Deathloop: Bethesda-Kracher für die PlayStation 5 angespielt

Bethesda ist vor einiger Zeit von der Xbox-Sparte von Microsoft übernommen worden, was für Besitzer des Game Pass von Vorteil ist, denn die Spiele des Studios werden ab dem ersten Tag über das Spiele-Abo verfügbar sein. Doch Bethesda hatte noch einen Vertrag mit Sony und daher auch einen Exklusiv-Titel in der Mache, der auf den Namen Deathloop hört. Ich hatte bereits die Gelegenheit, mich etwas mit dem Spiel zu beschäftigen.

Das Spiel findet auf einer Insel statt, auf der sich acht Schurken befinden, die den sogenannten Loop beschützen. Dabei handelt es sich um eine Zeitschleife, die dafür sorgt, dass man immer den Tag von vorne beginnen muss. Ihr spielt dabei Colt, einen Attentäter, der auf der Insel gestrandet ist, sich nicht mehr an seine Vergangenheit erinnert und dessen einzige Chance zu entkommen daraus besteht, den Loop zu brechen. Dazu müsst ihr die acht Bösewichte aber erst einmal finden und mit entsprechender Ausrüstung bestückt sein.

Das Spiel ist im Gegensatz zu Returnal nicht so gestaltet, dass ihr in einer großen Karte landet und immer wieder ganz von vorn anfangt, wenn ihr sterbt. Deathloop ist in Zonen unterteilt, die ihr erkunden müsst und dabei Hinweise zu euren Zielen erhaltet. Diese Hinweise vervollständigen das Bild der einzelnen Gegenspieler und ihr wisst dann irgendwann wo sie sich aufhalten etc.

Jede dieser Zonen kann von euch angesteuert werden, aber um die Story am Laufen zu halten, müsst ihr bestimmte Zonen zu bestimmten Tageszeiten erkunden, denn am Ende des Tages müssen die acht Typen das Zeitliche gesegnet haben. Habt ihr eine Zone erledigt, könnt ihr das gesammelte Gear behalten und euch vorm Anfangen der nächsten Zone entsprechend ausrüsten.

Neben allerlei Waffen erhaltet ihr auch Siegel, mit denen ihr die Waffen verbessern könnt. Auch weitere Fähigkeiten können erspielt werden. Einige erinnern etwas an die Macht aus Star Wars, wenn ihr Gegner durch die Luft schleudern könnt oder euch schnell an Gegner heranzieht, um diese per Kick gegen die nächste Wand oder durch das nächste Fenster zu bugsieren.

Das ist im Spiel durchaus spaßig und man lässt euch somit die Freiheit, euren komplett eigenen Meuchel-Stil auszuprägen. Wollt ihr voller Waffengewalt durch die Zonen pflügen, der schleichende Tod sein oder irgendwas dazwischen tun? Liegt ganz an euch. Das Spiel macht euch da keinerlei Vorgaben. Es gibt auch keinen Timer, der euch in Stress versetzt, denn die Zone bestimmt den Tageszeitpunkt.

Kurz: Ihr jagt durch die Levels, sammelt Gegenstände und Hinweise, um stark genug für die Gegner zu sein. Klingt einfach, wenn da nicht noch Juliana wäre. Juliana ist ebenfalls eine Agentin / Attentäterin und eure direkte Gegenspielerin. Sie sorgt unter anderem dafür, dass ihr euch an vergangene Ereignisse erinnert, ist sich dennoch nicht zu fein, euch ein Messer in den Rücken zu jagen und euch zurück zum Anfang des Loops zu schicken. Sie soll den Loop beschützen und so ergibt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und Unterhaltungen zwischen den Beiden, die durchaus Witz und Charme versprühen, der mich in einigen Szenen etwas an Borderlands erinnert. Das Spiel nimmt sich nicht immer ernst und das gefällt mir ziemlich gut.

Wenn ihr mit Colt gespielt habt, werdet ihr auch in die Lage versetzt, euch mit Juliana auf den Weg zu machen und ein Spiel eines anderen Online-Spielers zu infiltrieren, um diesem eine Kugel zwischen die Augen zu jagen. So ähnlich, wie man es auch bei Demons Souls / Dark Souls kann, macht ihr dann den Fortschritt eines anderen zunichte.

Grafisch macht das Spiel einiges her, obwohl hier sicher mehr gegangen wäre. Es gibt insgesamt drei Modi: Leistung (Dynamische 4K-Auflösung, kein RT, 60 fps), Bildqualität (Dynamische 4K-Auflösung, kein RT, bessere Texturen, 60 fps) und Raytracing (Dynamische 4K-Auflösung, hohe Qualität, RT an, 30 fps). Ich persönlich bin mit Raytracing unterwegs, finde die Modi mit den 60 fps für actiongeladene Szenen jedoch besser. Wenn man etwas genauer hinsieht, stellt man fest, dass die Nutzung von Raytracing eher sparsam ist. Da sehen andere Spiele deutlich besser aus beziehungsweise nutzen einfach mehr davon.

Vom Sound her gibt es nichts zu meckern und besonders gut gefällt mir, dass Bethesda sich so sehr um den PS5-Controller bemüht hat. Haptisches Feedback wird nahezu überall vermittelt, Schritte spürt ihr in den Händen. Und wenn die Waffe blockiert, blockieren die Trigger und Julianas Stimme schallt euch aus dem Controller-Lautsprecher entgegen.

Mir gefällt das Spiel bisher richtig gut, obwohl ich am Anfang dachte, dass mir der Loop rasch auf die Nerven gehen könnte. Ist bisher aber nicht der Fall und ich finde es sehr erfrischend, dass das Spiel mit Humor an die Sache herangeht und man nach und nach die Story, die Charaktere und die Ziele zusammen puzzelt. Wer mal wieder einen Shooter spielen will und entweder einen PC oder eine PlayStation 5 besitzt, der wird mit Deathloop sicher seinen Spaß haben.

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3 Kommentare

  1. Cool ich bin gespannt. Ein Freund von mir wird für die PC-Fassung 2 Keys bekommen und mir einen schenken, somit hab ich etwas worauf ich mich freuen kann ;D

  2. Juliana ist immer ein anderer Online-Player oder ist das optional?

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