UniFi: Dream Router 7 und Express 7 unterstützen Wi-Fi 7 sowie 10-Gbit-Ethernet

Netzwerkspezialist Ubiquiti hat eine handvoll neuer Produkte mit Wi-Fi 7 vorgestellt: den Dream Router 7 sowie den UniFi Express 7. Außerdem neu: das Cloud-Gateway Fiber. Besonderheit der Neuvorstellungen: Anbindung per 10-Gigabit-Anbindung.

Der Dream Router 7 ist der Nachfolger des 2021 vorgestellten UniFi Dream Routers. Es handelt sich hierbei um die „eierlegende Wollmilchsau“ im UniFi-Portfolio und anders als die Dream-Machine-Modelle ist das Gerät dank Plug-and-Play auch durchaus etwas für den heimischen Gebrauch. Im Dream Router 7 sind alle UniFi-Anwendungen vereint und man kombiniert auf kleinstem Raum auch einige Hardware. So steckt im Gerät mit Statusbildschirm auf der Front ein 2,5 GbE-Switch (3x RJ45), davon einem PoE-Port. Zudem vorhanden ist ein SFP+-Port für die WAN- oder LAN-Konnektivität. Ein weiterer WAN-Port setzt gar ebenfalls auf SFP+ und unterstützt sogar 10 GbE.

Verbaut ist weiter ein Access Point, wie der Name vermuten lässt, auf Wi-Fi-7-Basis und mit Unterstützung von 6 GHz als Frequenz. Der Dream Router unterstützt zahlreiche UniFi-Anwendungen, darunter auch die Überwachungslösung UniFi Protect im Zusammenspiel mit einer SD-Karte als kleinen Speicherplatz. Ab Werk sind 64 GB microSD verbaut.

Zum Preis von 315 Euro lässt sich das Stück Hardware jetzt bestellen.

In einem etwas kompakteren Format gibt es dann noch den UniFi Express 7. Der Express 7 ist ähnlich ausgestattet und kann per 10 GbE angebunden werden (RJ45). Es ist hier allerdings kein Switch vorhanden, sondern lediglich ein weiterer LAN-Port mit 2,5 GbE (RJ45). Auch im UniFi Express steckt ein WiFi-7-Access-Point. Hier geht es dann nur um die Funktion als Cloud Gateway fürs Netzwerk-Management und nicht um weitere UniFi-Anwendungen. Die Stromversorgung erfolgt per USB-C. Wahlweise kann er aber auch als kabelgebundener Access Point verwendet werden. Das kompaktere Gesamtpaket schlägt mit 226 Euro zu Buche.

Zu den Neuvorstellungen mit 10-Gigabit-Performance zählt außerdem das Cloud Gateway Fiber. Hier stellt man ebenfalls alle UniFi-Anwendungen zur Verfügung, hier muss man allerdings mit externen Access-Points für die Wi-Fi-Abdeckung arbeiten. Leistungstechnisch beim Routing mit einer Dream Machine Pro vergleichbar, allerdings ohne Rack-Mount. Verbaut ist ein 2,5GbE-Switch mit viermal RJ45, davon einmal mit PoE+, neben einmal 10 GbE mit SFP+. Zudem gibt es zwei WAN-Ports mit 10 GbE (einmal RJ45 und einmal SFP+).

Da man alle UniFi-Anwendungen unterstützt, gibt es hier ebenfalls die Möglichkeit eine Protect-Lösung zu betreiben. Aufnahmen können per M.2 NVMe lokal abgelegt werden. Das Cloud Gateway Fiber kostet 320 Euro.

