Android-Tablets bekommen spezielle Entertainment-Oberfläche von Google

Mein Standpunkt ist, dass es nur wenige interessante Android-Tablets gibt – und noch schlimmer ist die Tatsache, wie die Oberfläche und die Apps darauf aussehen. Nicht nur Entwickler kümmern sich da wenig drum, auch Google lässt einiges schleifen im Tablet-Bereich. So ist der Tablet-Markt völlig zurecht ein iPad-Markt. Google möchte nun etwas ändern, von dem man hofft, dass es die Android-Tablets verbessert.

Das Ganze ist ein Entertainment-Hub, der erst auf Tablets von WalMart kommt, dann aber auch später in andere Länder ausgerollt werden soll – allerdings nennt Google da auch erst einmal nur Tablets von Lenovo und Sharp. Ich bezweifle auch einmal stark, dass beispielsweise Samsung sich so etwas antun möchte.

Entertainment Space ist laut Google ein personalisiertes Zuhause für all eure Lieblingsfilme, -sendungen, -videos, -spiele und -bücher aus einer Hand. Nutzer sollen Zeit sparen und müssen nicht mehr zwischen Apps hin- und herspringen, um herauszufinden, was sie tun sollen – egal ob sie etwas ansehen, spielen oder lesen möchten.

Sobald Anwender sich bei Ihren Abo-Apps angemeldet haben, zeigt ihnen der Entertainment Space ihre Inhalte an einem Ort und auf sie zugeschnitten an. Und wenn Nutzer ihr Tablet mit anderen teilen möchten, kann jeder in der Familie sein eigenes personalisiertes Profil haben.

Vermutung: Google möchte das auch für Hersteller machen, die vielleicht keinen Sinn mehr darin sehen, eigene Tablet-Oberflächen mit viel Arbeit und verbunden mit Kosten zu realisieren. Sprich: Der Hersteller macht weniger und Google muss die Software anliefern, um das Ganze erträglicher zu machen. Ganz ehrlich: Nicht alles muss präsentiert werden, mit viel Geraffel. Eine aufgeräumte Oberfläche mit vernünftigen Apps, angepasst für das Tablet reicht doch.

(Update: Das Ganze soll nicht die komplette Oberfläche ersetzen, sondern ist Teil des Launchers, der ansonsten für Discover genutzt wird, also quasi eine separate Seite)

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21 Kommentare

  1. omegaman says:

    Mhm, naja, ordentliche Tablets, bevorzugt von Google selbst, würde hier viel mehr helfen.

  2. Mhmm, ziemlich einseitig ein Tablet zum reinen Entertainment-Device zu degradieren. Will Google damit den FireTablets von Amazon Konkurrenz machen?

    • Na, musste ja nicht nutzen.

      • Das ist schon klar. Aber ging es nicht darum Android-Tablets generell attraktiver zu machen? Schön, dass nun der Entertainmentbereich attraktiver wird, aber was ist mit dem Rest? Will man diesen ganz bewusst fallen lassen und Android-Tablets zu Entertainment-Tablets machen? Deshalb mein Vergleich zu den FireTablets.

    • SteffenD says:

      Kann schon sein. In meinem privaten Umfeld sind neben iPads eigentlich nur noch Fire-Tablets zu finden. Und ehrlich gesagt gefällt mir deren Oberfläche für den Einsatzzweck schon besser als der Androidstandard.
      Noch schöner hätte ich es allerdings gefunden, wenn Chrome OS auf Tablets irgendwie voran kommen würde.

  3. Also rein als Medienkonsum-Gerät sind Android Tablets genauso gut geeignet wie die iPads. All die grossen Apps laufen wunderbar darauf. Und auch beim iPad OS gibts viele Apps, die einfach nicht optimiert wurden, fallen mir direkt Miles & More und die Swiss App ein, aber es gibt viele. Hier wird vor allem dem Samsung Tab S7+ sehr oft unrecht getan.

    • Also zum Medienkonsum ist das iPad mit seinem 4:3 Format eigentlich ne Katastrophe. Mit den dicken Rändern bei Videos.

      Außerdem gibt es beim iPad sogar sehr viele Apps die unter Android besser aussehen und angepasst sind. PayPal, insta, und die Headphones App von Sony fallen mir da spontan ein. Bin vom iPad Pro aufs Tab S7+ gewechselt, und finde es um einiges besser. Gerade mit dem krassen 120 HZ OLED Panel von Samsung. Da hatte mein Pro gar keine Chance.

