OpenOffice wieder open

16. April 2011 Kategorie: Software & Co, geschrieben von: caschy

Kerlokiste – was für ein Heck Meck. Vor nicht allzu langer Zeit trennte sich die Community von Oracle und entwickelte sich unter dem Namen Document Foundation an LibreOffice weiter. OpenOffice sollte kommerziell werden. Sollte – wird es aber nun doch nicht. OpenOffice soll nun ein vollständiges Open Source-Projekt werden. Nicht geklärt ist, ob Oracle weiter OpenOffice finanziell unterstützt, LibreOffice hat ja Novell und Google als Unterstützer im Boot.

Wie es weiter geht, weiss momentan scheinbar keiner. Mal abwarten, ob LibreOffice und OpenOffice wieder zusammen finden. Wollen wir mal hoffen, dass alles in geregelten bahnen verläuft und Otto-Normal-Benutzer nicht verwirrt werden und sich so von Open Source abwenden.

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17 Kommentare

disch 16. April 2011 um 22:17 Uhr

Da scheint ja wirklich einiges durcheinander zu laufen… OpenOffice habe ich sehr schätzen gelernt und ziehe es (privat) dem Ms Office Paket vor – für meine Zwecke genügt es. Die Auftrennung in OO und LO hat schon zu einer Verunsicherung (im Bekanntenkreis) geführt. Da gibt es nun ein Projekt, das MS halbwegs Konkurrenz macht und dann verunsichert man durch diverse Streitigkeiten potentielle Nutzer. Egal, wie der Zwist begründet war oder ist – das interessiert 99% der Anwender einfach nicht. Es wäre aus meiner Sicht wünschenswert, wenn OpenOffice und Libre Office (wieder) als EIN Projekt als direkte Alternative zu MS Office sichtbar wird.

DonHæberle 16. April 2011 um 23:05 Uhr

Der letzte Dolchstoß für das ungeliebte OpenOffice-Kind. Die Document Foundation existiert nun mittlerweile und alle wichtigen Entwickler und Unterstützer haben bereits die Lager gewechselt. Durch diese Öffnung dürften sich jetzt vermutlich nur noch schwerlich aktiv weiterentwickelnde Community-Mitglieder dafür finden lassen.

Dos 16. April 2011 um 23:10 Uhr

Das sich OpenOffice kommerziel durchsetzt habe ich eh nicht geglaubt, mal schaun wie das nun weitergeht…

cro 16. April 2011 um 23:33 Uhr

OpenOffice ist solange Tod, bis das Feindbild Oracle seine Strategie ändert. Und da Oracle auf dem Egotrip ist und das Image von OpenOffice dadurch nachhaltig beschädigt ist, sollte die Sache eindeutig für LibreOffice ausgehen. Oracle müsste schon massiv in eine Imagekampagne investieren, damit OpenOffice wieder zur alten Akzeptanz findet.

Andreas 17. April 2011 um 00:35 Uhr

Die Organisation hinter LibreOffice hat ja immer betont, mit Oracle bzw. den Entwicklern von OpenOffice zusammen zu arbeiten wenn Oracle nicht mehr alleine den Kurs vorgibt. Von daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Projekte wieder verschmelzen und eine große Community mit großen Unternehmen im Rücken gemeinsam an OpenOffice arbeitet. Der Name LibreOffice sollte man aber nicht direkt wieder einstapfen, sondern als Version vertreiben mit den neusten Features die noch nicht so getestet sind, so wie bei Mozilla mit Aurora.

Blubberbart 17. April 2011 um 07:11 Uhr

@Caschy: Nicht ganz korrekt, OpenOffice sollte nie kommerziell werden. Oracle hatte damals seine Entwickler in Teilen für seine kommerzielle Standard- und Enterprise-Version abgestellt, was vielen wohl ebenso wenig passte, wie die Tatsache, dass Oracle der Bestimmer im Projekt sein wollte. Die Entwickler sahen einen Schwerpunkt in der Entwicklung des ODF-Format bzw. dessen Standards, das sie durch Oracle gefährdet sahen. Das führte dann letztlich zur Abspaltung.

Der verlinkte Heise-Artikel berichtet auch nur davon, dass die Kommerzielle Entwicklungslinie für OpenOffice nun eingestellt wird und sich das Unternehmen mit seiner OpenSource-Version stärker der Community zuwenden will. Im Grunde sind das zwei getrennte Nachrichten.