UDR7
Dream Router 7
(UDR7)
UX7
UniFi Express 7
(UX7)
UCG Ultra
Cloud Gateway Fiber
(UCG Fiber)
UniFi Application Suite Includes full UniFi application suite for device management Network Includes full UniFi application suite for device management
Managed UniFi Devices 30+ 30 50+
WiFi Integrated 6-stream WiFi 7 AP with 6 GHz support Integrated 6-stream WiFi 7 with 6 GHz support No built-in WiFi
Default WAN Ports (1) 10G SFP+
(1) 2.5 GbE RJ45
(1) 10 GbE RJ45 (1) 10G SFP+
(1) 10 GbE RJ45
LAN Ports (3) 2.5 GbE RJ45 including (1) PoE (1) 2.5 GbE RJ45 LAN port to extend network (1) 10G SFP+
(4) 2.5 GbE RJ45 including (1) PoE+ port
Form Factor Desktop Compact Desktop Compact Desktop
Max Clients 300+ 300 500+
IDS/IPS Throughput 2.3 Gbps 2.3 Gbps 5 Gbps
Best Use Case Small spaces needing multi-application support and a 10G connection for LAN or WAN Small spaces needing a gateway/AP or a tabletop AP Larger networks needing additional storage and 10G ports for WAN or LAN

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Lehrer. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. X; Threads; LinkedIn. Mail: felix@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. Weiterhin so schade, das man als Kabelkunde weiterhin noch Modems brauch, und wenn man Rackmounted mit UniFi Anwendung möchte, gleich bei sehr hohen Preisen liegt. (UDM Pro)

    • Nicht zu unterschätzen ist auch der Stromverbrauch der UniFi Rackmount-Komponenten.

      Ich habe mich eigentlich deshalb gegen die UDM Pro und für die UXG Lite entschieden, und nicht wegen der einmaligen Anschaffungskosten.

      Davon abgesehen, dass es im genannten Umfeld um ein privates geht, eine UDM Pro also so oder so mit Kanonen auf Spatzen geschossen wäre. Privat ist eine UDM ohnehin eher was was für Enthusiasten. Und bei dem Stromverbrauch würde ich sie aktuell gar nicht mehr kaufen. Lieber auf den Nachfolger mit min. 2,5 Gbit/s Ports am integrierten Switch warten, da sollte jetzt dann eigentlich auch mal was kommen.

      • Beim Stromverbrauch sollte man aber nicht auf den MAX Wert im Datenblatt schauen. Der hängt von der Nutzung ab. In eine UDM Pro kann ich eine HDD einbauen die so in der Regel ja 5bis10Watt ziehen.
        Wenn ich also die Funktionen/Möglichekiten die mir ein UDR bietet genauso auf einer UDM Pro laufen lasse liegt der Verbrauch auch auf ähnlicher Höhe. Da werden nicht die vollen 30W der UDM Pro benötigt.

  2. Hab mir ehrlich gesagt erhofft, dass ein Nachfolger vom DR mehr und nicht weniger PoE Ports hat. Dazu nur 15,4W PoE Budget, was nicht mal für nen zusätzlichen U7 reicht (der erste DR hatte 40W und 2 Ports).

    Die 10G Uplink sind zwar nett aber in der Praxis auch noch sehr weit von der Masse entfernt. 2.5G auf allen Ports und dafür zumindest das alte PoE Budget auf allen 4 Ports wäre schon ein Träumchen. So empfinde ich das eher als Schritt zur Seite und nicht nach vorne.

    • Einen AP der mehr als 15W frisst, betreibe ich aber eh nicht im privaten Umfeld (sprich in einem typischen Dream Router-Umfeld).
      Diesen Stromverbrauch haben bei mir der Router und 3 APs zusammen (UXG Lite + 3 Stk. U6 Lite)

      Ist ohnehin abartig wie viel Strom die WiFi 7 Komponenten fressen, und das bei den Strompreisen. Das lohnt sich aus meiner Sicht nur noch für große (Unternehmens-)Netze.

  3. Sascha Wahlers says:

    Moin, kennt sich hier jemand mit den UniFi Produkten gut aus? Wie sehe ein Setup aus, um an einem neuen Glasfaseranschluss eine aktuelle Fritz Box, einen fünf Port Switch und mehrere Fritz Repeater 1200 (per Ethernet angeschlossen / Access Points) zu ersetzen? Kann ich weiterhin DECT an UniFi anschließen? Gibt es die Möglichkeit direkt Glasfaser an UniFi anzuschließen? Falls mir jemand einen Ratschlag geben könnte wäre ich sehr dankbar!

