Apple plant angeblich Generalüberholung von Apple Music

apple music artikel logo itunesSchenkt man Bloomberg Glauben, so plane Apple derzeit seinen Streaming-Dienst Apple Music einer Frischzellenkur zu unterziehen. Ursache sind wohl die zwiespältigen Reviews zur Plattform und der Abgang einiger Schlüsselfiguren, welche sich für Apple Music mitverantwortlich zeigten. Es heißt, Apple wolle vor allem die Benutzeroberfläche stark verbessern und dabei auch Streaming- und Download-Angebote enger vernetzen. Als Ergänzung wolle Apple sein Radio-Angebot stark ausbauen. Vorstellen wolle Apple die Generalüberholung von Apple Music bereits im Juni auf der Worldwide Developers Conference.

Apple hatte sich von Apple Music viel versprochen: Ehemals mit iTunes eine unumgängliche Größe, muss Apple nun beobachten, wie Rivalen wie Spotify und Deezer mit ihren Streaming-Diensten im Markt für digitale Musik voranziehen. Allerdings führte Apple Music offenbar intern zu einigen Querelen. Bisher scheiterte Apple daran seine Streaming- und Download-Strategien zu einem großen Ganzen zu verbinden und Synergien zu erzeugen. Analysten werfen Apple aktuell vor, dass das Unternehmen daran scheitere seiner exzellenten Hardware ähnlich dominierende Software an die Seite zu stellen. Denn derartige Kritik musste sich nicht nur Apple Music gefallen lassen. Auch Maps, Photos und iCloud sind in ihren jeweiligen Segmenten nicht unbedingt die Messlatte.

apple Music
Triebfeder für Apple Music war die Beats-Übernahme. Doch selbst mit seinem eigenen, bewährten Ökosystem, der enormen Nutzerbasis und dem Beats-Know-How verfehlte Apple Music die hoch gesteckten Ziele. Speziell die Oberfläche ist Gegenstand vieler Diskussionen. Zudem ist Apple zögerlich darin iTunes-Kunden an Apple Music heranzuführen, da man die Nutzer nicht von den lukrativen Download-Käufen entwöhnen möchte.

Dazu kommen offenbar bei Apple interne Querelen unter den verantwortlichen Managern wie Jimmy Iovine, Robert Kondrk, Eddy Cue und dem Künstler Trent Reznor (NIN), der an der Oberfläche mitgewerkelt hat. Zudem haben viele ehemalige Beats-Mitarbeiter Apple verlassen, da sie entweder mit Apples Unternehmenskultur nicht zurecht kamen oder anderen Abteilungen zugewiesen werden sollten, in denen sie sich fehl am Platze fühlten.

https://www.youtube.com/watch?v=Y1zs0uHHoSw

Nun ja, warten wir ab, ob Apple wirklich auf der WWDC eine neue Version von Apple Music vorstellt. Bisher enthält man sich in Cupertino eines Kommentares. Apple Music steckt noch in der Reifungsphase und nur weil Apple das Potential bisher nicht ausschöpfen konnte, heißt das nicht, dass das Streaming-Angebot in Zukunft noch durchstarten könnte. Wenn ein Unternehmen das Netzwerk und die Ressourcen hat, um hier zu den Marktführern aufzuschließen, dann ist es Apple.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Bei Apple gibt es immer mehr Baustellen und immer weniger Fähige, die etwas reparieren könnten.

    Das einzige was noch halbwegs klappt, ist die Hardware-Sparte (wahrscheinlich deshalb, weil es andere produzieren), die Software wird immer mieser, aber was Apple überhaupt nicht kann sind Services.

    Machen wir uns nichts vor. Die großen Zeiten, wo Apple etwas wie den Musikvertrieb dominieren konnte, sind längst vorbei.

    Heute sind sie halt einer unter vielen Anbietern, und von jenen einer der qualitativ schlechteren.

    Da können sie an Apple Music & Co herumdoktern soviel sie wollen, das wird nichts mehr. Schon gar nicht außerhalb ihres Nischensystems, das eh von Jahr zu Jahr nischiger wird.

  2. „Apple Music steckt noch in der Reifungsphase…“

    … und das ist eine Schande nach so langer Zeit! Aber das gleiche gilt ja inzwischen leider für die meisten Apple-Produkte bis hin zu iOS. Bei Apple ist die Luft raus. Sie schaffen es ja nicht mal mehr, zur Konkurrenz aufzuschließen.

    Unter Steve Jobs wäre das nicht passiert. Zumindest nicht in diesem traurigen Ausmaß.

