Monitoring-Stelle für Glasfaserdoppelausbau gestartet

Die Bundesnetzagentur und das BMDV haben eine Monitoring-Stelle zur Erfassung von Glasfaserausbauvorhaben gestartet. Die beiden Behörden folgen damit der Gigabit-Strategie der Bundesregierung. Ziel ist es, mögliche wettbewerbswidrige Praktiken von Ausbauunternehmen zu minimieren. Erfasst werden soll nur die letzte Meile für Glasfaser, wenn dadurch zwei Unternehmen dieselbe Adresse mit Glasfaser versorgen können.

Darüber hinaus will die Regierung ein besseres Verständnis der Planungs- und Ausbauprozesse und damit ein besseres Marktverständnis erlangen. Zielgruppen sind explizit nicht Privatpersonen, sondern ausbauende Telekommunikationsunternehmen und Kommunen, die sich über einen online bereitgestellten Erhebungsbogen am Monitoring beteiligen können. Hier gibt es auch die Möglichkeit, den Bogen als „Anderweitig vom Thema betroffene Person“ auszufüllen. Auf unsere Nachfrage teilte die BNetzA auch mit, dass dies jeder Bürger sein kann, der von einem solchen Fall betroffen ist. Wichtig ist, dass eine Meldung nur dann berücksichtigt werden kann, wenn beide Unternehmen identische Adressen und Endkunden erschließen.

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11 Kommentare

  1. Wieder so eine sinnlose Aktion der BNetzA und des BMDV. Jeder, der irgendwo eine Straße aufgräbt, braucht dafür eine Genehmigung. Wenn die genehmigende Behörde, meist die Kommune, einen Doppelausbau feststellt, dann sollte sie verpflichtet werden, die Genehmigung zu verweigern. Noch einfacher wäre es, wenn der Glasfaserausbau von einer staatlichen Infrastrukturgesellschaft gemacht wird. Wir müssen wieder da hinkommen, dass Infrastruktur, die der Daseinsfürsorge dient, in die Hände des Staates gelegt wird.

    • in meiner gegend wird seit 1-2 jahren massiv auf den dörfern ausgebaut, ABER: nur kleckerweise. wie die trassen eben so laufen. da haste bei dörfern mit weniger als 600 einwohnern das erste drittel ausgebaut, das dritte drittel und die mitte is nich versorgt. in dem aber die meisten wohnen.
      oder vor über nem jahr ausgebaut worden und auf der karte der telekom steht dann „ausbau geplant“. von jemandem gehört, der einen zettel im briefkasten hatte: „wir starten bald mit dem Glasfaserausbau bei Ihnen!“ – die Glasfaser liegt bei ihm schon im Keller.

      eine vereinfachung der übersicht wer wo gebaut hat, ist also gar nich mal übel. wenn die auf/in nem kleinen dorf nicht mal 100% versorgen, bzw. einfach straßenteile ausnehmen (die dann auch nicht mehr als „in planung“ gekennzeichnet sind), ist das in großstädten vermutlich auch nicht anders. da is dann jede 2. straße von nem anderen anbieter versorgt?

      jede bessere übersicht ist besser als der aktuelle stand.
      ich glaub nicht, dass beim amt jemand spontan bei einem zweiten antrag antwortet: „Ja, aber nur Hausnummer 20-37, der rest ist schon versorgt, ach, und die 31 die auch schon!“ die sagen, antrag hatten wir doch schon, abgelehnt, oder eben das gegenteil.. nee. nich alles versorgt, ach, doppelt hält besser.

  2. >>jede bessere übersicht ist besser als der aktuelle stand.

    Da werden Perlen vor die Säue geworfen, sonst nichts. Was nützt eine noch so gute und qualifizierte Übersicht, wenn der Ausbau nicht vorankommt oder die Unternehmen ihn aus wirtschaftlichen Gründen verweigern? Du weißt dann, von einer Behörde, die aus dem Steueraufkommen finanziert wird, dass dein Haus oder deine Wohnung nicht im Ausbaugebiet liegt. Für so einen Blödsinn wird dann der Haushalt des BMDV aufgebläht und an anderen Stellen, wo es wichtiger wäre, wird gespart. Wir leisten uns in DE doch schon viel zu viel sinnlose Verwaltung. Wir müssen mal vom Verwalten zum Machen übergehen!

    • hast du den artikel irgendwie anders verstanden als ich?

      unternehmen a) hat glasfaser gebaut, b) will auch. guckt ins system, oh. is schon. nich bauen.

      jetzt gibt’s aber noch c), d), e), f) etc. – wo gucken die denn jetzt? stellen die bei jedem glasfaserausbauenden unternehmen eine anfrage? bauen die einfach drauf los/stellen bauanträge? fragen bei ämtern nach um nach wochen und monaten mal ne antwort zu bekommen?

      oder gibt es schon eine übersicht die alle unternehmen und versorgungen bündelt, die die hier im artikel beschriebene sache überflüssig macht?