    • Unifi-Produkte haben kein Modem integriert. Ebenso wenig DECT. Du wirst also deine Fritz!-Box weiterhin genau dafür nutzen. Wenn du kein Problem mit deinen Fritz!-Repeatern hast, nutze sie weiterhin. Glaub an einer DM/DR werden die gar nicht funtzen.
      Ich habe aktuell Kabel und nutze die olle VF-Kabelbox nur als Modem per LAN (leider kein Bridgemodus mehr möglich) und alles dahinter von Unifi. Telefon nutze ich gar nicht von VF.

      • Einer der Dirks says:

        Für einen Glasanschluss braucht man kein Modem. Und wer wie ich kein DECT Telefon mehr hat (Mobiltelefone reichen aus), der würde gut ohne Fritzbox leben können. Sobald es ein UniFi Express Fiber gibt fliegt die Fritzbox bei mir raus.

        • Wie genau geht das dann?
          Wär mich nicht sicher ob man da einfach ein GPON / XGS-PON Modul in den SFP+ stecken kann und das dann auch funktioniert. Die meisten Glasfaseranschlüsse sind ja so (passiv) aufgebaut.

          Ich betreibe mein UXG Lite derzeit am ONT (das Ding vom Provider, das bloß Glas zu Kupfer wandelt) – So erspare ich mir auch Diskussionen mit dem Provider, sollte mal etwas nicht funktionieren. Denn wenn die bis zu ihrem eigenen ONT messen und troubleshooten können, dann gibt es auch keine Schuldfrage bei Störungen.

          • Einer der Dirks says:

            Die 5530 hat auch ein SPF Modul und funktioniert an meinem Anschluss. Da hätte ich naiv gedacht, dass alles was in dem SPF Port steckt 1:1 in eine Unifi-Box kommt und dann geht das. Bin ich zu naiv?

  4. Wenn ich mein VDSL weiter nutzen will – brauche ich dann noch die Fritzbox als Modem (was ja nicht mehr wirklich geht) und daran schließe ich dann den Unifi an?

    • Korrekt, du benötigst entweder die FRITZ!Box oder eben ein VDSL-Modem (Vigor etc.)

    • Gibt auch extra DSL-Modems, funktioniert hier sogar besser als der Kram der in der Fritzbox eingebaut ist, an welchen AVM dann zusätzlich ja immer noch alle paar Monate rumbastelt, nutze hier seit über ein Jahr ein Vigor 167, das läuft und läuft und läuft einfach. :).

  5. Der kleine UniFi Express 7 ist ja allerliebst! Schade nur, dass er nicht über PoE gespeist werden kann. 🙁

    Eines ist mir jedoch nicht ganz klar: Ist die Kiste auch ein Router? Kann ich meine aktuelle Konfiguration (1× Router + 2× AP) durch 3× UniFi Express 7 ersetzen? Oder ist das nur ein AP?

  6. Einer der Dirks says:

    Und genau meine Wunschversion fehlt noch: das Express mit Fiber. Da wo aktuell die 5530 ist, ist ein Switch vorhanden, die WLAN Abdeckung aber etwas schlecht. Daher fehlt mir etwas mit WLAN was SPF nach draußen kann (und einen RJ45 Richtung Switch). Aber ich habe Hoffnung, dass das beim nächsten Schwung Neuvorstellung dabei sein wird.

    • Für eine vernünftige Abdeckung nimmt man Access Points, und am besten auch immer etwas mit 4×4 antennendesign da diese die beste räumliche Abdeckung haben

      • Einer der Dirks says:

        Ja, ich weiß. Ich habe nur Probleme im Gäste WC. Das ist jetzt ein Luxus-Problem für das sich kein extra AP lohnt. Aber direkt nebenan ist der Technikraum….

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