Apple stellt neue iPad Pro mit neuem Apple Pencil vor


400 Millionen iPads hat Apple nach eigenen Angaben bisher verkauft. Apple hebt dabei hervor, dass man alleine letztes Jahr mehr iPads abgesetzt habe, als alle anderen Notebookhersteller Geräte loswerden konnten. Durchaus ein Apfel-Birnen-Vergleich, egal wie nah das iPad an einem „Computer“ ist. Nun gibt es die nächste Generation iPad Pro und die hat es – wie erwartet – in sich.

Das neue iPad Pro kommt ohne Homebutton daher, ist entsprechend mit einem sehr schmalen Rahmen ausgestattet. Und natürlich Face ID. Das Display ähnelt dabei dem des iPhone XR – ein Liquid Retina Display. Als momentaner Nutzer eines iPhone XR kann ich da jeden beruhigen, der sich da Gedanken macht, das „Liquid Retina Display“ (LCD) ist top, da kann man nichts sagen.

Die Größe des Displays wächst aber. Statt 10,5 Zoll gibt es nun 11 Zoll, die Gehäusegröße bleibt gleich. Beim 12,9 Zoll Modell bleibt es aber bei dieser Diagonalen, das Gehäuse schrumpft aber um 25 Prozent im Volumen, 15 Prozent dünner ist das neue Modell. True Tone, Pro Motion, Wide Color – alles vorhanden. Das ganze bei einer Auflösung von 2.388 x 1.688 Pixeln.

Das Face ID-Modul entspricht dabei dem, was man aus den neuen iPhone-Modellen kennt, allerdings kann Face ID in diesem Fall auch im Querformat genutzt werden. Da es keinen Homebutton mehr gibt, wurden auch die Gesten entsprechend angepasst, sie entsprechen denen der iPhone-Modelle.

Hat sich einer über die Leistung der alten iPad Pro beklagt? Eher nicht, aber die neuen iPad Pro setzen mit ihrem A12X Bionic neue Maßstäbe. Die Leistung einer Xbox One S wurde als Vergleich herangezogen, in einem Paket, das 94 Prozent kleiner ist. Das sagt wohl schon viel aus. Neben der 8-Core-CPU (4 + 4) gibt es auch eine 7-Core-GPU. 5 Billionen Operationen kann das iPad Pro pro Sekunde ausführen.

Außerdem gibt es nun bis zu 1 TB Speicher in den Modellen. Riesige Änderung auch: Der Anschluss, Apple stellt – wie erwartet, aber von vielen nicht geglaubt – auf USB-C um. Damit kann man auch andere Geräte aufladen, zum Beispiel ein iPhone.

Der Apple Pencil wurde ebenfalls einem Redesign unterzogen. Er verbindet sich nun automatisch mit dem iPad und lässt sich auch magnetisch an diesem befestigen. Außerdem lässt er sich kabellos laden, kein komisches Einstecken an der Unterseite mehr.

Die neue Smart Folio Hülle haftet ebenfalls magnetisch am iPad und kann in zwei Winkeln für Schoß und Schreibtisch genutzt werden. 102 Magnete befinden sich übrigens im iPad Pro.

Auch für Gaming eigene sich das iPad Pro, gezeigt wurde das anhand von NBA 2K19, das mit 60 Bildern pro Sekunde gespielt werden kann. Dabei handelt es sich nicht etwa um Upscaling, sondern das iPad berechnet die volle Auflösung.

Gezeigt wurde auch Photoshop auf dem iPad Pro, das sah beeindruckend aus, auch große Dateien mit sehr vielen Ebenen bereiten keinerlei Probleme. Auch kann hier der neue Apple Pencil seine Stärken voll ausspielen. So zoomt ein Double-Tap auf Pixelgröße in ein Bild oder ebenso wieder heraus. Photoshop für das iPad Pro wird bekanntlich nächstes Jahr veröffentlicht.

Das iPad Pro wird wieder in Version mit und ohne LTE verfügbar sein. Das kleine Modell startet bei 799 Dollar, das große Modell bei 999 Dollar, das alte 10,5 Zoll Modell startet bei 649 Dollar. Die deutschen Preise reichen wir umgehend nach.

