iOS 15: Ausweis- und Führerscheinintegration startet in ersten US-Staaten

Mit iOS 15 bringt Apple Ausweis- und Führerscheindokumente in die Wallet-App. Ursprünglich angekündigt hatte man die Funktion bereits für den Herbst, man verschob dann aber schnell aufs Frühjahr 2022. Mit iOS 15.4 ist das Ganze nun funktionstüchtig. Funktioniert ab einem iPhone 8 oder ab der Watch Series 4 mit watchOS 8.4 oder höher.

iOS 15 ist in der Lage, den Führerschein oder den Ausweis des Nutzers zu scannen und im Wallet abzulegen. Sollte man in eine Kontrolle geraten, reicht das Auflegen der Watch oder des iPhones mit der entsprechenden Bestätigung durch Touch ID oder Face ID. Hierzulande spielt das weiterhin erst einmal keine Rolle, aber man beginnt jetzt mit der Unterstützung in ersten US-Staaten. Arizona legt zum Start vor, mit Colorado, Hawaii, Mississippi, Ohio und Puerto Rico sollen dann weitere Staaten folgen.

Ab heute können Bürger von Arizona ihren Führerschein oder auch den Personalausweis dem Wallet hinzufügen und wahlweise über das iPhone…

… oder auch die Apple Watch vorzeigen. Man arbeitet hier beispielsweise mit der TSA zusammen, sodass beispielsweise an ausgewählten Sicherheitskontrollpunkten das Vorzeigen der digitalen Version schon direkt funktionieren sollte. Für den Start nennt man den Phoenix Sky Harbor International Airport.

Im Zuge des Einrichtungsprozesses wird die Vorder- und Rückseite des Dokuments in der Wallet-App gescannt. Zudem muss eine Verifizierung mittels Face ID stattfinden und ein Selfie aufgenommen werden, sodass im Nachgang durch die lokale staatliche Behörde geprüft werden kann, dass die Person, welche die Dokumente einpflegt, auch ihr Besitzer ist. Im Zuge der Betrugsprävention müssen da eine Reihe von Gesichts- und Kopfbewegungen ausgeführt werden. Letztlich liegt es dann aber am Staat den Antrag zu prüfen und das digitale Dokument zu genehmigen.

Sollte euer Smartphone oder die Smartwatch abhandenkommen, dann lässt es sich bekanntlich über „Find My“ sperren und auch aus der Ferne löschen. Weitere Besonderheit im Vergleich zum physischen Ausweis: Es werden nur die angeforderten Informationen übertragen. Dies kann vom Nutzer überprüft und daraufhin mittels biometrischer Verifizierung eben genehmigt werden.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. In Deutschland dann vermutlich 2044 verfügbar. Mit Nutzung der AusweisApp 3.5 drei Gängen zum Bürgeramt, persönliches vorsprechen beim Bürgermeister, 326 Seiten Papier und einer Befristung auf zwei Wochen nach Ausstellung

    • Du hast die Gebühren vergessen, da das Gerät zur Ausstellung nur gemietet ist und nicht gekauft.

    • Aber nur in den drei Gemeinden Geschünd, Unterwichtelfingen und Maiernshof.

    • Digital Native says:

      Und ganz wichtig: vorher wurde es mehrfach für zig Millionen selbst versucht. Dann hat man aufgegeben und nutzt einfach den mittlerweile seit Jahren defacto Standard.

    • Gibt es neuerdings in Deutschland. Nennt sich Smart-eID. Bisher auf nur mit einer Modellreihe von Samsung aber weitere sollen folgen.
      Und ja, dafür wird dann die AusweisApp genutzt.

  2. Was alle vergessen, in einer völlig digitalisierten Welt reicht ein Mausklick, um eine Existenz völlig zu löschen.

    Dinge wie Geburtsurkunde, Ausweis und Krankenkassenkarte, Bankkarte etc sollten immer in physischer Form ausgehändigt werden. Digital optional kann ja dann jeder wie er will.

    • Und offline können sie nass werden durch Wasserschaden, verbrennen, geklaut werden, verloren gehen, durch Alterung unbrauchbar sein und und und wie online als auch offline Backup Backup Backup

    • Sommerpustel says:

      „Dinge wie Geburtsurkunde, Ausweis und Krankenkassenkarte, Bankkarte etc sollten immer in physischer Form ausgehändigt werden.“

      Herzlichen Glückwunsch, du hast dich hiermit zur höheren Beamtenlaufbahn qualifiziert. Ansonsten … als man mir die erste Covid-Spritze verpasste, wurde ich gefragt, ob ich einen Impfpass hätte. Musste erstmal nachdenken, dann fiel mir diese gelbe Käseheftchen wieder ein. Ja, sagte ich, als ich noch Kind war hatte ich mal sowas, aber wo das hingekommen ist … keine Ahnung. Gleiches gilt für Geburtsurkunde („Äh … also ich wurde geboren, denn ich stehe vor Ihnen!“), Sozialversicherungsausweis („Äh … ja, kann sein, dass ich sowas mal hatte?“) und anderen bürokratischen Schwachsinn. Ich werde es vermutlich nicht mehr erleben, dass dieser deutsche Irrsinn verschwindet. Es gibt hierzulande zu viele Irre … äh Bürokraten mit Faxgeräten 🙁

      • Ich wünsche dir gerade so sehr, das die diese physischen Dinge mal ganz dringend brauchst. 😉

      • Peter Brülls says:

        „Musste erstmal nachdenken, dann fiel mir diese gelbe Käseheftchen wieder ein. “

        Welches international üblich ist und das man bei der Einreise in diverse Länder ggf. braucht, weil die einen ohne Impfnachweis für bestimmte Krankheiten nicht reinlassen.

    • Und dann fällt beim Arzt, der Krankenkasse, der Apotheke, der Bank oder sonstwo was aus und auch du stehst doof da.

  3. Frank Segebade says:

    Und anschließend bitte die digitale Patientenakte für alle die es wollen!!
    Ich bin schon 2x umgekippt und ins Krankenhaus gekommen und niemand wusste welche Vorerkrankungen ich habe und ob ich ggf. Medikamente einnehme. Heute noch per Fax vom Hausarzt.

    Aber das sollte jeder für sich entscheiden.

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