Apple: KGI-Analytiker sagt dem diesjährigen iPhone-Line-Up wenig Neuerungen voraus

Nun ja, irgendwie ist es ja auch wirklich zu erwarten: Ming-Chi Kuo – seines Zeichens Analytiker bei KGI Security – prognostiziert, dass das diesjährige iPhone-Line-Up nur wenig bis gar keine Überraschungen parat halten wird. Seine Informationen bezieht Kuo üblicherweise direkt aus den Reihen der Teile-Lieferanten, die für Apple arbeiten. MacRumors konnte drei Kopien seiner Forschungsnotizen ergattern und erklärt, warum die drei vorgestellten iPhone-Modelle für 2018 zwar wenig Neues bieten, dafür aber dennoch für gute Umsatzzahlen sorgen könnten.

Kuo bestätigt zuerst einmal die Annahme, dass neben einer neuen Version des iPhone X auch noch eine größere Plus-Version kommen könnte, sowie eine 6,1 Zoll-Variante, die preislich durch diverse Hardware-/Software-Abstriche etwas niedriger angesetzt sein soll.

6,1 Zoll-iPhone mit LC-Display

Die drei Unternehmen Pegatron, Foxconn und Wistron werden wie primären Fertiger des 6,1 Zoll-Modells darstellen. Die Arbeitsaufteilung sieht dabei wohl vor, dass 60 Prozent auf Pegatron abfallen, 30 Prozent auf Foxconn und die restlichen 10 Prozent auf Wistron.

Rund 70 Prozent aller für die Geräte benötigten LC-Displays sollen dabei von Japan Display gefertigt werden. Angeblich könnte Apple daran gelegen sein, die 6 Zoll-Fall Active LCDs des Fertigers zu verwenden, da diese pro Seite lediglich 0,5 Millimeter Bezel benötigen würden.

Das Design wird ebenfalls wieder auf ein nahezu randloses Display setzen, inklusive fehlendem Home-Button, dafür aber wieder verbauter Notch für die TrueDepth-Sensorik. Face ID und Animojis setzen dagegen wieder auf das bekannte 3D-Sensing. Eine modernere, kleinere Hauptplatine sorgt dafür, dass der Akku mit 2.850 – 2.950 mAh etwa 8,5 Prozent größer ausfallen soll als noch beim aktuellen iPhone X.

Der Verkaufspreis soll bei Release in den USA bei etwa 700-800 $ liegen, was durchaus wieder für einige Käufer interessanter sein dürfte als der aktuelle iPhone-X-Preis. Allerdings müsse man sich beim 6,1 Zoll-Gerät auf ein paar Abstriche einstellen, so Kuo. Das beinhaltet: einen Aluminium-Rahmen, fehlendes 3D Touch, keine Dual-Lens-Kamera, sondern lediglich ein einzelner Sensor und „nur“ 3 GB RAM.

iPhone X 2. Generation und iPhone X Plus

Sowohl die neue Generation des X, als auch das mit 6,5 Zoll größere iPhone X Plus (finaler Name noch nicht bekannt) sollen auf 4 GB Arbeitsspeicher setzen. Das Plus-Modell soll dank seiner Größe auch über einen um 25 Prozent größeren Akku verfügen, so Kuo. Die Kapazität soll dann vermutlich zwischen 3.300 und 3.400 mAh liegen.

Laut Kuo solle man nicht unbedingt mit großartigen Verbesserungen des TrueDepth-Systems vor 2019 rechnen. Alles in allem stellen also weder das Plus- noch das neue iPhone X-Modell dieses Jahr die großen Innovations-Wunder dar. Beim 6,1 Zoll-Modell bleibt abzuwarten, ob die Käuferschaft trotz abgespeckten Features bereit sein wird, 700-800 $ in ein sonst auf dem Papier doch recht überzeugendes Smartphone zu investieren, nur weil es „das Neue“ ist.

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Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Soll, könnte, vielleicht…
    Und?

  2. ChipsUndCola says:

    Dieser jährliche Zwang etwas Neues zu bringen auf Teufel komm raus ist auch nur nervig. Aber ansonsten gilt man ja gleich als technologisch rückständig, wenn man nicht die neueste Kollektion auf den Markt wirft, um die Lemminge zu befriedigen. Und das gilt für alle Branchen, egal ob Smartphones, Autos oder Kleidung.

    • Ich denke das Problem sind eher die Anleger. Wäre der Aktienmarkt nicht so unfassbar abgefuckt, dann würde der generelle Markt komplett anders aussehen. Man stelle sich nur vor, Apple haut ein Jahr kein iPhone raus, die Aktie würde in den Keller reiten. Egal ob man es braucht oder nicht.

  3. Das einzige was ich mir wünsche ist, dass die zweite Generation des iPhone X einen größeren Erfassungsradius bei Face ID hat, sodass ich es auch nutzen kann, wenn das Telefon auf dem Tisch oder neben mir liegt. Ich möchte einfach nicht dazu gezwungen sein, permanent das Telefon anheben zu müssen, nur weil ich kurz etwas nachschauen möchte.

    Gerne auch einfach Touch ID unter dem Glas, damit man die Wahl hat, wann man was nutzen möchte.

  4. Ich hol mal meine Kristallkugel raus..

  5. Habe ein X und bin Zwiegespalten. Face ID funktioniert wesentlich besser als TouchID. So gut das ich jetzt ein wirkliches PW vergeben habe. Die Kamera ist KLASSE!!!!! Ich habe in einer Kirche bei schlechter Beleuchtung unsere Tochter im Chor aufgenommen einfach unglaublich was da noch rauskommt incl. reinzoomen (ok dann wird es auch ein bißchen grieselig). Der Screen selber gefällt mir nicht so gut wie die aktuellen iPhone 8 Displays aber das ist vielleicht Geschmacksache. Das bessere P/L Verhältniss hat sicher ein iPhone 8 aber das 8+ war mir zu groß und mit dem X habe ich zwei Kameras mit Stabilizer. Ja ok, ist für Snobs aber die Kamera ist für mich das wichtigste an einem Smart Phone. Der fehlende Home Button hat mich übrigens nur einen Tag gestört, jetzt ertappe ich mich beim iPhone meiner Holden das ich immer nach oben wische 🙂 Das hat Apple wirklich gut gelöst.

  6. Schade, ich hatte gehofft, was konkretes über das neue iPhone SE zu erfahren… Na gut, also weiter abwarten.

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