      • So siehts mal aus. Wir haben im Haushalt u.a. auch ein Ipad und ein Samsung Tablet. Für den üblichen Tableteinsatz (online gehen, Youtube, Homebanking, ab und an etwas daddeln ) steht das Samsung dem Ipad in nichts nach. Keine Ahnung warum der Tabletmarkt da völlig zu Recht ein IPadmarkt sein soll??? Für einzelne Anwendungsbereiche mag das so ein, bei mir zB hat Samsung mit Android da klar die Nase vorn…

    • Oettinger says:

      Hmja, seit Android 3 habe ich privat und in der Firma immer wieder Android Tablets im Einsatz. Und auch als überzeugter Androidianer meine ich, dass auf längere (!) Sicht die nicht mit iPads mithalten können.
      Denn bisher hatten alle die folgenden Probleme:
      – Akkulaufzeit. Ja in irgendwelchen Ausdauertests stehen Androids gut da. Aber lass dein Tablet mal ein paar Tage bis Wochen einfach liegen. Das iPad kann ich direkt noch nutzen, dem Android ist im Standby wohl eher der Saft ausgegangen.
      – Geschwindigkeit. Klar, zum Start alle superduper schnell. Aber nach ein paar Jahren kreuzlangsam, selbst mit Reset usw.
      – Updates. Ok, nicht super wichtig immer das neueste Android zu haben. Nett ist es aber trotzdem. Von Sicherheitsupdates ganz zu schweigen (auch wenn sich zumindest da was bei Android getan hat).

      Wegen Nichtbenutzung und Enttäuschung habe ich schon länger kein aktuelles Tablet mehr, vielleicht hat sich was geändert.
      Das iPad mini 2 hier tut es immer noch super für die Kinder, so ein altes Android Tablet würde ich selbst ihnen nicht zumuten wollen 🙂

  4. Ingo Podolak says:

    Klingt für mich ein wenig nach Google TV wo ja ebenfalls die Inhalte verschiedener Apps Gebündelt werden.

  5. Google erinnert sich daran, dass es noch Tablets gibt? Erstaunlich!
    Den Markt mit Tabletts hat Google freiwillig Apple überlassen.

    • Oettinger says:

      Ja leider. Die sollten mal die Nexus Reihe wieder beleben. Gute Smartphones und Tablets zu einem guten Kurs, das waren noch Zeiten 🙂

  6. An so einer Oberfläche, habe ich gar kein Interesse.

  7. Email, Browser, Plex. Läuft doch alles. Wozu brauche ich eine verspielte Oberfläche, die ich nie sehe, weil eine geöffnete App darüber läuft.

    Ich will nicht zeichnen oder Musik machen. Also brauch ich auch kein IPad.

  8. Raymond Riegel says:

    Also ich würde Mal raten über den Tellerrand zu schauen. Gibt genügend Tablets aus Fernost die hier sehen oder gar nicht vertreten sind. Und die sind zum Teil echt gut. Die haben meiner Meinung nach auch einen Platz bei uns verdient. Da wäre z.b. Teclast Xiaomi Vastking usw.

  9. Google trifft strategisch wirklich fragwürdige Entscheidungen.
    iPad, Apple Watch, AirPods pro und AirTags…
    Die Geräte sind einfach Benchmark. Google tut so gut wie gar nichts mehr. Es nervt mich nur noch ein Android Nutzer zu sein.
    Warum kommt denn einfach rein gar nichts mehr von Google? Ihre Chromebooks können sie sich in die Haare schmieren. Die sind genauso attraktiv wie Android One.
    Es ist nur noch peinlich. Einzig der Google assistant ist besser als Siri.

  10. Nach zwei Tablets mit Android habe ich seit seit 10 Monaten ein iPad. Ich habe mich bisher nicht einmal über das Gerät geärgert, was ich von den Androiden leider nicht bestätigen kann. Mein Lenovo Yoga Book war ein innovatives Gerät, welches trotz eines schnellen Prozessors richtig träge war. Von den nicht vorhandenen Updates will ich gar nicht erst reden. Medienkonsum auf dem Lenovo war ein Krampf.

  11. Wenn eine Firma 400€ für ihre (sagen wir mal) „nicht dem Preis entsprechend anfühlende“ iPad-Tastatur verlangen kann, und es die Leute dieses Produkt auch noch attraktiv finden, dann hat diese Firma wirklich sehr viel richtig gemacht.

    Ich würde dem aber trotzdem nicht nachtrauern, da es in einem freien Markt auch viele Alternativen ausserhalb von Google gibt. Deren Entwicklung wird zwar evt nicht so stark quersubventioniert, aber ich finde die Sennheiser Momentum sind noch eine Stufe über den AirPods.
    Mit meiner Garmin-Uhr bin ich genauso zufrieden wie mit dem Chipolo-Tracker, den ich vor 4 Jahren mal gekauft hatte und seither genau einmal gebraucht habe.
    Ich stimme aber zu, die Entwicklung von Android stagniert aktuell, da es mittlerweile einfach ein ausgereiftes Produkt ist. Apple hat vielen von den Android-Ideen sogar zugestimmt und App-Launcher, Widgets und die gruppierte Notification-Leiste übernommen. Bin gespannt auf die Battle im nächsten Feld, und ob dieses wirklich AR-Glasses sind. Aber bis dahin wird Android vermutlich eher ein Rentner-Leben geniessen.

  12. Da ich in ChromeOS die Zukunft für Tablets sehe, hoffe ich auf eine Integration in ChromeOS oder zumindest die möglichkeit das via Sideload zu installieren

    • Pantigamo says:

      Stimme dir voll zu. Auf der Suche nach einem neuen Tablet bin ich auf das Lenovo Chromebook Duet gestoßen. Web-Apps wie Google Docs oder MS Word Online lassen sich super im Chrome Desktop-Browser nutzen. Für alles andere wie z.B. Entertainment gibt es Android-Apps. Für mich die perfekte Kombination.

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