Intel versteigert wohl seine Patente aus dem mobilen Bereich
Intel hat eine Zeit lang versucht im mobilen Segment Fuß zu fassen. Die SoCs des Unternehmens konnten aber vor allem im Bereich Energieeffizienz nie so recht mit den Lösungen von ARM mithalten. Entsprechend stellte man die Entwicklung weiterer Chips Mitte 2016 ein. Dran blieb man noch lange bei den Modems, sogar noch bis zu den 5G-Techniken. Auch da ist der Ausstieg aber bereits beschlossen. Jetzt steht offenbar eine große Versteigerung an, bei der Intel seine mobilen Patente loswerden will.
Um rund 8.500 Assets soll sich die massive Versteigerung drehen. Es könnte sich damit also um eine der größten Patent-Versteigerungen der letzten Jahre handeln. Man will dabei in zwei Schritten vorgehen und einmal seine Cellular-Patente versteigern, um sich in einem zweiten Angebot den Connected Devices zu widmen. Die Cellular- / Mobilfunk-Patente sollen 6.000 an der Zahl sein und von 3G bis hin zu 5G reichen. 1.700 weitere Patente sollen sich um weitere, drahtlose Techniken drehen.
Mit den Connected Devices sind wiederum allgemein Patente rund um Schaltkreise und Co. gemeint. Einige Patente will Intel zwar dennoch noch für sich behalten, wie man sieht, würde man aber ein enormes Portfolio abstoßen. Losgehen soll die ganze Chose wohl mit nicht bindenden Ansagen von Interessenten Anfang August 2019. Intels Bemühungen seine Modem-Sparte zu verkaufen, soll getrennt von den Patent-Versteigerungen laufen.
Allerdings ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass ein potentieller Käufer beides in einem Schlag übernehmen könnte. Die US-Regierung könnte nun ebenfalls interessiert auf die Lage blicken: Sollten Intels Patente etwa an einen chinesischen Käufer, womöglich Huawei, gehen, dürften die Alarmglocken bei Trump und Co. sicher laut schellen. Intel selbst hat die ganze Sache allerdings momentan noch nicht kommentiert. Somit heißt es mal abwarten, wie sich die Sache weiter entwickelt.
Ich würde tatsächlich eine Neuauflage mit intel Socs in Smartphones begrüßen, würde es vielleicht ein wenig frischen Wind in den Wettrüstbrei bringen.
Dass es aus unternehmerischer Sicht nicht die beste Idee ist, verstehe ich aber auch.
Ich habe 4 Jahre lang ein Moto Razr i genutzt und war damals im Vergleich zum 4-Kern Moto G 2 meiner Frau mehr als zufrieden mit dem kleinen Einkerner.
Ich mochte das kompakte Teil sehr, auch weil es ein Exot unter den Smartphones war. Dass ein paar Apps unter x86 streikten, war mir deshalb auch relativ Banane.
Den Akkuhunger kann ich unter Jellybean nicht bestätigen, ich glaube mich zu erinnern, dass es eher ein Kitkat Problem war.