  3. Fakechek says:

    @Stefan, also würde der iKalle genau das gleiche machen wie du, nur eben in eine andere Richtung? Dein Kommentar ist mindestens genauso nervig wie AppleFanboy-Gequatsche.

  4. Wow erst im zweiten Kommentar unter einem Apple-Artikel der Satz mit „Was wäre wenn Steve Jobs…

    Ich für meinen Teil komme mit dem Apple-Schrott sehr gut klar. Keine Frage Apple-Karten kommt noch nicht an Google Maps heran, ist allerdings deutlich stromsparender. Was Fotos und Music angeht, bin ich sehr zufrieden. Insbesondere Beats 1 ist für mich bei Music ein echter Mehrwert, genauso die Speicheroptimierung bei Fotos. iCloud in iOS und OSX funktioniert bei mir tadellos.

  5. So schlecht sieht’s mit Apple Music gar nicht aus, 13 Millionen zahlende Kunden (Spotify 30 Millionen) nach 10 Monaten. Bloß was sie sich bei den Beats-Fuzzis und Reznor (was qualifiziert die überhaupt zu sowas??) gedacht haben…
    Klar, die App gehört gewaltig entmistet. Diese eine soziale Following-Funktion, deren Namen ich inzwischen sogar vergessen habe – Ping oder so? Was sollte das…
    An Spotify werden sie aber wohl nie rankommen, das läuft halt überall und mit allem – deshalb bin ich auch wieder zu Spotify, vorgestern habe ich mir erst nen Spotify Connect Server auf den Raspberry installliert –, aber Deezer haben sie jetzt schon überholt.

  6. Verstehe nicht, warum Apple nicht rdio gekauft hat.

  7. Den Tenor des gesamten Posts finde ich seltsam bis fragwürdig. Auf deutsch: viel Müll dabei. Ich habe Familienangehörige die verschiedene iCloud-Dienste nutzen (iMessage, Photos-Mediathek in der Cloud, Kalender, Kontakte, Erinnerungen, Notizen, volles Geräte-Backup, Sync von Browserverlauf, Bookmarks, Apple Music im Familienabo, etc). Einmal selbst von denen eingerichtet und es kommen nie Fragen. Nicht mal von Leuten wie meiner Mutter. Ob iCloud die Messlatte ist oder nicht interessiert die nicht, es funktioniert.
    Vergleiche dazu den Re-Re-Re-Launch von Google Photos, die Kinderkrankheiten und unverständlichen UI-Entscheidungen.

    Apple *muss* zusehen wie Spotify und Deezer voranziehen? Bis zum letzten Jahr war der Umsatz mit Downloads höher als der Streaming-Bereich. Apple ist zu dem für sie richtigen Zeitpunkt eingestiegen. Warum selbst seinen eigenen Markt kannibalisieren mit einem Angebot das weniger einbringt?

    Apple ist zögerlich darin iTunes-Kunden an Apple Music heranzuführen, da man die Nutzer nicht von den lukrativen Download-Käufen entwöhnen möchte? Ein Splash-Screen beim ersten Start der Musik-App, Lockangebot von 3 Probemonaten, Links zu Apple Music in verschiedenen Teilen der Musik App etc sind zögerlich?

    Apple Music verfehlte die hoch gesteckten Ziele? Kannst du Auskunft geben welche Ziele das sind/waren? 13 Millionen zahlende Kunden in unter einem Jahr sind zu wenig?

    Ich bin iKalle und das wollte ich mal loswerden. Ihr könnt jetzt weitermachen mit unreflektiertem Anti Apple Bullshit.

  8. In meinem Umfeld klagen selbst Hardcore Apple Fans mittlerweile über die Software. Einige, so wie ich, die über den Tellerrand hinausschauen, merken dann das andere Systeme (Android) „mehr bzw. teilweise sehr viel mehr für weniger“ bieten und wechseln.

    Sollte Apple ihren Premium Status, aus welchem Grund sich immer verlieren (z.B. weil sie ihre Smartphones beim Discounter anbieten), wird es ganz schnell abwärts gehen.

    Persönlich würde ich mir weiterhin die Konkurrenz wünschen, ist die doch gut für den Endverbraucher.

  9. @Bob: Genau das ist doch bereits der Fall. Aldi (Hofer) hat schon iPhones verramscht. Und zur Zeit verramscht Apple seine iPhones bei Lidl. Davon liest man natürlich auf Caschys Apfelfanblog nichts.

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