Deutsche Preise: Das 12,9 Zoll-Modell startet in Deutschland bei 1.099 Euro, das 11 Zoll-Modell bei 879 Euro. Das 10,5 Zoll-Modell gibt es künftig ab 729 Euro.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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32 Kommentare

  1. „Dabei handelt es sich nicht etwa um Umschling, sondern das iPad berechnet die volle Auflösung.“

    Sollte wohl Upscaling heissen ;-). Nettes iPad. USB-C war zwar erwartet, aber wirklich glauben konnte ich es nicht. Mal auf die deutschen Preise warten, aber unter 850€ erwarte ich nix.

  2. Echt cooles Teil, aber Einstiegspreis liegt mittlerweile bei 879 € – das ist schon ne Hausnummer…
    Und dann kommt der Pencil für 135,00 € dazu… liegt man gleich mal bei über 1000€

    • Noch fünf Jahre und wir sind bei 1500€. Steigt dann Einkommen nicht um 10% im Jahr? Selbst schuld, dann läuft wenigstens nicht jeder Pimpf damit herum!

  3. Pencil 1 ist nicht kompatibel…

  4. Me@metoo.com says:

    Die konzertige Aufmachung und solide, unaufgeregte Produktpräsentation ist Weltklasse.
    Gibt nur ein Tablet welches sich lohnt anzuschaffen. Gute Firma.

    • Michael Richter says:

      Ernsthaft? Ich kann das andauernde „amazing“, „incredible“ etc. und das Gejohle im Publikum echt nicht mehr hören. Sekte, anders kann ich mir dieses blinde Hinterherlaufen nicht erklären.

      • Das sind größtenteils eigene Mitarbeiter, die da johlen. Ja, das Vokabular ist wie immer übertrieben. Aber, es ist immer noch eine Produktpräsentation, also eine Verkaufsveranstaltung und keine Verbraucherschutzsendung o.ä. Die anderen Hersteller machen es genauso (nach).

  5. Es ist und bleibt ein iPad. Ich hatte bereits zwei Generationen um zu merken, dass zwischen Smartphone, Smartwatch, Laptop und PC einfach kein Platz für ein Tablet ist. Auch wenn die Vorstellung natürlich mal wieder absolut grandios war, das muss man Apple einfach lassen!

    • Mobile First says:

      Ich bin privat mittlerweile (fast) komplett auf ein iPad gewechselt. Und das ist das normale iPad 2018, was ich für ca 250€ schießen konnte. Also noch nicht mal ein Pro Modell.

      Beruflich habe ich einen Laptop vom Arbeitgeber, aber privat reicht mir das iPad + Android Smartphone vollkommen. Fast deswegen, weil mir eine Anwendung fehlt. Dafür habe ich einen Raspberry Pi mit Linux auf dem die Anwendung ausreichend schnell läuft.

      • Privat habe ich auch ein iPad aber das liegt zu Hause nur rum. Da geht nichts über mein Desktop PC mit zwei Bildschirmen, Tastatur und Maus, das kann kein Tablet ersetzen.

    • Ich nutze auch seit Jahren ausschließlich iPads, seit dem iPad 1. Mein MacBook Air, im letzten Jahr gekauft, ist ein Staubfänger geworden.

  6. 2,5 Tonnen für ein iPad mit bissel Zubehör…. sofort kaufen!!!

    • Kostet bei dir eine Mercedes C Klasse auch 250.000€, weil das die höchste Ausstattung vom Edeltuner kostet?

      • Naja, aber kleines Pad plus Pencil und mit LTE sowie folio Keyboard sind halt auch schon 1383€.
        Das ist echt ne Ansage.

        • Wer mit dem Pencil nur ein paar Notizen kritzeln will findet günstigere Alternativen. Wer ernsthaft damit grafische Arbeit verrichtet möchte, findet für diesen Preise keine vergleiche Konkurrenz. Und ja, ich kenne das Surface und die Aussage stimmt dennoch 😉

  7. Entertain Hans says:

    Adobe war lustig. Den Damen wurden natürlich iWatches umgeschnallt. Reden von einem vollwertigen Photoshop, sehen tut man ein paar Schalter und Schieber im typischen Appledesign.
    Aber dann: Wir haben hier eine 3,xy GB Datei mit yxz Layer und dank der awesome Power des iPad können wir absolut flüssig arbeiten! -> Bild ruckelt wie sau 😀

    Ansonsten sieht es sehr schick aus, leider für mich das falsche Betriebssystem und falscher Prozessor.

