Danalock Smartlock V3: Keine Empfehlung

Es gibt Hardware, die haben meine Kollegen und ich länger im Einsatz. Das erlaubt es uns langfristig darüber zu berichten, ob es Verbesserungen oder Verschlechterungen gibt. Als Beispiel: Es gibt Steckdosen und Lightstrips von Koogeek, die für Apples HomeKit zertifiziert worden sind und damit auch arbeiten. Das Unternehmen bewirbt aber auch Amazon Alexa. Und da gibt es einen Skill, der in der letzten Zeit immer schlechter wurde. Alle paar Tage flogen Geräte raus und ließen sich, wenn überhaupt, nur mühselig wieder einbinden. Ergebnis: Sowas kommt im Nachgang in die Tests oder verlangt eine separate Bewertung.

So wie jetzt nach sieben Monaten Einsatz das Danalock Smartlock V3. Hier kann ich mal berichten, was in den letzten Monaten so vorgefallen ist, einzeln für sich betrachtet sicher für einige Nutzer kein Beinbruch, dennoch will ich es erwähnt wissen. Bei „durchschnittlichem Einsatz“ sollen 4 x CR123A-Batterien rund ein Jahr halten. Unsere Tür wird nicht übermäßig oft geöffnet, da meine Frau meistens durch die Garage das Haus betritt.

Während der letzten sieben Monate habe ich dreimal komplett den Satz Batterien tauschen müssen. Dabei schaue ich nicht einmal auf den Preis für die Batterien, sondern das Wie. Wir nahmen jedes Mal neue Batterien, tauschten jedes Mal den kompletten Satz. Zu keiner Zeit sendete mir Danalock eine Nachricht, dass die Batterien, bzw. deren Kapazität zur Neige geht. Mal gut dass ich vor dem Wechsel immer kontrollierte: So wurden bei meiner Frau und mir nicht nur unterschiedliche Werte des Batteriezustandes angezeigt, es war auch so, dass wohl keine Warnung angebracht wäre: z. B. gab es 60% und 35% Kapazität zu sehen. Es gab also keine Warnung und wir konnten die Tür nicht öffnen – weil es ja anscheinend gesunde Batterien gab – so die App.

Wie wirkte sich das aus? Das Schloss drehte etwas an, öffnete aber nicht die Tür. Dann steht man halt davor und würde nicht reinkommen, wenn man sich zu 100% auf so ein Schloss verlassen würde. So etwas ist für mich schon mehr als Grund genug, einer Hardware nicht zu vertrauen. Da vergesse ich fast zu erwähnen, dass ich zweimal gar nicht reinkam – „Fehlerhafter / Abgelaufener  Schlüssel“-Meldung – und meine Frau mich dann reinlassen musste. Sie bekam den Fehler übrigens auch schon einmal, nicht nachvollziehbarerweise ging es dann später wieder.

Keine Empfehlung mehr, leider. Und ganz ehrlich: Zwei meiner Kollegen aus dem Blog-Team setzen ein Nuki-Schloss ein. Null Klagen von denen bisher. Und ich habe tatsächlich auch vorher andere Besitzer des Danalock V3 ausfindig gemacht – identische Probleme.

 

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caschy

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32 Kommentare

  1. @caschy danke dir diese Art von Erfahrungsberichten, die sind Gold wert und beeinflussen eine Kaufentscheidung erheblich.
    Wie ist das mit dem Türen? Wenn die stramm eingestellt sind ( Aussentüren mit Dichtung). Schaffen die Schlösser das? Bzw. gehen die Batterien dann schneller leer?

    • Jürgen Rall says:

      Hallo Caschy,

      du hast im Homee-Blog geschrieben, du hättest das Danalock V3 in Homee integrieren können. Ich habe das Danalock (Bluetooth + Z-Wave) nun schon lange und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Nur fehlt absolut die Anbindung an Homee. Falls es also eine Möglichkeit gibt, das Danalock alas Gerät in Homee zu integrieren, wäre ich an einer Anleitung sehr interressiert.
      Gruß, Jürgen

  2. Frederick says:

    Frage an die Nuki-Nutzer hier: Habe v1 und v2 im Einsatz. Seit ich v2 habe muss ich die Batterien ebenfalls sehr oft wechseln. Hat wer ähnliches beobachtet?

