Bericht: Erster Mac auf ARM-Basis im nächsten Jahr

Einem neuen Bericht des US-Mediums Bloomberg zufolge, plant Apple die Einführung von Mac-Rechnern, die auf der ARM-Prozessorarchitektur basieren. Davon hört man nicht das erste Mal, dies ist seit längerem im Gespräch. Bloomberg zitiert Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sein sollen. Bereits ab 2021 sollen die neuen Macs auf den Markt kommen. Derzeit entwickelt Apple wohl drei eigene Lösungen, die momentan auf dem A14 basieren, den man vermutlich Ende des Jahres auch in den neuen iPhones des Unternehmens sehen wird.

Apple entwickelt immer mehr eigene Chips, um eine größere Kontrolle über die Leistung seiner Geräte zu erhalten und sie von der Konkurrenz abzuheben. Wenn Macs, iPhones und iPads mit derselben zugrunde liegenden Technologie betrieben werden, dürfte es für Apple einfacher werden, das Ökosystem seiner Anwendungen zu vereinheitlichen. Auch würde man weniger abhängig sein von Intel. Dadurch könnte sich Apple zusätzlich natürlich mit seinen Macs noch stärker von Windows-PCs abgrenzen – aktuell geschieht das in erster Linie über die Software, namentlich macOS.

Auf der anderen Seite würde ich behaupten, dass Apple da noch einen langen Weg vor sich hat. Selbst wenn man 2021 – wenn, dann sicher Ende 2021 – startet, wird man noch viel Arbeit im Nachgang haben. Nicht nur Apple, sondern vermutlich auch die Entwickler. Kann Apple allerdings seine Leistung, die man bei iPad und iPhone bezüglich der Prozessoren hinlegt, auf den Mac übertragen, dann wird es sicher spannend.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Ist die Frage, wie es dann mit Windows-Unterstützung (Bootcamp) aussieht. So oft habe ich es zwar auch nicht genutzt, aber es wäre schon gut, zu wissen, dass man könnte, wenn man müsste.

  2. Was mich persönlich daran stört ist eigentlich nur, dass wahrscheinlich sehr viel sehr schnell für ARM optimiert wird auf MacOS.
    Windows 10 on ARM (und ich und mein Surface Pro X) werden da schnell allein gelassen. Adobe Fresco wurde angekündigt und ist leider immer noch nicht da. 🙁

    • Ich denke, das ist abhängig vom Preis und damit auch Erfolgs des Geräts.

      Microsoft verpasst mit seinen Windows 10 on ARM Geräten leider immer wieder einen Preispunkt zu setzen bei dem als Nutzer die Nachteile der ARM-Architektur in Windows wirklich irrelevant werden.
      Vor dem ersten Surface RT wurde einmal über einen Preis von rund 200 Dollar spekuliert. Mit solchen Verlustgeschäften könnte man deutlich eher die Plattform zu einer Popularität verhelfen, welche Entwickler nicht ignorieren können. Das Surface Pro X ist für mich allerdings wieder ein Beispiel für ein Gerät, mit dem es nicht geschafft wird Windows on ARM Massentauglich zu machen.
      Letztendlich ist es ein Gerät mit einem Premium Preis, welches durch die Anwendungen allerdings kaum für professionelle Nutzer (Videoschnitt, Programmentwicklung und Co.), welche bereit sind eine hohen Preis zu zahlen, in Betracht gezogen werden kann.

      Ob Apple es schneller schafft, die Entwickler zu überzeugen wird sicherlich spannend. Wundern würde es mich nicht, da Apple User statistisch gesehen häufiger bereit sind Geld für Software auszugeben als unter Windows.

      • Den Fehler macht Microsoft gerne. Haben sie bei ihrer Windows Phone Plattform auch schon gemacht.

        Hatte mir damals noch gedacht, dass man schon unter Realitätsverlust und etwas Größenwahn leiden muss, um in so einer Marktsituation (viel zu spät auf den Markt gekommen, dann noch mit einem vollkommen mangelhaften Produkt dem diverse Grundfunktionen fehlten, kein ansatzweise sinnvolles Ökosystem etc.) noch derart hohe Preise für die Hardware zu verlangen.

        Das war damals schon Realsatire pur.

        Microsoft hätte die Geräte maximal zum Selbstkostenpreis, eher noch subventioniert, verkaufen dürfen, um ansatzweise eine realistische Chance zu haben, dass die Anwender und vor allen Dingen die Entwickler über die vielen, zu dem Zeitpunkt noch gravierenden Nachteile von Windows Phone hinweg sehen und dem System eine Chance geben.

        • Leider wahr.

          Interessant finde ich ja, dass man es bei der ersten Xbox und auch bei der Xbox 360 durchaus verstanden hat wie man als Neuling in einen Markt eintreten kann und mit viel Geld Marktanteile sichert.

  3. Da ist die (besorgte) Frage, wie lange noch die Intel Basis unterstützt wird…
    Nutze mein mbp eigentlich recht lange (das letzte 7 Jahre) also bleiben mir aktuell noch mindestens vier Jahre

    • Die komplette PPC Plattform wurde auch nicht von heute auf morgen fallen gelassen. Würde mir da aber auch weniger Sorgen machen, da die wohl kaum die komplette Modellpalette auf ARM umstellen werden bzw können.

  4. Der mit dem Aluhut says:

    Vermutlich werden die meisten zukünftigen Computerchips ARM basierend sein. Die x86-Architektur wird (leider) Geschichte werden.

  5. Preise sicher bei min. 1000€ ist doch Apple vieleicht eine Lite Version für 800€

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