Amazon: 10.000 Mitarbeiter sollen entlassen werden

Amazon plant laut der New York Times die Entlassung von rund 10.000 Mitarbeitern im Unternehmens- und Technologiebereich. Dies wäre der größte Stellenabbau in der Geschichte des Unternehmens – und bereits in dieser Woche soll er beginnen. Die Kürzungen werden sich auf Amazons Geräteorganisation, einschließlich des Sprachassistenten Alexa, sowie auf die Einzelhandelsabteilung und die Personalabteilung konzentrieren, so die Quellen der New York Times. Amazon ist nicht das einzige Unternehmen, welches Mitarbeiter entlässt, derzeit zeigt sich, wie die sich verschlechternde Weltwirtschaft Druck auf Unternehmen ausübt – und unendliches Wachstum wird es nicht geben.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Ganz toll, anstatt mit seinem Geld seine Mitarbeiter zu halten und ordentlich zu bezahlen, Spendet er es für Wohltätige Zwecke. Er könnte auch locker beides tun…

    • Das ist eine der Kernaufgaben eines Geschäftsführers dafür zu sorgen, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig ist und bleibt.

      Es ist niemandem geholfen wenn ein Unternehmen nicht mehr benötigte Mitarbeiter ewig behält und deswegen das Unternehmen pleite geht und alle ihren Job verlieren.

      • Du weißt aber schon, dass es hier um Amazon geht? Das ist ein amerikanisches Unternehmen, das als Ziele „Kostenoptimierung“ und „Gewinnmaximierung“ hat. Da geht es nicht darum, dass das fast eine Billion Dollar wertvolle Unternehmen wegen der paar Tausend überzähliger Mitarbeiter über die Wupper geht. Es geht also um eine Optimierung der Ertragssituation, nicht um das Überleben der Firma.

        • Und dir ist schon klar, dass nur weil eine Firma oder ein Konzern laut Börse einen bestimmten Wert zu haben scheint, dieser Wert keinerlei echte Relevanz hat und nichts mit den Gewinnen oder Verlusten zu tun hat? Und so groß sind die Gewinne des Gesamtkonzerns nicht – und das zuerst das teuerste Asset kostentechnisch reduziert wird – und das sind nun mal die Mitarbeiter! – ist eine schlichte Notwendigkeit für jeden Chef einer Firma um in einer schwierigen Zeit einigermaßen gut über die Runden zu kommen.
          Außerdem bringt es wenig, schlechte Produktlinien nur wegen Mitarbeiter weiterzuführen, genauso wie Leute in Bereichen zu beschäftigen, die schlicht überflüssige Arbeit machen – niemand hat so viel Geld um es sinnlos aus dem Fenster zu schmeißen!

          Auch wenn es einige nicht hören wollen – Amazon ist nicht die Caritas und Geld so einfach zu verschenken. Das machen einige Personen privat (und nein, Geld das irgendwelche News-Letter ihnen zuschreiben haben diese nicht wirklich; dass sind blos Zahlen, die irgendwelche Firmen, deren Aktien diese Leute besitzen, an den Börsen möglicherweise wert sein KÖNNTEN! Wo aber sind diese Zahlen für Pensionsfonds oder ähnliches? Oder gar von Privatleuten, die auch Fonds und Aktien sowie Krypto-Währungen besitzen – demnach wären nämlich locker 100.000te Deutsche Millionäre, wenn nicht sogar Multi-Millionäre!!)

    • Naiv. Selbst ein Bezos hat das Geld nicht cash herumliegen, sondern in Aktien und anderen Papieren, die er erstmal zu richtigem Geld machen müsste. Außerdem spendet er sein Vermögen (das ist etwas anderes als Geld) aktuell nicht, er hat nur angekündigt, dass er es nicht seinen Angehörigen vererben werde, sondern es wie Bill Gates & Co. in eine gemeinnützige Stiftung überführen werde. Und 10.000 von 1,6 Millionen. Lol. Das ist vermutlich nicht mal die normale Fluktuation.

      Tja, außerdem ist ja gar nicht klar, ob die Mitarbeiter arbeitslos werden. Vielleicht gehen sie zur nächsten Techfirma mit ihren Skills. Na ja, ein Duke checkt das halt nicht.

