OnePlus 10 Pro: Offiziell vorgestellt – das sind die Details

Die meisten Details waren ohnehin schon im Umlauf: Auch OnePlus hat in der vergangenen Woche Stück für Stück sein neues Flaggschiff bereits selbst enthüllt und neben Design und einigen technischen Spezifikationen auch erste Details zur verbauten Kamera in Kooperation mit Hasselblad verraten. Hierzulande spielt das Smartphone vorerst ohnehin keine größere Rolle, denn ab dem 13. Januar ist es erst einmal in China verfügbar. Bekannt und bestätigt ist ein Start in Europa. Der Zeitpunkt ist mit „später im Jahr 2022“ so vage wie unkonkret. Zwei Farbvarianten gibt es: Volcanic Black und Emerald Forest. Und: Ein OnePlus 10 gab es bisher nicht zu sehen.

Im Inneren des OnePlus 10 Pro werkelt der Snapdragon 8 Gen 1. Jenem zur Seite stehen 12 GB LPDDR5-Arbeitsspeicher. In puncto Speicherplatz stehen bis zu 256 GB (UFS 3.1) zur Verfügung. Auf der Front setzt man auf 6,7 Zoll (ca. 17 cm). Abermals mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz. Hier sei eine zweite Generation der LTPO-Technologie verbaut. LTPO erlaubt das Wechseln der Bildwiederholrate zwischen 1 Hz und 120 Hz abhängig des Inhalts auf dem Display. Das war auch schon im OnePlus 9 Pro der Fall, das neue Display sei hierbei aber weniger energiehungrig. Abgestimmt sei die Farbkalibrierung des 10 Pro nun auf zwei Helligkeitsstufen (hoch und niedrig), um eine exakte und natürliche Farbwiedergabe zu gewährleisten.

In puncto Kamera gibt es 32 Megapixel auf der Front. Die Triple-Kamera auf der Rückseite ist in einem neuen Kamerahügel zu finden, der nahtlos in den Aluminiumrahmen übergeht. Hierbei sei eine Gewichtsverteilung auf die Mitte ausgerichtet. Das OnePlus 10 Pro soll damit ausbalanciert in der Hand liegen. Der Kamera habe ich bereits einen eigenen ausführlichen Artikel gewidmet, daher hier nur in Kurzfassung: Bei der Hauptkamera kommen 48 Megapixel zum Einsatz, 50 Megapixel bei der Ultraweitwinkel-Kamera sowie 8 Megapixel für die Telefoto-Linse. Das Setup ist hier wohl identisch geblieben, einzig die Ultraweitwinkelkamera liefert jetzt 150 Grad Sichtfeld und wahlweise 110 Grad mit KI-Verzerrungskorrektur. Der Rest, wie ein Fisheye-Modus, ist softwareseitiger Natur. So unterstützen alle drei Linsen 10-Bit-Farben, im Pro-Modus sogar 12-Bit-RAW. Es gibt neue Farbstile in Kooperation mit Hasselblad Masters-Gewinnern und Ambassadors für Porträts und Landschaftsaufnahmen. Neben einem neuen RAW-Format ist in Sachen Videoaufnahmen das LOG-Format möglich. Zudem bringt das 10 Pro einen neuen Videomodus mit, der manuelle Anpassungen von ISO, Verschlusszeit und Co erlaubt.

Angewachsen gegenüber zum Vorgänger ist der Akku. Da stecken 5.000 mAh Kapazität im 10 Pro. Jene können mit bis zu 80 Watt kabelgebunden aufgeladen werden. Hier ändert sich der Name nun zu dem von Oppo bekannten „SuperVOOC Flash Charge“, Warp Charge scheint damit als Name leider Geschichte – rein technischer Natur war beides seit eh und je dasselbe. Kabellos aufgeladen wird mit 50 Watt wie beim 9 Pro. Hier ändert sich nur der Name zu AirVOOC. Somit ist eine kabelgebundene Aufladung – bei erhöhter Akkukapazität – in 32 Minuten möglich, kabellos in knapp 47 Minuten. 2021 musste man es bereits erwähnen, daher der Vollständigkeit halber: Das Schnellladegerät ist im Lieferumfang enthalten.

Für den chinesischen Marktstart setzt man, wie Oppo, auf Color OS 12.1 auf Basis von Android 12. Hierzulande wird dann OxygenOS 12 zum Einsatz kommen. Muss man mal schauen, was an den großen Worten eines vereinten Systems ist. Stand jetzt steckt da im 9 Pro (leider) nur ein inkonsistentes ColorOS mit softwareseitigen Einschnitten und einigen OnePlus-Zusätzen dahinter.

Klingt von der Hardwareseite wieder nach einem spannenden Gerät. Softwareseitig müssen wir schauen, wie sich OnePlus da künftig gibt. Alles in allem bin ich gespannt, das Smartphone bei einem Europa-Start ausgiebig auszutesten. Zu einem Startdatum sowie Preis hierzulande ist wie eingangs erwähnt bisher nichts bekannt.

