WLAN-Mitschnitt: „Empfindliche“ Geldstrafe für Google

Google gibt sich echt Mühe, uns zu erklären, dass das Unternehmen nicht böse ist. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Als sich herausstellte, dass Google im Rahmen von Street View WLAN-Daten erfasst hat, während man mit seinen Street View-Autos durch die Welt gurkte, klappte es tendenziell eher schlecht.

Die FCC – die US-amerikanische Kommunikationsbehörde – hat dem Unternehmen nun bestätigt, dass da alles regulär über die Bühne gegangen ist. Es ging hier lediglich um Daten aus unverschlüsselten Netzen, daher ist Google hier mit einem blauen Auge davongekommen, obwohl es noch offene Fragen zu einem Mitarbeiter gibt, der die Aussage verweigerte.

Eine Geldstrafe gab es dennoch für Google – in Höhe von 25.000 Dollar. Die hängt aber nicht mit Street View oder den mitgeschnittenen Daten zusammen, sondern eher damit, dass man der FCC das Leben schwer gemacht hat, in dem man die notwendigen Daten nicht rausrücken wollte. Über diese „immense“ Summe kann Google natürlich lachen – ist vermutlich die gleiche Summe, die man in Mountain View täglich für den Pizzabringdienst raushaut.

Quelle: FCC via Netzwelt

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22 Kommentare

  1. „…klappte es tendenziell eher schlecht.“
    Das ist in rechtlicher Hinsicht aber sehr freundlich von Dir ausgedrückt!

    Google muss die Daten aber weiterverkauft haben – denn:

    Woher weiß mein aktueller Apple iPod Touch wo ich mich befinde?
    Wenn er selber doch gar kein GPS hat und mich auf einer Fahrrad-Navi-App nur darüber tracken kann, dass er den Abstand zum nächten WLAN abschätzt!

    Mir ist nämlich nicht bekannt, dass Apple auch mit einem Auto durch Europa gefahren ist…..

  2. Warum beim Pizzadienst bestellen wenn die komplett eigenen Restaurants am Firmengelände haben?

  3. @Knut

    als apple jünger ist dir das vllt nicht bewusst, aber es gibt sehr viele andere unternehmen die das gleiche machen und außerdem auch viele wifi betreiber die sich freiwillig in diverse listen eintragen( http://www.openwlanmap.org ist nur ein beispiel). warum jetzt google böse ist obwohl das ganze gang und gebe ist? weil google bekannt ist und die möglichkeiten hat das ganze im großen stiel zu machen.

    übrigens verkauft google keine daten (firmenpolitik). im gegensatz zu apple und facebook. macht ja auch sinn: wenn ich mit daten geld verdiene – und wüsstest du wie google das macht wäre es dir auch klar – dann kann ich mehr geld verdienen wenn ich daten lediglich vermiete und nicht verkaufe. verkaufen kann ich informationen nämlich nur ein mal. google geht den anderen weg und bringt deine informationen zu der von dir gewünschten interessensgruppe OHNE die daten der interessensgruppe zu verraten.
    nach dieser politik funktioniert alles bei google.

  4. @Knut
    Erstmal mit dem Thema befassen.

  5. ach ja im übrigen ist ortung nicht nur über wifi und gps möglich. sobald du in eine funkzelle eingewählt bist kann man deinen aufenthaltsort auf 20-2km (je nach funktyp) genau bestimmen.

    @Mo du musst es ihm nachsehen. als apfel bruder weiß er nur was sein iphone nicht hat und das google böse ist, 1 und 1 macht 3.

  6. ColaCheater says:

    @Knut: Das sind andere Dienste die das schon länger, auch vor StreetView schon im Angebot haben 😉
    Die sind einfach hingegangen und haben die SSIDs zusammen mit dem GPS das das Auto mit dem sie rumfahren atm hat gespeichert hat.
    So hast du ne schöne Liste aus der der iPod dann nur später raussuchen muss welches Wlan wo liegt und schon hat er die Position. (bzw. eben der Webservice)
    -> Funktioniert genauso mit der „Ortung“ von Notebooks die kein GPS haben wenn du deine aktuelle Position i.wo freigibst…

    €dit: Ich war wohl zu langsam…

  7. @ masi (der 2. Kommentar)
    Ich sprach vom iPod touch und nicht vom iPhone – zudem bin ich kein Apple-Jünger, sondern ich hab halt nur so teil! (iPod touch hat kein GPS oder benötigt Funkzellen, weil er kein Telefon hat/ist)

    #ColaCheater & @masi (Teil 1)

    Dann haben sich aber verdammt viele in meiner Stadt „irgendwo“ eingetragen oder diese ominöse Auto fährt andauernd durch meine Stadt! Denn mein iPod touch weiß in der Stadt genau wo ich mich befindet!

    Außerdem kann es ja auch mal sein, daß jemand aus Hamburg seinen WLAN-Router nach Lübeck verkauft. Wenn ich dann durch Lübeck radele müsste mir mein iPod touch ja auf einmal anzeigen das ich in HH bin!!!

