ART soll DALVIK in der nächsten Android-Version ablösen

Mit Android 4.4 (KitKat) hat Google mit ART (Android Runtime) eine neue Laufzeitumgebung eingeführt, die längerfristig das bisherige DALVIK ablösen soll. Wie es aktuell aussieht, wird dies bereits in der nächsten Android-Version (L-Release) der Fall sein. Darauf deutet die Aufnahme von ART in den Master Branch des Android Open Source Project (AOSP) hin. Gleichzeitig wird DALVIK aus dem Master Branch entfernt. ART wird somit zum Standard, DALVIK muss sich verabschieden.

AOSP_ART

Für den Nutzer bedeutet dies, dass Apps künftig spürbar schneller ausgeführt werden, Entwickler müssen im Zweifelsfall ihre Apps anpassen, obwohl es mittlerweile kaum noch zu Problemen mit Apps kommt. Da dies doch ein größerer Schritt ist, kann man wohl davon ausgehen, dass Google sich zur I/O dazu äußert. Wer übrigens das Xposed Framework nutzt, kann ebenfalls beruhigt sein. Zwar gibt es noch keine Version, die mit ART kompatibel ist, diese soll aber laut den Kommentaren des XDA Developer-Artikels bereits in der Testphase sein und pünktlich zur Verfügung stehen, wenn ART dann offiziell die Standard-Laufzeitumgebung ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. Super. Für paar Sekunden mehr Installationszeit und die paar MB mehr, bekommt man deutlich schnellere Apps. Freue mich auf Lion/Lollipop/Lime Pie oder wie das Ding sonst nennen.

    Wenn HERA und ART einzug hält, wird Android 5 fantastisch.

  2. Damals unter dem Galaxy S Plus hat es mit Cyanogenmod 11 und ART ganze 45 Minuten gedauert bis die Apps nach den flashen optimiert waren. Ich hoffe das es auch noch optimiert wird. Jetzt habe ich ja das S4, aber bin noch auf original Stock

  3. Bin darüber nicht ganz so euphorisch, da ich ein Telefon mit einem relativ kleinem App Speicher besitze und ich durch ART kaum noch etwas installieren kann.

  4. Oliver: Wenn dein Telefon nur einen sehr kleinen App Speicher hat, ist es wahrscheinlich nicht das neueste, und ich bezweifel das es überhaupt ein Update auf diese Android version bekommt, oder?

  5. @Tilo Klaus
    das ist wohl sehr Leistungsabhängig, mein Nexus 4 hat auch wesentlich länger gebraucht wie das N5. Aber im normalfall sollte das keine Problem sein, muss ja nur ein mal gemacht werden und bei einem App ist das auch nicht auffällig.

    @Oliver
    Die Telefone die 4.5/5.0 bekommen sollten doch mindestens 8gb Speicher haben !

  6. Die Optimierung geht fixer, aber selbst wenn nicht, ist das ha ein einmaliger Vorgang. Neben der Startbeschleunigung ist auch die Effizienz gesteigert, sprich der Akku hält wieder einen Ticken länger. Weiter kann der Compiler effektvoller gestaltet werden, also etwas länger (nämlich einmalig bei App-Installation) dafür mit besserem Ergebnis.

    Gründe für mich bereits heute unter CM11 auf ART zu setzen. Wenn auch zunächst nur auf dem Pollux.

  7. @Hans: Ein Praktikant bei Google hat vor drei Jahren mal gesagt, dass Android nie flüssig laufen wird? Mit CM auf meinem S4 könnte es kaum flüssiger laufen.

  8. Christian M. says:

    @Hans, Adrian: Und wenn man sich zu dem G+-Post vom Praktikanten durchklickt, steht da ganz groß:

    BEFORE READING: A LOT OF MY ANALYSIS OF ANDROID PERFORMANCE IS WRONG, HOWEVER I AM LEAVING THIS POST UP BECAUSE OF MY COMMENTARY ON THE ISSUE.

  9. @Hans: Die These „Android wird aufgrund der Architektur niemals flüssig laufen“ wurde doch bereits kurze Zeit später durch tatsächliche und ehemalige Core-Entwickler von Android wiederlegt… Schau mal hier, die Edits des Post: https://plus.google.com/u/0/+AndrewMunn/posts/VDkV9XaJRGS

  10. @Hans

    die These ist wohl eher das die Samsungoberfläche niemals ruckelfrei laufen wird !

  11. @namerp
    Das glaube ich auch. Es ist ja kein wirkliches Geheimnis dass Samsung zwar gute Hardware bauen kann, deren Software Entwicklungen aber desaströs sind.

  12. Ja zugegeben, mein Telefon ist in der Tat nicht das allerneuste Modell (besitze ein Nexus S), aber aktuell kann ich es noch auf der aktuellen Version 4.4.3 halten.

  13. Ich kann zwischen dalvik und Art wählen, ich habe ein s5 mit Stock Rom und gerootet. Lohnt es sich auf Art zu wechseln oder bringt das noch nichts?

  14. Christian Ott says:

    Wird dann der Lucky Patcher noch funktionieren?

  15. @christianott Ich hoffe nicht. Solche Apps machen den Markt kaputt und sind IMO ein Grund dafür, dass wir inzwischen nur noch diesen Freemium Mist haben und gute Bezahlapps immer seltener werden

  16. Test-Kommentar

    • @combo
      Ja genau, und das sind dann die gleichen Nutzer die sich wundern warum es für iOS immer noch die besser umgesetzten Apps gibt und nicht für Android…

  17. Martin (#martin.i) says:

    @combo @elknipso
    Ja, Luckypatcher trägt dazu bei, dass Apps leicht geknackt werden können. Aber Luckypatcher benutzen normalerweise nur die Nerds, da das Mobilgerät gerootet sein muss. Von daher glaube ich nicht, dass die guten Bezahlapps immer weniger werden.

    Unabhängig davon – nehmt mal die App „Back Key Ends Call“ für Android. Die gibt es als Werbeversion mit 10.000 Downloads und als Bezahlversion mit 500 Downloads. Die App bietet für mich einen gewissen Mehrwert. der mir 99ct wert ist. Ich bin also einer von 20 der evtl. bezahlt hat.

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.brink.backkeyendscall.pro

    Ich denke es liegt einfach an der MMMP (Media-Markt-Meinungsbildungs-Parole) „geiz ist geil“ und darauf hat der Luckypatcher keinen Einfluss.

    • @Martin
      Das Problem ist, dass es auch ohne solche Tools unter Android sehr einfach ist Schwarzkopien zu installieren und zu nutze. Unter iOS geht dies nicht, bzw. nur mit erheblichem Aufwand.
      Aber meine persönliche Bobachtung ist sowieso, dass viele Android Nutzer „aus Prinzip“ schon nichts für eine App zahlen. Nicht mal so lächerliche Preise wie 79 Cent. Dann wird entweder lieber mit Werbeterror in der App gelebt, oder sie wird gecrackt geladen.

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