Google Duplex: Neue Demo zeigt, wie sich der Assistant zu erkennen gibt

Google Duplex gehörte wohl zu den beeindruckendsten und gleichzeitig gruseligsten Demos der Google I/O. Mit dieser neuen Funktion ruft der Google Assistant vollkommen selbstständig für euch in Restaurants, beim Friseur und so weiter an und vereinbart für euch telefonisch Termine. Eine neue Demo von Google zeigt nun im Detail, wie sich der Assistant am Telefon zu erkennen gibt.

In dem Video zeigt Google, wie der Anwender mit dem Assistant einen Termin in einem Restaurant buchen kann. Dazu spricht die Nutzerin ihren gewünschten Zeitraum ein und gibt auf Nachfrage ebenfalls eine Alternativ-Zeit an. Der Google Assistant ruft daraufhin bei dem gewünschten Restaurant an und gibt sich zuerst als Assistant aus, informiert gleichzeitig, dass der Anruf auch aufgenommen wird. Anscheinend wird der Angerufene in dem Fall nicht gefragt, ob er das überhaupt möchte. Auflegen ist also die einzige Option, „Nein“ zu sagen.

Danach folgt das übliche Gespräch bezüglich der Terminvereinbarung, natürlich ist nur zur angegebenen Alternativ-Zeit ein Tisch frei 🙂 Ist der Termin erfolgreich durch das Restaurant bestätigt, erfolgt eine Benachrichtigung auf das Smartphone der Nutzerin, dass der Termin im Kalender hinterlegt wurde.

Ziemlich praktisch, wenn es denn tatsächlich bald so funktionieren wird. Ich denke jedoch, dass wir hierzulande erst wesentlich später in den Genuss solcher Features kommen werden. In Zeiten von DSGVO und Co. ist die Frage, ob das in Deutschland überhaupt datenschutzrechtlich sauber umsetzbar ist.

Was sagt ihr zu Duplex?

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Video-Link: https://youtu.be/-qCanuYrR0g

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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30 Kommentare

  1. Black Mac says:

    Die Erfahrung hat uns doch gelehrt, dass so etwas nie so einfach und problemlos funktioniert, wie in der Werbung gezeigt – erst recht nicht auf Deutsch. Ich erspare mir also jedes Interesse.

  2. amyristom says:

    Selbst wenn das auf Deutsch technisch irgendwann sauber funktionieren sollte, wird das hier an den üblichen technikfeindlichen Aluhutträgern scheitern (siehe Street View, siehe Google Pay, usw.). Fortschritt findet überall statt, hier aber nicht. #aufewigNeuland

    • Ja, da hast du recht. Ich wundere mich eh das wir hier nicht immer noch in Holz-Hütten schlafen, Pferde zur Fortbewegung benutzen und Tauben zur Kommunikation verwenden. Hier sind ja alle so schlimm.

    • Neu heißt nicht Fortschritt! Irgendwann wirst du es verstehen… 😉

      • amyristom says:

        Was heißt für dich denn Fortschritt? Weiterhin mit Bargeld zahlen, langsames Internet im internationalen Vergleich, unnötig aufgegebenes KnowHow im Computer- und Handysektor, insgesamt völlig verpennte Digitalisierung… wo liegt denn da dein angeblicher Fortschritt?

  3. Ich finds Klasse! Man muß es ja nicht nutzen, wenn man Angst davor hat. Jedem ist es überlassen, sich mit dem Assistent zu unterhalten. Habe bis dato „noch“ keine Bedenken.

  4. In der Zeit in der ich meinen „Reservierungswunsch“ in den Assistenten spreche kann ich auch gleich selber beim Restaurant anrufen – wobei ich persönlich sowieso kein Fan vom Assistent bin, der ist auf jedem meiner Geräte inaktiv 🙂

  5. Ich warte auf den Tag an dem die Restaurants dann den Antwort und Reservierungs-Assistenten als Antwort haben. Dann telefonieren 2 Assistenten miteinander und machen einen Termin aus 😉

    Natürlich weiß mein Assistent dank Indoor-GPS und Verhaltensbeobachtung aus vergangen Restaurantbesuchen, dass ich gerne am Fenster sitze und reserviert mir einen Fensterplatz 15 min später als meine angegebene Wunschzeit (er weiß ich komme eh immer zu spät). Außerdem geht er die Speisekarte durch und gleicht sie mit meinen Essgewohnheiten und Allergien ab und trifft eine Vorauswahl für mich. Mir wird im Restaurant auf meinem Smartphone meine individuelle Speisekarte angezeigt, ich kann aus 3 Gerichten wählen. Natürlich hat der Assistent die Wahrscheinlichkeit meiner Entscheidung schon vorab berechnet und für mich bestellt. Das Essen ist in 2 min am Tisch, 20 min später summt mein Smartphone und fordert meinen Fingerabdruck zur Bezahlung mit Google Pay. Vor der Tür steht bereits mein vom Assistenten automatisch bestellter Uber und fährt mich nach Hause.

