Smart eID: Perso auf dem Smartphone verschiebt sich weiter

Die Bundesregierung hat die Einführung des Personalausweises fürs Smartphone erneut verschoben. Das berichtet Heise unter Berufung auf einen Sprecher des Bundesinnenministeriums. Klingt nun wild, allerdings soll die „Smart eID“ eben schon Mitte 2022 an den Start gehen. Erst sollte die Lösung Ende 2020 für Bürger bereitstehen, später nannte die Bundesregierung Juni 2021 als Termin, dann den Dezember 2021. Mit der Smart eID können Bürger die Daten ihres Personalausweises auf dem Smartphone speichern und sich damit online ausweisen.

Warum die Verzögerung? Offenbar habe es technische Probleme gegeben. So habe man zunächst technische Herausforderungen lösen müssen, die im vorausgegangenen Forschungsprojekt „Optimos“ nicht abschließend geklärt worden seien, sagte ein BMI-Sprecher auf Anfrage von c’t zu der erneuten Terminverschiebung. „Darüber hinaus sind noch Tests und Abnahmen notwendig, um zum Start ein stabiles System zu gewährleisten.“ Das Gros unserer Leser hatte sich bei der Umfrage als interessiert an einer eID-Lösung gezeigt.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. >>So habe man zunächst technische Herausforderungen lösen müssen, die im vorausgegangenen Forschungsprojekt „Optimos“ nicht abschließend geklärt worden seien, sagte ein BMI-Sprecher auf Anfrage von c’t zu der erneuten Terminverschiebung.

    Die Ära-Merkel hat anscheinend überall Scherbenhaufen hinterlassen. Jetzt muss die Ampel-Regierung das ausbaden und die CDU/CSU-Granden tun so als hätten sie nie regiert.

  2. Ingo Podolak says:

    Da man seinen Perso bereits mit dem Smartphone auslesen und verifizieren kann, kann ich mir nicht vorstellen das es soooo schwer ist die Daten dann halbwegs sicher zu speichern und später wieder bereit zu stellen.
    Ich bin gespannt wann man das dann auch komfortabel in andere Apps integrieren kann. GooglePay würde sich da bspw. Anbieten, ähnlich wie bei Kundenkarten usw.

    Ich glaube die wollten es eh wieder in Google Wallet umbenennen, da wäre es passend wenn neben Kreditkarten und Kundenkarten eben auch Perso, Krankenkarte usw. enthalten wäre.

    Bis dahin habe ich weiterhin ein Bild vom Perso gespeichert und Portmonee bleibt im Auto liegen.

  3. Was IT angeht ist D doch generell total unfähig. Egal ob CDU/CSU oder die neue Ampel, die haben doch nicht ganze Ministerien ausgetauscht.
    Was ich mich allerdings generell frage: Warum übernehmen wir nicht einfach bestehende Systeme aus anderen Ländern? Da gibt es Erfahrungen und Lösungen zu Problemen, die bei uns noch gar nicht aufgetaucht sind. Genau das gleiche wieder mit den Notrufapps, derer wir zig haben. War kommt jetzt? Cell Broadcast – seit Jahren erfolgreich in anderen Ländern (z.B. USA) im Einsatz.

    • Genau- deswegen kauft niemand auf der Welt von Deutschland hergestellte Produkte- keine Autos, Panzer und Küchenmaschinen. Deswegen ist Deutschland nicht auf den vorderen Plätzen auf nahezu allen Wirtschaftsvergleichen zu finden.
      Wenn du die Ironie gefunden hast, kannst du sie behalten!

  4. Währenddessen in Arizona… https://stadt-bremerhaven.de/ios-15-ausweis-und-fuehrerscheinintegration-startet-in-ersten-us-staaten/

    Sowas würde ich mir hier wünschen, anstatt irgendeiner Bastellösung.

    • Richard Rosner says:

      Man muss auch dazu sagen, in den USA ist das ganze sehr uneinheitlich gelöst. Soweit ich weiß, gibt es nicht in jedem Bundesststaat ein Pendant zu den in Europa typischen Personalausweisen. Das wird wohl auch regelmäßig missbraucht, um bei Wahlen zu verhindern, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen wählen können, indem man künstlich beschränkt, was für Dokumente für den Identitätsnachweis überhaupt anerkannt werden. Daher ist da praktisch jede noch so simple Lösung ein gewaltiger Fortschritt. Da wird es entsprechend auch wahrscheinlich keine Systeme geben, die ähnlich wie es bei uns mit der eID Funktion eher geplant als umgesetzt ist, um einen sinnvollen elektronischen Identitätsnachweis zu erhalten. Außerdem scheint das Interesse von Herstellern sehr gering zu sein, hier etwas Fertiges zertifizieren zu lassen. Ich weiß nicht, ob Apple sein System bereits hat zertifizieren lassen oder ob Samsung weiterhin der einzige ist. Google hatte ja auch was Übergreifendes versprochen, was daraus geworden ist, weiß ich aber auch nicht. Aber im Idealfall koordiniert man sowas auch auf EU Ebene, sodass die Hersteller nicht für jedes Land eine eigene Lösung unterstützen müssen

  5. Qr Code wäre zu einfach.

    • Richard Rosner says:

      Ich gehe mal davon aus, dass wenigstens ein Teild er eID Funktionalität darüber ermöglicht werden soll. Daher wäre ein QR-Code natürlich die schlechteste Lösung. Zu einfach manipulierbar und man könnte ihn natürlich nicht auf dem gleichen Gerät zur Authentifizierung nutzen.

      Von daher: ja, ein QR-Code wäre bedeutend zu einfach gedacht. Das hätte maximal die Benutzbarkeit eines Fotos des Persos. Und an wie vielen Stellen das ausreicht, kannst du sicher selbst googlen.

  6. Digital Native says:

    Hab gehört Apple hat da ne funktionierende Alternative. Kann man ja vielleicht mal nachfragen, bevor man hier weiter Millionen verbrennt.

    • Ich benutze die verimi-App. Ich bin zwar kein Fachmann. Scheint mir aber gut und zuverlässig zu sein. Und angeblich auch sicher. Man muss doch das Rad nicht immer neu zu erfinden.

      • Sam Seaborn says:

        Ich möchte den Axel Springer Verlag oder Samsung keine persönlichen Daten wie den Personalausweis überlassen

        Wir entwickeln Lösungen für das digitale Identitätsmanagement der Zukunft. Wir sind ein Joint-Venture. Unsere Gesellschafter sind, u.a. Allianz, Axel Springer, Bundesdruckerei, Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Giesecke & Devrient, Lufthansa, Samsung und Volkswagen.

  7. Sofern ich da ein > 1000€ Handy brauche, wo der Hersteller zudem noch staatlich subventioniert werden muß, werde ich mir das nicht antun.
    Und 80 % der Bevölkerung ebenfalls nicht.

    Und ich weiß jetzt auch nicht wirklich, wann ich zuletzt meinen Perso benötigt hätte, bzw den überhaupt dabei hatte.

    Die hätten auch da mal besser gefragt, wer das braucht.

    Auch das eRezept ist eine überwiegend sinnfreie Sache,so wie es geplant ist.

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