Google Glass als Freund der Schützen

Als ob Google Glass noch nicht kontrovers genug diskutiert würde, legt der Entwickler des ShotView Systems noch einen nach und macht Google Glass mit dem System kompatibel. Der Hersteller ist nicht unbekannt, letztes Jahr kam er schon einmal durch seine Tablet-Streaming-Apps in die Medien. Mit der App ist es möglich, auf einem verbundenen Tablet exakt das zu sehen, was der Schütze durch sein Zielfernrohr sieht.

Durch die Nutzung von Google Glass anstatt eines Tablets kann der Schütze selbst sehen, wohin er zielt, ohne dabei direkt durch das Zielfernrohr sehen zu müssen. Dies ermöglicht Schüsse aus Positionen, die vorher unmöglich oder höchst riskant waren. Im Video sieht man, wie das System arbeitet. Bedenkt man nun die lockeren Waffengesetze in den USA, wo Google Glass als erstes kommerziell angeboten werden wird, ist so eine Funktion sicher nicht die beste Möglichkeit, um das Vertrauen der Kunden in ein Gadget zu gewinnen, das sowieso schon einen schweren Stand hat.

Im Kriegseinsatz mag so eine Funktion noch sinnvoll sein, auch beim Paintball stelle ich es mir doch recht spaßig vor, wenn man aus allen möglichen Positionen losballern kann und eventuell sogar noch trifft. Der Einsatz eines solchen Systems in Waffen, die im Verkaufsland quasi frei zugänglich sind, darf aber doch kritisch beäugt werden, oder?

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16 Kommentare

  1. Sehe ich nicht so. Nicht die Waffen oder zB hier Google Glass sind das Problem, sondern die Menschen die es zu illegalen Zwecken einsetzen

  2. EINE von tausenden Anwendungsmöglichkeiten. So what??? Ist doch klar, dass da auch noch einige weitere problematische Möglichkeiten genutzt werden. Leider ist das der Preis für jedwede Art von Fortschritt!

  3. Es gibt auch die Atombombe und Atomenergie … Hat alles vor und Nachteile.

  4. Sehe es wie Hendrik, nicht die Brille tötet, sondern der Schütze.
    Die beste Waffe, die beste Optik nutzt nichts, wenn der Schütze nicht trifft.

  5. Als ich den Artikel las, dachte ich noch, im wievielten Kommentar genau dieses Argument wohl kommen würde. Dass es gleich im ersten war, hat mich dann nur noch geringfügig staunen lassen.

    Aber man muss das so sehen: Alles, was technisch möglich ist, muss zwingend auch umgesetzt werden, sonst gibt es keinen Fortschritt. Oder?

  6. Der eigentliche clou bei dem System ist – es schießt automatisch, sobald das „Kreuzchen drauf ist“. Ob das Video Per Ipad oder Glaces gestreamt wird ist egal.

  7. sind kleine nicht-Militär Drohnen in US (wie auch hier) nicht auch frei zugänglich? sehe keinen grossen Unterschied, und schließe ich mich den Vorgängern an, nicht das Werkzeug tötet, sondern eben der Mensch. wenn die USA oder sonstwie durch laxe Gesetzgebung es leichter macht, dann ist es eben so.

  8. Also kann Lag neuerdings auch Leben retten

  9. Mit dem sensationsheischenden Artikel da oben kann man auch keinen Blumentopf gewinnen. Ob ich an das TP System eine Google GLas hänge oder ein I-Phone ist dem System völlig egal. Also warum kein „# Aufschrei“ als das System 2013 raus kam? Ach so…weil es keiner geschnallt hat und irgendwie nicht so cool klang.

    Das System wendet sich mit einem Hardware Preis von 22.000 Dollar and up (sic!) an professionelle Anwender im Behördenbereich oder, soweit lizenziert, an extrem vermögende Kunden. Zusätzlich gibt es ein Exportverbot aus den USA und Kunden außerhalb von Behörden benötigen eine FFL Lizenz um zu bestellen.

    Wo jetzt also das Problem ist, wenn Antiterroreinheiten sich mit diesem Produkt ausrüsten bzw. Soldaten damit sich selbst und ihr Leben schützen, erahnt wohl nur der Verfasser. Dieses völlig unqualifizierte Gerede über Waffen, dass rein emotional aber nicht faktenbasiert geführt wird, klingt wie das Jammern von Sklaven doch bitte noch mehr Kloppe zu bekommen, aber nicht nach freien Bürgern.

    In den USA hat man zu diesem Thema, anders als der Autor suggeriert, durchaus eher bodenständigere Ansichten zum Thema und mit Sicherheit ist das dort nicht negativ. Abgesehen davon, ein Konzern wie Google, der sich mit Titan Aerospace (Drohnenhersteller) und Boston Dynamics (Robotik) Hersteller auch militärischer Hardware kauft, hat mit Sicherheit schlaflose Nächte deswegen.

    Mal ein paar Fakten für die Emos. Die vergleichbar liberale Waffengesetze der USA gelten ebenfalls in der Schweiz. Letztere hat die höchste private Waffendichte in Europa und gleichzeitig die niedrigste Mordrate im Vergleich zu allen EU Staaten. In Japan gibt es ein totales Waffenverbot und gleichzeitig ist die Mordrate mit illegalen Waffen doppelt so hoch wie in den USA. Die Mordrate in Washington mit seinem Waffenverbot ist 10 mal höher als in Arlington mit seinem liberalen Waffenrecht. Der Ort Compton in Kalifornien mit seinem strengen Waffengesetz gehört zu den gefährlichsten Städten in den USA (die Mordrate liegt 8-fach über Landesdurchschnitt).