    • Sascha Ostermaier says:

      Musste v2 bisher einmal wechseln (seit Release im Einsatz), allerdings schienen mir die mitgelieferten Batterien von vornherein schwach, könnte aber auch an der Kälte gelegen haben.

    • Danny Schroeder says:

      Es gibt einen Bug in der nuki Android App hinsichtlich der Batteriewarnung. Ich müsste theoretisch jede Woche die Batterien wechseln. Der Support geht davon aus, dass dies in den nächsten App Updates behoben. Wenn kein iPhone zur Verfügung steht, dann am besten eine Warnung über ifft einrichten

  3. Es gibt Dinge die nicht notwendigerweise Notwendig sind.
    Dazu gehören sogenannte „Smart-Locks“ für Eingangstüren,
    die .. zu was eigentlich dienen?

    Eine Eingangstür kann automatisch aufgeschlossen werden, wenn ich davor stehe
    oder x-Meter davon entfernt bin!?

    Der oder die „Erfinder“ lachen sich doch einen Ast wenn sie sehen, wie mit welchen Nichtnutzen, aber vermeintlichen Nutzen, Milliarden zu verdienen sind.

    Und das allein damit, dass man zu bequem (oder zu d…) einen Schlüssel zu benutzen.

    • Naja man braucht keinen Schlüssel mehr zusätzlich mit sich rum zu schleppen. Das Handy hat man eh dabei.
      Kommt alles auf die Situation und dem Nutzungswillen des Einzelnen an. Z.B. ist ein eigenes Auto in einer Stadt mit guter Öffi ein Luxus und auf dem Land z.T. lebenswichtig. Wenn ich ehrlich wäre bräuchte ich auch kein Smartphone ein oder gar ein Handy. Es ginge auch ohne aber mit erheblichem Bequemlichkeitseinbußen.
      Also jedem das seine

    • Ein pasr Beispiele gefällig;
      – Man kann dem Besuch ganz einfach eine Schließberechtigung geben
      – noch wichtiger wennnich den nicht wirklich kenne (h.B. AirBnB), kan ich dem die wieder entziehen. Einen Schlüssel könnte er nachmachen
      – Dem Packet oten mal schnell ne Tür zum Ablegen des Päckchens aufsperren.
      – Von Unterwegs kontrollieren, ob abgesperrt ist

    • Hast du noch nie Einkäufe oder Kinder auf dem Arm gehalten und mit einer Hand vergeblich versucht deine Tür mit einem Schlüssel zu öffnen?
      Hast du dich noch nie ausgesperrt weil die Tür ins Schloss gefallen ist?
      Hast du es (morgens) noch nie eilig gehabt und flüchtest aus dem Haus und zusätzlich zum Zufallen der Tür schließt sie sich auch noch ab während du schon im Auto sitzt?

      Das jedenfalls sind bei mir die drei Hauptgründe weshalb ich das Nukisystem gut finde. Zugegeben sind es Luxusprobleme die nicht notwendigerweise notwendig sind. 🙂

    • Nun zuerst mal ist das natürlich Ansichtssache, genau wie Autotüren ohne Schloss! Aber auf der anderen Seite kann ich heute jeden Schlüssel innerhalb weniger Minuten nachmachen z.B. 3 D-Druck. Auch Magneten im Schlüssel helfen nicht viel! Hier sind elektronische Schlösser einfach sicherer. Viele Hotels haben darauf umgestellt. Auch Schlüssel verlieren und dann Schloss tauschen fällt weg! Im Notfall wenn das Smartphone weg ist rufe ich Frau oder Tochter an und die öffnen aus der Ferne. Schwager steht plötzlich vor der Tür ( das hat der drauf) keiner da, kein Problem, ich öffne von fern oder er hat die App mit Schlüssel schon von mir bekommen. Wohnung kurz mal vermieten geht auch so! Ich stehe mit vollen Händen vor der Tür, Tür geht auf alles gut! Rettungdienste, Klemptner nach Wasserrohrbruch können rein ohne die Tür zerstören zu müssen. Oma hat sich nicht gemeldet, geht auch nicht ans Telefon. Anruf bei der 112 und dann wenn die vor Omas Tür stehen öffnen….
      Nur ein paar Beispiele dafür, das man schon überlegen kann das zu kaufen.

