Apps: 25 Milliarden Downloads in Q2, Gesundheits- und Fitness-Apps bei uns beliebt

Der Markt mit mobilen Apps – er boomt und es ist auch kein Ende in Sicht. Zwar hört man hier und da immer wieder, dass Chatbots Apps langfristig ablösen werden, allerdings wird es noch eine ganze Weile dauern, falls es denn tatsächlich zutreffen sollte. Apps, das bedeutet vor allem Google Play Store und Apple App Store, die offiziellen Bezugsquellen für Android- und iOS-Apps. Über diese beiden Stores wurden im zweiten Quartal 25 Milliarden Downloads generiert, wie App Annie ermittelt hat.

Die Anzahl der Downloads ist dabei noch nicht einmal das interessanteste, denn der App-Markt ist auch finanziell eine ordentliche Wirtschaftsgröße. 15 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal bedeuten eine Steigerung von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Sachen Downloads macht dem Play Store keiner etwas vor. Ein Anstieg von 20 Prozent sorgt dafür, dass im Play Store rund 2,3 mal mehr Apps geladen werden als im App Store, der nur ein Plus von 5 Prozent (vor allem bedingt durch China, Russland und Indien) vorweisen kann.

Das kommt vor allem durch die Wachstumsmärkte zustande, die schiere Verbreitung von Android trägt ihren Teil dazu bei. Anders sieht es allerdings bei den Umsätzen aus, die beide App Stores generieren. Hier ist der App Store weiterhin führend, es sind auch eher die gesättigten Märkte, die für Umsätze sorgen.

Dieses Gefälle von gesättigtem und aufstrebenden Markt kann man sogar innerhalb eines Landes beobachten. In China sind Städte wie Shanghai und Peking bereits gesättigt, während andere wie Nanjing und Xi’an zu den Wachstumsmärkten zählen, was die Zahlungen für Apps angeht.

Auch zu Deutschland gibt es Neuigkeiten, wir befinden uns nun auf Platz 4 der Ausgaben im Google Play Store. Das sollte vor allem für Entwickler interessant sein, die der Meinung sind, eine App müsse hier nicht zeitgleich mit anderen Ländern veröffentlicht werden.

Besonders beliebt sind hierzulande Gesundheits- und Fitness-Apps, aber auch Spiele gehören zu den beliebteren Angeboten. Deutschland wird also einen nicht unbeträchtlichen Anteil an den 60 Milliarden Dollar Umsatz haben, die dieses Jahr in den App Stores erwirtschaftet werden sollen.

Hier sind es vor allem Spiele, aber immer mehr auch Apps mit In-App-Abos. Streamingdienste wie Netflix oder Spotify erfreuen sich größter Beliebtheit und durch die einfache Abrechungsmethode werden sie auch gerne genutzt. Daran soll sich so schnell auch nichts ändern, ein Abflauen des App-Wachstums ist nicht in Sicht. Einen weiteren Schub könnten durchaus auch VR-Anwendungen bringen, die sich in den nächsten Jahren mehr und mehr durchsetzen werden.

Wie ist denn Euer Verhalten beim App-Download und entsprechenden Käufen aus? Gehört Ihr eher zur Kategorie „mal sehen, ob es das nicht auch kostenlos gibt“ oder kauft Ihr bei den meist doch recht niedrigen Beträgen einfach, wenn Euch gerade etwas interessiert?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Wolfgang D. says:

    Bei IOS macht das testweise kaufen keinen Spaß, weil so viel Dreck dabei ist und Apple bei Rückgaben zickig und umständlich ist. Noch viel schlimmer ist, wenn man was Spezielles sucht, und die Klientel in Foren ist regelmäßig so strohdoof, die darf man nicht nach Funktionalitäten fragen. Also doch erstmal irgendwas kaufen, und die Kohle abschreiben. Schmerzt aus Prinzip, selbst bei den wenigen Euro. Abgesehen von der verbrunzten Zeit.

    Bei Android: Kaufen, probieren, hat nicht die gewünschte Funktionalität? Innerhalb von Minuten wieder deinstallieren, bumm, automatische Rückerstattung. So muss das gehen.

    Bei werbefinanziertem Zeug achte ich auf eine Spendenoption zum Abschalten der Werbung, und ziehe diese Apps jenen „ohne Abschaltfunktion“ vor. Und spende.

    Genau deshalb macht der Play Store auch weniger direktes Geld, es existieren viele kostenlose Apps und die Werbeeinnahmen des Programmierers zählen nicht mit?

  2. Apps die ich gerne und regelmäßig nutze kaufe ich auch. Wichtig ist mir ebenfalls, dass eine werbefreie Version existiert, gerne auch gegen Geld. Werbung in Apps die ich regelmäßig nutze ist für mich schlicht und ergreifend völlig inakzeptabel.

  3. Was ich mich grad Frag: was ist ein Download?
    Zählt hier nur der einmalige Download oder zählt ein (ggf. erzwungenes) Update schon als neuer Download für die (schöne) Statistik?

    Ist schon teils wahnsinnig wie oft ich Updates von gewissen Standard-Apps bekomme ohne wirklich eine Veränderung zu bemerken, geschweige denn das ich damit Probleme gehabt hätte. In den meisten fällen steht dann auch nur beim Update dabei: „kleine Fehler behoben und Funktionen weiter verbessert, nur für euch“ – sehr hilfreich.

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