OnePlus 2.0: Hersteller hat kontroverse Zukunftspläne

OnePlus teilt offiziell mit, dass man in die Phase 2.0 im Lebenszyklus des Unternehmens eintrete. Was soll das bedeuten? Nun, es stehen einige Veränderungen an. So werde man ab 2022 etwa nicht mehr OxygenOS (OnePlus) und ColorOS (Oppo) international nebeneinander herlaufen lassen. Stattdessen werde man global eine einzelne Plattform verwenden. Sie solle die Stärken beider Systeme vereinen.

Das sorgt in den Foren des Herstellers bereits für Diskussionen. Die einen finden es klasse, die anderen befürchten, dass es bald kaum noch Unterschiede zwischen OnePlus und Oppo geben könnte. Tatsächlich könnte es natürlich so kommen, dass OnePlus gewissermaßen als günstigere Untermarke von Oppo endet – so wie etwa das Verhältnis von Redmi und Xiaomi aussieht.

Die obige Grafik zeigt dann mehr oder minder kreativ, wie OnePlus sich das mit OxygenOS und ColorOS so vorstellt. Ab 2022 will man also auf das noch namenlose, neue OS setzen, das aus OxygenOS und ColorOS hervorgehen soll. Außerdem schlüsselte OnePlus noch seine Gesamtstrategie auf: Es werde bei mehreren Smartphone-Reihen für verschiedene Preissegmente bleiben. An der Spitze werden die nummerierten Modelle stehen. Nord soll weiterhin die Premium-Mittelklasse abdecken.

Die Reihe der Nord CE wird wiederum die untere Mittelklasse bedienen und die Nord N sind eben für das Einstiegssegment zuständig. Dazu gesellen sich die OnePlus R als Einstieg in den Bereich der Flaggschiffe. Da gab es bisher ja nur das OnePlus 9R, das allerdings nicht in Europa auf den Markt gekommen ist. Ebenfalls hat der Hersteller bestätigt, dass man den Fokus bei der Entwicklung noch mehr auf die Kameraqualität legen wolle. Die Kooperation mit Hasselblad werde weitergeführt und man investiere weiterhin stark in Forschung und Entwicklung.

Bisher getrennte Entwicklerteams von OxygenOS und ColorOS werden ja wiederum zusammengelegt. Die Leitung wird Gary C. übernehmen, der bisher der Kopf des internen Teams für OxygenOS gewesen ist. Da trötet OnePlus natürlich ordentlich, wie toll die Synergie der Teams sei, aber es dürften angesichts der mäßigen Erfolge von Oppos Expansion sicherlich auch Kosteneinsparungen ein wesentlicher Grund sein. Freilich kann natürlich dennoch am Ende möglicherweise ein Ergebnis dabei herauskommen, das sowohl OxygenOS als auch ColorOS überflügelt.

Kleine Entwarnung für die Bastler unter euch: OnePlus wolle das vereinheitlichte Betriebssystem immer noch für seine Geräte anpassen, um etwa weiterhin entsperrte Bootloader zu unterstützen. Mehr Details zur neuen Software werde man später verraten. Was haltet ihr denn von den Zukunftsplänen von OnePlus? Der ehemaligen Underdog-Rolle ist man damit sicher endgültig entwachsen.

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10 Kommentare

  1. Feature-rich und lightweight gleichzeitig. Klingt eher alles nach Marketing Blabla. Ein Betriebssystem wird gekillt und das andere wird mit ein paar Funktionen erweitert. Mehr wird es nicht sein. Verkauft wird das ganze aber als wäre es eine super Version von Android mit dem besten aus beiden Welten. Mich als User interessiert es nur ob ich dadurch schneller Updates erhalte.

  2. Sehr schade. Ich bin eigentlich OnePlus Fan durch und durch gewesen. Seit der Aktion mit Oppo bin ich sehr enttäuscht. Da geht es mittlerweile nur noch um Geld.

    Das familiäre, dass ich bei OnePlus hatte ist jetzt leider komplett verloren gegangen. Die ganzen Schlagzeilen bezüglich gekündigte OnePlus Mitarbeiter oder ähnliches bestärken mich leider dem Unternehmen dem Rücken zu kehren und misstrauisch dem unternehm gegenüber zu werden.

  3. Vor allem sind diese Ankündigungen auch so gar nicht widersprüchlich. Wie soll ein System bitte gleichzeitig „feature-rich“ UND „lightweight“ sein? Es geht nur das eine oder das andere. Oder eben ein Zwischenschritt, der dann aber genau genommen keins von beidem mehr ist.
    Dass ColorOS angeblich „smart“ sein soll, darüber kann man auch streiten.

  4. Ich war bisher auch ein OnePlus-Fan. Habe nach dem Pixel 2 XL 2017 ein OnePlus 7 Pro und dann ein 8 Pro jeweils zum Launch gekauft – beidesmal haben die die Kameraa in den Klee gelobt, ohne zu liefern. Bei beiden finde ich die Kamera solala. Das 9 hab ich mir dann erst garnicht angetan. Zuwenig Neuerungen für zu viel Geld, um vom 8 Pro zu wechseln.

    Dazu kommt noch die immer schlechter werdende Update-Politik. Updates kommen nur noch selten, die Vorjahresgeneration bekommt major updates erst ein halbes Jahr später – für mein 8 Pro rechne ich mit Android 12 nicht vor April.

    Wenn das Pixel 6 Pro nicht unbezahlbar wird, werde ich wohl nächsten Monat ein Pixel 6 Pro ordern – bye bye OnePlus. Da kommen Updates wenigstens regelmäßig und auch für die Vorjahresgeräte schnell. Mein inzwischen fast 4 Jahre altes Pixel 2 XL hat immerhin noch Android 11 bekommen.

  5. Abwarten was am Ende dabei heraus kommt, dann kann man OnePlus immer noch den Rücken kehren.

  6. Sofern die Geräte endlich nachhaltiger und fairer produziert werden, ist mir ziemlich egal, wie der Hersteller seine Modellreihen nennt. Wünschenswert fände ich eine Grundausstattung ohne all die vorinstallierte Bloatware und Google-Apps. Jede/r User sollte volle Kontrolle darüber haben, welche Apps auf dem Smartphone werkeln.

  7. Man liest ja neuerdings auch von explodierenden OnePlus Nord 2 und die Reaktion von OnePlus? Eine Unterlassungsverfügung von den OnePlus-Anwälten, gegen einen der Betroffenen damit der das nicht mehr so Öffentlich breit tritt…

  8. „mehr oder minder kreativ“ – ja, eine echt peinliche und sinnfreie Grafik. Bei der Entlassungswelle ist in der Marketingabteilung offensichtlich nur noch der Praktikant übrig geblieben.

  9. Schade das OnePlus sich hier selbst so das Bein stellt. Die Marke lebt hauptsächlich von Leuten die sich wenigstens ein wenig mit der Technik in Smartphones beschäftigen und ganz gezielt deren Software und Hardware (Bildschirm, Rumble Motor, mute Schalter) wollen. OnePlus ist eher eine Enthusiasten Marke als alles andere. Das kann man natürlich versuchen zu verändern, dabei verliert man aber unter Umständen seine Stammkunden ohne neue zu gewinnen weil der Markt gesättigt ist.

    Ich kann es nur immer wieder betonen, es ist extrem bedauerlich dass Huawei aus dem Rennen ist. Eine im Endergebnis besseres Gesamtpaket und vor allem Kamera als im Mate 20 Pro habe ich seither nicht mehr in der Hand gehalten.

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