    Ich Wette auf <15 Jahre 🙁

    • Black Mac says:

      Falls du uns diese Beschreibung als Dystopie verkaufen willst: Dafür klingt sie eigentlich zu gut. 😉

    • Schöne Zukunft 🙁 Du bekommst nur das was du schon immer hattest, nie was Neues. Entscheiden musst du auch nichts mehr. Dann doch gleich Zuhause auf dem Sofa in Watte packen lassen und fett werden. UND bloß keine Kommunikation mit anderen Menschen, auf keinen Fall verbal.

      • Ja, das wollte ich sagen, klingt erstmal für den einen oder anderen verlockend aber der Alltag holt dich schneller als dir lieb ist.

        Aber es hat schon begonnen: YouTube, Amazon, Netflix … Alle schlagen dir jetzt schon genau das vor was du eh schon magst, du schaust/hörst also immer das „Gleiche“. Wenn du Komödien magst wirst du niemals Horrorfilme für dich entdecken (sie existieren in deiner Blase schlicht nicht, vielleicht merkst du gar nicht dass es sie überhaupt gibt). Jeder lebt plötzlich in seinem eigenen Universum.

      • Das übliche dystopische Denken. Geh doch positiv ran.

        „Du bekommst nur das was du schon immer hattest, nie was Neues. “
        – Es wird ein massives Geschäft von Google und anderen sein Dinge zu finden, die du nicht kennst und Sie dir vorzuschlagen. Potentiell also mehr neues als du heute von alleine findest.

        „Dann doch gleich Zuhause auf dem Sofa in Watte packen lassen und fett werden.“
        – Naja, wems gefällt …

        UND bloß keine Kommunikation mit anderen Menschen, auf keinen Fall verbal.
        – Doch, nur glücklicherweise nicht für unnütze Dinge wie Termine vereinbaren . Stattdessen automatisiert erledigen lassen und die Zeit besser nutzen, auch mit anderen Menschen 🙂 … Und für mich als introvertierter Mensch, der es absolut hasst zu telefonieren — ein Traum.

        KIs haben das Potential uns unser Leben massiv zu vereinfachen, wenn es auch noch lange dauern wird.

    • Schöne Neue Welt, schön inaktiv bleiben, vielleicht übernimmt der Assi auch selbst den Restaurantbesuch

    • Und dein Restaurantgutschein vom Arbeitsamt wird dann digital gleich mit entwertet xD Wer braucht schon noch Angestellte in 15-20 Jahren xD

    • Paul Brusewitz says:

      Passiert bei mir jetzt schon.

      Wenn mich Montags ein Callcenter anruft und nach meinen Radio-Hörgewohnheiten fragt und Mittwoch eines, was mir Teppichreinigung anbietet, bitte ich um erneuten Anruf, da im Moment keine Zeit. Dann wird in der Fritzbox eine Weiterleitung zwischen den beiden Nummern eingerichtet und künftig können die miteinander telefonieren.

      Das Callcenter ihre Rufnummer nicht mehr unterdrücken dürfen und es so etwas wie eine Telefon-Flatrate gibt, hat schon seine Vorteile. Schöne neue Welt. 🙂

      MfG P.B.

  6. Solange beim Assistenten
    „ok google, navigiere mich nach Hause“ nicht funktioniert,
    „ok google, nach Hause navigieren“ allerdings schon, glaube ich nicht, dass der Google Assistent mal clever genug für og. Beispiel ist.

  7. Gibt es alles schon zu sehen in Black mirror. Da wird sogar der Partner von der KI ausgesucht . Man braucht sich um nichts mehr zu kümmern….

    • Kannst du mir vielleicht sagen, in welcher Folge dieses Thema dran kommt? Habe bisher nur 3 folgen gesehen, diese würde ich aber sofort schauen!

  8. Mein Terminator macht das schon 😉

  9. Ein paar Evolutionsschritte weiter, und Google hat alle Callcenter weltweit abgeschafft. ^^

    Wir bewegen uns recht zügig auf eine Zukunft zu, in der Maschinen und Programme das meiste unserer Arbeit erledigen, und die Menschen theoretisch unglaublich viel Freizeit haben…

    • Paul Brusewitz says:

      Zumindest das würde ich einen Fortschritt nennen und Angesichts der Arbeitsbedingungen und vor allem der Bezahlung in vielen CC, einen Fortschritt zum Guten.

      MfG P.B.

  10. Wer es nicht mehr gebacken bekommt im Restaurant einen Tisch zu reservieren, ist in seinem Leben irgendwo falsch abgebogen.

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