Amazon: Patent beschreibt Smartphone-Unlock mit dem Ohr

Amazon will Nutzer laut eines Patentantrags nicht länger über langweilige Methoden wie Entsperrmuster oder dem Fingerabdruck Zugang zum Smartphone gewähren. Vielmehr soll die Ohrmuschel als biometrisches Merkmal herhalten, um den Nutzer zu identifizieren. Geht es nach Amazons Vorstellungen, wird das Ohr mit Hilfe der Frontkamera fotografiert, vergleichen und das Smartphone daraufhin entsperrt. Für die Annahme von Telefonaten vielleicht ganz praktisch, für alle weiteren Aktionen auf dem Smartphone ist der Nutzen allerdings fraglich, wer will sich ein Telefon schon ans Ohr halten, nur um es zu entsperren?

Amazon_Ohr

Das Ohr kann durchaus als Sicherheitsmerkmal dienen, es ist bei jedem ähnlich einzigartig wie der Fingerabdruck. Insofern ein probates Identifizierungsmittel. Gleichzeitig könnte so auch dafür gesorgt werden, dass die Lautstärke bei Telefongesprächen immer passend ist. Je nachdem wie weit das Smartphone vom Ohr entfernt ist, wird das Gespräch entsprechend leiser oder lauter wiedergegeben.

Als alleinige Authentifizierungsmethode dürfte der Ohrabdruck nicht allzu toll sein, in Kombination mit anderen Sicherheits- ind Bequemlichkeits-Features ist die Methode aber vorstellbar. Mal sehen, ob Amazon das Ganze in einer Neuauflage des Fire Phone oder in seinen Fire Tablets zum Einsatz bringt. Nur weil ein Patent dazu da ist, heißt dies ja leider nicht, dass solche Funktionen nun auch sofort eingesetzt werden müssen.

(Quelle: Patent Yogi, via TNW)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Sehr Interessant das Amazon sich auf solchen Wegen begiebt..
    Ich selber arbeite jetzt als Parnter von Amazon.
    Bin echt gespannt was daraus wird….

  2. @Sascha
    Denk doch mal anders herum. Es ist doch eher unpraktisch, bei eingehenden Anrufen erst irgendwelche Muster oder Pins eingeben zu müssen. Das entfällt da. Ich würde daher eher von einer dem entsprechenden Fall angepassten Entsperrung des Smartphones reden, die auch noch Sinn macht. Für alles andere als Telefonate halte ich mein Smartphone sowieso nicht ans Ohr. Da greift vermutlich weiterhin die sonst gewählte Entsperrungsmethode. Synergien. Oder so.

    Das mit dem Anpassen der Lautstärke des Telefonats ließe sich doch sicherlich einfacher über bessere Nährungs-/Lichtsensoren auch ohne Ohrdentifikation realisieren, denke ich. Derlei Sensoren sind doch gewöhnlich in direkter Umgebung der Ohrmuschel verbaut.

  3. Wenn ich mir die meisten Smartphone-Nutzer anschauen, dann ist das nicht besonders praktisch. Die meisten surfen oder chatten mit dem Gerät, am Ohr ist es seltener. Daher ist es wohl umständlich, zuerst ans Ohr, um dann das Phone nutzen zu können.

  4. Wenn mein Telefon gesperrt ist und ein Anruf kommt, kann ich den Anruf annehmen ohne es erst zu entsperren …

  5. Yeah! Fakeanrufe nich mehr als Ausrede sondern als Unlock ^^

  6. … die Idee is schon einer alter Hut. Im Jahr 2009 wurde bereits über das Thema sinniert:

    http://analoguebrainchilds.blogspot.de/2009/09/apples-iphone-with-ear-pattern.html

  7. Also ich halte mein Display nicht an’s Ohr, sondern den obrigen Lautsprecher – sonst hört man ja nichts o_o

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