    Das einzige was sein könnte (aus meiner Logik): Das meine Fahrrad-Navi-App auf dem iPod touch von Google-Maps die WLAN-Koordinaten bekommt!

  8. @knut die Daten kommen auch von den vielen iphones die wlan und gps Daten parallel speichern und an Apple übertragen. Man braucht also kein Auto dafür 😉

  9. 25.000 $ sind wohl für Google eher weniger Geld. Die haben immerhin 2010 oder 11 oder so schon 500 Millionen Dollar Strafe zahlen müssen wegen der unseriösem Werbung die bei Google AdWords geschaltet wurde.

    Mal davon abgesehen: das waren alles öffentliche Netzwerke. Wer sowas macht ist blöd! Und wer das nutzt ohne vorher einen VPN an zu machen ist noch blöder! Also da gibt es wirklich schlimmere Sachen die da passiert sind.

  10. OB die Strafe überhaupt richtig ist stelle ich mal in Frage. FALLS aber, dann ist der Betrag natürlich ein Witz 🙂 Markus

  11. @ hannes

    Das könnte es durchaus sein!

    Aber hat denn jeder der mit dem iPhone durch die Gegend rennt auch immer das WLAN an?

  12. @Knut: Das ging schon vorher. Apple hat glaube ich die Daten woanders gekauft, die Jungs von Google sind ja nicht die ersten, die auf diese Idee gekommen sind. Außerdem haben wohl auch die iPhones die Position von WLANs gesammelt und auf die Apple Server geladen 😉

  13. @knut meist schon, z.b. Zuhause, im Garten usw. Und warum aus machen, wenn es ohne Verbindung eh in standby geht?

  14. @Knut

    Das könnte nicht sein, das ist so. Auch die AndroidPhones übertragen die Listen von Aps mit zugehöriger Position. Es muss nicht jeder anhaben, es reicht eine Person mit einem Smartphone die die Daten übermittelt.

    Ich selber habe WLan+Gps auch immer an.

  15. captaincannabis says:

    Nu lasst doch mal den Knut in Ruhe 😀

  16. Also ich bin bei weitem nicht der einzige, der darüber rätselt, wo mein iPod touch seine Koordinaten herbekommt:

    http://www.gutefrage.net/frage/wie-funktioniert-das-mit-dem-ortungsdienst-auf-dem-ipod

  17. @Knut
    Dann können die alle zwar gutefrage.de eingeben aber nicht dort suchen wo es wichtig wäre. Und naja der Artikel ist von 2009.

    „Falls die Option „Ortungsdienste“ aktiviert ist, sendet Ihr Gerät in regelmäßigen Abständen die per Geotagging markierten Positionen von nahegelegenen WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten in anonymisierter und verschlüsselter Form an Apple, um die Crowdsourcing-Datenbank mit den WLAN-Hotspot- und Mobilfunkmastenpositionen zu erweitern. Wenn Sie unterwegs sind (z. B. mit dem Auto) sendet ein GPS-fähiges iOS-Gerät bei aktivierten Ortungsdiensten zusätzlich auch in regelmäßigen Abständen die GPS-Position und Informationen zur Fahrgeschwindigkeit in anonymisierter und verschlüsselter Form an Apple, damit eine Crowdsourcing-Datenbank für den Straßenverkehr aufgebaut werden kann. Die von Apple erfassten Crowdsourcing-Daten werden in einer Form gesammelt, die keinerlei Rückschlüsse auf Ihre Person zulässt.“
    http://support.apple.com/kb/HT4995?viewlocale=de_DE&locale=de_DE

    Und eben aus dieser Crowdsourcing Datenbank fragt der Ipod ab.

  18. @ Mo

    Es sind bei gutefrage auch Antworten von 2011 dabei!

    „Und eben aus dieser Crowdsourcing Datenbank fragt der Ipod ab.“

    Und wie bitte sehr????

    1.) Der iPod touch hat KEIN GPS (zum letzten Mal jetzt….)

    2.) Hab ich zwar WLAN an, befinde mich aber außerhalb der Reichweite meines WLAN-Netzes und bekomme trotzdem angezeigt, wo ich mich aufhalte!!!

    Wie greift der iPod dann auf die „Crowdsourcing Datenbank“ zu???

    Das verät die Apple-Seite nämlich nicht…. soweit war ich heute auch schon!

  19. @Knut

    Lokale teilkopie der AP Datenbank.

  20. Das wäre dann eine Lösung!

  21. Im Artikel fehlt der Hinweis, daß dies die rechtlich höchste Strafe war. Mehr als 25.000$ sieht das Gesetz in den USA für soetwas nicht vor. Wenn man google mehr aufgebrummt hätte nur weil sie es zahlen könnte, wäre dies Rechtsbeugung.

    @Florian:
    Es waren Private, nicht verschlüsselte Netze, keine öffentlichen.

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