MyKronoz ZeTime soll erste Smartwatch mit analogem Uhrwerk und Touchscreen werden

27. März 2017 Kategorie: Hardware, Mobile, Wearables, geschrieben von: André Westphal

Kickstarter ist die Hochburg interessanter Ideen: Doch viele Menschen, die bei Kickstarter ein Projekt erstellen, haben keinen blassen Schimmer von der Umsetzbarkeit. Das fängt bei obskuren, von Teenagern erstellten Konzepten an und hört am Ende bei von Startups postulierten, viel zu hochtrabenden Unternehmungen noch lange nicht auf. Deswegen bin ich gespannt, wie es mit der MyKronoz ZeTime ausgeht: Dabei soll es sich um die erste Hybrid-Smartwatch handeln, die ein analoges Uhrwerk mit klassischen Zeigern integriert und gleichzeitig auch noch einen Touchscreen drauflegt.

Hybrid-Smartwatches kennen wir ja an sich: Das sind normalerweise klassische, analoge Armbanduhren, die eben ein paar smarte Features integrieren – z. B. Bluetooth zum Verbinden mit dem Smartphone oder auch Schrittzähler und Vibrationsmotoren. Die Kombination aus analoger Uhr und Touchscreen gibt es in der wie von MyKronoz angedachten Form aber noch nicht.

Trotzdem will das Unternehmen aus der Schweiz den Preis niedrig halten – bei 139 US-Dollar für Early Birds. Denn aktuell läuft noch die Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter. 50.000 US-Dollar wollte man einsammeln, fast 270.000 US-Dollar waren bereits zusammengekommen, als ich über diesem Post gebrütet habe.

Die ZeTime nutzt ein Gehäuse aus Edelstahl und in der Standardausführung ein Armband aus Silikon. Es soll auch ein Pulsmesser an Bord sein und der Touchscreen wird von Gorilla Glass geschützt. Außerdem soll die Smartwatch laut Hersteller bis 30 Meter Tiefe wasserdicht sein. Was das Betriebssystem betrifft, so will man auf eine proprietäre Lösung setzen – das MyKronoz OS.

Über eine spezielle App soll dann die Vernetzung mit Smartphones möglich sein, damit die Smartwatch z. B. auch über Benachrichtigungen bei WhatsApp, Twitter und Facebook auf dem Laufendem hält. Folgende technische Daten sind laut dem Hersteller MyKronoz eingeplant:

Bildschirm 1,22 Zoll

Auflösung 240 x 240 Pixel

Akku 200 mAh

Schnittstellen Bluetooth 4.1

Weitere Features Optischer Pulsmesser, Gehäuse aus Edelstahl, Wasserresistenz (nach ATM3)

Kompatibel zu Smartphones ab Android 4.3, Apple iOS 8

Lieferumfang Smartwatch, magnetische Aufladestation, USB-Kabel

Komischerweise schweigt sich MyKronoz aber noch zum SoC, dem RAM sowie dem Speicherplatz aus. Das macht mich ein wenig skeptisch, auch wenn der Hersteller offenbar schon auf dem MWC 2017 sowie der Baselworld 2017 Prototypen im Gepäck hatte. Ausliefern will das Unternehmen seine ZeTime jedenfalls nach aktuellem Zeitplan im September 2017. Auch den Schlaf und die Fitness-Aktivitäten soll die Hybrid-Smartwatch dann beim Anwender tracken.

Insgesamt klingt das alles, gerade zum ausgerufenen Preis, nach einem spannenden Wearable. Ich habe aber noch ein paar Zweifel, ob das wirklich alles so glattgehen wird. Jetzt müssen die ambitionierten Pläne des Hersteller nämlich noch im vorgesehenen Zeitplan aufgehen. Falls ihr Interesse an der Smartwatch habt, könnt ihr das Kickstarter-Projekt jedenfalls aktuell noch, natürlich auf eigenes Risiko, unterstützen. Sobald das Early-Bird-Special vergriffen ist, zahlt ihr dann 159 US-Dollar.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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