Microsoft Surface Go im Teardown: Kein Spaß beim Reparieren

Die geschätzten Kollegen von iFixit haben sich einmal das Microsoft Surface Go zur Brust genommen. In ihrem Teardown kommen sie allerdings zum Ergebnis, dass das Tablet leider nahezu unmöglich zu reparieren ist. Die logische Konsequenz ist ein Repairability Score von 1/10. Vorgestellt wurde das Surface Go im Juli 2018. Ab 28. August soll die Auslieferung in Deutschland starten. Es handelt sich hier um ein 2-in-1-Gerät mit dem Intel Pentium Gold Prozessor 4415Y als Herzstück.

Sollte das Microsoft Surface Go allerdings bei euch Schaden nehmen, so solltet ihr nicht darauf hoffen selbst bei einer Reparatur ans Werk gehen zu können. Laut iFixit sei es bereits schwer, das Glas der Vorderseite zu entfernen, ohne es zu zerbrechen. Auch nachträgliche Updates seien nicht vorgesehen. Zudem bemängelt man bei iFixit den nicht-modularen Aufbau. Dadurch sei es etwa nicht möglich, Verschleißteile wie die Anschlüsse ohne erhebliche Kosten auszuwechseln.

Des Weiteren setze Microsoft im Inneren des Surface Go auf reichlich Klebstoff – auch beim Akku und dem Bildschirm. Egal was man austauschen wolle, man müsse so oder so das Display entfernen. Das sei leider recht kompliziert. Zumal gerade das Display leicht versehentlich beschädigt werde und im Ersatz verhältnismäßig hohe Kosten verursache. Immerhin war man bei iFixit überrascht, dass sich der Akku des Surface Go im Inneren so leicht abkoppeln ließ, ohne dass das gesamte Motherboard erst entfernt werden musste. Die Masse an Klebstoff machte das Herausnehmen aber dennoch schwierig.

Im Inneren erspäht man unter anderem den NAND-Flash-Speicher von SK Hynix, welche auch Zulieferer des RAM sind und allerlei Controller von z. B. Texas Instruments und ON Semiconductor. Für das Wi-Fi- und Bluetooth-Modul zeichnet sich Qualcomm verantwortlich. Beeindruckt ist man bei iFixit unter anderem davon, dass das Microsoft Surface Go trotz des vollgepackten Innenlebens ohne Heatpipes oder Lüfter auskommt.

Insgesamt gilt aber beim Microsoft Surface Go: Einmal gekauft, solltet ihr weder mit der Möglichkeit nachträglich Upgrades vorzunehmen noch einer einfachen Reparatur rechnen. Wie das so ist mit viel Technik auf engem Raum: Bei Schäden ist schnell ein ganzer Rattenschwanz betroffen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Das kann man sicherlich kritisieren, auf der anderen Seite benötigen austauschbare Bauteile auch einfach mehr Platz, was letztlich auch Auswirkungen auf die Abmessungen und auch das Gewicht der Geräte insgesamt hat. Außerdem ist bei mir zumindest schon lange kein Gerät mehr kaputt gegangen, und auch ein Upgrade der Hardware ist meist nicht erforderlich, da die Komponenten schon seit einigen Jahren so leistungsfähig sind, dass man sie durchaus eine ganze Weile nutzen kann, ohne dass man sich Sorgen machen muss.

  2. Frank Ingendahl says:

    Letztens war es der iMac, oder das MacBook. Heute ist es das Surface Go.
    ich frage mich warum man da überhaupt noch so ein Wind drum macht.
    Die Geräte werden immer kleiner und leichter da ist es logisch dass man da nicht mehr großartig selber dran herumdoktern kann.
    Wenn ich selber herumdoktern will nehme ich mir ein großes XXL Tower Gehäuse und Ps
    latz ohne Ende.
    Es ist bei allen Herstellern dasselbe, es ist nicht mehr gewollt das man selber repariert.

  3. Wenn es fünf Jahre Garantie seitens des Herstellers geben würde, was man bei dem Preis auch fast erwarten dürfte, wäre es schon ein interessantes Gerät. So ist es nur ein sehr teures Wegwerfgerät.

  4. Das ist halt auch einfach ein ganz grundsätzliches Problem. Es ist schlicht nicht möglich solche Geräte genauso leicht, dünn und kompakt zu bauen wenn man die Komponenten austauschbar macht.

    Mich persönlich stört das bei solchen Geräten auch nicht, die werden eh nicht von mir aufgerüstet, und dafür habe ich lieber schön leichte und dünne Geräte.

  5. Es geht bei dem Thema wohl eher nicht ums selber reparieren, sondern um die Kosten, wenn man das machen lässt. Und die dürften hoch sein, so hoch, dass es sich praktisch nie lohnen würde.

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