Auro Technologies meldet Insolvenz an

Wie man bei Surround-Sound.info informiert, hat das belgische Unternehmen für Sound-Lösungen, Auro Technologies, kurzerhand vorsorglich Insolvenz angemeldet. Kennen dürften viele das Unternehmen vermutlich von seinem Format Auro 3D, einer Konkurrenz für Dolby Atmos und DTS:X. Gegenüber c’t habe Wilfried van Baelen, der Gründer und Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, geäußert, dass man zu dem Schritt quasi gezwungen wurde.

Nach mehreren Monaten Verhandlungen sei ein wichtiger Deal geplatzt. Zudem seien natürlich auch Corona und der immer noch anhaltende Chipmangel weltweit Schuld an der Misere. Da viele Hersteller von AV-Receivern mit Produktionseinbrüchen zu tun haben, kann auch Auro Technologies nur auf wenige dort genutzte Lizenzen blicken.

Die Insolvenz soll allerdings nicht als das Ende, sondern eher als ein Neuanfang betrachtet werden, so van Baelen. So soll das Unternehmen neu strukturiert und das Marketing überdacht werden. Der Verkauf von bestehenden Patenten sei nicht geplant, Auro Technologies soll darum auch mitsamt seiner Mitarbeiter erhalten werden. Drücken wir mal die Daumen, dass dies auch wirklich so umsetzbar ist.

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5 Kommentare

  1. Gibt es hier jemanden der tatsächlich 150 Euro für ein Auro Upgrade für seinen Receiver bezahlt hat? Hat sich das dann auch gelohnt?

    • Gibt wahrscheinlich genug. Hab nur ne 5.1 Anlage, deswegen geht es an mir vorbei.

    • Ingo Podolak says:

      Unter Heimkinoenthusiasten nutzen viele Auro und vor allem die Auromatik.
      Hauptproblem ist aber eher das in Kinos deutlich eher Dolby genutzt wird und dementsprechend die meisten Filme auch eher darauf ausgelegt sind. Die wenigsten machen dann zusätzlich oder nur eine Auro Spur.
      Abgesehen davon gibt es ja auch noch DTS was ich bei der Verbreitung auf Platz 2 sehen würde.
      Zu DVD Zeiten war DTS sehr stark vertreten aber könnte sich ebenfalls nicht gegen Dolby behaupten.

      • DTS-HD Master ist aktuell aber weiter verbreitet auf guten BluRay Discs als Dolby True HD (leider auch noch sehr viel DD) und Dolby Atmos eher seltener auf den vorhandenen Scheiben, geschweige denn im Streaming.

        Die Auslegung von Auro3D als „Allesfresser“ für die nach wie vor sehr gute Umwandlung in immersiven Heimkinoton ist schon der Clou an dieser Technologie – mehr native Content wäre schön, wird aber aus genannten Gründen nicht kommen, zumal der Trend ja leider zunehmend auf Schnellkonsum via Streaming und das ggf. auf Smartphone, Tablets oder Notebooks zeigt, die angeblich laut vielfach aufgedrucktem Logo auch Dolby Atmos „können“.

  2. Naja heute bzw. seit einigen Jahren ist der Auro3D in den Receivern ja schon Standard, ohne Aufpreis.
    Man muss sich aber tatsächlich in Erinnerung rufen, wie die Lieferschwierigkeiten (Stichwort Audiochipfabrikbrand) auch ohne Corona schon zu weltweiten Problemen im Audioreceivermarkt geführt hatten. Dieses zeigt sich dann in niedrigen Verkaufszahlen über die letzten 2 Jahre und für Auro eben in fehlenden Lizenzeinahmen durch die Hersteller aus.
    Auch hat man mit Dolby einen Masterplayer der gut vernetzt und entsprochend beeinflussend ist, was den ganzen Filmmarkt betrifft; die ganze Kette von der Produktion, Post-Postproduktion, Vertrieb, Kino sind sie als direkt dabei und geben vor was der Endkunde serviert bekommt.
    Vergleichbar mit Intel und AMD, als AMD mit dem K7 damals und hiesig mit dem Ryzen für Gamechanger-Momente mit den besseren und inovativerem Produkt gesorgte hatte. Doch bei beiden muss man auch feststellen, das sich Masterplayer wie Intel oder Dolby aus ihren Jahrzehnten langen Verbindungen nicht so einfach aus dem Markt drängen lassen, bzw. langfristig das Wasser abgraben lassen. Einzig Microsoft hatte es geschaft das ganze PC-Business von einem Masterplayer (IBM) komplett abzunehmen und zum Dominant zu werden.

    Auro3D war und ist allerdings noch der bessere heisse Scheiss im Raumklang. Aber Marktmacht von Dolby ist eben nicht einfach zu durchbrechen.
    Hätte Auro3D den Fuss (Lizenzabschluss) bei den Streaminganbieter hinbekommen, wäre man nicht in der Situation.
    Aber da die Patente nicht veräussert werden nutzt man die Insolvenz um sich von Lasten zubrefreien.

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