Apple: neuer Streaming-Dienst für Musik soll zur WWDC 2015 vorgestellt werden

Es gab eine Zeit, in der war der Verkauf von Musik gleichbedeutend mit dem sprichwörtlichen Goldesel. Doch junge Player strömten auf den Markt und kamen mit Streaming um die Ecke. Musik vermieten statt verkaufen. Ein gigantischer Markt, den die klassischen Musik-Verkäufer sicher bemerken. Auch Apple wird ein solcher Dienst seit langer Zeit nachgesagt, schließlich hatte man sich kurzerhand Beats in Sachen Hardware und Streaming-Dienst geschnappt.

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Seitdem ist es aber recht ruhig, Apple verkauft Musik und bietet in einigen wenigen Ländern halt iTunes Radio an. Nun steht Apples WWDC im Juni an und hier soll laut 9to5Mac der Apple’sche Streaming-Dienst starten, beziehungsweise ein Relaunch des Beats-Dienstes stattfinden. Dem Gerücht nach will man Spotify, Deezer und Co Paroli bieten und deshalb erst einmal einen Preis von 7,99 Dollar veranschlagen.

Hierbei sollen die Beats-Funktionen in iTunes integriert werden, die Musik-Plattform allerdings auch auf Android verfügbar sein. Klingt logisch, das Festsitzen auf der eigenen Plattform kann zu Problemen führen – selbst Microsoft bietet mittlerweile fast das komplette Dienste-Portfolio auch für Android und iOS an. Apples neuer Dienst soll angeblich noch in diesem Jahr starten – doch man weiss ja wie das ist: sicherlich werden erst einmal die USA als Markt ins Rennen geschickt, bevor andere Länder folgen.

Ich denke, es wird ein gehöriger Umbruch bei vielen Herstellern stattfinden. Es reicht nicht mehr, einfach Hard- oder Software zu verkaufen. Dienste und Abos sind Trumpf, in Zeiten fallender Smartphone- und Tabletpreise müssen sich auch Premium-Hersteller Neues überlegen, um nicht in der Nische für Besserverdiener zu verschwinden. Neue Märkte müssen auch von klassischen Anbietern wie Apple und Microsoft erobert werden – ob Bank, Telekommunikation oder Automobil.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Ein Service in bewährter Apple-Qualität, der tief (bzw. tiefer) ins System integriert ist, wäre klasse.

    Allerdings für mich leider keine Alternative, solange ich mit Spotify nach Herzenslust mobil streamen kann, ohne das knappe Datenvolumen zu verbrauchen. Den Luxus möchte ich wirklich nicht mehr missen. Bei 320 kbps kommt da im Monat immerhin eine Menge zusammen, zumindest für mobile Verhältnisse…

  2. Hoffentlich direkt mit Deutschland Start. Redaktionelle Playlisten hören sich sehr verlockend an. 7.99$ auch. Und eine saubere Integration in iOS wäre grandios. Ich würde sofort von Spotify wechseln. Dort nervt das regelmäßige neu Installieren wegen des ausufernden Datenverbrauches der App extrem. Zudem ist die UI eine Katastrophe. Im Support Forum wurde auf das Caching Problem schon 2012 hingewiesen.

  3. Kommt natürlich drauf an – wenn das Angebot an der ID festgebammelt ist, kann ich mit nicht vorstellen, es zu nutzen. Spotify kann ich leicht sharen, einer streamt, der andere hört online – oder man greift zum Familienabo….

  4. Also Spotify ist schon eine Hausnummer. Da muss Apple auf jedenfall abliefern, sonst stinken die ab. Wäre natürlich positiv für den Gesamtmarkt, wenn ein großer Player wie Apple den Gesamtpreis für alle drückt (nur aus Konsumentensicht natürlich).

  5. @Markus: Glaube kaum das sie denn Preis drücken werden.

  6. Spotify zahlt von allen Diensten die niedrigsten Beiträge an die Musiker, bzw. Labels. Apple wird das wahrscheinlich noch unterbieten. Die Abwärtsspirale kann nicht gesund sein. Warum nicht mal ein Dienst der 30 Euro kostet und an dem die Musiker auch was verdienen?!

  7. @jmk: Und wer bezahlt diesen Dienst? Der Dienst soll ja schon einen realistischen Preis haben welcher noch von genügend Menschen bezahlt wird. Diese 30€ bringen nichts wenn dann nur 1/10 oder noch weniger Menschen den Dienst benutzten, dh. effektiv verdient der Musiker dann ja noch weniger.
    Prinzipiell ist es ja aber eher den Plattenfirmen geschuldet als den Diensten das Musikern nur einen sehr kleinen Anteil bekommen, dass ist aber auch nichts neues da es schon bei den „normalen“ Albumverkäufen sich ähnlich verhält.

  8. Konkurrenz belebt das Geschäft. Da können wir nur gewinnen.

  9. Spotify bietet folgende Vorteile, die man erstmal überbieten muss:
    – belastet beim Streaming nicht das Datenvolumen bei Telekom Kunden
    – Spotify Connect hat viele Hardware-Partner, zb Bose
    – als Marktführer besitzt man eine Marktmacht

    Apple könnte folgendes bieten, um mich zum Wechsel zu bewegen:
    – die Lücken im Angebot schließen, also möglichst alle Künstler verfügbar machen
    – eine noch höhere Qualitäts-Stufe anbieten
    – Software-Schnitstellen anbieten, damit ich direkt aus iOS/MacOS zb. zu Sonos streamen kann

  10. iTunes Radio ist noch nicht bei uns angekommen da die Verhandlungen mit den üblichen gierigen Leuten der Content-Industrie wahrscheinlich noch nicht fertig sind da kommt bereits der nächste Dienst?

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