    Seit Florida die Vergabe von entsprechenden Lizenzen liberalisierte, sank die Kriminalitätsrate so drastisch, dass 37 Bundesstaaten diesem Beispiel folgten. Als Konsequenz ist die Kriminalitätsrate in den USA von 2006 auf 2007 nicht nur leicht gefallen, sondern sie ist seit 2002 jährlich gefallen, auf den jetzt niedrigsten Stand seit dem Jahr 1974. Das US-Justizministerium spricht von einem “knappen 30-Jahre-Tiefststand”. Seit 1991 sind die Gewaltverbrechen um 38 Prozent zurückgegangen, Mord ist auf dem tiefsten Stand seit 40 Jahren, kontinuierlich gesunken seit 1991 um insgesamt 43 Prozent (FBI Crime Report 2007).

    In der Sowjetunion gab es ein totales Verbot für legale Waffen im Privatbesitz und die Mordrate stieg von 1950 bis 1980 von 3,6 auf 12,8 Prozent.

    In Deutschland werden 99,99 Prozent aller Waffendelikte mit illegalen Waffen begangen. In New York verbietet der Sullivan Act den privaten Waffenbesitz fast völlig, jährlich werden jedoch 17.000 Kinder unter 16 Jahren wegen illegalen Waffenbesitz festgenommen. Soviel zu den Fakten.Das Problem ist in erster Linie der Mensch an der Knarre und in zweiter Linie ILLEGALER Waffenbesitz samt verbundener Kriminalität! Letzeres schränkt man NULL ein, in den man gesetzestreue Bürger entwaffnet. Im Gegensatz zu den entwaffneten Bürgern halten sich Kriminelle nicht an Gesetze die Waffenbesitz bestrafen, sonst wären es keine Kriminellen. Sollte im Grunde ein Kleinkind kapieren.

  10. „Sollte im Grunde ein Kleinkind kapieren.“… Nö, ich kapier‘ ehrlich gesagt nicht, warum eine Privatperson ein Maschinengewehr oder ein schweres Scharfschützengewehr (.50 cal) besitzen sollte…

  11. @ Phil

    Du verstehst also nicht, dass das Verbot von Legalwaffen in keinster Art und Weise zu einer Besserung der Verbrechen mit illegalen Waffen führt, sondern im Gegenteil zu einer Steigerung der Verbrechensrate führen kann? Ok, ist Dein Problem wenn das so schwer ist. Fakten hab ich genug genannt.

    Das Du für Dich entscheidest was Du möchtest ist Deine Entscheidung. Ähnliches gilt für Deine mangelhaften Kenntnisse der Materie. Der Erwerb eines Maschinengewehrs ist an strikte Auflagen gekoppelt und dauert in der Regel ein Jahr. Von den Kosten die in die tausende Dollar gehen einmal ganz abgesehen. Also mitnichten ein Vorgang wie eben mal schnell Popcorn kaufen. Scharfschützengewehre sind Scharfschützengewehre. Das ist vom Kaliber her völlig unabhängig. Abgesehen davon verwenden Besitzer entsprechender .50 cal Gewehre diese für das Wettbewerbsschiessen.

    Mag Dir nicht einleuchten, aber das sind persönliche Befindlichkeiten. Dir soll auch keiner Vorschreiben wie Du deine Freizeit verbringst.

  12. „Du verstehst also nicht, dass das Verbot von Legalwaffen in keinster Art und Weise zu einer Besserung der Verbrechen mit illegalen Waffen führt, sondern im Gegenteil zu einer Steigerung der Verbrechensrate führen kann?“ Soll das jetzt bedeuten, daß ein strenges Waffengesetz Verbrechen fördert, da ehrbare Bürger ihres Schutzes durch Schußwaffen beraubt werden? Typische NRA-Logik….
    „Das Du für Dich entscheidest was Du möchtest ist Deine Entscheidung.“ Danke! Ich entscheide gerne für mich!
    „Ähnliches gilt für Deine mangelhaften Kenntnisse der Materie. Der Erwerb eines Maschinengewehrs ist an strikte Auflagen gekoppelt und dauert in der Regel ein Jahr. Von den Kosten die in die tausende Dollar gehen einmal ganz abgesehen. Also mitnichten ein Vorgang wie eben mal schnell Popcorn kaufen. Scharfschützengewehre sind Scharfschützengewehre. Das ist vom Kaliber her völlig unabhängig. Abgesehen davon verwenden Besitzer entsprechender .50 cal Gewehre diese für das Wettbewerbsschiessen. “ Daß man ein MG nicht mal so eben beiläufig vom Waffenhändler mitnimmt, war mir klar, jedoch erschließt sich mir wirklich nicht, warum Privatpersonen Kriegswaffen (und nichts anderes sind MG’s, automatische Waffen und schwere Scharfschützengewehre) besitzen müssen??? Sind wir im wilden Westen, wo man sein Hab und Gut wirklich mit der Waffe verteidigen musste? Ich dachte, wir wären schon im 21. Jahrhundert angekommen…. Aber sind nur meine persönlichen Befindlichkeiten…

  13. markussimo says:

    OK Google. Lets shot..

  14. Ben Zucker says:

    Ein Hoch auf den EMP 😀

  15. @ Phil:
    Du bist nicht allein. Ich verstehe die NRA-Logik auch nicht. Da werden Fakten in willkürliche Zusammenhänge gebracht und Abhängigkeiten konstruiert, wo keine sind, dass es einem die Fußnägel aufrollt.

    @ Ben:
    YMMD

  16. Auch wir diskutieren über dieses Thema.

    besucht uns

    http://www.nachrichten-blog.org/google-glass/

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