Bose habe Augmented Audio den Vorteil, dass die visuelle Wahrnehmung nicht beeinflusst werde. Das funktioniere deswegen auch nahtlos, da man den Träger nicht mit einem Display belästigen müsse. Zudem sei die Erweiterung bereits erhältlicher Produkte möglich. Wichtig sei nur zu erkennen, was der jeweilige Anwender gerade betrachte. Der Prototyp einer AR-Brille, welche sich auf Augmented Audio fokussiert, liegt bereits vor (siehe Bilder). Via Blueooth vernetzt sich das Wearable mit Smartphones. Auch die Verbindung zu digitalen Assistenten wie Siri oder dem Google Asssistant ist möglich.

Die Brille für Bose AR enthält entsprechende Sensoren, um die Kopfbewegungen zu tracken. Außerdem erfolgt Zugriff auf GPS des Android- bzw- iOS-Smartphones. Als Anwendungsgebiete nennt Bose z. B. Reisen / Touristik: Man könnte etwa über Augmented Audio zu Sehenswürdigkeiten wie bei einem Reiseführer immer die passenden Audio-Clips einspielen. An Flughäfen wären hingegen Hinweise für den Weg zum richtigen Gate möglich. Auch könnte man z. B. Hinweisschilder automatisch übersetzen.

Als Kooperationspartner nennt Bose übrigens bereits Asics, Strave, TripAdvisor, TuneIn und Yelp. Außerdem arbeite man mit Forschungseinrichtungen wie dem MIT Media Lab und dem NYU Future Reality Lab für die Weiterentwicklung zusammen. Entwickler und Startups, die an Augmented Audio für Bose AR tüfteln wollen, will der Hersteller mit insgesamt 50 Mio. US-Dollar bezuschussen. Dazu erhaltet ihr auch hier weitere Informationen.

Ab Sommer wird der Prototyp der erwähnten Brille als Edition für Entwickler an Partner geliefert. Dann soll auch das Bose AR SDK verfügbar sein. Auch hier liefert der Hersteller Interessierten weitere Informationen. Die Ideen klingen für mich auf den ersten Blick überraschend schlüssig und tatsächlich für mich persönlich interessanter als die visuellen Aspekte von Augmented Reality. Denn ich laufe ohnehin sehr oft mit Kopfhörern herum.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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