Unerlaubte Telefonwerbung: Weiterhin beschweren sich viele Deutsche darüber
In Deutschland sind sogenannte Cold-Calls schon seit Jahren verboten: Dabei werdet ihr ungefragt angerufen, ohne eure Zustimmung zu derartigen Gesprächen gegeben zu haben. Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, hätten zunächst auch die Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung abgenommen. 2022 war erfreulicherweise abermals ein Absinken zu verzeichnen. Immer noch gebe es dennoch eine viel zu hohe Anzahl an schwarzen Schafen bzw. Beschwerden.
Die Bundesnetzagentur erreichten im Jahr 2022 demnach insgesamt 64.704 schriftliche Beschwerden zu unerlaubten Werbeanrufen. Das entspricht einem Rückgang um knapp 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2021 waren im Zuge eines besonders hohen Beschwerdeaufkommens 79.702 schriftliche Beschwerden eingegangen (2020: 63.273). Dass die Beschwerden da besonders hoch gewesen sind, könnt wohl an der Pandemie gelegen haben und dass viel Menschen entsprechend telefonisch besonders gut im Home-Office zu erreichen gewesen sind. Bzw. könnte das eben die Motivation unerlaubte Werbeanrufe zu tätigen erhöht haben.
Auch wenn die Beschwerden nun 2022 gesunken sind, handele es sich laut Bundesnetzagentur nicht unbedingt um einen Grund zum Jubeln: Denn es handele sich gleichwohl bei dem schriftlichen Beschwerdeaufkommen 2022 um den zweithöchsten Wert, den die Bundesnetzagentur je zu verzeichnen hatte. Man werde daher weiter aktiv daran arbeiten, unerlaubte Telefonwerbung einzudämmen. Ein Baustein dafür sei die neue Transparenzpflicht für Werbeeinwilligungen. Damit verbunden ist eine Pflicht zur Dokumentation und Aufbewahrung von Telefon-Werbeeinwilligungen. Verstöße gegen die Dokumentationspflicht können künftig mit einem gesonderten Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Laut der Behörde habe sich 2022 trotz großer Bandbreite bei den Beschwerdethemen ein besonderer Trend gezeigt: Besonders häufig wurden Anrufe gemeldet, in denen unerlaubt für Energielieferverträge geworben wurde. Die Werbung erfolgte häufig unter dem Deckmantel eines angeblichen Preisvergleichs. Häufig gaben sich die Anrufenden gar als Mitarbeiter des aktuellen Energieversorgers des Angerufenen aus, um das Vertrauen zu gewinnen. Gerne wurden dann Zählernummer und Zählerstand abgefragt, um neue Verträge unterzuschieben.
Auch Werbung für Finanz- und Versicherungsprodukte sei besonders auffällig gewesen. Ein weiteres häufiges Beschwerdethema bildeten aggressiv beworbene Zeitschriftenabonnements sowie Gewinnspiele. Das sind dann wohl die Klassiker. Gegen zahlreiche Unternehmen wurden bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet. Mit jedem der Verfahren wurden bis zu 3.000 Beschwerden verfolgt und Bußgelder verhängt. So setzte die Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr Bußgelder in einer Gesamthöhe von 1.151.000 Euro wegen unerlaubter Telefonwerbung und Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen fest. Alle mit der Verhängung einer Geldbuße abgeschlossenen Verfahren werden unter www.bundesnetzagentur.de/massnahmen-telefonwerbung veröffentlicht.
Verbraucher können Werbeanrufe, in die sie vorher nicht eingewilligt haben oder für die sie einen Widerruf ausgesprochen haben, bei der Bundesnetzagentur melden. Hierfür können sie ein Onlineformular unter www.bundesnetzagentur.de/telefonwerbung-beschwerde nutzen.
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Es ist ja schön, das diese Firmen eine Geldbuße bekommen, aber wenn ich mir das Formular anschaue bedeutet es, das ich mir den ganzen Quatsch erst anhören muss.
Ich wünsche mir das es irgendwann die Möglichkeit geben wird die Telefonnummer irgendwo einzutragen und wenn es eine bestimmte Anzahl and Meldungen über unerlaubte Werbung gibt, die Nummern kurzfristig gesperrt werden.
Bis die Strafe der Bundesnetzagentur greift, haben die Telefonbetrüger bestimmt mehr ‚Eingenommen‘ als diese Strafe zahlen müssten.
so einfach ist es leider nicht mal. oft werden falsche rufnummern übermittelt. die netzbetreiber haben kein interesse daran dies zu verhindern.
Also ich hab tatsächlich schon mal die Info von der Bundesnetzagentur erhalten, dass die Nummer, über die ich mich beschwert habe, gesperrt wurde, nachdem es wohl viele Beschwerden gab und das wohl untersucht wurde. Hat aber bestimmt vier Monate oder so gedauert.
Bekomme leider auch immer wieder Anrufe (Festnetz). Da konnte ich jetzt zumindest ein wenig was dagegen machen (Telefonbuch das über die Community gepflegt wird). Gemeldet hab ich zwar auch welche bei der Bundesnetzagentur, aber braucht halt lange zum bearbeiten.
Solche Anrufe kommen ständig. Irgendwelche Frauen aus Italien wollen mir immer teures Speiseöl verkaufen. Blocke jetzt einfach alles, was nicht in meinem Telefonbuch ist.
gut, dass auf meinem Pixel bei unbekannter Nummer einfach der Google Assistant rangeht.
Wie und wo kann man denn was einstellen bzw dem Assi zb einen text/Ansage vorgeben?
Ich habe bisher jede Spam SMS und jeden Werbeanruf der Bundesnetzagentur gemeldet. Niemals habe ich telefonisch etwas bestätigt und immer mit Nachdruck und leichter Drohung gefordert meine Nummer zu löschen. Exakt wie hier beschrieben Energie- oder Finanzberatung.
Viele Anrufe sind es nicht (alle 2-3 Monate), eine SMS kommt so alle 2-4 Wochen rein (schubweise auch mal mehr), aber endgültig aufhören tut es nicht, was schade ist.
Also habe ich mir jetzt eine SMS Filter App runtergeladen. Alles mit „https://„ „http://„ und „.com/„ kommt nun ohne Benachrichtigung in Junk. Telefonischer Spam sollte jetzt der Clever Dialer lösen und direkt blockieren. Laut Anrufhistorie hat er die +4930 Anrufe korrekt als Spam markiert. Schauen wir mal.
14 Nummern gemeldet, und alle 14 in der Liste der gesperrten Nummern.
Waren unerlaubte Werbeanrufe. Werde es auch weiterhin melden.
Bei mir wird entweder mit unterdrückter- oder ausländischer Nummer (+44, UK) angerufen.
Einfach auflegen oder, je nach Laune, ein bisschen bei der Stange halten und dann auflegen.
Solange gültige Verträge am Telefon weiterhin abgeschlossen werden können (vielen Dank an die Lobbyisten und ihre Freunde) wird dies so bleiben.
Die Strafen sind bisher viel zu niedrig. Eigentlich sollte jeder unerlaubt angerufene Kunde, sagen wir mal mit 10 € pro Anruf entschädigt werden. Das würde diesen nervigen Übeltätern innerhalb kürzester Zeit die Geschäftsgrundlage entziehen weil die Summe der Strafen den auf diese Weise erwirtschafteten Ertrag rasch übersteigen wird.