Michael 17. April 2011 um 11:13 Uhr

Ich hoffe, dass die beiden Projekte wieder unter einem Namen (und zwar OpenOffice) zusammenfinden. Andernfalls wird man sicher viele Anwender – auch potentiell zukünftige – vergraulen. Grundsätzlich ein guter Schritt, dass Oracle sich zurückzieht.

Toby 17. April 2011 um 11:35 Uhr

Also nach dem OO sich verkauft hat und ich mich nun mit LibreOffice angefreundet habe, werde ich auch bei LO bleiben.
Natürlich muss man abwarten was die Zukunft so mit sich bringt, aber meine erste Wahl ist LibreOffice.

Superfranz 17. April 2011 um 12:07 Uhr

Seit dem gezerre um die Zukunf von openoffice und dem abwandern vieler Entwickler zu LibreOffice, hab ich den selben Schritt getan und bin zu Libre gewechselt. Im Prinzip das selbe (NOCH) nur teilweise andere Icons. Außerdem ist seit openSuse 11.4 auch standardmäßig LibreOffice an Bord.Aber schön dass es wider alternativen gibt. Der erste der irgend wann mit dem Ribbon-Quatsch anfängt, wird bei mir permanent gebannt.

7ero 17. April 2011 um 12:21 Uhr

Ich bin vorerst auf Textmaker umgestiegen, ist zwar nicht opensource, aber wenn es gute software für Linux Distributionen gibt zahle ichauch gerne.

Zu den Ribbons muss ich sagen, dass es durchaus eine gute Idee ist und für Einsteiger auch einfacher ist (natürlich nur bei richtiger sortierung). Es sollte aber dennoch umstellbar sein auf die klassische Ansicht

DonHæberle 17. April 2011 um 12:28 Uhr

@7ero: Open Source ≠ kostenlos

Andreas 17. April 2011 um 13:43 Uhr

Ich nutze seit der Trennung LibreOffice und bin damit vollkommen zufrieden. Desshalb interresiere ich mich für OpenOffice wenig. Wie gesagt, LibreOffice hat Unststützer und wird jetzt auch anstelle von OpenOffice in Ubuntu, openUSE, etc. eingeführt. OpenOffice ist (wahrscheinlich) wegen Oracle zugrunde gagangen. Und auch jetzt zeigt sich Oracle nicht gerade hilfsbereit. OpenOffice wird es irgendwann nicht mehr geben – es lebe LibreOffice!

Alexander 17. April 2011 um 19:58 Uhr

Wer nun ernsthaft glaubt LibreOffice würde je wieder mit OpenOffice fusionieren, der hat den Grund der Abspaltung nicht vollständig verstanden.

Auslöser war Oracle. Klar. Aber man hat diesen Moment genutzt und gleich LibreOffice eine Stiftung verpasst. Diese Idee ist schon sehr alt, aber mit Sun lief es halt zu gut. Mit Oracles Statement gabe es dann in kurzer Zeit genug Unterstützer und man setzte die Stiftungs-Idee endlich um. Da man mittlerweile 90% der OpenOffice-Entwickler ins Boot geholt hat, gibt es keinen Grund, warum LibreOffice an diesem Zustand irgendwas ändern sollte.

Der Name hat einen großen Vorteil: Er ist international. Hört sich simpel an, aber OpenOffice hieß ja nicht OpenOffice sondern OpenOffice.org. Dieses ganze Namenschaos ging soweit, dass in einigen Ländern OpenOffice einen komplett anderen Namen hatte. LibreOffice heißt bisher überall gleich.

Hagbard 18. April 2011 um 19:38 Uhr

Ich habe eben von OOo zu LibreOffice gewechselt. Gibt es bei LibreOffice irgendwo eine Update-Funktion? “Nach Updates suchen” oder ähnliches?

Denniss 21. April 2011 um 13:13 Uhr

Eine Updatefunktion bei LO habe ich noch nicht gesehen – hat die von OO jemals irgendwas gefunden?

Don 2. Juni 2011 um 21:03 Uhr

http://www.heise.de/newsticker/meldung/OpenOffice-soll-Apache-Projekt-werden-1253346.html

Was ist denn nun von der Tatsache zu halten, daß Oracle jetzt die OpenOffice.org-Rechte auf ASF übertragen hat?
Wird damit eine mögliche Reunion mit LibreOffice wahrscheinlicher oder nicht?


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