      • Müssen wir mit unseren Steuermitteln die unternehmerischen Fehlentscheidungen privatwirtschaftlicher Unternehmen, die uns letztendlich auch noch das Geld aus der Tasche ziehen wollen, vermeiden?

        Bevor die großen TK-Unternehmen mit dem Netzausbau anfangen, machen sie erst mal eine ordentliche Markterforschung (auf ihre Kosten). Wenn da ein aus wirtschaftlicher Sicht für das Unternehmen positives Ergebnis herauskommt, dann wird ausgebaut. Kann das Unternehmen auf die von der Monitoring-Stelle erhobenen Daten zugreifen, ist die Markterforschung und die mit ihr verbundenen Kosten hinfällig bzw. werden vom Steuerzahler getragen. Für dich als Endkunde wird es trotzdem nicht billiger.

        Lass doch jedes TK-Unternehmen seine Kohle versenken und seine Glasfaser über oder neben der schon vorhandenen Glasfaser verlegen.

      • Ich habe es so verstanden, dass wenn Unternehmen A ausbauen will, dann B kommt und sagt, ich baue zuerst aus, A sich zurückzieht und B doch nicht mehr ausbaut und auch C, D und E nicht ran lässt, dass dann die Behörden eingreifen können. Und dafür müssen sie eine Übersicht haben, wer gerade wo was plant und macht. Zumindest, wenn ich die Original-Meldung der Bundesnetzagentur lese. Oder?

  3. Thomas D. says:

    Wer Glasfaser ausbaut, muß verpflichtet werden, nicht nur die attraktiven Gebiete in einer Kommune auszubauen, sondern gleich großflächig. Das ergibt dann eine Mischkalkulation, die günstig für alle ist. Ansonsten müssen die Randgebiete viele Jahre später aus Steuergeldern angeschlossen werden.

    • >>Wer Glasfaser ausbaut, muß verpflichtet werden, nicht nur die attraktiven Gebiete in einer Kommune auszubauen, sondern gleich großflächig.

      Der war gut. Damit geht die Gigabit-Strategie ganz bestimmt auf, 🙂

      • die muss vor allem preislich attraktiver werden.
        die breite masse soll glasfaser bekommen, die breite masse braucht aber gar kein glasfaser und will es erst recht nicht bezahlen.

        in zeiten in denen ottonormal sich an streaming gewöhnt hat, und mediatheken wunderbar über ne 50mbit/s leitung funktionieren, wozu da 80€ pro monat für 1GB verbraten?

        Ich sehe im privaten und beruflichen umfeld immer mehr eher von 100mbit/s auf 50 runter gehen, nich allein des preises wegen, eher, weil man den unterschied nich braucht.
        streamer und influencer oder eben jene die die beruflich brauchen, die bräuchten in der regel eher n höheren upload, der ja immer noch recht spärlich gesäht höher als 50mbit/s zu finden ist.

        und ob nu 50/100mbit/s über v-dsl oder fiber.. wen juckt’s?

        • Preislich gibt es bei 50er, 100er und 250er Anschlüssen – zumindest bei T – keinen Unterschied, ob VDSL oder Glasfaser. OK, vielleicht muss noch ein neuer Router gekauft werden. Glasfaser ist auf jeden Fall zukunftssicherer – da kann ich später flexibel die Geschwindigkeit erhöhen, wenne s mal nötig sein sollte. Und: In manchen Häusern ist die Inhouse-Verkabelung mit Kupfer so schlecht, dass über DSL nur 12-16 Mbit/s ankommen; Austausch ist zu aufwändig uns Glasfaser würde viel mehr Sinn ergeben für eine 50er Leitung. Da allerdings auch Koax-Kabel (von V) erst kürzlich erneuert wurde, kommt zum Beispiel T mit Glasfaser nicht mehr so einfach rein ins Haus.

  4. GooglePayFan says:

    Was man hier schon wieder für Vorschläge für den Glasfaserausbau lesen muss, zum Kopfschütteln.
    Fällt es euch so schwer oder ist es so abwegig eure Ideen mal aus Sicht der Firmen durchzuspielen?

    Was hier vorgeschlagen wird, lässt entweder keine gewinnorientierte Firma der Welt nur noch einen Meter Glasfaser in Deutschland verlegen oder führt dazu, dass ein staatliches Unternehmen ausbaut, dafür 50 Jahre braucht und Anschlüsse erstellt, die 200€ im Monat aufwärts kosten.
    Sehr toll…

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