      Was mich erstaunt ist nicht, dass Alexa im Endkundenmarkt eher floppt (Spracherkennungsmodelle sind super für Big Data, im Alltag ist der Markt mit Licht an/aus wohl gesättigt … zumindest meine Alexa war/ist eigentlich nur ein Sprachschalter und eine etwas intelligentere Zeitschaltuhr mit integriertem Webradio), sondern das wohl auch der Kindle und das e-reading betroffen ist. Das ist echt schade, dass sich das wohl selbst in den USA nicht wirklich breit durchgesetzt hat; in Deutschland klar, da hat die Marktregulierung im Grunde die Sache erstickt (wer kauft schon ebooks, die praktisch so teuer sind wie Leinenhardcover mit Fadenheftung), aber in den Staaten — offenbar sind Leser konservativ und die Technik Buch ist einfach super (simpel und komfortabel, sicher, wiederverkaufbar, keine Lizenz usf.). Man merkte es allerdings, im Bereich ereader und v.a. eInk-Display stagnierte die Entwicklung seit Jahren weitgehend. Es gab und gibt schlicht keinen Grund, einen 3 oder 4 Jahre alten Kindle Paperwhite zu ersetzen.

  2. Ist ein in Amerika ganz normaler Prozess und unendliches Wachstum hat keiner erwartet.

  3. Das war es dann wohl erstmal, mit den Sprachassistenten, Wareables, VR, Streaming fragmentierung usw mal sehen welche nächste Hype Sau zum nächsten Gott gekrönt wird.

  4. Das passt ja super zu der Meldung das Herr Bezos sein Geld spenden möchte. Ich denke die Mitarbeiter die jetzt arbeitslos werden würden sich über eine Spende sehr freuen.

    • Warum denken immer alle das bei einem Stellenabbau plötzlich alle arbeitslos werden. Als brächten andere Unternehmen keine Mitarbeiter in den genannten Abteilungen.

    • Schon einmal geschaut wieviel Mitarbeiter weltweit hat ? Es sind ca. 1,6 Millionen. Natürlich trotzdem schade, wenn man zu den Betroffenen zählt, aber im Verhältnis ist dies eine sehr geringe Korrektur der Anzahl von Mitarbeiter (unter 1 Prozent). Da sind andere Unterhemden um einiges radikaler und damit meine ich deutsche Unternehmen. Ein Einstellungsstopp als Beispiel ist auch eine Art von Stellenabbau, welcher sich erst spät bemerkbar macht und der arbeitenden Mitarbeiter im Betrieb schadet und auf Dauer die Firma kaputtsparen kann. Passiert momentan fast überall in Deutschland, darum auch immer die Aussage von „Personalmangel“. Amerikanische Unternehmen stellen wesentlich großzügiger Mitarbeiter an, aber trennen sich dafür auch schneller von denen. Vorteil davon ist, dass Unternehmen wesentlich schneller wachsen, weshalb die USA diese riesigen Konzerne hat. Menschlich mag es nicht sein, aber das unser Wirtschaftssystem schon lange nicht mehr bzw. War es dies nie

      • Immer diese radikalen Unterhemden 😉

      • Wenn man sich ansieht, welche Bereiche betroffen sind und wie es dort seit langen „Aussah“, sollte den dort Beschäftigten klar sein, dass das Einsparungen kommen. Und viele werden in andere Bereiche übernommen und gar nicht gekündigt – Amazon gibt ja jeden von Kündigung bedrohten Zeit sich innerhalb des Konzern einen anderen Arbeitsplatz zu suchen. Und das machen selbst in Europa die wenigsten Firmen.

    • Bezos kann mit seinem Geld machen, was er für richtig hält und nicht was die Allgemeinheit oder die paar Neider für richtig halten.

  5. Kämpft Verdi auch für die 10.000 Mitarbeiter ?

    • Sarkasmus ? Amazon hat weltweit 1.6 Millionen Mitarbeiter. Somit werden unter 1 Prozent der Mitarbeiter weltweit entlassen. Soweit hast du wohl nicht gedacht.

  6. Wichtiger in der Meldung wäre, dass zwei Sparten mit Milliardenverlust zur Disposition stehen und die Mitarbeiter dieser Bereiche aufgefordert wurden sich innerhalb des Konzerns auf andere Jobs zu bewerben.

    Die Sparten die das betrifft saind Alexa mit 5 Milliarden Dollar Verlust und die Elektroautosparte mit Rivian und 4,3 Milliarden Verlust.