      Matthias Zwerschke

    • Also wenn du nur Dinge besitzt, die „notwendigerweise Notwendig“ sind, hast du nicht viel. Smartphone, Spülmaschine, Fernseher, Radio, Funkuhren, Spotify (oder was auch immer), etc. ist doch alles nicht wirklich notwendig. Ich tippe mal darauf, dass mind. 80% der in diesem Blog besprochenen Themen nicht „notwendigerweise Notwendig“ sind! Eine solche Argumentation ist – zumindest in westlichen Überflussgesellschaften – vollkommen überflüssig.

  4. Ich kann Dir nur Raten Dir mal „Entr“ anzusehen, das setzen wir in der Firma und im Freundkreis ein und das funktioniert absolut Top.

  5. Und genau für solche Meldungen ist und bleibt Caschys Blog in den Favoriten! Danke und weiter so

  6. Kann nur komplett gegenteiliges berichten bis jetzt nach 6 Monaten. Allerdings nutze ich die App nicht, sondern steuere über Z-Wave und der Hausautomation mit Fernbedienung und Programmen das Schloss. Bis jetzt 0 Ausfälle und noch 70% Batteriekapazität laut App. Wie gesagt, seit 6 Monaten und 3 Familienmitgliedern die das Schloss nutzen. Mindestens 4 Vorgänge am Tag werden da ausgelöst. Tendenziell eher öfter. Über die Langzeitfunktion kann man jetzt noch nicht viel sagen.

  7. stiflers.mom says:

    Bin auch „Entr“ Nutzer und kann eigentlich nicht klagen. Der Akku hält zwei bis drei Monate mit einer Ladung. Nur mit dem Alexa Skill und der Handy Bluetooth Verbindung gibt es Probleme. Für mich aber nicht so tragisch da ich sowieso die Fernbedienung nutze.

  8. Alexander D. says:

    Für mich hatten sich beide Versionen schon nach je einer Woche Test disqualifiziert. Das öffnen dauerte mir alleine schon zu lange, dann kam die Kalkulation für die Batterien hinzu. Am Danalock gefielen mir lediglich Design und die Lautstärke. Mein seit nun knapp einem Jahr im Einsatz befindliches Nuki ist doch deutlich lauter und größer, was letztlich wohl alleine an den vier AA Batterien liegt. Dafür ist es aber zuverlässig und ich kann Akkus nehmen. Dazu dann noch die kostenlose Nuki Bridge App auf einem alten Android Phone und ich kann alles aus der Ferne steuern. Für mich gibt es einfach nichts besseres.

  9. Absolute Zustimmung, das Schloss ist zwar gute Hardware aber unterirdisch schlechte Software. Ich war Betatester der neuen Android App und habe diese in der Zwischenzeit deinstalliert, weil sie einfach nichts taugt. Ich verwendete das z-wave Danalock und mit openHAB kann man das Schloss sogar verwenden. Aber ausschließlich mit dem Danalock Universum (Web-App und Android-App) absolut unbrauchbar.

  10. Error-404 says:

    Das Batterie Problem kenne ich irgendwie von tado° tolles System, die Batterien in den Smarten Heizkörper-Thermostaten sollen bis zu 2 Jahre halten. Habe die Thermostate am 15.02.2017 installiert am 15.06.2017 waren beim ersten Thermostat die Batterien leer.

  11. Deine Erfahrungen kann ich nicht teilen! Bei mir ist Danalock seit 9 Monaten im Einsatz. Ich benutze seitdem keine Schlüssel mehr. Es sind noch die ersten Batterien drin mit 50% der Kapazität! Es gab bei mir kein einziges mal Schwierigkeiten beim Aufschließen! Bin bis jetzt mit dem Produkt sehr zufrieden!

