Western Digital und ownCloud paktieren – suchen nach Testern

13. Dezember 2015 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von: André Westphal

owncloud wd prototypWestern Digital und ownCloud machen neuerdings gemeinsame Sache: Die beiden Unternehmen wollen Privatkunden die Möglichkeit geben daheim eine komplett vorkonfigurierte ownCloud fürs Self-Hosting zu erwerben. Laut den Angaben von ownCloud solle die Auslieferung der ersten Produkte Anfang 2016 anlaufen. Zehn Prototypen sind bereits fertig, welche ownCloud und Western Digital Testern zur Verfügung stellen möchten. Am Ende wolle man allerdings ein benutzerfreundliches Gesamtprodukt auf den Markt bringen, das sich für eine breite Anwenderbasis eigne. Zur Hardware der Prototypen zählt beispielsweise auch ein Raspberry Pi 2.

Als weitere Komponenten nutzt man eine Festplatte mit 1 TByte und eine microSD-Karte, die auch als Speicherplatz für das ownCloud-Image dient. Im Lieferumfang liegen auch ein Benutzerhandbuch sowie natürlich die notwendigen Kabel bei. Laut ownCloud solle es für Tester möglich sein, alles innerhalb von ca. zehn Minuten zu einem lauffähigen Prototyp-Cloud-Server zu verbinden. Für die Einrichtung benötigt man aktuell aber noch einen Monitor und eine Tastatur. Allerdings fahnden ownCloud und Western Digital nach Möglichkeiten, um die Ersteinrichtung auch ohne die Peripherie möglich zu machen.

owncloud prototyp

Bei den Prototypen hapere es laut ownCloud noch an der Performance, was sich bei den finalen Modellen aber ändern solle. Besonders die Datenbank optimiere man aktuell noch. Zudem wird in späteren Versionen direkt ein Tool zur Datensicherung integriert sein. Hilfe erhofft man sich nun von der Entwickler-Community, der man Testgeräte zur Verfügung stellen wird. Wer Lust verspürt an selbigem Test der ersten zehn Prototypen teilzunehmen, die Hardware erhält man natürlich kostenlos, kann sich bis zum 17. Dezember hier anmelden und bewerben. Am 19. Dezember sollen die Prototypen bereits zu den ausgewählten Testern geschickt werden. Um teilzunehmen, sollte man allerdings technisch sehr versiert und bastelfreudig sein. Denn die Tester sollen nach vier bis sechs Wochen mitteilen, was sie während der Testphase fabriziert haben. Die aktive Mitarbeit an Verbesserungen ist also Pflicht.

Theoretisch könnte man sich ein ähnliches Setup, wie es ownCloud und Western Digital gemeinsam anbieten wollen, natürlich auch selbst zusammenbasteln. Das macht allerdings Arbeit und erfordert Know-How. Und durch das Anbieten einer fertigen Komplettlösung wollen die beiden Unternehmen natürlich im Grunde genau die Nutzer ins Boot holen, die sich davon aktuell abgeschreckt fühlen.

Mitwirkende Entwickler sollen von ownCloud und Western Digital Labs übrigens im Februar oder März 2016 ein Goodie erhalten und auch in den Danksagungen der Anleitung auftauchen. Derlei Crowdsourcing sollte man natürlich dennoch kritisch betrachten, gerade wenn neben dem offenen ownCloud ein finanzstarkes Unternehmen wie Western Digital mit von der Partie ist. So oder so ist es aber gut, dass ownCloud und damit die private Cloud fürs Zuhause vorankommen.

Danke Matthew!


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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