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Telegram: Videoanrufe starten in die Beta

Telegram ist sicherlich der Messenger, welcher in den letzten Jahren die meisten neuen Features erhalten hat. Während es Audio-Anrufe bereits seit 2017 gibt, fehlte eine Sache noch: Video Calls. Videoanrufen stehen jedoch auf der Agenda für 2020, das verkündete man bereits im Frühjahr. Nun startet man mit Video-Anrufen in die Beta und wer Telegram bisher verfolgt hat, der weiß, dass das Feature somit schon an der Türe pocht.

Über die vergange Woche verteilt rollte man Videoanrufe für die Telegram Beta unter macOS, iOS als auch Android aus. Bei letzteren beiden Plattformen handelt es sich um die Telegram-Beta in Version 7 – man plant da also mal wieder einen größeren Versionssprung hinzulegen. Für Telegram Desktop steht bislang noch keine Beta mit implementierter Video-Anruf-Funktionalität bereit, auch bei der macOS-Version (Beta 6.3) scheint man da nochmals zurückgerudert zu sein.

Die Beta-APK für Android lässt sich an dieser Stelle herunterladen und diese lässt sich auch parallel zu anderen Clients benutzen. Bei iOS setzt man auf einen Zugang über Testflight. Zumindest unter Android hat man bereits einen funktionierenden PIP-Modus (Picture-in-Picture-Modus) parat. Um die Anrufe zu nutzen, sollte man wie auch bei den Audioanrufen auf entsprechende Privatsphäre-Einstellungen achten. Die Möglichkeit für Gruppenanrufe gibt es – wie auch bei den Audio-Anrufen – (noch?) nicht. Gebt doch mal in den Kommentaren Rückmeldung, welche Features euch bei Telegram sonst noch so fehlen.

Die Video-Anruf-Funktionalität in Telegram könnte also schon in Kürze starten. Man munkelt da bereits über den 14. August, an dem Telegram seinen 7. Geburtstag feiert. Da man in der Regel einmal im Monat ein Update herausbringt, dürfte es zumindest im August noch so weit sein.

Falls ihr bereits bei Telegram unterwegs seid, dann besucht doch unseren Blogchat – garantiert ohne Verschwörungstheorien 😉 . Auch einen entsprechenden News-Feed stellen wir bereits seit längerem über den Messenger bereit.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Das sind ja mal wirklich freshe Neuigkeiten an diesem heißen Tag. Video-Anrufe sind in der Tat das einzige Feature, das mir noch fehlt. Daumen hoch!

    • Exakt! Damit zieht Telegram mit WhatsApp gleich. zumindest an Features (neben anderen Vorteilen).

      • Oh nein. Natürlich nicht. Die Verschlüsselung fehlt. Herrgott. 😀

        …aber ein Videochat-Feature ist natürlich trotzdem vermutlich eine große Sache. Und mehr Features sind ja in der Regel immer erst mal super. …wenn es denn gut ist. Die Videotelefonie von WhatsApp oder Messenger nutze ich z.B. so gut wie nie, einfach weil Googles Duo in der Qualität so dramatisch überlegen ist.

        • Bei Threema gibts seit kurzem ebenfalls Videotelefonie, nur im Gegensatz zu Telegram verschlüsselt und im Gegensatz zu WhatsApp ohne Auswertung der Metadaten, dafür auch hier konsequenter Datenschutz durch Verschlüsselung.

  2. Die Prioritäten bei Telegram sind interessant. Ständig werden irgendwelche neuen Quatsch-Features rausgehauen aber es gibt keine Gruppentelefonie und die Video Calls sind auch nur 1:1. Gerade weil es auf mehreren Geräten läuft, wären Gruppenanrufe sehr interessant.

    • Felix Frank says:

      Fehlt dir denn etwas, was über die Gruppenanrufe / Gruppenvideochats hinausgeht?

      • Default e2e Verschlüsselung. …Audits. …Open source. Langfristig federation

        Dann wären sie das bessere Matrix.

        • 1. Ein einfacher geräteübergreifender Zugriff auf Nachrichten ist für die breite Masse wichtiger als E2E-Verschlüsselung. Wer verschlüsselt kommunizieren möchte, hat dazu aber die Möglichkeit. Dieser Ansatz ist pragmatisch.

          3. Telegram ist nicht nur Open Source, sondern der einzige Messenger, deren Builds für Android und (!) iOS reproduzierbar sind. Damit lässt sich überprüfen, dass der Quellcode der App, die man benutzt, tatsächlich mit dem veröffentlichten übereinstimmt. Was will man mehr?

          2. Telegram lebt von der Community. Man kann Bots erstellen und teilen, zu Übersetzungen beitragen bzw. neue hinzufügen (z. B. t.me/setlanguage/fuwwy), Funktionen vorschlagen bzw. Bugs melden — und natürlich auch den Quellcode revidieren. Telegram ist ein Projekt, das jeden einlädt sich daran zu beteiligen

          Das Attraktive an Telegram ist ja gerade, dass es für jedermann einfach zu nutzen ist, aber gleichzeitig sehr viele zusätzliche Features für diejenigen gibt, die sich damit befassen möchten. M. M. n. einfach der beste Messenger. Bis es einen Konkurrenten gibt, der Teleportationen ermöglicht.

          • 1. Nein. Und opt-In Verschlüsselung bedeutet einfach bloß keine Verschlüsselung. 3. Den Server. 2. ….okay? Ist das nicht OT?

            Du hast gefragt was man sich noch wünscht und bist jetzt mit den Wünschen unzufrieden? Dann frag doch nicht.

          • Ich würde dir recht geben, dass Datenschutz für viele Menschen keinen besonders hohen Stellenwert einnimmt aber der Stellenwert ist eben nicht gleich null. Sobald WhatsApp MultiDevice hat, wird die Verschlüsselung für viele ein überzeugendes Argument sein. Pragmatisch ist er eben nur, wenn es technisch prinzipiell nicht anders möglich ist aber iMessage oder Wire können das nun mal schon sehr lange mit Verschlüsselung.

            Mich interessieren Bots wirklich gar nicht aber vielleicht bin ich auch nur zu dumm, sie zu verstehen. Ich habe bisher noch kein überzeugendes Anwendungszenario gesehen aber ich will nicht ausschließen, dass es das gibt. Wenn mir als technikbegeistertem Menschen aber schon die Fantasie fehlt, dann ist das wahrscheinlich extrem nischiger Nerdkram. Und ich will überhaupt nicht sagen, dass ich es toll finde, dass Facebook und Google wesentliche Teile des Internets bestimmten aber ich sehe in Telegram keine überzeugende Konkurrenz. Und Telegram ist vermutlich noch das beste, was die Konkurrenz zu bieten hat. Zumindest wenn man davon ausgeht, was eine möglichst breite Masse ansprechen könnte.

            • Verschlüsselung ist auch super wichtig, vollkommen unabhängig davon, ob die Nutzer viel von Verschlüsselung halten.

              Einfach weil die positiven Effekte (freiere Gesellschaft durch erschweren von Massenüberwachung) nennenswerter Verschlüsselung unabhängig vom Verständnis der Nutzer entstehen.

              Und wenn jemand unbedingt insistiert, dass seine Nachrichtenverläufe Staaten oder Unternehmen zugänglich gemacht werden kann man denen ja einen Button in den Einstellungen einbauen. („Meine Kommunikation leaken““ oder so etwas.)

              Dann sind alle glücklich. 😉

  3. Jetzt auch in der stabilen Version.

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