    • Bist sicher ein iOS User. Ich hatte mit Android auch dauernd Ärger . Batterie Probeleme hat ich bisher keine. Was aber Mega nervt ist der Wegfall der Bridge App und das die Hardware Bridge so eine Geschichte wie der Duke wird…

  12. Deine Erfahrungen kann ich sehr gut nachvollziehen und bestätigen. Wir nutzen die Danalocks in unserem Office. Das Problem mit den abgelaufenen Schlüsseln haben meine Kollegen und ich fast täglich. Manchmal bei allen Locks, manchmal nur bei einem. Die Batterien mussten wir ebenfalls nach 4 Monaten vollständig austauschen. Was bei uns noch dazu kommt: ab und zu verspulen sich die gelernten Öffnungs- und Schließsequenzen. Das heißt ursprünglich soll das Lock 2 mal beim Schließen drehen und logischer Weise auch beim Öffnen. Es kommt vor, dass Dana dann zwar 2 mal beim Schließen dreht, zum Öffnen aber plötzlich nur noch einmal.

  13. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich keiner der Lösungen vertraue, die es nicht mehr zulassen, einen Schlüssel zu verwenden. Die Gefahr, dass ich nicht mehr rein komme weil die Hardware spinnt, Zentrale nicht mehr will und und ist mir zu groß … an die Kosten für den Schlüsseldienst mag ich gar nicht denken.
    Aus dem Grund habe ich mich für das Schloß von Homematic entschieden. Wenn alle Stricke reißen, kann ich immer noch von außen einen Schlüssel rein stecken und normal aufschließen.
    Bei den Batterien mach ich mir nicht groß Gedanken … alle 4-6 Monate mal neue, dafür habe ich aber etwas bessere Akkus gekauft, die lange halten. Bei uns wird die Tür zwischen 5 und 15 mal mindestens am Tag gesteuert (Ab- und Aufschließen)

    • Verstehe ich jetzt nicht. Das kann man mit dem DanaLock genauso machen und von außen mit Schlüssel aufschließen.
      Nebenbei haben sich bei mir in 1,5 Jahren gleich 3 Keymatic in Gänze zerlegt. Eins ging gar nicht mehr weil die Hardware komplett den Dienst einstellte und zweimal waren die Billigplastikzahnrädchen durchgedreht, weil die Keymatic den Endpunkt vergessen wollte und endlos weiterdrehte. Da war mir der Spaß echt zu teuer.

  14. Ich habe bei jeder Neuankündigung gespannt auf SmartLocks geschaut, da ich sehr gerne die Haustür unseres Einfamilienhauses damit aufgerüstet hätte. Leider scheiterten bisher alle Lösungen daran, dass diese gar nicht auf das Türblatt passen (Türklinke und Schloss in einem Beschlag). Mir kommen die Lösungen alle so vor, als ob sie für Zimmertüren konzipiert wurden.

    Nun werde ich wohl unsere Haustür gegen eine Hörmann ThermoSafe S5 Smart austauschen. Sicherlich ein teures Vergnügen. Dafür ist die Technik unsichtbar voll in die Tür integriert und das Hörmann BiSecur System ist seit Jahren eines der sichersten, was die Funkübertragung angeht.

    Bisher habe ich Garagen- und Zauntor über das Hörmann BiSecur Gateway im Einsatz. Das funktioniert dann per App ganz gut, auch über das Mobilfunknetz. Vor der Investition in die neue Haustür habe ich aber mal recherchiert, ob die bisher abgeschlossene Hörmann Lösung künftig in eine SmartHome Steuerung integrierbar wäre und wurde fündig: Hörmann wird im Oktober 2019 einen Homee Cube für die BiSecur Steuerung anbieten uns sich so in ein Homee System einbinden lassen, das für verschiedenste SmartHome Techniken bereit ist. Ich glaube nicht, dass sich Insellösungen noch lange halten werden, da immer mehr Komponenten gesteuert werden.

  15. Wir haben das DanaLock nun auch seit 10 Monaten in Betrieb, ca. 10 Öffnungen pro Tag, die Batterien stehen auf 67 %. Mit dem KeyPad zusammen funktioniert es absolut problemlos. Die Android-App ist tatsächlich etwas zickig und braucht manchmal lange, bis es klappt. Bin aber bisher immer reingekommen und für Notfälle haben wir Schlüssel bei Nachbars hinterlegt.

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