Android Security Report 2014: weniger als 1 Prozent der Geräte mit potentiell gefährlichen Apps

Die Offenheit des Android-Systems wird von Sicherheitsfirmen und ebenso von Medien gerne herangezogen, wenn es um die Bedrohung durch Malware geht. Wie verschwinden gering die eigentliche Bedrohung aber ist, zeigt der Android Security Report für letztes Jahr, der gerade von Google veröffentlicht wurde. Aus diesem geht hervor, dass sich Android-Nutzer durchaus sicher fühlen können. Und dabei spielt es nicht einmal unbedingt eine Rolle, ob man Apps nur aus dem offiziellen Google Play Store oder anderen Quellen bezieht.

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44 Seiten umfasst der Bericht, für den wiederum Milliarden von Datensätzen ausgewertet wurden. Das vollständige, durchaus interessante Schriftstück findet Ihr hier (PDF). Die interessantesten Punkte sind folgende:

– Über eine Milliarde Android-Smartphones sind durch Google Play geschützt. Google führt pro Tag mehr als 200 Millionen Sicherheits-Scans auf diesen Geräten durch.

– 2014 hatten weniger als 1 Prozent der Geräte potentiell gefährliche Apps installiert. Bei Geräten, die nur Apps aus dem Google Play Store installieren, liegt der Anteil sogar nur bei 0,15 Prozent.

– Zwischen dem ersten und vierten Quartal 2014 sank die Installation von potentiell gefährlichen Apps um 50 Prozent.

– SafetyNet überprüft pro Tag über 400 Millionen SSL-Verbindungen auf mögliche Gefahren.

– Android und Android Partner reagierten auf 79 Sicherheitslücken, die extern gemeldet wurden. Mehr als 25.000 Apps wurden mit einem Update versehen, nachdem sie eine Benachrichtigung über ein Sicherheitsproblem durch Google Play erhalten haben.

Google arbeitet weiterhin daran, Android noch sicherer gestalten, ergriff hierfür schon Maßnahmen, wie die erweiterte Kontrolle von Apps bei Google Play. Aber auch außerhalb von Google Play bemüht sich Google um mehr Sicherheit, speziell in Regionen, in denen die Gefahr auf Malware zu stoßen höher ist.

Zwar liest sich der Bericht durchaus positiv für Android, allerdings sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass selbst wenn es nur 1 Prozent der Android-Geräte betirfft, dies immer noch Millionen von Geräten sind, die unter Umständen mit Malware befallen sind.

(Quelle: Google Online Security)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

18 Kommentare

  1. Und wieder zerbrechen die Träume so manchen Fanboys. 😉

  2. Ja, und fast alle unbedarften User installieren sich Apps sowieso nur aus dem Play Store. Das ist oben in der Grafik die grüne Linie knapp an der Null. 😉

  3. 1 % finde ich jetzt gar nicht so wenig. 0,15 % hört sich hingegen gut an.
    Aber nach wie vor gilt doch, dass man einfach sein Gehirn benutzen sollte. Bei Windows hieß/heißt es ja auch immer, dass es dafür so viele Viren und Malware gibt und ein Antivirenschutz Pflicht sein, davon gemerkt habe ich noch nie was auch in der nahen Familie noch nicht. Keine Ahnung wo sich die ganzen Gefahren verstecken sollen. Liegt vermutlich auch daran, dass viele solche Berichte mit Panikmache von den Herstellern solche Sicherheitslösungen kommen.

  4. Das wird McAfee und Co aber sicher nicht hindern auf die unglaubliche Gefährdung dieser 0,2 % der Play User und der 1,5% der anderen hinzuweisen 🙂
    Ich finde es faszinierend, dass die ihr Zeugs trotz dieser minimalen Unsicherheiten verkaufen können – liegt aber vielleicht auch daran, dass deren Malware auf vielen Handys einfach mit dabei ist (auf meinem Motorola Moto G zum Beispiel) und sich auch nach Entfernung immer wieder in Erinnerung bringt.

  5. „…von Google veröffentlicht wurde.“ Achso, na dann.

  6. @HO erklär‘ mal deine „Aussage“

  7. Nur 0,15 % hört sich völlig ungefährlich an. Das ist schon lustig.

    Man hätte auch schreiben können das mehr als 1,5 Millionen Android User gefährliche Apps auf Ihrem Smartphone bzw. Tablet haben. Oh, jetzt ist es sehr gefährlich.

    0,15% der Android User sind aber 1,5 Millionen… Und 1% sind 10 Millionen. Ne ganze Menge finde ich.