  7. Wäre schade wenn der Alexa-Sprachservice- reduziert wird. hab mich an die Kisten gewöhnt – schnell mal ne Umrechnung z. B. von Einheiten , wenn man irgendwo was von Meilen pro Stunde hört oder liest in km/h das können die Büchsen auf Zuruf sehr gut . Will ja gar keinen Diener und nutze z. B. keine Smartgeräte wie lampen und Heizkörperthermostat , aber als sprechende Uhr , Radio das auf Zuruf Musik macht und eben Alltagshelfer bei kleinen Rechnungen ist das Ding prima . Außerdem steckt der Amazon Voice Service ja auch in vielen Geräten von Drittanbietern. Sollte man schon deshalb verbieten das aufzugeben weil es viele gekaufte und bezahlte Geräte plötzlich funktionslos macht . Warum kümmern sich unsere Weltverbesserer die Grünen nicht mal darum was gegen solche geplante Obsoleszenz von technik-gütern zu unternehmen ? Wer einen Dienst aufsetzt muß seine Funktion gegenüber den Verbrauchern auch über einen langen Zeitraum gewährleisten Verhindert Elektroschrott und ist im Sinne des Verbraucherschutzes. . War schon öfter so daß z. B. Internetradio-Aggregatoren auf einmal ihren Dienst dichtmachten und dann – ich glaub sogar ein „großer“ wie Sony war betroffen – viele Komponenten keine Internetradiofunktion mehr boten , weil dieser Aggregator fest ins System eingebunden war und der Kunde das nicht selber ändern konnte. sprich: eine funktion für die man als Kunde gezahlt hatte ging auf einmal nicht mehr . Damals Abschaltung DSR oder Astra Digital Radio – alles Dienste die auf einmal wegen unternehmerischer entscheidungen recht kurzfristig aufgegeben wurden und frustrierte Kunden und elektroschrott hinterliessen. Wer ein „Baby“ in die Welt setzt muß es auch – nötigenfalls unter Verlusten – großziehen. Das ist eben unternehmerisches risiko. Niemand wird gezwungen Unternehmer zu werden. von daher kann man m. E. dann auch fordern daß Verläßlichkeit gegenüber der Kundschaft garantiert wird, u. U. eben auch mit Verlusten . Soll man sich vorher überlegen ob man sowas aufbaut oder nicht.

  8. Sind hiervon auch deutsche Standorte betroffen? (Technologie Standorte und natürlich Personalwesen hat Amazon auch an hiesigen Standorten)

    PS ich hoffe der Alexa Dienst wird zumindest in den derzeitigen Umfängen noch sehr lange weiter geführt

  9. Tja, Wachstum Wachstum Wachstum. Ich war mal als Begleiter meiner Frau auf einem Neujahrempfang der Firma wo sie arbeitet. Da sagte der Chef bei seiner Rede: Wir haben eine schwarze 0 Null geschrieben, wir haben alle Verpflichtungen erfüllt, er ist voll zufrieden.
    Und die Firma existiert heute immer noch und die Mitarbeiter arbeiten gerne dort.

  10. „Wer ein „Baby“ in die Welt setzt muß es auch – nötigenfalls unter Verlusten – großziehen.“

    Nein, so funktioniert das nicht. Das Produktmanagement muss ein nicht tragfähiges Produkt auch rechtzeitig ausphasen können. Ansonsten würden wir Innovationen im hohen Maße ausbremsen und Firmen in den Ruin treiben. Denn ein Produkt hat Lebensphasenzyklen. Wenn man diese künstlich festschreibt, ist das ökonomisch in den meisten Fällen nicht zu stemmen.

    • Hallo Tandeki, dann meinst Du also der Alexa-Voice-Service sei ausentwickelt? Oder wie soll ich „Ansonsten würden wir Innovationen im hohen Maße ausbremsen “ sonst verstehen? Da ist doch noch viel weiterzuentwickeln,, gerade vor einigen Blogposts hier wurde von einigen nutzenden – u. a. auch von mir – Probleme bei Siri, aber auch Alexa , beschrieben wo man unzureichende antworten auf alltägliche Fragen bekam. Das Produkt ist also mitnichten am ende seiner technischen Möglichkeiten und bietet noch Raum für weitere Innovation. Dafür muß es nicht „ausgephast“ werden und nicht durch etwas Anderes ersetzt weerden.

  11. Es geht doch garnicht darum das Produkt auszuphasen! Die Einführung ist abgeschlossen und die weitere Betreuung benötigt weniger Ressourcen. D.h. neue Innovationen kommen vermutlich langsamer in diesem Bereich, als bisher. Im Übrigen sind 10.000 im Verhältnis zu 1.6 Million Mitarbeiern 0,6%. Eine übliche Fluktuation liegt im Bereich von 10% pro Jahr!

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