Google Chrome: schon umgestiegen?

20. März 2010 Kategorie: Apple, Firefox & Thunderbird, Google, Internet, Portable Programme, Windows, geschrieben von:

Ich schrieb erst gestern über meine Absichten, mal testweise Google Chrome produktiv nutzen zu wollen. Doch warum steigt man auf einen Browser um? Verbraucht der alte Browser zuviel Arbeitsspeicher? Ist der alte Browser irgendwie fett und träge geworden? Eigentlich alles kein Grund umzusteigen: einfach mal das uraltes Profil ins digitale Nirvana schieben und frisch beginnen. Eventuell überflüssige Erweiterungen rausschmeissen und mit Passwörtern und Bookmarks neu beginnen.

Ich habe ich gestern Abend mal den Selbstversuch gemacht. Produktiver Umstieg auf Google Chrome. Doch wie fällt das erste Resümee aus?

Die Frage war: wie schaffe ich den Spagat zwischen Mac OS X und Windows? Kann ich Google Chrome so leicht synchron halten, wie den Firefox unter den beiden Betriebssystemen?

Die Einrichtung:

Unter Mac OS X nutze ich immer die aktuellste Chromium-Variante. Diese aktualisiere ich immer mit Chromatic. Unter Windows kann man sich ja die zu nutzenden Channels aussuchen. Ob man Release-, Beta- oder Developer-Channel nutzt, bleibt jedem selbst überlassen.

Synchronisation der Bookmarks:

Hier bietet Google Chrome mit den eingebauten Google Bookmarks natürlich eine fantastische Lösung an. Hier benötigt man kein XMarks oder andere Erweiterungen. Diese synchronisieren natürlich nur die Google Bookmarks. Du kannst nicht per Firefox auf diese Bookmarks zugreifen. Solltest du dieses aber wollen, so musst du dir XMarks als Erweiterung für beide Browser besorgen.

Aber aufgepasst: XMarks synchronisiert bei Google Chrome nur die Lesezeichen, nicht wie bei Firefox auch die Passwörter!

Synchronisation der Passwörter:

Wie bereits erwähnt: XMarks könnte unschlagbar sein, wäre es möglich auch die Passwörter von Google Chrome zu synchronisieren. Das Passwort-Verhalten ist bei der Nutzung von Chrome unter Windows und Mac OS X eh etwas tricky: während unter Windows alles im Profilverzeichnis verbleibt, wird unter Mac OS X der systemeigene Schlüsselbund (Keychain) benutzt.

Der Firefox tickt anders: er nutzt auf beiden Systemen seinen eigenen Password-Manager. Nutzt ihr Firefox und Google Chrome: nutzt die Bookmark-Synchronisation von XMarks. Nutzt ihr nur Google Chrome, dann langt die interne Funktion.

Das kann man aber umgehen: ich zum Beispiel synchronisiere einige unwichtige Passwörter. Nutzt man Google Chrome, dann nutzt man die Erweiterung LastPass. Diese gibt es auch für den Firefox. Sie synchronisiert Passwörter zwischen verschiedenen Browsern, unabhängig vom Betriebssystem.

Lastpass kann man auch als einzige Lösung zum Speichern von Passwörtern nutzen. Die interne Passwort-Manager bei Chrome und Firefox könnte man bei Nutzung dieser Erweiterung getrost deaktivieren.

Hoffnung habe ich allerdings in die Macher von XMarks. Wenn diese eine Synchronisation anbieten, dann wäre alles perfekt. Firefox und Google Chrome mit nur einer Erweiterung synchron halten – ein Traum.

Die Erweiterungen:

Hier kann ich logischerweise nicht viel schreiben. In Sachen Erweiterungen hat jeder wahrscheinlich seine eigenen Bedürfnisse. Ich für meinen Teil habe bisher nur folgende Erweiterungen installiert:

– AdBlock (Werbung filtern, läuft nicht 100%)

– Clickable Links (Textlinks klickbar machen)

– RSS-Abonnement (Feeds abonnieren, traurig, dass dieses Feature nicht eingebaut ist)

– Google Reader Notifier (sehen, was in der Blogosphäre Neues passiert)

– LastPass (Synchronisation und Speichern von Passwörtern)

– My Shortcuts (schneller Zugriff auf alle Google Dienste)

Postponer (Pendant zu Read it later für den Firefox)

– Session Manager (speichert verschiedene Browser-Sitzungen)

– Turn off the lights (Dunkelt Videoseite ab, Kino-Feeling)

Das erste Fazit eines Menschen, der seinen Browser täglich 24 Stunden nutzt und diesen zum Arbeiten benötigt:

Ein Umstieg kostet Zeit und vielleicht Nerven. Man muss sich von alten Verhaltensweisen trennen, umdenken. Oftmals auf lieb gewordene Erweiterungen verzichten und nach Alternativen suchen. Ich für meinen Teil kann nicht sagen: wow, das ist jetzt mit Google Chrome etwas völlig anderes. Es ist halt ein anderer Browser. Aber es macht Spaß, Neues zu entdecken – sofern man die Zeit dazu hat und die Thematik für einen interessant ist. Echter Mehrwert ist bislang nicht vorhanden.

Nun ist aber wieder eure Meinung gefragt:

Sofern ihr bereits Chrome nutzt: warum seid ihr umgestiegen und welche Erweiterungen nutzt ihr?

An alle anderen: warum nutzt ihr Google Chrome nicht, was vermisst ihr?


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 25418 Artikel geschrieben.