ownCloud: Einfacher Zugriff auf Lesezeichen in Google Chrome

Die eigene Cloud aufsetzen ist nach den letzten Ereignissen rund um PRISM, Tempora & Co noch einmal mehr in den Fokus gerückt, damit man zumindest ein wenig besser weiß was mit seinen Daten geschieht. Die Open-Source-Software ownCloud hat sich stetig weiterentwickelt, auch wenn es immer noch einige Kritikpunkte gibt, stellt sie doch einige komfortable Erweiterungen bereit, wenn man die klassischen Dienste der großen Internet-Konzerne nicht nutzen möchte.

Eine Funktion ist beispielsweise die Lesezeichenverwaltung in ownCloud. Allerdings ist es doch etwas umständlich seine Lesezeichen über die Weboberfläche aufzurufen oder neue hinzuzufügen. Abhilfe kann daher eine kleine Chrome-Erweiterung namens Owncloud Bookmarks schaffen.

ownCloud Lesezeichen in Chrome

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Sobald ihr die Owncloud Bookmarks installiert habt, nistet sich diese in die typische Chrome-Erweiterungsleiste mit einem Icon ein. Danach müsst ihr lediglich die URL zu eurer ownCloud-Installation angeben und schon zeigt euch die Erweiterung alle eure Ordner mit den jeweiligen Lesezeichen an. Zudem ist es möglich weitere Lesezeichen anzulegen. Falls ihr noch nicht in ownCloud eingeloggt seid, werdet ihr beim Start erst zum Anmeldebildschirm weitergeleitet.

Funktionierte in meinem Test ohne Probleme. Mir fehlt allerdings die Möglichkeit über die Erweiterung schnell ein Lesezeichen zu löschen oder einfach zu ändern. Dies geht aktuell nur weiter über die Weboberfläche von ownCloud. Für alle, die die Google Synchronisierung der Lesezeichen nicht nutzen möchten, sicher einen Blick wert.

Owncloud Bookmarks
Owncloud Bookmarks
Entwickler: Martin Jakl
Preis: Kostenlos
  • Owncloud Bookmarks Screenshot

Ich persönlich bleibe bei Google für die Lesezeichen, habe aber einmal testweise meine Kontakte und Kalender umgezogen zu ownCloud und synchronisiere diese unter Android. Ebenfalls lagern meine RSS-Feeds aktuell bei ownCloud in der eigenen News App.

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

15 Kommentare

  1. Eine, für mich entscheidende Schwäche der App ist folgende:

    Beim Aufruf eines Lesezeichens, wird auch der Referrer (sprich: eure Domain) übermittelt.
    Über diese lassen sich dann selbst für Laien über eine Whois Abfrage die Adresse, etc. ermitteln.

    Über den normal Zugriff über die Owncloud Installation, kann man sich immerhin mit einem Dereferrer Dienst behelfen – bei Verwendung dieser App ist es allerdings nicht möglich.

    Vorschläge zur Lösung dieses Problemes werden dankend angenommen!

  2. OwnCloud ist völlig unausgereifter Mist. Aber wer darauf steht, dass es einem beim Updaten derselben die komplette Installation zersägt wird, sollte hier zugreifen. Ist ja OpenSource und hat von daher Narrenfreiheit…

  3. Wäre wirklich mal schön, wenn die sich erstmal auf die Fehlerbehebung bei schon vorhandenen Funktionen (wie z.B. der Haupteinsatzzweck File-Sharing) konzentrieren würden als ständig neue features hinzuzufügen.

  4. Wüsste nicht, wie das vor geheimdienstl. Schnüfflern besser schützen sollte. Inzw. sollte doch allen klar sein, dass alle Betriebssysteme entsprechende Lücken eingebaut haben. Bester Schutz wäre dann ein Klingeldraht als Internetverbindung. Aber wer will das schon?

  5. Die Installation von OwnCloud auf meinem Server hat die dort befindlichen Webseiten leider stark ausgebremst. Das mag an meinen mangelhaften Server-Kenntnissen gelegen haben, hat mich aber erstmal abgeschreckt. Doch es gibt schon einige Anbieter für Owncloud. Ich teste gerade (seit einem Monat) OwnCube.com, da kann man als Serverstandort auch Deutschland wählen.

  6. @Mark S: Server trotz mangelhafter Kentnisse? – Ich hoffe dir ist bewusst, das du bereits mit einem Bein im Gefängnis stehst.

    @Andreas: Ich benutze Owncloud seit Version 3.0 und hatte kein einziges mal Probleme beim Updaten.

  7. Ich nutze owncloud seit ein paar Monaten mit meinem Android Handy und per Web Interface. Hab mir bei einem Aachener Provider sie gemietet. Alles läuft völlig problemlos. Einzige die Aufgabenverwaltung ist wegen in den Anfängen stechender Apps noch nicht sinnvoll nutzbar.

    Ich finde es prima
    Andünsten

  8. @Dex: Es ist ein „Managed Server“, das dürfte mich vor dem Gefängnis bewahren 😉

  9. Hallo Patrick,

    sehr cooler Artikel. Ich werde es gleich mal ausprobieren.

  10. ich nutze Owncloud seit den Anfängen, auf meinem Rootserver. Klappt einwandfrei und keine Fehler mehr drin in der aktuellen Version 5.0.8. und das Teilen von Ordnern oder Dateien klappt einwandfrei. Nur die Bookmarks App für Chrome will nicht….

    @Dex wieso mit einem Bein im Knast?

  11. Patrick, welche Kalender-App benutzt für Android?

  12. @Lars: Ich nahm fälschlicherweise zuerst an, dass er Inhaber eines Rootservers sei, ohne die nötigen Kentnisse zu besitzten. Hier werden z.B. ein paar mögliche Konsequenzen aufgeführt: http://serverzeit.de/tutorials/admins-haften

    @August: Ich kann dir die folgende empfehlen:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=org.dmfs.caldav.lib&hl=de

    Hatte damit nie Probleme.

  13. @August
    Caldav und carddav in Verbindung mit calengoo

  14. @dex achso, ja man sollte wissen was man tut mit einem rootserver.

    Nutze auch die caldav und carddav apps mit Android 4.2.2

  15. Gibts auch ein ähnliches Addon für Firefox?