Apple: Vorschau auf kommende Funktionen für Bedienungshilfen

Apple hat neue Funktionen vorgestellt, die zukünftig, nach einem Update, die Bedienungshilfen noch verbessern sollen. Anwendern mit Einschränkungen sollen so neue Werkzeuge für Navigation, Gesundheit, Kommunikation und mehr zur einfachen Verfügung stehen. Liest sich sehr spannend und ich hoffe, es funktioniert alles gut.

Durch die Weiterentwicklung von Hardware, Software und maschinellem Lernen können blinde und sehbehinderte Menschen ihr iPhone und iPad nutzen, um mit der Türerkennung die letzten Meter zu ihrem Ziel zu navigieren. Die Türerkennung kann Nutzern bei Ankunft an einem neuen Ziel dabei helfen, eine Tür zu finden, zu verstehen, wie weit sie davon entfernt sind, und kann den aktuellen Zustand der Tür beschreiben — einschließlich, ob sie offen oder geschlossen ist, und ob die Tür durch Drücken, Drehen eines Knopfes oder Ziehen an einem Griff geöffnet werden kann.

Die Türerkennung kann auch Zeichen und Symbole rund um die Tür erfassen, beispielsweise die Zimmernummer in einem Büro oder das Vorhandensein eines Symbols für einen barrierefreien Eingang. Diese neue Funktion kombiniert die Leistung von LiDAR, Kamera und maschinellem On-Device-Lernen und wird auf iPhone- und iPad-Modellen mit dem LiDAR-Scanner verfügbar sein. Das wären iPhone 13 Pro, iPhone 13 Pro Max, iPhone 12 Pro, iPhone 12 Pro Max, iPad Pro 11″ (2. und 3. Generation) und iPad Pro 12,9″ (4. und 5. Generation).

Zusätzliche Funktionen

  • Mit Buddy Controller können Nutzer einen Betreuer oder Freund bitten, ihnen beim Spielen zu helfen. Buddy Controller kombiniert zwei beliebige Spielcontroller zu einem, sodass mehrere Controller die Eingabe für eine:n einzelne:n Spieler:in steuern können.
  • Mit Siri Antwortzeit können Anwender mit Spracheinschränkungen einstellen, wie lange Siri wartet, bevor sie auf eine Anfrage antwortet.
  • Der Rechtschreibmodus der Sprachsteuerung bietet Nutzern die Möglichkeit, benutzerdefinierte Schreibweisen durch buchstabengenaue Eingabe zu diktieren –  dies erst einmal in Englisch (US)
  • Die Geräuscherkennung kann so angepasst werden, dass sie Geräusche erkennt, die speziell für eine Person in ihrer Umgebung wichtig sind, beispielsweise ein bestimmter Alarm, die Türklingel, ein weinendes Baby oder Geräte in der Wohnung.
  • Die Apple Bücher App wird neue Themen anbieten und Anpassungsoptionen einführen, wie beispielsweise das Anzeigen von Text in Fettschrift und das Anpassen von Zeilen-, Zeichen- und Wortabständen, um ein noch zugänglicheres Leseerlebnis zu ermöglichen.

Nutzer mit körperlichen und motorischen Einschränkungen, die auf Hilfsfunktionen wie Sprachsteuerung und Schaltersteuerung angewiesen sind, können die Apple Watch mit Apple Watch Mirroring vollständig von ihrem iPhone aus steuern. Träger können mit Apple Watch Mirroring die Apple Watch mit den unterstützenden Features des iPhones wie Sprachsteuerung und Schaltersteuerung steuern und Eingaben wie Sprachbefehle, Geräuschaktionen, Head Tracking oder externe „Made for iPhone“-Hilfen als Alternative zum Tippen auf das Display der Apple Watch verwenden. Apple Watch Mirroring nutzt Hardware- und Software-Integration, einschließlich Fortschritten bei AirPlay, um sicherzustellen, dass Nutzer, die auf diese Mobilitätsfunktionen angewiesen sind, Apple-Watch-Apps wie Blutsauerstoff, Herzfrequenz, Achtsamkeit und mehr nutzen können. Nutzbar ab Apple Watch Series 6 und neuer.

Gehörlose und Schwerhörige können Live-Untertitel auf iPhone, iPad und Mac verfolgen. Apple erweitert außerdem die Unterstützung für den Bildschirmleser VoiceOver um über 20 neue Sprachen und Dialekte. Diese Funktionen werden im Laufe dieses Jahres mit Softwareupdates für alle Plattformen von Apple verfügbar sein – vermutlich also alles ab September oder vorher im Betatest.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. RollinCHK says:

    Die Leute schmunzeln immer, wenn man ihnen sagt, dass viele blinde Menschen ein iPhone haben. Wenn sie die Blinden dann mit dem Telefon in Aktion sehen, gibts das große staunen.

    Wenn Jemand nen Freund, oder nen Bekannten mit Seheinschränkung hat, oder wenn man selbst einfach mal neugierig ist, was so möglich ist, sollte man sich die App Seeing AI von Microsoft ansehen. Produkterkennung, Texterkennung, Personenerkennung, Geldscheinerkennung etc. etc. Das ist ne richtig feine Sache und die App ist völlig kostenlos.

  2. Auf diese Hilfen werde ich auch bald angewiesen sein wenn ich hier sowas lese
    „… für eine:n einzelne:n Spieler:in…“

    Was soll das für grammatikalischer Unsinn sein?

  3. Wobei iOS und iPadOS hier besser aufgestellt sind als der Mac. Ich selbst habe bis vor einigen Jahren einen Mac mit VoiceOver genutzt. Die Bedienung gerade in Office-Tools war mir aber viel zu umständlich . Bin dann wieder auf einen PC mit NVDA als Screenreader gewechslt. Aber beim iPhone mit iOS geblieben. Ein versuchsweiser Ausflug nach „Androidhausen“ endete mit der Rücksendung des Gerätes zum Lieferanten, TalkBack , so heißt die entsprechende Lösung auf Android-Geräten konnte – zumindest vor gut 3 jahren – mit iOS nicht mithalten. SeeingAI nutze ich auch gern und lasse mir von Apps Straßennamen und Kreuzungen ansagen während ich unterwegs bin – vermutlich werde ich blöd angegafft weil ich das über lautsprecher mache um mir die Ohren nicht mit Kopfhörern zu verdecken – die brauche ich für das „Umgebungshören“ – aber das ist mir Wumpe. Freue mich auf die neuen funktionen und vielleicht macht dann LIDAR im nächsten iPhone sogar echt Sinn für mich . Wäre schön wenn MacOS und VoiceOver mehr Aufmerksamkeit bekäme – hier wird viel mehr für die Mobilgeräte entwickelt und das MacOS etwas „stiefmütterlich“ behandelt. Wäre echt ein Grund wieder auf z. B. nen macBookAir mit aktueller hardware zu setzen, allein wegen der OS-übergreifenden Systemintegration.

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