Konsumklima in Deutschland erholt sich weiter, aber mit abnehmender Dynamik

Laut GfK hat sich die Erholung des Konsumklimas im März 2023 generell fortgesetzt. Allerdings nimmt die Dynamik ab. Zum sechsten Mal in Folge ist es also in Sachen Verbraucherstimmung besser geworden, aber es geht langsamer aufwärts, als in den Vormonaten. Während sich außerdem zwar die Einkommenserwartung erholt hat, zeigt die Anschaffungsneigung kaum eine Veränderung.

Die Marktforscher von Growth for Knoweledge alias GfK prognostizieren für das Konsumklima für April -29,5 Punkte und damit 1,1 Punkte mehr als im März dieses Jahres (revidiert -30,6 Punkte). Dies sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für März 2023.

Zum sechsten Mal in Folge stieg der Indikator für die Einkommensaussicht: im März um drei Zähler auf -24,3 Punkte. Dies ist der beste Wert seit zehn Monaten, bzw. seit er im Mai 2022 bei -23,7 Punkten lag. Trotz des positiven Trends bleibt das Niveau der Einkommenserwartung insgesamt jedoch niedrig. Einerseits wirken sich die wieder sinkenden Preise für Benzin und Heizöl aus, andererseits rechnet man damit, dass die Inflation 2023 hoch bleibt.

Die Kaufkraftverluste machen sich weiterhin bemerkbar und im März gab es bei der Anschaffungsneigung nur eine Verbesserung des Indikators um 0,3 Punkte. Mit aktuell -17,0 Punkten liegt er knapp 15 Zähler unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Im März 2023 muss die Konjunkturerwartung wiederum leichte Einbußen hinnehmen. Nach einem Minus von 2,3 Punkten sinkt dieser Indikator auf einen Wert von 3,7 Punkten. Die Konjunkturstimmung bleibt damit über ihrem langjährigen Durchschnitt von etwa null Punkten. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht ein Plus von 12,6 Punkten.

Auch ist aktuell wieder offen, ob Deutschland in eine Rezession schlittert. Sah es erst so aus, als könne dies vermieden werden, so ist es nun wahrscheinlicher, dass wir formal eine technische Rezession erleben – also, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwei Quartale nacheinander sinkt. Nachdem das BIP nämlich bereits im letzten Vierteljahr 2022 mit -0,4 Prozent im Minus war, ist auch ein leichter Rückgang im ersten Quartal 2023 möglich, konstatiert GfK.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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Ein Kommentar

  1. Das würde fast der aktuellen Inflation entsprechen. Wo soll das Geld auch her kommen? Die Inflation frisst die Kaufkraft.

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