    Und nein ich bin kein Fanboy von Apple oder sonstwas. Nur ein Android User.

  8. Google führt täglich 200 Millionen Scans auf Android Geräten durch. Google ist so lieb und scannt also alle 5 Tage auch mein Smartphone… rein statistisch.

    Dabei prüfen die meine Apps, nur um mir zu helfen. Vielleicht prüfen die auch die SSL Verbindung zu meinem Bank Account, damit ist beim überweisen oder Saldo prüfen sicher bin und keine Fehler mache.

    Dann sind Sie auch viel besser über meine Finanzen im Bild und können für mich die Werbung optimieren. Schon damit ich nicht ständig Sachen angeboten bekomme, die ich mir eh nicht leisten kann.

    So wird mein Tag schöner, danke Google.

  9. @Superhero: HO war Verkäufer bei Apple. Noch Fragen? 😉

    Übrigens wurde oben im Artikel nicht erwähnt, dass es sogar noch harmloser ist: Die 0,15 % beziehen sich nur auf den weltweiten Durchschnitt!

    Je nach Land zeigten sich aber große Unterschiede in der Häufigkeit schädlicher Apps. Die Länder mit dem häufigsten Auftreten von Apps, die als Sicherheitsgefährdung eingestuft wurden, waren im Jahr 2014 Russland, China und die Arabischen Emirate.

  10. @Hans Man kann’s auch übertreiben, das ist schon paranoid

    Klar sind das nicht gerade wenige, aber bei Milliarden von Android Geräten sind 10 mille schon wieder peanuts.. dazu kommt auch noch, das darunter auch viele alte Geräte sind die noch nicht die sicherheits Aspekte haben die ab 4.4 vorhanden sind. Und solange man dann schlau ist &‘ nicht jede Taschenlampen-App oder sonst irgendwas runter lädt das schon vom icon her wie der größte scheiß aussieht kann man auch beruhigt sein.
    Jeez warum stellen sich hier alle so an, ist doch gut das sie immerhin schon so schnell so weit gekommen sind.. bei der system Offenheit ist das schon ’n ding.

  11. @lentille Gut zu wissen, hätte ich auch gleich drauf kommen können ?

  12. 10 Millionen als verschwindend gering zu bezeichnen ist schon lustig ^_^

  13. @Superhero
    lentille trollt seit Ewigkeiten gegen Apple und lässt bei jeder Gelegenheit den gleiche Schwachsinn über HO vom Stapel.

    Zum Thema: 0,15% sind immer noch 1,5 Millionen Geräte. Wo ist dein Gott (Duarte) jetzt?

  14. @Webling Es geht hier um ungefähr 10.000.000 von 1.000.000.000.. Da muss man schon in anderen Größenverhältnissen denken. Die 10 mille sind hier die 1%. Die 0,15 die, die „normalen “ Nutzer betreffen sind da nur noch ca. 2 mille oder so. Das ist schon ziemlich wenig wenn man nur mal in diesen Größen denkt.

  15. @Hans: Die Virenscanner-Funktion kannst du auch deaktivieren.
    Es gibt zwei Menüpunkte unter Einstellungen / Sicherheit / Geräteverwaltung und dann Apps verifizieren und unter Google Einstellungen / Sicherheit / Apps überprüfen.

  16. Ich habe nun bloß einmal durch das Dokument gescrollt, deshalb verzeiht mir, wenn es dort drin steht. Aber was genau ist eine „potentiell gefährliche App“, die auf 10 Millionen Geräten installiert sein soll? Wenn davon dann nur 10 % tatsächlich gefährlich sind, sind wir nur noch bei einer Million Geräten.

  17. @HO: Google wird wohl am besten über ihre Analysen berichten können, oder? Entweder kommen solche Berichte von Herstellern, von Sicherheitsforscher oder von Antivirus-Herstellern. Alle verfolgen verschiedene Ziele …

    @Hans: Du weißt vermutlich nicht, wie so ein Scan technisch abläuft. Die Benutzerdaten sind dabei vollkommen uninteressant. Es werden die Apps angesehen (apk) und wenn die aus dem Google Play Store kommen, vermutlich nichtmal auf deinem Gerät selbst untersucht, sondern lediglich die Signatur/ID geprüft. Aber wenn du so eine irrationale Angst hast, dann lass das mit dem Android-Handy einfach sein.

  18. Wird sich zwangsläufig im Android Universum nicht ändern. Ältere Geräte werden von Herstellern nicht mehr geupdated, ergo wird es immer dieses „eine“ Prozent geben.