  8. Ein bisschen mehr Abwechslung bei den Überschriften hätte aber auch nicht schaden können 😉

    Die korrekte Auflösung ist übrigens 2.388 x 1.668, nicht 2.388 x 1.688 Pixel. Merkwürdige Auflösung und irgendwie ungewöhnliches Seitenverhältnis – quasi ein Mittelding aus 16:10 und 4:3.

    Schade, dass es kein OLED-Display hat, aber mit den 600 Nits ist es schon mal deutlich heller als ein Galaxy Tab S4.

  9. Ein Tablet mit Preisen von über 1.000 € sind sind jenseits von gut und böse. Das ist einfach abartig

    • Ist halt das iPad Pro. Würde es mir auch nie kaufen, aber ich denke es gibt genug Leute, die die Leistung brauchen oder zumindest haben wollen und dementsprechend bereit sind die Preise zu zahlen.

      Den meisten wird für Mail und Internet das normal iPad reichen. Und das fängt ja schon bei 300€ an.

  10. War das bisherige 10.5″ Pro-Modell nicht schon länger bei Apple & Co. für (ab) 729€ gelistet?

  11. Sogar von Anfang für 729 Euro. Da wurde am Preis nichts verändert.

  12. Das ist mein Traumtablet. Richtig schönes Ding, welches locker die nächsten fünf Jahre up to date ist. Der Einstiegspreis ist sogar einigermaßen vertretbar, auch wenn man natürlich mindestens 256GB haben will.

    Das Zubehör haut jedoch noch einmal kräftig rein. Der Pencil für über einen Hunderter und eine geile Tastatur (nicht unbedingt die von Apple) wird auch mindestens das gleiche kosten. Das geht schnell Richtung 1500€. Schwere Entscheidung, da gibt es auch ein richtig gutes Surface Pro für.

  13. Ein schönes iPad, leider ein wenig teuer, da wird mein iPad Air 2 noch 1-2 Jahre durchhalten müssen. Dieses Jahr gibt es bei mir nichts von Apple. Die 2 iPhone X aus dem letzen Jahr, sind immer noch kaum verdaut, nochmal so viel will ich nicht mehr ausgeben. Wenn mein Air 2 schlapp macht wird es eher ein günstiges werden. So gerne wie ich ein Pro gehabt hätte, es ist mir einfach zu teuer geworden. Die Leistung brauche ich sowieso überhaupt nicht, für dass was ich damit mache. Augmendet Reality nutze ich so gut wie garnicht. Zum Glück bin ich aus dem Alter raus wo ich alles unbedingt gleich haben musste.

    Beim MacBook Air bin ich jetz auch froh, dass ich mir noch im letzten Jahr die alte Version gekauft habe, das Neue überzeugt mich auch überhaupt nicht.

    Vor einiger Zeit hatte ich vor mir einen Mac Mini zu kaufen, ich wollte auf das Update warten, auf dass habe ich jetzt nicht gewartet, auch wieder mit einem kräftigen Preisupdate.

  14. Geiles Teil! Hätte ich nicht schon beim 10,5“ zugeschlagen, wäre es jetzt auf jeden Fall dran.

    Die Dicke (eher Dünne) ist ideal bei Hüllennutzung, sonst hätte ich aber irgendwie Bruch-Angst 😀

    USB-C um es an einen Bildschirm anschließen zu können – wow, bislang mit Duet & Co. über Lightning/WLAN ok, aber als Grafiktablet nicht immer ideal, eben mehr Monitor-Vergrößerung…

    Klinke entfallen, sind wir schon gewohnt und haben AirPods oder BT-Beats (Rauschunterdrückung gefällt mir nicht so gut) gekauft 😉

    Was ist mit Wireless-Charging?

    FaceID, nett – aber nur wenn mehrere Gesichter gespeichert werden können, falls die Frau mal ran will o.ä.

    Nur die Preise sind wirklich heftig… klar Pro und wenn man als Designer/Grafiker damit sein Geld macht, könnten sie sicherlich noch das Doppelte kosten, aber alle anderen Tätigkeiten sind vom Workflow nur mit iPad immer so eine Sache, alles machbar, aber idR nicht wirklich schneller.

    Aktuell ist ein Pro 10,5“ und ein 2018er im Einsatz und da liegen beim Display schon Welten dazwischen (ähnlich wie iPhone 7 zu X), aber die Kids dürfen nicht an das Pro ran, deshalb musste noch eine billige Alternative ohne viel Speicher/LTE her…

  15. Ewiggestriger says:

    Kopfhörer-Anschluss ist weg.

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