Preise? Umgerechnet wären dies:

8+128GB: RMB 4699: 652 Euro
8+256GB: RMB 4999: 694 Euro
12+256GB: RMB 5299: 736 Euro

Logo – wird in Deutschland teurer. Steuern, Händler, dies das…

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Kann die Kamera des OnePlus 10 Pro dank OxygenOS 12 dann auch endlich 16:9-Bilder aufnehmen? Dass dies früher nicht möglich war, wurde hinsichtlich des 9 bei mir zum Deal-Breaker.

  2. Oneplus ist für mich schon vor ein paar Jahren gestorben als sie angefangen haben die Updates zu vernachlässigen. Seitdem hatte ich das Pixel 4a 5g und nun das Pixel 6 und bin zufrieden.

    Offtopic: Wieso wird eigentlich immer jeder Kommentar überprüft? Also wirklich jeder?

  3. Bin mit meinem OnePlus 3 noch sehr zufrieden. Wenn das dann eines Tages mal auseinander fallen sollte, wird es aber ganz sicher wieder ein gerät von OnePlus 😉

    • Das war auch noch ein gutes Gerät.
      Ab 5 haben sie meiner Meinung nach stark nachgelassen.

      • Ich hab ein 7t und bin super zufrieden damit. Wüsste nicht was dem Smartphone fehlen sollte. Für 400€ im Angebot hätte ich damals (Anfang 2020) kein besseres Smartphone bekommen können, nicht mal annähernd.

        • Grossermanitu says:

          Habe das 7pro und mir geht es ähnlich. Immer noch schnell, Kamera für meine Bedürfnisse top. Was fehlt sind zeitnahe Updates. Hardware kann mitlerweile (fast) jeder, die Welt geht Richtung Software

    • Peer van Daalen says:

      Bin mit meinem OnePlus 3T aus März 2017 ebenfalls nach wie vor absolut zufrieden. Telephonieren, mailen, Photos machen und Diktiergerät. Alles läuft perfekt.

      Bei meinem Verhalten mit dem Gerät komme ich immer zwischen 3 bis 6 Tage mit einer Akkuladung hin. Hab allerdings auch die meisten Funktionen wir YT oder GoogleMaps nur selten in besonderen Fällen an. Lediglich die CovPass-App schalte ich öfter ein, wen wir in Belgien oder Deutschland essen gehen.

      FB oder Whatsapp, TikTok, Twitter, Instagramm und Co.? Alles NICHT! an Bord und ich kann trotzdem den aufrechten Gang gehen und geradeaus gucken… 🙂

      OnePlus? Wenn es mal sein muß gerne wieder!

    • Man sollte aber immer bedenken, dass es für das Gerät schon lange keine Updates mehr gibt. Das kann je nach Nutzungsszenario wirklich gefährlich sein. Außer man geht mit irgendwelchen Custom-ROMs.

  4. Da ich mir sowieso einen neuen Hersteller suchen muss (nie wieder HTC… deren Akkus halten max. 1,5 Jahre), und meine bessere hälfte bereits ein OP8 hat, werde ich mal schauen wann dieses hier in de erscheint und ob dann gegen Ende des Jahres auch mal ein gutes Angebot kommt.

  5. Weiß man schon wo der Fingerabdrucksensor liegt?

    • Grossermanitu says:

      Zu 99% unter dem Display

      • Genau. Hinten sieht man auf den Bildern auch keinen und seitlich auch nicht. Bleibt nur das Display.
        Ich meine ich hätte das auch irgendwo gelesen.

        Und solange es besser umgesetzt ist als beim Pixel 6 ist da auch nix daran auszusetzen.
        Sicher gibt es viele, die ihn hinten besser fänden. Aber genauso viele bevorzugen ihn vermutlich vorne.

  6. Finde dieses YouTube Video recht interessant. Da wird dieses neue Display in Version 2 zum neuen Xiaomi 12 mit selben Display gezeigt und klar, es ist von OnePlus selbst, aber der Unterschied ist sichtbar. Zwar wird es dabei auch mit dem S21 von Samsung verglichen, aber, nicht relevant, ist das bald alte Gerät und das neue wird natürlich das von Samsung gefertigte Display erhalten.
    Finde OnePlus aber nicht zu 100% interessant. Wenn ich richtig informiert bin, dann ist OnePlus was Updates betrifft im Vergleich zu Xiaomi aber immer noch um Welten besser.
    Also abwarten, was Tests bringen und wie die Preise aller genannten Hersteller für kommende Geräte ausfallen.

  7. Hat noch jemand die Vergleichspreise aus China zum Launch des OP9Pro parat?

  8. Sei noch zu erwähnen, dass es von OnePlus sehr wohl eine Aussage über das Erscheinen im Rest der Welt gibt, nämlich „Frühjahr“, so zeigt es inzwischen die offizielle deutsche Seite zum OnePlus 10 Pro:

    https://www.oneplus.com/de/launch/10-pro

    Frühjahr interpretiere ich mal als Q1, also vermutlich wie das 9 Pro im März. Mit meinem 8 Pro bin ich sehr zufrieden – das 9 Pro bot mir zuwenig Vorteile gegenüber dem 8 Pro, daher ging das zurück. Aber nach fast 2 Jahren wird’s mal Zeit für was neues, zumal der Akku auch nicht besser geworden ist.

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